Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Zur Pflege gezwungen

Ich möchte nochmal hervorheben, dass es bei der Pflege wirklich um Intensivpflege geht!
D.h. Dekubitusprophylaxe, Stomaplatte wechseln, Menschen mit Glasknochen vom Rollstuhl/Sofa/Stuhl ins Bett zu verlagern und anders herum, diese zu Duschen, diese überhaupt ANZUFASSEN (ich habe Angst, ihnen weh zu tun!!!).
Es geht darum, Spritzen zu setzen etc.

Ich habe Menschen vorher auch pflegerisch unterstützt, diese geduscht, angeleitet, Zähne geputzt, rasiert usw. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Erhaltung der eigenen Fähigkeiten und der Anleitung. Schwere und komplexe Mehrfachbehinderungen hatten wir nie in unserer Station.

Es geht wirklich nur um Dinge, an denen ich mit meinem Fachwissen als Sozialpädagoge an meine Grenzen stoße.

Muss ich sie dennoch machen? Ich habe keine Fortbildung, ich konnte nur ein oder zwei mal bei anderen Kollegen drüber schauen.
Um dem Ganzen noch einmal ein Krönchen aufzusetzen, muss ich dazu sagen, dass diese Kollegen auch nicht vom Fach waren....
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber TE, bitte wende dich an eine Beratungsstelle wie bei Gesundheitsamt oder aber an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Diakonie oder ähnliche Organisationen findest du vielleicht über google. Das Aufgabengebiet überschreitet bei weitem dem, für was du ausgebildet bist. Ich verstehe dich. Um so mehr da ich manchmal Hilfe brauche und es mir unerträglich wäre, wenn Menschen dazu genötigt würden.

Nicht jeder kann das extreme Elend das man in der Pflege sieht und bearbeitet, bewältigen. Du hast den Weg nie gewählt also suche bitte nach einem Ausweg. Farnmausi
 
Verweigere sachlich die Arbeit und berufe dich auf das Sozialgesetzbuch.

An deiner Stelle würde ich dem MDK eine anonyme E-Mail schreiben, in der du das schilderst.
 
Ich möchte nochmal hervorheben, dass es bei der Pflege wirklich um Intensivpflege geht!
D.h. Dekubitusprophylaxe, Stomaplatte wechseln, Menschen mit Glasknochen vom Rollstuhl/Sofa/Stuhl ins Bett zu verlagern und anders herum, diese zu Duschen, diese überhaupt ANZUFASSEN (ich habe Angst, ihnen weh zu tun!!!).
Es geht darum, Spritzen zu setzen etc.

Ich habe Menschen vorher auch pflegerisch unterstützt, diese geduscht, angeleitet, Zähne geputzt, rasiert usw.
Es geht wirklich nur um Dinge, an denen ich mit meinem Fachwissen als Sozialpädagoge an meine Grenzen stoße.

Muss ich sie dennoch machen? Ich habe keine Fortbildung, ich konnte nur ein oder zwei mal bei anderen Kollegen drüber schauen.
Um dem Ganzen noch einmal ein Krönchen aufzusetzen, muss ich dazu sagen, dass diese Kollegen auch nicht vom Fach waren....

Nein, Du musst sie nicht machen und Du darfst das nicht machen.

Du kannst die Tätigkeiten mit Hinweis auf Deine Durchführungsverantwortung ablehnen. Bitte dokumentieren. Du könntest auch darum bitten, dass Du schriftlich angewiesen wirst, diese Tätigkeiten zu machen.

Was steht in Deinem Arbeitsvertrag dazu?
 
Ich würde mir auch eine schriftliche Arbeitsanweisung geben lassen und anschließend mit dem Hinweis auf mangelnde Qualifikation schriftlich eine Ablehnung dieser speziellen Pflegetätigkeiten verfassen. Und diese dann auch nicht mehr ausführen. Denn wenn da was passiert, haftest du mindestens genau so wie die Leitung, denn du darfst diese Dinge nicht leisten.
 
Mein Chef zwingt meine Kollegen und mich...

...

Nach Feierabend breche ich regelmäßig in Tränen aus weil es mich überfordert, solche Dinge zu machen).
"Jeder soll überall aushelfen können" - wenn Not am Mann ist, tue ich das gerne. Es ist jedoch meine Daueraufgabe geworden. Es macht mich so unendlich traurig...

Muss ich sowas denn machen? 🙁
Einerseits ist es gut zu schauen was explizit in deinem Arbeitsvertrag steht,
aber was soll das denn bringen ?

Selbst wenn die Tätigkeiten drin stehen, denkst du die Überforderung verschwindet so "mir nichts, dir nichts" ?

