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Zu beiden erwachsenen Kindern den Kontakt verloren

Nein, ist es nicht. Dafür steht Dir ja dann das hälftige Kindergeld und der hälftige Kinderfreibetrag zu.

Was heißt Lügen? Stimmt halt einfach nicht, dass Kindesunterhalt steuerlich absetzbar ist. Ist ja gut möglich, dass Du das einfach gedacht hast.
Ich habe Unterhsltsleistungen für beide Kinder steuerlich geltend gemacht. Übrigens bekommt man für nicht behinderte Kinder über 25 gar kein Kindergeld.
 
Auch das muss nicht zwingend so gewesen sein. In den meisten Familien (zumindest glaube ich das, belegen kann ich es natürlich nicht) wird dem erwachsen werdenden Kind Unterhalt ohne explizite Berechnung und Diskussion gezahlt.
Wenn die Beziehung intakt ist, schaut man doch einfach nur, was das Kind braucht, bis es seine Erstausbildung beendet hat. Vielleicht orientiert man sich noch an der Düsseldorfer Tabelle, aber dass jetzt grundsätzlich mit Erreichen der Volljährigkeit ein Titel erwirkt wird, denke ich nicht.

Ich glaube hier in diesem Fall auch eher, Tochter hat gesagt "Papa, zahl mir mal eine Summe X, meine Miete und die Butter, alles ist teuer", für Vater ist das selbstverständlich und im Nachhinein stellt sich durch einen blöden Zufall heraus, dass Tochter die ganze Zeit eigenes Einkommen generiert hat.

Da wäre ich aber auch immens angefressen!!
Es gab keinen Titel! An der Düsseldorfer Tabelle orientiert haben meine geschiedene Frau, meine Tochter und ich einvernehmlich die Summe und die faire Aufteilung zwischen Mama und Papa vereinbart.

Ich fand es einfach unfair, dass meine Tochter mir ihr eigenes Geld verschwiegen hat.

Das eigentliche Desaster geschah aber erst im Anschluss.
Als ich nach 3 Jahren immer noch nicht die vereinbarte Hälfte des zuviel gezahlten Unterhaltes zurückbekommen hatte und entsprechend nachgebohrt habe, hat meine Tochter auf aggressiv geschaltet und wurde echt gemein.

Deshalb mein Kontaktabbruch...
 
Ich persönlich finde dass hier sehr viele Infos fehlen um die Situation beurteilen zu können.
Wie alt waren die Kinder bei der Trennung/Scheidung?
Wie war die Trennung/ Scheidung?
Wie hat sich das Leben für die Kinder danach geändert?
Musste die Mutter gucken wie sie mit dem Geld zurecht kommt nach der Trennung?
Wie war der Kontakt danach?

Dies hat der TE zum Kontakt geschrieben:
"Ich bin von der Mutter geschieden, hatte mit meinen Kindern jedoch regen Kontakt mit 1x die Woche Whatsapp-Video, gemeinsam nach New York, Geburtstage, Weihnachten,..... Ich habe beide geliebt und ihnen beiden vertraut."

Reger Kontakt mit 1x die Woche WhatsApp Video?
Ansonsten zum Geburtstag oder zu Weihnachten und mal ein Trip irgendwo hin?
Hört sich für mich nicht so an als hätte er noch eine große Rolle im Leben der Kinder gespielt, warum auch immer.
Dass er sich hier als Opfer präsentiert stößt mir persönlich auf.
 
Einen Titel gab es nicht, Deine Ex und Du haben anhand der DDf-Tabelle selbst berechnet was gezahlt werden muss/kann.
Familiär gesehen ist dies der nettere Weg, vorgesehen ist allerdings der nicht nettere Weg, weil dieser klarer ist.
Mangels Einkommen würde die Tochter die Eltern auffordern, Auskunft über Einkommen ab zu legen. Dies ist gleichzeitig die Unterhaltsforderung. Sodann einigen sich die Parteien.
Die Unterhaltsforderung sagt recht klar und für den Fordernden spürbar aus, dass er selbst zu wenig hat, weil er nichts verdient. Dann mit der Ausrede zu kommen: "hab ich nicht gewusst" läuft nicht, denn dann hätte sie auc nicht gewusst, wie sie an Unterhalt kommt.

Wenn nun dort ein Job auf genommen wurde kann es sich um überobligatorische Arbeit gehandelt haben. Sowas passiert wenn man tags studiert und nachts arbeitet und nicht mehr schläft oder wenn man die 7-Tage-Woche anfängt.
Es müsste also geprüft werden, was für ein Job es war. Unterhaltsschädlich wäre vermutlich ein Werksstudentenjob, bei dem man gleichzeitig arbeitet und studiert.

Danach steht dann fest, ob das Geld zu Recht oder zu Unrecht behalten wurde, und eigentlich sind beide Eltern betroffen.
Beide müssten dann also auch gleich zu Beginn eine Ratenrückzahlung vereinbaren, die möglich ist.
Das Mögliche soll nicht zu Frust und Pleite führen.

So etwa würde ich es machen.

Es kann - wenn sie das Geld aus Versehen behalten hat - beim ersten mal so gewesen sei, dass sie sich geschämt hat als es auf fiel. Drum hat sie immer weiter gemacht in der Hoffnung, dass es nie auffällt.
Durch das FA musste es aber auffallen, wenn bei einer Querprüfung fest gestellt wird, dass gar kein Unterhalt geschuldet ist aber Unterhalt steuermindernd geltend gemacht werden soll, dies aber versagt wird, und eine Schenkung angenommen wird.
Wenn dies so war, wird jetzt auch dir noch unterstellt, Du hättest Steuerangaben falsch erstellt, um weniger Steuern zu zahlen.
Dann wäre es aber an Dir knatschig zu sein, nicht an der Tochter.

Es kann aber auch so gewesen sein, dass sie das Geld aus ihrer sicht bewusst behalten hat, weil sie ( ohne Titel) meinte, die Eltern unterstützen sie ja immer so nett. Dann wäre aus ihrer Sicht die Rückforderung ungerechtfertigt und sie und die Parteien wären alle zusammen zu Recht sauer aufeinander.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seit wann wird bei so einer relativ kleinen Summe gegenüber den Kindern Schenkungssteuer fällig? Das wäre mir jetzt neu.
davon hat @TE nichts geschrieben, daher gehts darum gar nicht.
Das Eingehen darauf ist ein Serienfehler, wenn einer damit anfängt.
Fakt ist laut#71, dass die Zahlungen steuermindernd eingereicht wurden, worauf das FA gesagt hat: ätsch, Steuererleichterung gibts dafür nicht, es wird nicht berücksichtigt.

Wegen wieso?? kam das da: 💡 - und dann das :😈
 
Zuletzt bearbeitet:
Liege ich da falsch? Ich bin unsicher, ob ich nicht vielleicht doch überreagiere.
Das kann Dir niemand sagen. Das erwachsene Kind meiner Partnerin hat absolute Narrenfreiheit. Es ist ihr Ein und Alles. Sie würde für ihr Kind im wörtlichen Sinne durchs Feuer gehen. Du siehst, dass es auch das andere Extrem gibt. Ich selber habe kein Kind, hoffe aber dass ich zu keinem dieser beiden Extreme tendieren würde.
 

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