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Zu beiden erwachsenen Kindern den Kontakt verloren

Vermutlich geht es nich um eine Summe, die auf einen Schlag gezahlt wurde, sondern um den normalen, regelmäßigen Unterhalt, der sich auf 5.000 Euro summierte. Und die Tochter darf durchaus nebenbei arbeiten.
Woher weiß DEIN Steuerberater überhaupt von ihrem Job?
Hast du Detektive auf sie angesetzt, um dich vor Unterhaltszahlungen zu drücken?
Deine Kinder haben offenbar alles richtig gemacht.
Wenn du alt und hilflos bist, wirst du alleine sein. Was natürlich auch den Vorteil hat, sein Geld mit niemandem teilen zu müssen.
Was ich täte: Schreibe deiner Tochter einen vorweihnachtlich lieben Brief. Erkläre, dass die Angelegenheit vom Tisch ist und du dich freuen würdest, sie an den Weihnachtsfeiertagen zu sehen. Teile das auch deinem Sohn mit.
(5000 Tacken sind gerade mal Unterhalt für ein Jahr bei einem vernünftigen Einkommen. Man kann die Kirche auch im Dorfe lassen...)
 
Oh, auf diese Möglichkeit bin ich ja nicht einmal gekommen. Was für ein Einkommen muss man denn dann haben?

Und selbst mit 5000 im Monat kommt man nicht über die Freibetragsgrenze.
Rein rechnerisch müsste die Tochter über mehr als sechseinhalb Jahre jeden Monat 5000,- Euro bekommen haben, bis das Finanzamt da den Daumen drauflegt.
Und dafür müsste sie auch die ganze Zeit über ihre eigenen Einkünfte verschwiegen haben.

Das klingt allerdings sehr hypothetisch und ich kann's mir auch nicht vorstellen - vielleicht wollte der TE seinen Kindesunterhalt als außergewöhnliche Belastung geltend machen und via Finanzamt ist er drauf gestoßen, dass es sich nicht um Unterhalt gehandelt haben kann, weil das Kind aufgrund eigener Einkünfte gar nicht unterhaltsberechtigt ist.

Es geht also gar nicht um Schenkungssteuer, sondern nur um das Verschweigen eigener Einkünfte.

Einen ähnlichen Fall hatte ich hier im Bekanntenkreis vor etwa drei Jahren - ein sehr langjähriger Berufskollege von mir erzählte mir, dass er seinem Sohn mit Mitte/Ende 20 immer noch einen horrenden monatlichen Unterhalt zahlt.
Nur wenige Tage danach will mein Sohn mir was auf seinem Handy zeigen, ich schaue ihm über die Schulter, während er durch seine Kontakte scrollt und bleibe an einem Namen hängen...und sage "Woher kennst du denn XY?", worauf mein Spross sagt "Der arbeitet bei uns..."
Den Namen konnte es keine zweimal in Berlin geben, es war auch tatsächlich besagter unterhaltsbeziehender Sohn, der in dieser Firma allerdings exzellent verdient hat.
Mein Sohn hat ihn dann mal darauf angesprochen, dass die Eltern Berufskollegen sind und ich seinen Vater seit 35 Jahren kenne, da hat der junge Mann immerhin so reagiert, dass wir alle beschlossen haben, es geht uns doch auch nichts an, wir schweigen dazu jetzt mal lieber in alle Richtungen.

Besagter Kollege war letzte Woche da, ich habe nach seinem Sohn gefragt. Kontakt besteht nur sporadisch, er hat ihn schon zwei Jahre nicht mehr gesehen.

Manchmal bestehen Beziehungen nur so lange noch Geld fließt.
Vielleicht ist das hier so ähnlich gelaufen und der TE drückt sich nur schriftlich eher verwirrend aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Ralf L:
Du hast gefragt, was du falsch gemacht hast.

Hast du deine Tochter gefragt, warum sie dir ihr Einkommen verschwiegen hat? Was hat sie geantwortet?

Ich glaube, der Schlüssel liegt hier in der Kommunikation. Ich finde, dass du auch hier nicht verständlich kommunizierst, und hier ist niemand emotional beteiligt. Trotzdem kannst du dich nicht so ausdrücken, dass man dich versteht. Bei emotionaler Verstrickung wird das dann noch ungleich schwerer.

Hast du mit deinen Kindern zusammengelebt bis zu ihrem Erwachsenwerden oder warst du nur "Zahlvater"?
 