Abgesehen von den fachlichen Qualifikationen und dem Risiko was bei den tägli. Verrichtungen mitschwingt, bist du doch kreuzunglücklich.
Du solltest mit dem Chef sprechen und deine Situation schildern.
Wenn hier keine Veränderungen angeboten werden, mit dessen Vorgesetzten, Betriebsrat falls vorhanden, sprechen.

Sollte es gar nicht mehr gehen, läßt du dich krank schreiben.

Parallel würde ich nach einem anderen Job ausschau halten.
Das ist auch nicht einfach.

Gruß Hajooo
 
Für Pflegehilfetätigkeiten benötigt es eine Ausbildung zum Pflegehelfer*in. Ist auch im SGB XI festgeschrieben. §71 (3)

Nicht unbedingt. Mir wurden schon so oft Tätigkeiten als Pflegehilfskraft angeboten, obwohl ich nichtmal einen Pflegebasiskurs absolviert hatte.
Gibts ständig. Ich wollte mich als Reinigungskraft bewerben und sie wollten mich für die Pflege. OHNE das ich irgendeinen Kurs machen sollte.... nur durch Zuschauen und Lernen.
 
Ja, sowas habe ich schon öfter gehört... dauert nicht mehr lange und der Hausmeiister im Krankenhaus führt OPs durch, weil er schon mal ne Säge in der Hand hatte...
 
Also eigentlich ist für mich ein Sozialpädagoge niemand, der Leute pflegt. Sozialpädagogen beraten oder begleiten, kümmern sich um Sorgen und Probleme oder Behördenangelegenheiten usw. aber solche Pflegeaufgaben gehören definitiv nicht dazu und ich denke, dass man für manche der von dir genannten Aufgaben auch eine spezielle pflegerische Weiterbildung benötigen würde und es insofern nicht ganz legal ist, dich dazu zu nötigen.


[FONT=Calibri, Calibri, sans-serif]Mich würde das auch ekeln und ich würde das nicht machen wollen, daher kann ich dich sehr gut verstehen. Man kann eben nicht alle zwingen, alles zu machen, wenn es verschiedene Berufsgruppen gibt. Stell dir das doch mal in anderen Branchen vor, dann müsste ja im Krankenhaus dieser Logik nach auch der Hausmeister operieren können und der Chefarzt neue Drucker in den Büros installieren können. Wenn die da einfach eine weitere Pflegekraft wollen, dann sollen sie eine Pflegekraft einstellen und nicht einen Sozialpädadogen dazu zwingen, solche Aufgaben zu übernehmen.[/FONT]


[FONT=Calibri, Calibri, sans-serif]Es ist eigentlich gar nicht so entscheidend, was da im Arbeitsvertrag steht, denn ein Arbeitsvertrag kann keine gültige Gesetzeslage aushebeln und man braucht für pflegerische Tätigkeiten eine pflegerische Ausbildung. Und ich finde es auch unfair einem Angestellten gegenüber, den einfach irgendwann mit solchen Aufgaben zu bedrängen.[/FONT]


[FONT=Calibri, Calibri, sans-serif]Ich würde den Chef nochmal darauf ansprechen, dass du sowas nicht machen möchtest und das nicht zu deinen Aufgaben als Sozialpädagoge gehört. Und wenn er uneinsichtig ist, würde ich mich an die Heimaufsicht/ Krankenkassen wenden und das „petzen“, denn wenn jemand dich zu solchen Sachen zwingt, dann sollte man dem ruhig mal Paroli bieten, der soll ruhig etwas Ärger bekommen. Oder kündige und lass sich für den Rest der Kündigungszeit krankschreiben. Sozialpädagogen sind doch eigentlich ein gesuchter Beruf, da findest du sicher was Neues.[/FONT]
 
Nicht unbedingt. Mir wurden schon so oft Tätigkeiten als Pflegehilfskraft angeboten, obwohl ich nichtmal einen Pflegebasiskurs absolviert hatte.
Gibts ständig. Ich wollte mich als Reinigungskraft bewerben und sie wollten mich für die Pflege. OHNE das ich irgendeinen Kurs machen sollte.... nur durch Zuschauen und Lernen.

Nur weil es dir angeboten wird ist es trotzdem nicht erlaubt. Wird dir der MDK gerne bestätigen.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Soll ich zur Arbeitsfeier? Beruf 25
A Darf ich trotz Krankschreibung zur Arbeit? Beruf 17
G Zur Hospitation geladen, Stelle aber weg- hab ich noch Chancen? Beruf 4

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben