Hallo werte Diskutierende, mich würde natürlich am meisten interessieren, was die Themenautorin von dieser umfassenden Diskussion hält und wie es mit ihr und ihren Freunden weitergegangen ist. Ich selbst bin ein ausgeschlossener und wahrheitssuchender 43jähriger Mann. Meine Antwort auf die Themenfrage ist nach einem ca. 3jährigem Kampf mit mir selber, dass diese Religionsgemeinschaft eine gefährliche Organisation ist, die friedliebende oder geistig hilfesuchende Menschen durch schöne Versprechungen anlockt und später mit psychologischem und sozialem Druck die Menschen in ihren Fängen behalten will.
Einer außenstehenden Person den Druck begreiflich zu machen, der bereits von Kindesbeinen an auf die dort hineingeborenen ausgeübt wird, läßt sich in kein Buch fassen (wie ein Evangeliumsschreiber es über die Wundertaten Jesu ausdrückte)
Das irgendein "Joch" sanft und die "Last" leicht seines soll, bekommt man einsuggeriert. Massenmörder und Kriegsverbrecher in Israel werden als Helden dargestellt, Siegeszeichen (Abschneidung der Vorhaut an männlichen Geschlechtsorganen des Gegners zumeist wohl mit Ermordung des Besitzers ) werden als Normal deklariert, Kindertötung durch Bären wegen Spott als Dauerwarnung, Kindesopfer wie der versuchte Mord an Isaak durch Abraham werden als Glaubenstaten beschrieben um nur einiges zu nennen, der Umgang mit gleichaltrigen Nichtgläubigen wurde zumindest damals verboten und auch heute nicht gerne gesehen. Es wurde einem das Gefühl eingeimpft, das man ein besserer Mensch sei, wie alle anderen, die nicht "der Wahrheit" (so nennt sich die Religion innerlich) folgen oder "in ihr sind". Zum Beispiel lehrt man auch kleine Kinder, dass sie Blutschuld auf sich laden (das bedeutet von Gott später mal getötet zu werden), wenn sie nicht auch versuchen, andere Kinder in der Schule zu belehren (ich sage mal bewusst nicht bekehren). Als Beispiel wird immer das von Assyrern entführte Mädchen angeführt, das mutig über Ihren Glauben und Gott gesprochen hat. Oder die drei Jugendlichen, die zur Zeit Daniels lebten und sich weigerten, ein Bild anzubeten. Es wird schon auf die Kinder Druck ausgeübt "Bibelstudien" mit andern zu führen und solche Kinder, die das schaffen, werden als Anreiz dann auf den Kongressen (jährliche Großveranstaltungen) lobend auf die Bühne zitiert und inszeniert vom Publikum beklascht. Solche die Zweifel haben oder das nicht erreicht haben, werden danach noch intensiver der Gehirnwäsche unterzogen. Ich stand nie so ganz hinter diesem System und war deshalb in allen Richtungen ein Außenseiter. In der Schule hatte ich keine Freunde. In der Organisation auch nicht, teilweise auch deshalb, weil es kaum gleichaltrige gab. Daher ist für mich soziale Isolation mein ständiger Begleiter gewesen und für mich auch nicht so schwer zu ertragen. Kindern wird das Paradies beschrieben und die kindliche Freude am Umgang mit Tieren und Pflanzen wird ausgenutzt, das Kinder von der Hoffnung leben, das alles BALD erleben zu können, aber immer sofort mit der Angst geschürt und gekoppelt, das alles nie erreichen zu können / zu werden, wenn man nur einen Funken Rebellion /rebellischen Gedankengut in sich aufkommen lässt. Bei dem Wort Rebellion gibt es dann zwei Grundpfähle, die dem Kind eingetrichtert werden (Die Rotte Korah und Satan). Korah war der, der gegen Moses rebellierte und von Gott dann mit allen angehörigen von einer übernatürlichen Erdöffnung ermordert wurde. Satan als Rebell gegen Gott dürfte wohl allen bekannt sein. Nimrod ggf. auch noch, der den Turm zu Babel baute wollte und mit Gott darüber verzürnt war, dass er Menschen durch eine Flut umbrachte.