Ende machen mit Krieg, alles tun, damit man sich wieder versöhnt. Anläuten bei der Tür, reuig vorsprechen, sich entschuldigen, das können wir so nicht stehen lassen, es tut mir so leid, bitte vertragen wir uns wieder, was brauchts, dass ihr mir nicht mehr bös seid... ich halte das nicht aus so wie es ist, machen wir so nicht mehr, das fühlt sich S**** an...

Dann halte aus, dass du noch ein paar Mal geohrfeigt wirst, geh trotzdem immer wieder anklopfen ...
Das ist ja widerlich.

Wenn man derart auf dem Boden rumkriecht, verliert das Gegenüber vermutlich jeden Funken von Respekt.

Meine Oma war so...die hat ewig den ausgeprägten Narzissmus ihrer Tochter bedient und wenn sich das gegen mich richtete und nicht zu rechtfertigen war, hat sie sich bei mir förmlich in den Staub geschmissen und gebettelt, sie "würde sich auch ganz klein machen", weil sie unfähig war, auch nur im Einzelfall eine klare Meinung zu vertreten. Wirklich widerwärtig.
 
Sie hat mir ihre Einkünfte verschwiegen und ich dachte, ich wäre zum Unterhalt verpflichtet.
Mein Sohn jobt auch in den Semesterferien.

Ich ( und mein Exmann vermutlich auch) bin stolz darauf, dass er Verantwortung für sein Leben übernimmt. Er kriegt trotz seine gewohnten Unterhaltszahlungen, weil wir das so wollen.

Bist du so knapp bei Kasse oder wo ist das Problem?
 
Das musst du dir vorher überlegen ob da für dich Schenkungssteuer fällig wird. Das dann zurückzufordern ist total daneben, denn es ist dein Fehler.
Schenkungssteuer wird sicherlich nicht fällig bei diesem Betrag.
Was genau hat dich daran fassungslos gemacht? 5000,- als Schenkung an ein leibliches Kind sind unterhalb jeder Freibetragsgrenze, das interessiert das Finanzamt überhaupt nicht.
Ich denke, dass bei der Steuererklärung die Unterhaltszahlungen als solche angegeben wurden und das Finanzamt , wie auch immer, festgestellt hat, dass der TE nicht unterhaltspflichtig gewesen wäre und die Zuwendungen dann als Schenkungen gewertet hat.
 
Vielleicht ging's mehr um das Verschweigen als um das Geld an sich. Das wäre dann doch ein massiver Vertrauensbruch.
Ich kann auch diese Sichtweise nachvollziehen. Das Thema ist komplex.

Stichwort "Vertrauensbruch":
@Ralf": Hattet ihr vorher ein vertrauensvolles Verhältnis?

Vermute ich richtig, dass du mit der Mutter deiner Kinder nicht mehr zusammen bist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber dennoch, TE, es ist deine Tochter. Sie konnte das Geld gut gebrauchen und hat es vielleicht schon ausgegeben. Kann man sich ärgern. Wenn du das Geld aber selbst nicht dringend brauchst, verstehe ich nicht, wieso du wegen sowas den Kontakt abbrichst. Wenn du das ändern willst, schreib ihr, dass du überreagiert hast und dir der Kontakt wichtiger ist als diese Sache.
 
Wie stark man den Vertrauensbruch empfindet könnte auch davon abhängen, wie leicht es einem selbst fällt, dieses Geld aufzubringen. Spart man sich das z. B. vom Mund ab, könnte es sich eigentlich kaum leisten und erfährt dann, dass die Tochter es eigentlich gar nicht nötig gehabt hätte, dann ist das schon eine Sauerei und ich kann auch verstehen, dass du @Ralf L. das Gefühl hattest, hintergangen worden zu sein. Einmal mehr, wenn die Tochter das noch zur Schenkung verdreht und sich so vor der Rückahlung zu drücken versucht. Damit setzt sie ja noch einen drauf, und auch mein Gerechtigkeitssinn wäre hier massiv angepiekt.

Dein Sohn scheint aus Solidarität mitzumachen. Nicht unbedingt ein feiner Charakterzug; er sollte sich hier eher raushalten. Oder liegt auch mit dem noch etwas Anderes im Argen?

Ich finde übrigens auch, dass man nicht jedes Verhalten tolerieren muss, nur weil es die eigenen Kinder sind. So etwas hier...
Dann halte aus, dass du noch ein paar Mal geohrfeigt wirst, geh trotzdem immer wieder anklopfen
geht absolut nicht und ist unwürdig. Das ist abartig und unterwürfig!
 

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