Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Zusammen mit einem Psychopath, kann mich jedoch nicht trennen, weil ...

FeiglingingX)

Mitglied
... ich auf ihn angewiesen bin.

Das ist eine Geschichte, die würde die Länge eines Romans annehmen, wenn ich nur die wichtigsten Punkte aufschreiben würde, deswegen fass ich es mal so weit es geht zusammen:

Er macht mich psychisch fertig, früher war er auch gewalttätig, aber das ist er seit einigen Jahren nicht mehr.
Muss er ja auch nicht mehr. Er hat mich ja da, wo er mich haben wollte.

Jetzt reicht sein tägliches tyrannisches Verhalten, seine langsame aber sichere Gehirnwäsche, die er mal mehr mal weniger subtil vollzieht und die, wie ich glaube, auch schon Früchte trägt. Denn ich bin mittlerweile ein Wrack, daß kaum noch aus dem Haus geht und jeden Abend froh ist, wenn sie den Tag einigermassen überstanden hat.

Das geht jetzt schon so lang (seit 2003) und es ist mit so vielen verschiedenen Ängsten verknüpft, weil dieser Mensch einfach zu allem fähig ist. Wir haben auch schon alles mögliche hinter uns wie z.B., daß er 24h der Wohnung verwiesen wurde, dann 1 Woche lang.
Gerichtstermine wegen Körperverletzung, wo ich am Ende aus Angst ihm gegenüber doch alles verharmlost habe. (Er ist mal mit dem Messer auf mich los, und ich bin nur mit heiler Haut davongekommen, weil ich kopfüber aus dem Fenster gesprungen bin, das gerade zufällig offenstand und ich mir dachte: Spring, da hast wenigstens ne Chance zu überleben.)

Das hört sich alles heftig an .. ist auch mehr als heftig und ich weiß, daß immer der Satz kommt, dass man niemals mit jemandem zusammen bleiben muss. Aber man muss vielleicht auch mal die Umstände betrachten.

Vielleicht kennt der eine oder andere noch mein Thema, in dem ich über meine Kindheit berichtet habe, diejenigen die das noch kennen, wissen daß ich absolut niemanden habe in der Verwandtschaft, zu dem ich gehen könnte, geschweige denn mir helfen würde. Nicht mal in der kleinsten Form.
Freunde hat er mittlerweile alle vergrault, sogar 2 meiner Freundinnen hat er damals, in den ersten 2 Jahren körperlich angegriffen und die haben alle selbst panische Angst vor dem und trauen dem alles zu, auch weil sie einiges mitbekommen haben was er mir angetan hat körperlich und wie er mich (anfangs heimlich) sozusagen observiert hat und mir hinterhergegangen ist.

Mich ungefragt und wutentbrannt abgeholt hat, nachdem er vorher Telefonterror gemacht hat, wenn ich nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zuhause war. Und wie er dann mit mir umgegangen ist ... ach das will ich gar ned alles erzählen, weil ich mich schäme, daß ich sowas mit mir machen lassen hab. Ich glaub, das übersteigt auch das Vorstellungsvermögen der meisten Menschen.
Es haben mir ja damals auch 2 Freundinnnen geholfen, wo ich wirklich weg wollte, aber nachdem er sie auch bedroht hat, ihnen aufgelauert und wie erwähnt körperlich angegangen ist, grüssen die mich jetzt nicht mal mehr, auch aus Angst.

Polizei war schon X-Mal im Spiel. Aber vor denen hat er auch keinen Respekt und hat schon mehrere Male eine Anzeige (wo dann auch 6 Monate Knast draus wurden - wurde wegen einer Weihnachtsamnestie oder wie das heisst, nach 3 Mon. entlassen) wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt erhalten.
Die Zeit wo er im Knast war, bin ich richtig aufgeblüht und hatte gehofft, daß er im Gefängnis einsieht, daß das alles keinen Sinn mehr hat.
Weil wenn ich sowas früher erwähnt hab (also Trennung oder auch nur annährend etwas in der Richtung), ist er immer direkt durchgedreht. Das waren ja immer seine hauptsächlichen Ausraster. Immer wenn er meinte er hätte einen 'Beweis', daß ich ihn nicht liebe oder er mir nicht vertrauen könnte (meist reichte ein von mir unbedacht gewählter Satz), dann ist er durchgedreht.
Nach einigen Jahren dann muss er das dann wohl aber dann doch mal geglaubt haben, bzw. ist er sich jetzt wohl sicher, daß er alles .. daß er mich unter Kontrolle hat, deswegen habe ich das körperliche wohl hinter mir.

Die Kinder ist er übrigens nie körperlich angegangen. Ich weiß, das glaubt man mir jetzt nicht, aber ich würde es niemals zulassen. Es ist aber schon schlimm genug, daß es überhaupt ist wie es ist. Denn bei uns ist es natürlich nicht harmonisch. Bei uns ist ständig Streit. Ich versuche nur ihm aus dem Weg zu gehen und zieh mich igdwo zurück und beschäftige mich mit igdwas. Es ist der Horror zuhause. Allein die Stimmung, die ständigen Gängeleien, die blöden Kommentare, seine ständigen Verdrehungen. Ich wünschte ich könnte meine Sachen packen und mit meinen Kindern gehen, igdwohin, am besten in eine andere Stadt, weil er wird das auf keinen fall einfach so hinnehmen. Ich bin mir sicher, daß er dann wieder da anfängt - also mit seiner Gewalt und seinem Stalking - wo er vor der Geburt unseres 1. Kindes aufgehört hat.

Vor allem igdwie hat er es auch noch geschafft, mich noch als die Blöde hinzustellen.
Denn komischerweise ist ihm das GANZ wichtig, wie er vor anderen dasteht (also nur vor denen die ER als wichtig erachtet, das ist vor allem seine Mutter, die ihn übrigens als Kind richtig systematisch gequält hat, schon als Kleinkind hat sie das mit ihm gemacht).
Die Nachbarn haben auch schon zig Dinge mitbekommen, weil wir hier schon lange wohnen, aber wenn wir uns streiten, dann fängt er plötzlich igdein dummes Zeug an zu reden und auch noch möglichst laut, für den Fall, daß die Nachbarn das hören. So nach dem Motto: 'Wenn Du nicht SO wärst, dann wäre ich nicht SO und müsste Dich nicht so behandeln.'

Er arbeitet nicht, bis auf den Job, den ihm sein Vater besorgt hat. Da ist er 3x die Woche für 2- 4 Stunden. Aber verlangt von mir, daß ich für alles andere zuständig bin, und das mache ich natürlich auch alles sauschlecht oder er wirft mir direkt vor ICH wäre eine faule Sau und mache gar nix. Wenn was schief geht, bin ich an allem Schuld. Wenn er verschläft, dann war es wegen mir. Dann motzt er MICH an. Obwohl ich schon 1 Stunde immer vorher wach bin und versuche ihn aus dem Bett zu bekommen.
Ich habe keinen FS und er bringt die Kinder morgens in den KiGa und dort lässt er mich auch blöd dastehen, wenn ER mal wieder morgens gebummelt hat oder nicht aus dem Bett kam, dann macht er so Kommentare anhand derer man sich denken kann, daß es an mir gelegen haben muss, daß das Kind späte als sonst in den KiGa kommt.
Das ist unglaublich wie geschickt der in solchen Dingen ist. Mir verschlägt das immer richtig die Sprache und ich weiß mich auch gar nicht dagegen zu wehren. Also seine Manipulationen und Verdrehungen. Der schafft es wirklich sich alles so zu drehen, wie er es will.

Egal was ist, immer bin ich an allem Schuld. Auch wenn es Dinge sind, an denen ich gar keine Schuld sein KANN. Igdwie schafft er es es so zu verdrehen, daß ich es doch bin. Ich hab keine Kraft mehr und ich hab Angst, daß er es noch schafft, daß ich igdwann so kaputt bin, daß igdwas schlimmes passiert. Oder er versucht ja auch die Kinder zu beeinflussen. Benutzt sie in Streitereien.

Er ist so gut in all seinen Manipulationen und hat mich schon so weit bekommen, ich hab immer solche Angst, daß wenn ich wo um Hilfe bitte, er noch schafft, alles so zu drehen, daß ich am Ende die Blöde bin. Das hat er schon oft versucht. Früher wenn die Polizei kam, dann hat er auch immer versucht alles so zu drehen, daß er ja der Arme ist. Nur hat er ziemlich schnell gemerkt, daß er da auf taube Ohren stösst und wenn er DAS dann merkt, dann schei... er auf alles und er hat die nur noch aus der Wohnung geprügelt wenn die dann in Zukunft kamen.
Als der damals mit Haftbefehl gesucht wurde, haben die 2 extra ausgebildete Polizisten mit Hunden geschickt, weil die schon wussten was womöglich auf die zukommt. (Wegen seines Widerstands usw.)

Jedenfalls hat der schon überall dafür gesorgt, daß ich blöd dasteh. Als wenn der schon igdwie vorsorgt für alle Fälle, so kommt mir das manchmal vor. (Im Kindergarten. Damals im KKH, in den Wochen wo ich da lag, wegen der Frühgeburt des 1. Kindes, hab ich später mitbekommen, daß er mich überall versucht hat schlecht zu machen.)
Seine Verwandten waren anfangs auch auf meiner Seite, die haben mich sogar vor ihm gewarnt, weil er bis jetzt bei jeder seiner Freundinnen so war und eine von denen hatte sogar später angeblich Polizeischutz nachdem sie sich von ihm getrennt hat. Jedenfalls hat er es dann bei denen (vor allem seiner Mutter, zu der er ein total krankes Verhältnis hat und sie zu ihm auch) schon igdwie geschafft, daß die denken, er wäre der arme Kerl und ich hab es ja auch igdwie nicht anders verdient.

Ich habe schon viel geschrieben, aber das ist alles nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
Nun zu dem Punkt weswegen ich denke, daß ich mich nicht trennen kann.

Wie erwähnt, wir haben 2 kleine Kinder. Beides waren extreme Frühchen und 1 von ihnen geht in einen heilpädagogischen KiGa, der fast 10km weg ist. Das andere Kind wiederum geht in einen anderen KiGa, der von der Wohnung 8km entfernt ist. Logischerweise liegen die beiden KIGa's schonmal nicht nah beieinander. Also ich hab mir das mal durchgerechnet. Um beide morgens rechtzeitig wegbringen zu könnne ohne Auto (habe keinen FS) müsste ich wohl so gegen 4 Uhr .. spätestens 4.30Uhr mit denen los. Beide haben unterschiedliche Abholzeiten. Da würde es sich bei,dem einen Kind schon gar ned mehr lohnen nach hause zu fahren.

Dann bekommen beide unterschiedliche Therapien, die zum Teil auch in anderen Städten liegen. (Frühförderung, Sehschule, Psychomotorik, Ergotherapie, Logopädie, Rehasport - und -Schwimmen .. also jedes Kind jede Woche mindestens 4 bis hin zu 7 verschiedenen Terminen was die Therapien betrifft, und wie gesagt, zu Teil in anderen Städten, die zwischen 15 und 25km entfernt liegen). Ich selbst bin mittlerweile mehrfach erkrankt.

Magengeschwür, Asthma Bronchiale, letztens äusserte mein Hausarzt noch einen Verdacht auf Diabetes, dem jetzt nachgegangen werden soll. Und eine schwere Depression mir starker Antriebsschwäche seit 2 Jahren jetzt. Ausserdem habe ich noch eine wirklich schwere Erkrankung, eine chronische, zu der ich mich nicht genau äussern möchte. Sie ist nicht ansteckend, aber durch diese Krankheit bin ich auch nochmal sehr eingeschränkt was meine Energie betrifft. Diese Krankheit tritt in Schüben auf und ich habe seit ca. 3 Jahren jetzt einen Schub nach dem anderen. Deswegen fühl ich mich auch ständig ausgepowert und ausgelaugt.

Ich weiß daß sich das echt bekloppt anhört, aber wenn man wirklich niemanden hat, und es ist so, ich hätte niemanden!!!! .. wie soll ich das ohne Auto, ohne jegliche Hilfe alles bewältigen, wo es mir selbst so schlecht geht??? Vielleicht ist es ja auch nur so, daß er mich schon so klein bekommen hat, daß ich deswegen so denke? ich weiß es nicht. Ich weiß nur, daß ich so gerne weg wollen würde, aber ich weiß einfach nicht wie ich alles unter einen Hut kriegen soll. Denn ich hab Angst, daß wir am Ende doch schlimmer ohne ihn dastehen, als mit ihm.

Vor allem, was er dann noch an Schwierigkeiten machen wird. Der wird das auf gar keine Fall hinnehmen. Ich meinte mal zu ihm: 'Du bist doch nur nicht mehr so wie früher, weil Du weißt Du musst es nicht mehr sein, hast es ja jetzt so wie Du es wolltest. Aber ich bin mir sicher, wenn sich was ändern würde, wenn Du nicht mehr sicher wärst und Du nicht alles unter Kontrolle hättest, dann wär wieder der alte M. da.' Und da guckt er mich ganz erstaunt an und sagt: 'Woher weißt Du das?'
 
das du eine trennung davon abhängig machst , ob die kids in die kita kommen oder tehrapien weiter laufen können....ist für mich ein zeichen,das du noch nicht genug von ihm hast, sorry aber so denke ich.

man kann in ein frauenhaus gehen, in einer anderen stadt, da könntest du ganz neu anfangen. das geht jetzt wo die kids so klein sind noch ganz gut, wenn sie erstmal in der shcule sind,wirds schwieriger.....

im frauenhaus wärst du geschützt und kannst von dort aus alles regeln. dort gibts sozialarbeiter die dich unterstützen.
auch für kinderbetreuung ist gesorgt,so das du mal freie zeit hättest um dich um dich zu kümmern (ärzte und so weiter)
wenn er dich sucht, wird er dich nicht so leicht finden, denn du wärst ja in einer anderen stadt.
das du pläne machst, in deiner eigenen stadt finde ich schon komisch, denn da findet er dich doch auf jeden fall...zumal wenn du alle kinderdinge weiterhin so machst wie bisher (selbe kita) da braucht er doch nru einmal stehen und du lebst wieder in angst...

eine andere idee wäre eine mutter kind kur, in die du allein mit den kids fährst und von dort aus planst wies weiter geht...
bitte tu dir das dir selbst und den kids nicht weiterhin an, was für ein leben ist das?...
 
Meinst Du das mit der Mutter-Kind-Kur so, daß ich die beantrage mit dem Gedanken, daß ich von da aus alles plane .. also so im geheimen für mich, oder meinst Du das so, daß ich die vor allem aus dem Hintergrund heraus beantrage, weil die einem auch helfen würden notfalls?

Also 1 meiner Kinder kommt nächstes Jahr in die Schule. Und das mit den Therapien ist eben auch ein Grund der mich hindert, weil diese sind ja sehr wichtig für die beiden und es dauert ja auch seine Zeit bis man solche Plätze bekommt. Jedenfalls haben wir zum Teil ziemlich lange warten müssen. Und eine lange Pause was die Therapien betrifft würde sich nicht so günstig auf die Entwicklung auswirken, weil es auch darum geht, daß sie bedenkenlos an der bevorstehenden Schule teilnehmen können. Das ältere Kind braucht schonmal Dank dieser Therapien nicht zur Förderschule. (Beide haben durch die extreme Frühgeburt bestimmte 'Nacherkrankungen/Folgeerkrankungen.')

Früher gab es bei unserer Stadt eine Frau, also eine Sozialarbeiterin, zu der konnte man gehen, wenn man z.B. solch einen familiären Hintergrund hat wie ich, diese hatte Schweigepflicht und man konnte sich bei ihr Hilfe holen oder aber auch einfach aussprechen. Die Hilfe sah z.B. so aus, daß man mit ihr planen konnte welche Schritte zu gehen wären, notfalls auch Kontakt zu einem Frauenhaus in einer fremden Stadt herstellen. Aber ihre Stelle wurde ersatzlos gestrichen. Ich fand diese Frau eben sehr sehr gut, weil ich ihr wirklich vertraut habe und sie hat sich wirklich eingesetzt.
Ich hab igdwie immer Probleme damit, mich vollkommen jemandem anzuvertrauen und ich hab nach der erwähnten Frau, schonmal Kontakt zu jemandem von Pro Familia aufgenommen, aber dort habe ich mich gar nicht gut aufgehoben gefühlt. Also nicht wirklich ernst genommen gefühlt.
 
Meinst Du das mit der Mutter-Kind-Kur so, daß ich die beantrage mit dem Gedanken, daß ich von da aus alles plane .. also so im geheimen für mich, oder meinst Du das so, daß ich die vor allem aus dem Hintergrund heraus beantrage, weil die einem auch helfen würden notfalls?

ich persönlich würde einfach ne kur beantragen und dort eben hilfe suchen, dann müsste es allerdings auch so sein, das es eine kur mit sozialarbeitern und therapeuten ist. leider kenne ich mich nicht so gut aus, aber man kann wohl auch aufgrund von überforderung eine psychosomatische kur ebnatragen....das ist eben ne kur, wenn du probs mit dir hast, da sind dann psychologen,die wieter helfen.
sowas in der art würde ich machen.
und dann eben von dort aus nicht mehr nach hause.



Also 1 meiner Kinder kommt nächstes Jahr in die Schule. Und das mit den Therapien ist eben auch ein Grund der mich hindert, weil diese sind ja sehr wichtig für die beiden und es dauert ja auch seine Zeit bis man solche Plätze bekommt. Jedenfalls haben wir zum Teil ziemlich lange warten müssen. Und eine lange Pause was die Therapien betrifft würde sich nicht so günstig auf die Entwicklung auswirken, weil es auch darum geht, daß sie bedenkenlos an der bevorstehenden Schule teilnehmen können. Das ältere Kind braucht schonmal Dank dieser Therapien nicht zur Förderschule. (Beide haben durch die extreme Frühgeburt bestimmte 'Nacherkrankungen/Folgeerkrankungen.')

meinst du es ist günstiger für irhe entwicklung wenn du zu hause bei diesem mann bleibst😕kann ja nicht dein ernst sein,oder?....klar wäre eien pause ungünstig,doch das wäre wohl bei der alternative die du hast, das kleinere übel....denke ich.

Früher gab es bei unserer Stadt eine Frau, also eine Sozialarbeiterin, zu der konnte man gehen, wenn man z.B. solch einen familiären Hintergrund hat wie ich, diese hatte Schweigepflicht und man konnte sich bei ihr Hilfe holen oder aber auch einfach aussprechen. Die Hilfe sah z.B. so aus, daß man mit ihr planen konnte welche Schritte zu gehen wären, notfalls auch Kontakt zu einem Frauenhaus in einer fremden Stadt herstellen. Aber ihre Stelle wurde ersatzlos gestrichen. Ich fand diese Frau eben sehr sehr gut, weil ich ihr wirklich vertraut habe und sie hat sich wirklich eingesetzt.

ja sowas meinte ich auch, mir hat sowas früher auch geholfen..
vielelicht gibts bei euch noch sowas...psychologische beratungsstelle oder einfach nur frauenberatung? googel doch mal nach beratungen in deiner stadt...

Ich hab igdwie immer Probleme damit, mich vollkommen jemandem anzuvertrauen und ich hab nach der erwähnten Frau, schonmal Kontakt zu jemandem von Pro Familia aufgenommen, aber dort habe ich mich gar nicht gut aufgehoben gefühlt. Also nicht wirklich ernst genommen gefühlt.

ah okay, muss ja auch passen, da kannst du ja immer nru weiter suchen, obwohls eben auch ne sache ist,wie man sein leid rüber bringt. du musst das ja auch selbst ernst nehmen,sonst schilderst du es nur halb so schlimm...😉
 
Ich weiß daß sich das echt bekloppt anhört, aber wenn man wirklich niemanden hat, und es ist so, ich hätte niemanden!!!! .. wie soll ich das ohne Auto, ohne jegliche Hilfe alles bewältigen, wo es mir selbst so schlecht geht??? Vielleicht ist es ja auch nur so, daß er mich schon so klein bekommen hat, daß ich deswegen so denke? ich weiß es nicht. Ich weiß nur, daß ich so gerne weg wollen würde, aber ich weiß einfach nicht wie ich alles unter einen Hut kriegen soll. Denn ich hab Angst, daß wir am Ende doch schlimmer ohne ihn dastehen, als mit ihm.

Vor allem, was er dann noch an Schwierigkeiten machen wird. Der wird das auf gar keine Fall hinnehmen. Ich meinte mal zu ihm: 'Du bist doch nur nicht mehr so wie früher, weil Du weißt Du musst es nicht mehr sein, hast es ja jetzt so wie Du es wolltest. Aber ich bin mir sicher, wenn sich was ändern würde, wenn Du nicht mehr sicher wärst und Du nicht alles unter Kontrolle hättest, dann wär wieder der alte M. da.' Und da guckt er mich ganz erstaunt an und sagt: 'Woher weißt Du das?'

Für mich hört es sich nicht im geringsten bekloppt an, ich weiß was du meinst.

Ich konnte erst dann den Schlussstrich ziehen als ich erkannt habe das er und ich nicht das Gleiche unter Liebe verstehen.
Insgesamt ging es relativ langsam voran was die Trennung betrifft und dann kam er ja auch noch einmal zurück, weil ich dann total ausgefallen war, wegen einer Ischiasnerventzündung.
Dann ist er von sich aus wieder ausgezogen und das war schon ein riesengroßer Schritt für ihn, das er freiwillig wieder ausgezogen ist.
Wäre ich hier Knall auf Fall ausgezogen, ich denke dann hätte er mich so schnell erstmal nicht in Ruhe gelassen.

Ich denke schon das ich ihn durch mein Verhalten dazu gebracht habe, wieder auszuziehen.

Er hat inzwischen gelernt das er sich meine Liebe nicht erzwingen kann und wenn ich sage das ich nicht will, dann will ich auch nicht.
Ich war/bin sehr konsequent ihm gegenüber und mittlerweile scheint er damit auch gut klar zu kommen.

Geholfen haben mir die vielen Stunden hier im Forum, da ich auch niemanden zum reden weiter habe. Darüber zu schreiben und Antworten von den anderen zu bekommen, hat mir sehr geholfen.
Es fing sich an bei mir etwas in Bewegung zu setzen, nachdem ich mehr und mehr an "Ballast" hier im Forum lassen konnte.
Später dann noch Gespräche mit meiner Anwältin, meinem Hausarzt, Lehrerinnen und dem Jugendamt und auch noch weitere gaben mir dann auch jeweils positive Rückmeldungen und halfen mir soweit es ihnen möglich war/ist.
Aber alleine schon das so viele geholfen haben, das tut unheimlich gut!!! 🙂
Dadurch fühlte ich mich nicht mehr so alleine und hilflos usw..

Nun weiß ich leider nicht an wen du dich wenden kannst, würde dir aber raten vielleicht dich mal an das Jugendamt zu wenden, denn du hast ja 2 Kinder, für deren Wohl du verantwortlich bist.
Du brauchst keine Angst vor dem Jugendamt zu haben, die wollen dir helfen, nicht dir schaden.
Und ich meine sie können sehr viel erreichen und sie tun viel mehr als sie es müssten, eben weil sie helfen wollen und sich auch mit solchen Situationen leider sehr gut auskennen.
 
Ich hab jetzt grad leider nicht so viel Zeit aber eines möchte ich auf jeden Fall sagen:

Deine Kinder bekommen die allergrößten Entwicklungsstörungen durch so eine familiäre Situation. Das lass dir gesagt sein. Also hol sie so schnell wie möglich da raus!
Du solltest nicht wegen deiner Kinder dort bleiben, sondern vll. sogar in erster Linie WEGEN deiner Kinder ABHAUEN.

Verschwinde mit den Kindern wirklich irgendwohin in eine andere Stadt, wo ihr nicht zu finden seid (Frauenhaus, Kur...) und plane dann von dort aus in Ruhe alle weiteren Schritte und suche von dort aus in Ruhe Hilfe die für doch und die Kinder genau richtig ist.
 
Hallo!

Diese ganze Gewalt ist definitiv zu massiv. Ich bin normalerweise im Zweifelsfall immer pro Beziehung. Aber dein Mann scheint ein selten blöder Kerl zu sein. Ausserdem hat er wohl narzistische Tendenzen. Er hat einen Knall. Den änderst du auch nicht mehr. Da hilft wirklich nur eins: Trennung.

Dann bist du zwar ohne Mann, was auch nicht gerade lustig ist, aber allemal besser als sich das Leben von einem solchen Idioten versauen zu lassen.

Es gibt so viele Möglichkeiten sich helfen zu lassen. Vielleicht gehst du erst mal zu einer "häusliche Gewalt Beratungsstelle" und sprichst dort erst mal mit den Beratern. Zuhause solltest du dich normal, so wie immer verhalten.

Und was die Zukunft betrifft: manchmal sind Berater, Selbsthilfegruppen und Freunde ein Ersatz für Familie. Halte dich an Menschen, die es gut mit dir meinen!!!
 
Hör doch auf, dich auf die Therapien der Kinder auszureden. Sie sind durch
diese Situation einem ständigen psychischen Säurebad ausgesetzt und
da können ihnen 300 Therapien nicht helfen. Auf die Art wird die eine
Störung halbwegs behoben und zwei andere müssen und
werden ausbrechen.

So wie du es schilderst ist das wie ein ständiger Eiterherd und wenn du den
rettenden Schnitt nicht machst, wirst du immer krank und geschwächt
bleiben.

Aber lass dich nicht prophylaktisch fertig machen wie er dich stalken wird. Er
setzt dir diese Phantasien in den Kopf um seine Macht zu untermauern.
Lass das nicht mehr zu und setze deine eigenen Wünsche und Phantasien
dagegen. Sieh wie die Sonne zum Küchenfenster reinkommt, die Kinder spielen
unbeschwert, alles ist voller Liebe und Frieden...so kann es werden, sobald
du deine Ängste besiegt und wieder die Kontrolle über dein Leben
übernommen hast!

Geh auf die Polizei und argumentiere schonungslos den Sachverhalt und deine
Befürchtungen. Schrei um Hilfe und lass dich nicht mehr abwimmeln. Halte nichts
zurück, rede nichts schön und genier dich vor gar nichts.

"Numquam retro" - niemals zurück! So lautet der Wahlspruch einer militärischen
Elite-Einheit und das sollte auch dein Motto werden!

Ich rate dir, zieh es durch, koste es was wolle. Lieber aufrecht sterben als auf
den Knien leben!
 
Meinst Du das mit der Mutter-Kind-Kur so, daß ich die beantrage mit dem Gedanken, daß ich von da aus alles plane .. also so im geheimen für mich, oder meinst Du das so, daß ich die vor allem aus dem Hintergrund heraus beantrage, weil die einem auch helfen würden notfalls?

ich persönlich würde einfach ne kur beantragen und dort eben hilfe suchen, dann müsste es allerdings auch so sein, das es eine kur mit sozialarbeitern und therapeuten ist. leider kenne ich mich nicht so gut aus, aber man kann wohl auch aufgrund von überforderung eine psychosomatische kur ebnatragen....das ist eben ne kur, wenn du probs mit dir hast, da sind dann psychologen,die wieter helfen.
sowas in der art würde ich machen.
und dann eben von dort aus nicht mehr nach hause.



Also 1 meiner Kinder kommt nächstes Jahr in die Schule. Und das mit den Therapien ist eben auch ein Grund der mich hindert, weil diese sind ja sehr wichtig für die beiden und es dauert ja auch seine Zeit bis man solche Plätze bekommt. Jedenfalls haben wir zum Teil ziemlich lange warten müssen. Und eine lange Pause was die Therapien betrifft würde sich nicht so günstig auf die Entwicklung auswirken, weil es auch darum geht, daß sie bedenkenlos an der bevorstehenden Schule teilnehmen können. Das ältere Kind braucht schonmal Dank dieser Therapien nicht zur Förderschule. (Beide haben durch die extreme Frühgeburt bestimmte 'Nacherkrankungen/Folgeerkrankungen.')

meinst du es ist günstiger für irhe entwicklung wenn du zu hause bei diesem mann bleibst😕kann ja nicht dein ernst sein,oder?....klar wäre eien pause ungünstig,doch das wäre wohl bei der alternative die du hast, das kleinere übel....denke ich.

Früher gab es bei unserer Stadt eine Frau, also eine Sozialarbeiterin, zu der konnte man gehen, wenn man z.B. solch einen familiären Hintergrund hat wie ich, diese hatte Schweigepflicht und man konnte sich bei ihr Hilfe holen oder aber auch einfach aussprechen. Die Hilfe sah z.B. so aus, daß man mit ihr planen konnte welche Schritte zu gehen wären, notfalls auch Kontakt zu einem Frauenhaus in einer fremden Stadt herstellen. Aber ihre Stelle wurde ersatzlos gestrichen. Ich fand diese Frau eben sehr sehr gut, weil ich ihr wirklich vertraut habe und sie hat sich wirklich eingesetzt.

ja sowas meinte ich auch, mir hat sowas früher auch geholfen..
vielelicht gibts bei euch noch sowas...psychologische beratungsstelle oder einfach nur frauenberatung? googel doch mal nach beratungen in deiner stadt...

Ich hab igdwie immer Probleme damit, mich vollkommen jemandem anzuvertrauen und ich hab nach der erwähnten Frau, schonmal Kontakt zu jemandem von Pro Familia aufgenommen, aber dort habe ich mich gar nicht gut aufgehoben gefühlt. Also nicht wirklich ernst genommen gefühlt.

ah okay, muss ja auch passen, da kannst du ja immer nru weiter suchen, obwohls eben auch ne sache ist,wie man sein leid rüber bringt. du musst das ja auch selbst ernst nehmen,sonst schilderst du es nur halb so schlimm...😉

Dies ist sowas wie eine gemeinsame Antwort an Schmetterlingsflattern, Renata und allen anderen, die mir bisher geantwortet haben. Ich danke Euch für Eure antworten.


Ich hab ja noch eine ältere Tochter (15), von einem anderen Mann. Von dem habe ich mich damals getrennt, weil das auch nicht das gelbe vom Ei war, jetzt nichts mit Gewalt, aber eben auch keine wirkliche Beziehung, wie man sich das eigentlich vorstellt, und vor allem hatte ich damals noch die Ansicht, daß es Kindern in keinem Fall gut tut, wenn man eben nur wegen der Kinder zusammenbleibt. Ich dachte damals mit der Trennung von dem Mann, ich tue das abolut beste für mein Kind.
Als ich mich dann getrennt habe, habe ich das so behutsam wie möglich gemacht, bin mit dem Mann freundschaftlich verbunden geblieben und habe alles so schonend wie möglich für meine (damals) Kleine gemacht.

Aber was die Trennung in ihr ausgelöst hat ist unglaublich. Sie ist heute (damals war sie 4) in therapeutischer Behandlung, weil all ihre Probleme die sie hat, laut der Psychologen die sie mittlerweile aufgesucht hat, von der Trennung herrühren, weil sie das so dermassen schlecht verkraftet hat. (Sie hat extreme Verlassensängste, sie will am liebsten noch immer ab und an bei mir im Bett schlafen und wenn sie das mal macht, dann hält sie im Schlaf meine Hand, und wenn ich die wegziehe, obwohl sie fest schläft, hält sie die im Schlaf ganz fest und hindert mich am wegziehen; Weinkrämpfe die von jetzt auf gleich ohne Grund kommen; für eine kurze Zeit hat sie sich geritzt, was aber durch die Therapie, die da dann gerade begann zum Glück igdwie aufgefangen wurde.)

Dabei war sie damals ned mal ein Papa-Kind, sondern immer sehr stark auf mich bezogen. Ich habe auch damals nicht gelitten (als möglichen grund, daß SIE das auch nicht gut verkraftet haben könnte), sondern bin im Gegenteil total aufgeblüht nach der Trennung, war so gut gelaunt wie nie.

Jedenfalls denke ich, daß das auch mit ein Grund ist, der mich da sehr viel zögern lässt, weil ich zumindest mit meiner ältesten die Erfahrung gemacht habe, daß für sie wohl egal unter welchen Umständen die 'heile Familie' (anscheinend auch wenn nur vorgegaukelt) in jedem Fall immer die bessere Alternative gewesen wäre.
Sie hat sich damals so schnell von einem fröhlichen und unbeschwerten Kind in das totale Gegenteil verändert.

Ich versuche immer alles, daß meine Kinder nichts mitbekommen .. wenn mein Partner nicht so ist, versuche ich eben Möglichkeiten zu finden um seine Unzulänglichkeiten den Kindern gegenüber auszugleichen oder die Situation zu entschärfen .. Hauptsache für die Kinder sieht es eben so aus, als wäre alles okay und daß sie in so normalen Verhältnissen wie möglich aufwachsen.
Ich bin mir auch sicher, daß meine Kinder das alles als nicht halb so schlimm empfinden wie es nunmal wirklich ist. Weil eben die schlimmste (also mit Gewalt) Zeit, vor Ihrer Geburt war. Sie haben noch nie Polizei bei uns gesehen. (Ausser einmal nachts, waren die da, als sie schliefen, weil wir uns lauthals stritten, aber das haben sie auch nicht mitbekommen.)

Wenn er ausfallend wird, wenn sie da sind, dann geh ich aus der Situation raus. Entweder schnappe ich mir die Kids und geh mit ihnen weg, egal was.. ich mache immer etwas daß sie das ned erleben.

Seine Gängeleien und blöden Kommentare, okay.. das bekommen sie schon ab und an mit. Und ich hab dann immer Angst, daß sie daraus lernen könnten, daß man sich sowas gefallen lässt. Deswegen sage ich zu ihm dann, daß er mit anderen so umgehen kann, wenn er das so gelernt hat, aber nicht mit mir und daß man niemals so mit jemandem umgeht, der zur Familie gehört und daß ich ihm nicht zuhöre und er gehen soll oder aufhören soll. Wenn er das nicht lässt, gehe ICH dann mit den Kindern. Weil ihm ja unheimlich wichtig ist, daß er immer als der TOLLE, bzw. unschuldige dasteht, hat er es auch mittlerweile vor den Kindern extrem reduziert. Also er verhält sich vor Ihnen zu 95% wirklich in Ordnung. Ausserdem ist er eh meist bei seiner Mama.

Den beiden die es schon verstehen, denen sage ich auch ganz ehrlich, daß man sich in einr Beziehung niemals so behandeln darf. Dass Menschen die sich lieben niemals so behandeln dürfen, daß man zu dem den man liebt, niemals böse ist, niemals gemein und hinterhältig, immer zu ihm hält und daß der Papa das aber nie gelernt hat und wir den Papa in Ruhe lassen, wenn er so ist.
Und ich sage auch, daß man sowas aber auch nicht entschuldigen darf. Nur daß wir im Moment keine andere Möglichkeit haben, als darüber hinweg zu sehen und ich nicht mehr weiß, wie man dem Papa helfen kann.
(Und manchmal kommt meine mittlere an und weint und sagt: Mama ich habe Angst, daß ihr Euch irgendwann trennt. Ich will nicht, daß mein Papa weg ist.)

Wenn mal ein Streit zwischen meinen Kindern und mir ist oder unter den Kindern, zeige ich ihnen, bzw. streite ich mit ihnen so, wie ich es normalerweise tun würde, mit einem Parnter der dazu fähig ist, nämlich mit Argumenten und Fairness und Ehrlichkeit.
Ich lege sehr viel wert drauf, daß sie zusammenhalten, niemals gemein zueinander sind oder unfair und daß sie Konflikte austragen. Aber ich weiß, daß das trotzdem bedeuten kann, daß sie sich davon was annehmen, was sie durch ihren Vater mitbekommen. Und daß ich ihnen trotzdem was ich sage, eigentlich zeige, daß ich mir das gefallen lasse.

Ich denke, es wäre wirklich das Beste, daß ich versuche jemanden zu finden, wie diese engagierte Sozialarbeiterin damals, dem ich mich wirklich anvertrauen kann und der mir rät was ich für Möglichkeiten habe und wo ich alles vorbereiten kann. Denn ich weiß definitv, daß es mir psychisch viel besser gehen würde ohne diesen Mensch und daß es auch den Kindern besser gehen würde. Ich hab solche Angst, daß meine Kinder sonst später solche Beziehungen leben wie ich. Und das wäre dann allein meine Schuld, weil ich nicht so verantwortungsvoll war, einen Schlusstrich zu ziehen.

An der Stelle möchte ich auch mal allen Frauen, die mit gewalttätigen, sei es körperlich und/oder psychisch, Männern zusammen sind eins sagen: IHR KÖNNT IHN NICHT ÄNDERN !!!!

Dazu will ich mal erzählen, wie es überhaupt so weit kommen konnte:

Ich hab ALLES auf mich genommen um diesen Mann zu ändern. Ich war überzeugt, ich werde das schaffen. Mit viel Liebe, Geduld und vor allem mit dem Beweis, daß er mit vertrauen kann.

Ich habe so gedacht: Er hat es nicht anders gelernt. Er kennt keine Alternativen mit seinen Gefühlen umzugehen als diese. Denn er hatte Eltern, die es ihm genauso vorgelebt haben. Er ist Pole. Und damals war die polnische Erziehung (er kam mit 13 Jahren in die BRD) eh schon schlimm. Und wenn man damals aber in Polen als vollkommen legitim und normal erachtete, daß man in der Erziehung Gürtel, Gerten, Kochlöffel und was sonst noch, zum Schlagen .. bzw. Schlagen generell nutzt, so waren SEINE Eltern, sogar für die damaligen polnischen Massstäbe, absolute Horroreltern.
Als ich ihn kennenlernte wunderte ich mich, nachdem ich die ersten Male bei ihm schlief, daß er nachts im Schlaf zusammenzuckt, wenn ich die (quietschende) Schranktür aufmache oder wenn ich überhaupt eine quietschende Tür aufmache. Manchmal schrie er dann auch ganz verzweifelt im Schlaf auf polnisch irgendwas und machte so abwehrende Armbewegungen.

Als ich ihn dann mal igdwann drauf ansprach, nachdem mir noch andere komische Dinge auffielen, sagte er dann, daß im Schrank der Gürtel hing, mit dem er blutig geprügelt wurde. Schon als 3jähriger. (Er hat echt noch einige Narben auf dem Rücken davon.)

Seine Mutter war die schlimmere von beiden. Sie trat in ihren kleinen am Boden liegenden 2jährigen Sohn. Er musste sich täglich die Augen mit Seife auswaschen. Oder im Dunkeln stundenlang nackt im Badezimmer auf ungekochten Erbsen knien und damit sie sah, daß er das auch brav machte, musste er von innen die Türklinke runterdrücken, schaffte er das nicht mehr oder sie hörte ein Geräusch (weil er umkippte u./o. weinte) ... weil er durfte ja auch nicht laut weinen ... dann bekam er immer mit dem Ledergürtel eins drüber, bei jedem Mal einen Schlag mehr. Und als so kleiner Junge hält man das nicht lange aus. Das ging immer über Stunden und endete in einer Prügelattacke, weil er dann igdwann einfach zusammenbrach.
Das ist eine von zig Geschichten, die er mir im Laufe der ersten 3 Jahre unserer Beziehung erzählte.

Er wurde regelrecht gequält von klein auf und das täglich. Nicht nur körperlich sondern auch psychisch. Psychisch das macht sie ja heute noch. Sie ist eigentlich genauso wie er aber auf eine extrem raffinierte Art (die gehört für mich in die Psychatrie). Er hatte solch eine Angst vor seiner Mutter, daß er als Kind am Fenster schaute, wenn er merkte, daß sie jetzt gleich von der Arbeit Heim kommen müsste und dort vor Angst zitternd wartete, bis er dann das Auto sah und dann aufsprang um sich unter dem Bett oder sonst wo zu verstecken. Er sagte mir: 'Er habe so verzweifelt nach immer neuen Verstecken gesucht, aber sie hat ihn IMMER gefunden. IMMER!'
Wenn er das erzählte, lag dieser grosse, starke und beeindruckend wirkende Mann (von seine Ausstrahlung) in meinem Arm wie ein kleiner Junge, am ganzen Körper am zittern, schüttelte sich vor seinem verzweifeltem Weinen, als würde sie gleich zur Tür reinmarschieren.

Ich hatte vorher sowas noch nie kennen gelernt. Solche Menschen, solches Leid. Solche Abgründe. (Vor allem wirken die gar ned so. Kommen aus gutbürgerlichen Verhältnissen, haben sich hier richtig was aufgebaut. Aber das ist ja eh das wichtigste bei denen. Nach aussen hin muss alles perfekt sein. Und innen merkt man erstmal, daß das ne Familie von Verrückten ist. Bis auf die ältere Schwester und der Vater ist, glaube ich auch nicht ganz so heftig, ist nur extrem beeinflussbar von seiner Frau.)

Ich war zutiefst und dermassen geschockt und (natürlich negativ) beeindruckt von seinem Leid, daß er sogar damals so präsent mit sich rumtrug, komplett unverarbeitet, so als steckte er noch mittendrin. Er tat mir so unsagbar leid. Und ich liebte ihn wahnsinnig. Weil er auf der einen Seite so stark wirkte (sieht man ihn, würde man niemals denken, daß da sowas hintersteckt) und auf der anderen Seite aber so unglaublich schwach war, sich so unglaublich nach echter Liebe sehnte.

Ich dachte mir damals, wenn eine Frau ihren krebskranken Mann im Stich lassen würde, würde sie jeder verurteilen. Jeder würde erwarten, daß sie ihrem Mann hilft. Mein 'Mann' ist auch krank. Er wurde krank gemacht von seiner Mutter. Sie hat ihn so krank gemacht und ihm jede Möglichkeit, sich in der Gesellschaft zurecht zu finden verwehrt. Ihm nichts beigebracht, daß er mit anderen Menschen zusammenleben kann. Keine Alternativen beigebracht, wie man mit Leid, Wut, Enttäuschung umgehen kann ausser blinden Hass und Wut. Sie hat ihm das Urvertrauen den Menschen gegenüber genommen.

(Und ich hab nie verstanden, wieso es nicht akzeptiert wird, daß man auch so einem Menschen hilft. Wäre er 12 und nicht erwachsen würde man auch erwarten, daß man so jemandem hilft. Mit seinem 18. Geburstag erreicht man die Volljährigkeit, aber das heisst doch nicht, daß man automatisch die richtigen Verhaltensweisen lernt, wenn man sie niemals auch nur gesehen hat bei jemand anderem, wie soll man dann wissen wie man mit bestimmten Dingen umgeht???)

Ich dachte damals: Dieser Mensch braucht so dringend Hilfe..dringender als jeder andere Mensch, den ich in meinem Leben kennen gelernt habe.
Und ich habe ihn so geliebt. Ich habe alles getan um ihm zu helfen. Ich habe mich zu seiner 'Leib-Pseudo-Psychologin' entwickelt, es ging nur noch darum ihm zu zeigen wie ECHTE Liebe aussieht. Welche Alternativen man hat, um mit bestimmten Situationen umzugehen.
Daß Liebe bedeutet, daß man den den man liebt, eben NICHT wehtut, hat man Angst, er könnte einen nicht lieben. Daß man redet, daß man sich öffnet. Sein Innerstes zeigen kann, ohne Angst haben zu müssen, daß der andere einem wehtut, sich lustig macht oder das ausnutzt.

Jahre habe ich das gemacht und dabei nicht gemerkt in welcher Spirale ich mich befand. Daß er igdwann mein absoluter Lebensmittelpunkt war. Daß ich igdwann nichts anderes war, als sein Geschöpf. Nicht er hatte sich geändert. Ich hatte mich unbemerkt geändert. Ich war nur noch eine Reaktion auf sein Verhalten. Habe nur danach geschaut, was ich jetzt wieder machen kann, daß ihm zeigt, daß es wahre Liebe gibt, wie wahre Liebe aussieht. Dass ich ihn liebe. Denn ich war ja davon überzeugt, das ist der Schlüssel seines Leids: Ich zeige ihm das und gebe ihm das was er als Kind niemals kennenlernte.

Aber die Rechnung ging voll nach hinten los. Ich musste merken, daß er gar nicht fähig ist, wahre Liebe überhaupt zu erkennen, geschweige denn anzunehmen. Nein, er tritt sie sogar mit Füssen.
Er und seine Mutter sind 2 ganz eigenartige, kranke Menschen, denn mich mit ihm zu befasen, ihm zu helfen hiess auch zwangsläufig mich mit seiner Mutter zu befassen. Ach Gott, was ich alles getan habe. Wie oft ich versucht habe ihm zu erklären, daß er sich damit abfinden muss, wie sie ist, und daß sie sich nicht ändern wird und daß sie gar nicht fähig ist wirklich zu lieben, und daß er sie dafür hassen sollte und den Kontakt abbrechen sollte.
Wieviele Gespräche ich mit IHR hatte. Ende vom Lied: kein Kontakt mehr. Weil sie mich wohl als ernst zu nehmende Konkurrentin in seiner Liebe zu ihr sieht. Und ich wollte den Kontakt auch nicht mehr. Weil ich gemerkt habe, daß sie alles nur benutzt was wir bereden.
Ich sag Euch, ich hab sowas noch nie kennen gelernt. Bevor ich ihn / seine Mutter nicht kannte, hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, daß es solche Menschen gibt, sowas berechnendes und falsches und echt igdwie total krankes. Und ich komme selbst aus einer Familie/von einer Mutter, die vieles aus ihrer Kindheit mit rumschleppt und mich spüren lassen hat. (Findet man ja auch hier im Forum diese Geschichte.)

Sie weiß, daß sein Lebensinhalt ist, ihre Liebe zu bekommen, sich dieser Liebe sicher zu sein. Und daß sie nicht jedesmal, wenn er mal wieder das Gefühl hat, daß sie ihn ja doch wirklich liebt, alles wieder zunichte macht mit ihrer berechnenden Art. Sie weiß genau welchen Knopf sie drücken muss.

Aber er sieht das alles nicht, will es nicht sehen und ich habe umsonst gekämpft, ich habe mich total verausgabt und mich fast verloren dabei. Und ich weiß jetzt mit absoluter Sicherheit. MAN KANN NICHT HELFEN. MAN KANN DAS LEID NICHT UNGESCHEHEN MACHEN. Das könnte nur er allein.
Sollte das mal jemand lesen, der in einer ähnlichen Situation steckt und meint, er könnte diesem Menschen helfen. DU kannst es NICHT. Und das ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung.

Mir fällt gerade auf, nachdem ich das alles nochmal durchgelesen habe, daß mit diesem Mann sich eigentlich nur das wiederholt was ich schon als Kind erfahren musste. Aber komplett. In diesem Mann hat sich alles vereint, worunter ich in meiner Kindheit so gelitten habe.

Das war jetzt wieder ein sehr langer Text. Bestimmt liest das überhaupt niemand. Aber ich wollte einfach mal erzählen, vor allem auch für Frauen, die womöglich auch meinen, sie könnten ihren Parnter ändern, wie man in sowas unbemerkt geraten kann, und das man sich selbst eigentlich die ganze Zeit etwas vormacht.

Ich hoffe, daß auch mir dieses Forum helfen wird, wie Dir Renata. Hoffentlich finde ich durch das Forum die Kraft etwas an der Situation zu ändern. Ich muss es einfach. Für meine Kinder allein.



Und nun nochmal an Renata direkt:

Für mich hört es sich nicht im geringsten bekloppt an, ich weiß was du meinst.

Ich konnte erst dann den Schlussstrich ziehen als ich erkannt habe das er und ich nicht das Gleiche unter Liebe verstehen.

Ja genau. Ich weiß nun auch, daß er einfach nicht fähig ist, wahre Liebe zu erkennen, geschweige denn sie selbst zu geben oder auch nur wertzuschätzen. Und als ich das erkannt habe, war auch bei mir der Punkt erreicht, wo ich in allem keinen Sinn mehr sah und die Hoffnung aufgegeben habe.

Insgesamt ging es relativ langsam voran was die Trennung betrifft und dann kam er ja auch noch einmal zurück, weil ich dann total ausgefallen war, wegen einer Ischiasnerventzündung.
Dann ist er von sich aus wieder ausgezogen und das war schon ein riesengroßer Schritt für ihn, das er freiwillig wieder ausgezogen ist.
Wäre ich hier Knall auf Fall ausgezogen, ich denke dann hätte er mich so schnell erstmal nicht in Ruhe gelassen.

Ich denke schon das ich ihn durch mein Verhalten dazu gebracht habe, wieder auszuziehen.

Wie hast Du Dich denn verhalten? Denn das versuche ich jetzt nämlich schon die letzten 2 Jahre intensiv. Ihn igdwie dazu zu bringen, daß er auch mal endlich keinen Sinn mehr in allem sieht. Das wär nämlich für alle der beste Weg. Ich wunder mich eh, daß er das selbst überhaupt noch will. Denn ich bin ihm ja gegenüber auch nicht mehr wie die liebende Frau, sondern weiche nur noch aus.
Bin froh über jede Sekunde wo er nicht da ist und selbst wenn er da ist, sorge ich dafür, daß wir bloss ned länger als 2 Minuten im selben Raum verbringen müssen. Ich glaube, ihm ist alles egal, solange er weiß: Die ist bei MIR.

Aber igdwas muss es doch geben, daß ihn selbst an all dem zweifeln lässt. Deswegen würde mich mal interessieren, was genau Du gemacht hast? Ich bin ihm gegenüber mittlerweile total gleichgültig.

Er könnte die Wohnung sowieso nicht halten. Ich schon. Obwohl, ich sagen muss, ich würde aber so oder so nicht hier wohnen bleiben. Nur würde das so vieles vereinfachen, wenn er auch nur endlich mal ansatzweise wirklich denkt, daß alles hat keinen Wert mehr.
Denn dann bräuchte ich ja auch keine Konsequenzen befürchten was sein Verhalten nach der Trennung betrifft. Und Trennung ohne jegliche Einsicht seinerseits, würde diesbezüglich vieles bedeuten.
Er würde komplett auf die Barrikaden gehen und alles machen was ihm möglich ist. Ich bin mir sicher er würde, nur aus Trotz allein (denn nehmen würde er die Kinder nicht, das weiß ich, sagte er schon mehrmals und würd ich auch niemals zulassen) mir Schwierigkeiten machen wollen, was die Kinder betrifft.
Im Streit hat er schon aus Wut so oft gesagt, wenn Du meinst ich lass die Kinder bei
sowas wie Dir, wenn wir uns trennen, dann hast Dich aber geschnitten. Und daß er da ernst macht, hab ich ja schon in anderen Situationen mehrmals erleben müssen.

Er hat inzwischen gelernt das er sich meine Liebe nicht erzwingen kann und wenn ich sage das ich nicht will, dann will ich auch nicht.
Ich war/bin sehr konsequent ihm gegenüber und mittlerweile scheint er damit auch gut klar zu kommen.

Mich hat das alles mittlerweile so zermürbt, und durch die Krankheiten der Kinder und meinen Krankheiten hatte ich bisher ja auch nie igdwie Hoffnung, daß ich ihn mal los bin. Deswegen habe ich da eine sehr resignierte Art igdwie. Aber ich denke, wenn ich wirklich die Hoffnung auf 'Ausbruch' habe, eine wirkliche, realistische Perspektive, dann wird auch diese Resignation verschwinden.

Geholfen haben mir die vielen Stunden hier im Forum, da ich auch niemanden zum reden weiter habe. Darüber zu schreiben und Antworten von den anderen zu bekommen, hat mir sehr geholfen.
Es fing sich an bei mir etwas in Bewegung zu setzen, nachdem ich mehr und mehr an "Ballast" hier im Forum lassen konnte.
Später dann noch Gespräche mit meiner Anwältin, meinem Hausarzt, Lehrerinnen und dem Jugendamt und auch noch weitere gaben mir dann auch jeweils positive Rückmeldungen und halfen mir soweit es ihnen möglich war/ist.
Aber alleine schon das so viele geholfen haben, das tut unheimlich gut!!!
smile.gif

Dadurch fühlte ich mich nicht mehr so alleine und hilflos usw..

Nun weiß ich leider nicht an wen du dich wenden kannst, würde dir aber raten vielleicht dich mal an das Jugendamt zu wenden, denn du hast ja 2 Kinder, für deren Wohl du verantwortlich bist.
Du brauchst keine Angst vor dem Jugendamt zu haben, die wollen dir helfen, nicht dir schaden.
Und ich meine sie können sehr viel erreichen und sie tun viel mehr als sie es müssten, eben weil sie helfen wollen und sich auch mit solchen Situationen leider sehr gut auskennen.

Das ist ja toll, daß Du Dich sogar an Lehrerinnen wenden konntest. Ich hab igdwie selten Glück mit Menschen. Ich komm meist an die, die alles nur noch als Routine empfinden und froh sind, wenn sie möglichst wenig zu tun haben (also ich meine jetzt bei Beratungsstellen und so). Aber wie 'Schmetterlingsflattern' in ihrem Beitrag schon sagte, es kommt ja auch immer viel darauf an, wie man etwas rüberbringt. Und bei mir ist es so, wenn ich vor mir eine Person hab, die mir direkt das Gefühl gibt mich vollkommen zu respektieren und mich wirklich ernst zu nehmen, dann kann ich das auch alles so rüberbringen wie es nunmal ist.
Im anderen Fall werd ich dann unsicher und fühle mich, als würde ich nur die Zeit des anderen verschwenden und bringe alles ned so rüber, wie es nötig wäre. Also stelle wohl nicht wirklich den Ernst der Lage dar.
Und ich hab auch oft echt große Angst, daß man mir nicht glaubt. Schon weil ich weiß, daß er im Fall der Konfrontation alles daran setzt, es anders darzustellen.

Diese - in vorherigen Beiträgen erwähnte - Sozialarbeiterin von damals, die war so super. Die sagte mir damals gleich:
'Ach da machen sie sich mal keine Sorgen. Das kennen wir schon zur Genüge, daß solche Männer dann auch noch versuchen, die Frauen als die blöden oder sogar verrückten darzustellen und sich als die armen Herrchen darstellen, die entweder dazu gebracht werden oder wo die Frau nur phantasiert.'
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben