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Zu sich selber finden....

Mariposa10

Mitglied
Hallo Zusammen!

Ich bin neu hier angemeldet, nicht weil ich in dem Sinne Hilfe brauche, weil es mir schlecht geht- sondern ich mich gerne austauschen würde oder gerne ein paar Ratschläge bekommen würde. Das wäre toll.
Weiß nicht genau wie ich anfangen soll aber es geht (deswegen bin ich unter "Ich" wohl richtig ;) ) um mich selbst.

Und zwar hab ich mich in den letzten, würde sagen ungefähr 1,5 Jahren, sehr verändert.
Es fällt mir schwer zu erklären aber ich versuchs:
Ich (weiblich, Mitte 20) war halt immer "Ich". Ich war immer die ein bisschen pummelige, gemütliche, lustige, liebenswerte Person. Also alles in allem nicht schlecht :) Ich hatte auch nie Probleme mit meinem Äußeren direkt, richtig übergewichtig war ich nicht, halt ein bisschen "speckig". Aber die meiste Zeit mit mir zufrieden und hatte auch kein Problem Männer kennen zu lernen.
Ich war halt mit einem Wort, also meinem Namen, "identifiziert". Versteht ihr was ich meine? Ich gebe mein bestes es zu beschreiben :)
Ich war halt ich. Ich war die, mit der man in der Pause eine rauchen gegangen ist. Ich war die, die sich vor allen sportlichen Aktivitäten gedrückt hat und lieber auf der Couch saß. Ich war die, die immer lieb und lustig war, immer so der Kumpel. So war ich halt und so kannte ich mich und so kannte mich jeder.

Mittlerweile hat sich viel getan. Ich hatte in den letzten Jahren krasse Veränderungen erlebt, mein Leben hat sich stark verändert. Ich hatte leider beruflich ein paar Einbrüche aufgrund der Krise etc. und musste zweimal die Firma wechseln. Ich hatte leider auch mit Männern sehr oft ins Klo gegriffen und in dieser Beziehung mehr geweint als gelacht und wirklich miese Sachen erlebt.
Ich war immer im Großen und Ganzen ein glücklicher Mensch- aber es ist wie gesagt viel durchlebt worden.

Nun ist es so, dass ich dadurch (was wahrscheinlich sehr normal ist)angefangen hatte mich zu verändern. Es war natürlich nicht schlagartig, ich wurde nicht plötzlich ein neuer Mensch aber es "schlich" sich so ein. Es begann damit, dass ich nach sieben Jahren rauchen da einfach keinen Bock mehr drauf hatte. Plötzlich ekelte mich das Zeug an und zu teuer war es sowieso. Also hörte ich auf zu rauchen und das verwunderliche Weise (war leidenschaftliche Raucherin) problemlos, ohne großen Rückfälle.
Kurz danach nervte mich dieses ewige doofe Fastfood. Immer dieses schnelle "reinwürgen" in der Mittagspause oder mal Abends schnell zum Mägges. Also veränderte ich meine Ernährung. Ich begann gesünder zu essen, zwar auch zu genießen aber einfach mehr darauf zu achten. Zusätzlich fand ich eine große Leidenschaft in Sport. Und mittlerweile kann ich ohne Sport gar nicht mehr Leben. Ich gehen mindestens 1-2 mal die Woche sporten.
Dadurch verlor ich natürlich auch an Gewicht. Und mittlerweile wiege ich fast 10 Kilo weniger. Ich habe immer noch ein gesundes Normalgewicht aber ich sehe wesentlich besser aus, schlanker und trainierter. Das ist natürlich auch toll.
Vor ungefähr zehn Monaten packte es mich auch total und ich ging mir spontan meine Haare abschneiden. Trage jetzt einen Kurzhaarschnitt (hatte immer lange Haare).
Es ist wirklich verrückt, ich sehe einfach komplett anders aus als noch vor 2 Jahren. Viele Menschen erkennen mich sogar nicht mehr oder meinen, dass sie mindestens 2 mal hätten hinschauen müssen.
Ich bekomme auch einige Komplimente dann von diesen Menschen, was mich natürlich auch freut. Ich bin ja auch stolz auf mich gesünder zu sein und generell besser zu leben.
Nur ist das so, dass nicht nur die Menschen, die mich länger nicht gesehen haben, sondern auch ich mich selber nicht mehr erkenne.
Wie ich oben erklärte war ich immer "die". Die Eine, die halt so und so ist. Nun bin ich ganz anders. Nun gehe ich mit Freunden joggen anstatt auf die Couch (z.B). Nun bin ich nicht mehr die erste, die in der Pause bei Regen und Kälte mit der Kippe raus rennt. Nun bin ich die, die es ekelt wenn es in einer Kneipe nach Rauch stinkt.
Und genau DAS- ist so verdammt verrückt. Ich bin mir so unsicher geworden. Ich weiß nicht mehr wer ich bin. Es ist so schwer zu erklären aber ich kann mich selbst irgendwie nicht finden. Natürlich ist mein "Grundcharakter" noch gleich. Aber sonst hat sich alles so verändert. Ich bin ein so neuer Mensch geworden an dem ich mich selbst noch nicht gewöhnt habe. Ich weiß auch nicht ob ich glücklicher bin, kann ich so genau gar nicht sagen. Ich denke ich bin einfach nachdenklicher geworden und suche etwas was ich nicht beschreiben kann. Gerne wünsche ich mir auch eine ehrlich Beziehung zu einem Mann aber wie soll das gehen, wenn man noch keine zu sich selbst hat?



Liebe Grüße und danke für alle Antworten...

Mariposa
 

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Mariposa10

Mitglied
Danke für deinen Beitrag....

Ja das stimmt. Ich denke viel nach über mich und mein Leben. Und merke wie ich auch "aussortiere". Bzw wie ich akzeptiert habe, dass man sich halt verändert, genauso wie die Menschen um mich herum.Und es niemals "so wie früher" bleibt.
Und ich mich auch von einer Freundschaft im letzten Jahr gelöst habe.
Es ist schon komisch....Dieser Mensch war jehrelang unersetzlich für mich aber plötzlich habe ich sie nicht mehr "erkannt" und es passte einfach nicht mehr.
Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen deswegen...aber ich denke das ist nunmal so?!

Komme mir im Moment vor wie in einer zweiten Pupertät ;)
 

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