Aber so, wie es der Themenautorin nun zu entnehmen ist, hat ihr Freund genau diese Problematik. Er will sich nicht ausschließen lassen, weil er dann einen vollständigen Bruch mit allen bisherigen Freunden und "in der Wahrheit befindlichen" Familienangehörigen erleidet. Offensichtlich war und ist er aber auch nicht ehrlich zu sich selbst und seiner Freundin, denn Eingangs habe ich so verstanden, dass er vorgab, ausgeschlossen zu sein, und sich später dann herausstellte, dass er es doch nicht war.
Bei mir ist das so, dass meine älteste Tochter (23) seit sie mit einem extremen ZJ und dessen Familie verheiratet ist, sämtliche Kontakte zu mir abgebrochen hat. Meine anderen 2 Kinder, die aus eigenem Entschluß nicht dabei sind, sind im Umgang mit mir normal geblieben. DIe Erziehung meiner Kinder war zwar etwas von dem Gedankengut der ZJ geprägt, aber ich wollte, dass sie sich als freie Menschen fühlen.
Meine Geschwister und deren Familien haben auch sämtliche Kontakte zu mir abgebrochen, selbst meine betagten Eltern - die ich immer versucht habe, zu ehren, trotz aller Unannehmlichkeiten, die sie mir und meiner früheren Familie im Dienste Jehovas bereitet haben - wollen zwar, dass ich ihnen anrufe, aber besuchen kommen darf ich sie nicht mehr. Als ich meine Entscheidung, nicht mehr zu dieser Organisation (Religion wäre wohl etwas falsch) zurückzukehren zu wollen bekanntgab, gab es nur den Hinweis, dass sich dann unsere Weg ab nun trennen würden.
Ich hatte meinen Vater stets für einen vernunftbegabten Menschen gehalten und meine Mutter eher für etwas schrullig, nun aber tut mir am meisten meine Mutter leid, weil ich bei ihr das Gefühl habe, dass dieser Glaube über sie überstülpt wurde und manche Worte von ihr doch ein Gefühl von menschlichen Regungen und Überlegungen zeigen.
Also, zurück zum Thema: der Freund, falls er denn noch einer ist, sollte sich natürlich aller dieser Dinge bewußt sein, vermutlich wird ihm auch eingeredet, dass Beziehungen zu "ungläubigen" sowieso nicht von langer Dauer sind, er später dann überleben würde und die Autorin nicht oder aufgrund von Uneinigkeiten betreffs Religionsausübung, Kindererziehung, Sexualität, Zukunftsplanung sowieso eine Beziehung zum Scheitern verurteilt sei. Das trifft auch tatsächlich zu !!! Jemand, der in der Religion ist und einen andersgläubigen Partner hat, ist zeit seines Lebens in der Zwickmühle, es jedem Recht zu machen zu versuchen, und zerbricht irgendwann daran. Manche versuchen es dann noch mit Physiotherapie oder gar einem Eheberater. Doch wer den Grundsätzen der Organisaton ZJ hörig ist oder sein will oder gefühlmäßig sein muß kommt dann automatisch in Konflikt zu seinem Partner. Wäre er bereits ausgeschlossen gewesen und hätte sich die Konsequenzen vorher gut überlegt, wäre es vielleicht gut gegangen. Doch kenne ich einige, die später "reumütig" wieder zurückkehrten und die soziale Isolation dann öffentlich als "Liebe" verkündeten. (hatte ich selber bei/nach meinem ersten Ausschluß ähnlich äußern müssen damals war ich mit einer ZJ-Frau verheiratet, die den Druck ihrer Verwandschaft nicht mehr länger aushielt - wir waren ausgeschlossen, weil wir vor Eheschließung unseren menschlichen Empfindungen nachgaben).
Meine jetzige Frau, keine ZJ, bat mich vor Eheschließung, mindestens 1 Jahr lang nicht über das Thema Rückkehr zu den ZJ zu diskutieren oder nachzudenken. Ich habe trotzdem immer wieder darüber nachgedacht, habe aber auch über vieles in meiner Kindheit nachgedacht über den Werdegang meines Lebens und dass ich eigentlich gar kein Leben geführt habe. Ich war sogar anfangs noch überzeugt, meine Frau überzeugen zu können, dass ZJ das einzig richtige im Leben wäre. Dann habe ich aber ENDLICH mal angefangen auch kritische Stimmen und Berichte zu lesen und zu untersuchen. Was mich überrascht hat, war , dass viele ausgestiegene ähnliche Rechtsverdrehungsempfingen niederschrieben, wie ich sie selber schon immer empfunden habe. So hat sich bei mir tatsächlich das ereignet, was die ZJ-Verantwortlichen bei allen Mitglieder verhindern wollen, dass man ins Grübeln, Nachdenken, Philosophieren, Nachforschen kommt und sich frei fühlt. Den ZJ ihr Motto ist: "die Wahrheit wird euch frei machen", das Stimmt, nur muss man erst mal feststellen, wer die Wahrheit hat oder was die Wahrheit ist und was frei sein soll. Der Mensch, das Denken, das Fühlen.
Ich habe dieses Forum zufällig gefunden, weil ich immer noch auf der Suche nach der Wahrheit bin und über google bestimmte Stichwörter eingegeben habe. Ich habe auch erstmal 2 Stunden den größten Teil aller Posts hier gelesen und muss der Lissy73 (oder 76) in vielen Punkten zustimmen (auch einigen anderen Schreibern).
Ich denke, ein Mensch, der bei den ZJ ist und wirklich geistig erwachsen wird oder erwachen tut (Erwachet! hat jedenfalls nichts dazu beigetragen) wird zwangsläufig von seinem Gewissen getrieben aus der Organisation austreten.
Bestimmt war in den Gründungszeiten eine gute Absicht hinter den Bibelforschern, weil die Lehren der Bibel mit den Auslegungen der Kirchen nicht übereinstimmen. Aber wie jede Origanisation, die ohne organisatorisches Auftreten die Massen der Mitglieder nicht mehr kontrollieren kann, hat sie sich zu einer Organisation entwickelt, die die menschliche Nähe, Geborgenheit, usw. vermissen läßt. Früher gab es z.B. freiwillige Helfer für Küchendienst / Kantine oder Musik durch freiwillige Musiker auf den großen Jahresveranstaltungen (das waren auch Gelegenheiten, heiratswillige Partner zu finden), aber aus steuerlichen Gründen (nach Doppelmoralischer Darstellung aber aus: Mehr Zeit für das Zuhören und geistiger Speise) wurde das Essen abgeschafft (jeder muss selber für Verpflegung sorgen ->ja Jesus machte es genauso es steht wohl nirgends in der Bibel, dass er ein Paar Brote für 5000 Personen teilte) und Musik kommt nun von den noch fähigeren Musikern aus der Organisationsführung per Konserve.
Irgendeiner Kommentator in dieser Argumentation schrieb einmal, dass Zeugen Jehovas ehrliche Menschen seinen, was das Geschäftsleben anginge, aber auch darauf kann man sich nicht verlassen. Es gibt (ich habe diese Erfahrung selber gemacht) darin Personen, die sich (von Geist benannte) Autoritätsfunktionen erworben haben und Gleichgläubige und Andersgläubige durch Kapitalanlagen mit falschen Renditeversprechen um alles Gesparte betrogen haben, ich wurde um meinen Lohn betrogen. Und weil man mit Mitgläubigen ja sehr geduldig ist, wartet man, bis es dem Betroffenen wieder besser geht, dieser macht dann aber von den schönen weltlichen Gesetzen der Verjährung Gebrauch. Deshalb wird sogar von Organisationsführung empfohlen, schriftliche Verträge zu machen, jedoch "um Gottes Willen" nachher bloß nicht vor weltlichen Gerichten gegeneinander zu klagen.
Ja, nachdem so jemand seine organisiationskonforme öffentliche Strafe erhalten hat (früher nannte man das an den Pranger stellen [buchstäblich]) darf er wieder zu allen Ehren und Rechten zurückkehren und Wiedergutmachung ist nicht notwendig. Oder andere denken sich eine angebliche Krebskrankheit aus, dass sie nicht arbeitsfähig sind, und gehen dann mit der Literatur (Zeitschriften Bücher Traktate) spazieren und leben so nun schon seit ich sie kenne seit 25 Jahren so.
Nach meiner Betrachtungsweise der Organisation ist es mittlerweile mehr und mehr so, dass die Tapferen und Liebevollen und Mildgesinnten der Anfangszeiten wegsterben, wachsame Leute und gerechte Menschen die Organisation verlassen und Heuchler, Selbstgerechte und Wichtigtuer verbleiben.
Zum Thema Blut möchte ich auch mal ein Statement abgeben:
vom Blut wissen wir Menschen, respektive die Forscher noch immer nicht allzuviel. Es ist eine Flüssigkeit, die uns am Leben erhält und alle Organe und Zellen mit notwendingen Substanzen versorgt. Ich gehe mal davon aus, dass in vielen Bestandteilen unseres Blutes persönlichkeitsspezifische Zellstrukturen ggf. DNS oder ähnliches unterwegs sind. Ich persönlich möchte wirklich nicht - auch als nun Nicht-ZJ - dass solche Zellen in mich eindringen und ggf. eine Persönlichkeitsveränderung, Gefühlsveränderung, Immunänderung, oder sonstwas hervorrufen können. Deshalb würde ich- zumindest nach Gegenwärtigem Stand der Erkenntnis - keine Blut oder Organtransplantation annehmen wollen.
Ich habe mich allerdings auf der Wahrheitssuche auf eine Homepage:
Homepage Gottes: Schöpfer, Schöpfungen, Schöpfungsgeheimnisse begeben, was wirklich interessant ist, weil es eine Kurzfassung von Apokryphen und ähnlichen Büchern beinhaltet. Wenn das, was dort offenbart wird, wahr wäre, wäre unser Leib nur eine Hülle und nicht unsere Persönlichkeit, dann könnte man das zuvorgenannte überdenken.
mit der Wissenschaft stehe ich gewissermassen aber auch auf Kriegsfuß:
ich verpasse keine Sendung von Alpha Centauri, weil ich immer gern die Ergebnisse der Wissenschaft mit den Aussagen der Bibel prüfen möchte.
Wie bekannt ist, strahlt Licht knapp unter 300.000km in einer Sekunde (also Erde Mond in einer Sekunde) im Jahr sind das also ca 9,5Billionen Km - das nennt man ein Lichtjahr. Die Ausdehnung von Galaxien nennt die Wissenschaft mit 100.000 Lichtjahre also im Aussenkreis mit Pi ca 2.970.691.200.000.000.000 km also ca. 3 Trillionen km. Nun messen die Wissenschaftler die Rotation der Galaxie mit 200 km / sec, das sind in einem Jahr 6.307.200.000 km. Teile ich den Umfang durch die Jahresgeschwindigkeit, kommt als Ergebnis 471.000.000 Jahre heraus für eine Umdrehung. Das Alter des Universums gibt die Wissenschaft mit 13,5 Milliarden Jahren an. Somit könnte eine Galaxie nach dieser Berechnung im gesamten Lebensalter des Universums nur maximal 28 Umdrehungen gemacht haben, ich denke zu wenig für eine solche Spiralarmausprägung, wie sie zu sehen ist. Ich habe diesen Rechenweg an Dr. Prof. Harald Lesch von der Universität München gemailt und wollte wissen, wie er dazu steht, habe aber nicht mal eine Antwort erhalten.
Die Quantenphysiker und Stringtheoristen vermuten teilweise, dass sich aus dem Nichts Paralleluniversen entwickeln könnten, sodass sich mir manchmal der Gedanke aufdrängt, vielleicht wissen wir alle doch gar nichts über die wahre Natur aller Dinge. Vielleicht ist alles in 7 Tagen erschaffen worden, vielleicht in 13 Milliarden, vielleicht messen die Wissenschaftler alles falsch, vielleicht interpretieren sie auch nur alles falsch, was außerhalb unseres Planetensystems liegt. Manchmal gehen meine Gedankensprünge sogar soweit, dass ich denke, vielleicht leben wir tatsächlich nur in einer Matrix, alles um jeden Einzelnen herum geschieht gar nicht wirklich, sondern jeder einzelne erlebt nur sein persönliches Umfeld und wird in jederlei Hinsicht nur durch seine Umgebung und vermeintlichen Erlebnisse manipuliert. Und da komme ich schon wieder zu der Homepage gott.es wo genau diese Gedankengänge in gewisser Weise auf interessante anschauliche Weise gefestigt werden.
Aber ok, bin weit von Thema und der eigentlichen Frage abgekommen. Die Freundin der Autorin dieser Frage ist ebenfalls in einer kritischen Lage. Wenn sie in einem seelisch labilen Zustand war, bevor die ZJ zu ihr kamen, war sie ein gefundenes "Fressen". Der ZJ kann ein Bibelstudium verbuchen, seine Rettung ist wieder sicherer und er wird von allen anderen geehrt. Es kann viel abgegebene Literatur und Zeitaufwand berichtet werden. Alle ZJ sind zufrieden. Es wird alles mit einfachen Worten und einfacher Logik schöngeredet, unliebsame Themen werden zurückgestellt und später vergessen, wenn man dann schon "weichgekocht" wurde und sich aber noch zu fragen traut, erhält man zuerst freundlich, später schroff und dann durch das "ernannte" Kommitee (Gremium, gerichtsähnliche Instanz) die Hinweise, dass die Wege Gottes unerforschlich sind, sein Gericht und Handeln gerecht ist, die Bösen (Andersdenker) bestraft werden müssen (Gott auch schon die tausende Kinderherzen im Vorfeld beurteilen konnte, dass es böse Menschen werden, und deshalb auch schon die Vernichtung verdient hatten (in der Vergangenheit) (und auch in der Zukunft). Und dass man Gottes Gerechtigkeit nicht anzuzweifeln hätte und das Gott ein Gott der Liebe ist. Dann wird man nach seinem Umgang gefragt und mehr und mehr ermahnt, nur mit gleichdenkenden Umgang zu pflegen, weil ja sonst die Gefahr besteht, dass das Schäfchen wieder zum Bock wird. Genau das ist oder wird mit der Freundin der Autorin so geschehen und sofern sie nicht selber aufwacht, gibt es kein Heilmittel dagegen. Ein Verbot der Zeugen, öffentliche Kritik Spott sehen sie alles eine Erfüllung der Bibelworte und ertragen das mit vermeintlicher Freude. Dies sei so vorausgesagt worden und sei daher ganz normal. So werden Zeugen in ihren eigenen Augen zum ggf. Märtyrer. Mein Vater wurde 5 Jahre wegen Zugehörigkeit zur Religion weggesperrt. Noch heute erzählt er in der Öffentlichkeit davon mit weinerlicher Stimmte (Kongressen), sodass alle Zuhörer fast mitweinen müssen, wie stark die Glaubensprüfung auf ihn eingewirkt hatte. Dabei muss man bei nüchterner Betrachtung einfach mal festhalten, dass manches Martyrium durch die leitenden Verantwortlichen der Organisation mit ihren aggressiv provokanten Schriften und Vorträgen hervorgerufen wurde.
Einem ZJ wird ins Gehirn gebrannt, dass er in der Organisation schon so gut wie in der Arche Noahs sei, wenn die Welt um ihn herum zerstört wird, wird er überleben. Natürlich kommen dann immer wieder diese Einschränkungen und Ermahnungen und Pflichten. Tue dieses und jenes, aber mach bloß nicht das und das, wenn du das und das machst, ist dein Gewissen noch nicht gut genug geschult, aber es ist deine freie Entscheidung...
Wenn dann mal Katastrophen eintreffen, bei denen einzelne ZJ sterben, hört man manchmal, dass Gott sie nicht beschützt hätte, weil sie wohl gegen ihn gesündigt hätten, meistens jedoch dass Zeit und Umstände doch jeden treffen können, haben die meisten ZJ überlebt und ihre Nachbarn nicht vom verhältnis so gut, ist dies Rettung durch Gott, weil sie z.B auf einem Kongreß waren, in der Versammlung oder im Predigtdienst. Wenn doch mal viele sterben, dann gibts betretenes Schweigen und die Auferstehungshoffnung als Trost.
Diese Versprechen auf eine schöne Zukunft ist immer der erste Weg zum Einfangen der Arglosen Nicht-ZJ und wenn diese Hoffnung tief sitzt, kommt der Zwang zum Einhalten der Gebote der Organisation, die meines Erachtens weit über das Bibelbuch hinausgehen, wie in Israel es damals die Pharisäer mit dem Volke taten.
Und wenn die Freundin der Autorin schon in diesem Stadium sitzt, kann sie vermutlich nichts mehr ausrichten, höchstens selber beitreten (ggf. zum Schein)
ich hoffe, niemanden so ernsthaft mit meinen Ausführungen gelangweilt zu haben
mfg Gast