Werner
Sehr aktives Mitglied
Die derzeit offenen Fragen wären:
Wie setzen wir uns (diese "ein paar") durch?
Wie schützen sich "ein paar" gegen den Rest?
Was wären "ein paar" noch bereit zu opfern?
Welche Hinterlassenschaft erben "ein paar"?
Ja, doch, das sind relevantere Fragen als solche,
die meinen, man könnte "das System" verändern
und dadurch noch etwas retten. Auch in der Medizin
gibt es Momente, da muss der Arzt aufgeben, weil
die OP den Patienten töten würde.
Meine Schätzung geht dahin, dass bei einem Aus-
fall der systemrelevanten Hilfssysteme (Strom,
Internet, Transporte aus und in alle/r Welt plus
Geldwirtschaft) nach spätestens zwei Wintern die
"paar" ungefähr 2-3 Promille der Wohlstandeuro-
päer ausmachen, mehr in den "armen" Ländern
an der Peripherie, da dort die Abhängigkeit nicht
so stark ist.
Wir können nur hoffen, dass bei so einem Kollaps
vorher die Atomkraftwerke sicher heruntergefahren
werden und nicht zu viele Waffen in die frei Verfü-
gung geraten, ansonsten haben wir auf lange Zeit
eine atomare und menschliche Wüste und die "paar"
machen sich besser auf den Weg ins warme Italien
oder Griechenland, weil es da keine Atomkraftwerke
gibt und auch im Winter nicht so kalt ist, dass man
erfriert. Türkei wäre auch eine Option.
Es gibt zwei spannende Metapher: Titanic und
Robinson Crusoe. Im ersten Fall ging das Schiff
unter und wären keine anderen in der Nähe gewe-
sen, hätte keiner überlebt. Bei Robinson ging das
Schiff unter, keiner war in der Nähe, aber der eine
Überlebende fand sich auf einer Insel wieder, die
ihn ernährte.
Es gibt also trotz aller Skepsis eine gewisse Hoffnung 🙂