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Erfahrung mit leichter bipolarer Störung

Savay

Aktives Mitglied
Mich würden andere Erfahrungen interessieren. Vor allem bei einer leichten Form dieser "Störung".

Ich sehe es rückwirkend bei mir als eine Erlösung aus meinem angepassten, ängstlichen und schüchternen Dasein.
Ich dachte mit 22 Jahren, endlich bin ich so wie ich wirklich bin, jetzt kann ich wirklich leben.

Und da stellt sich auch jetzt die Frage, woher weiß ich wie ich wirklich bin?
Es kann ja auch wieder eine leichte manische Phase sein, wenn ich gut drauf bin.

Woran macht man das fest ob man einfach gut drauf oder überdreht ist?

Zu viel Realität kann zu Niedergeschlagenheit führen.
Aber darf ich manche Dinge dann nicht mehr als schön wahrnehmen?
Irgendwie ist das Mist, stelle ich gerade fest.

Wann bin ich gut drauf und wann manisch? Wenn es das überhaupt ist. Aber die Diagnose fiel einmal. Ich tat es als vorschnell ab. Irgendwas muss der Therapeut ja hinschreiben.

Vielleicht ist es auch nur eine Tendenz dazu.
Aber wenn etwas neues passiert, werde ich schon überschwemmt von Emotionen. Bin dann nervös, aufgedreht, usw.
Naja man kann ja lernen damit umzugehen.
 
Wann bin ich gut drauf und wann manisch? Wenn es das überhaupt ist. Aber die Diagnose fiel einmal. Ich tat es als vorschnell ab. Irgendwas muss der Therapeut ja hinschreiben.
Also eine ernsthafte Diagnose kann nur ein Arzt für Psychiatrie stellen, ein Therapeut hat ja keine Ärztliche Ausbildung. Der kann höchstens sagen, das gewisse Verhaltensweisen darauf hinweisen.
Meine Tochter ist manisch-depressiv (bipolar)
Der Unterschied zwischen Manie und "gut drauf" ist das die Maniephase Wochen oder Monate anhält, nicht mal heute so und morgen anders. Manie heisst stark übersteigertes Selbstbewusstsein, wenig Schlaf, viel Geld ausgeben, reden wie ein Wasserfall, eine verrückte Idee nach der anderen haben und diese auch umsetzen. Ohne an die Folgen zu denken.
Dann kommt der Absturz in Depression, wo man wie gelähmt ist und für nichts Kraft und Antrieb hat.
Also für mich liest sich deine Beschreibung nicht, als ob es bei dir so wäre.
 
Ich wohnte mal mit jemandem zusammen, der diagnostiziert bipolar war. Im Hoch näherte er sich dem Wahnsinn. Er blieb mindestens 4 Tage durchgehend wach, tat die verrücktesten und riskantesten Dinge. Hatte Wahnvorstellungen und redete ununterbrochen. Im Down, lag er nur im Bett, aß nicht, war apathisch, schlief 12h am Stück.

Wenn du wirklich glaubst unter einer bipolaren Störung zu leiden, sollte einer deiner nächsten Gänge zum Arzt sein. Eine milde Form ist kein Garant dafür, dass es immer so bleibt. Es ist eine sehr schwere Erkrankung.
 
Ich habe selber eine bipolare Störung und hatte drei heftige Manien, die ich nach dem Abklingen immer als furchtbar angesehen habe. Auch bei "leichten" Manien oder Hypomanien können schwere Depressionen entstehen.

Eine Therapie ist wichtig, wenn du wirklich eine bipolare Störung hast, denn die Selbstmordquote ist mit 15 % die höchste aller psychischen Krankheiten. Seit ich Phasenprophylaxe betreibe, hatte ich weder Manien noch schwere Depressionen.

Ein spezielles Bipolar-Forum kann dir vielleicht mehr helfen als dieses Forum:

https://www.bipolar-forum.de/list.php?5
 

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