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Wut, wie weiter aushalten?

So ein Blödsinn. Man kann sehr wohl auf andere Menschen bzw. Ein System wütend sein. Und eben darum geht es: dass man nicht unbedingt etwas Sendern oder tun kann wenn ein System bzw. Andere Menschen es nicht zulassen/unterstützen. Selbstverantwortung ist schoen und gut, dann könntest Du ja auch sagen Flüchtlinge sollen bleiben wo der Pfeffer wächst und wenn wir sie schon ins Land hereinlassen sich gefälligst selber um alles zu kümmern ..notfalls verhungern sie halt...das ist nur ein Beispiel dafür dass Menschen nicht allein und "selbstverantwirtlich" aus (unverschuldeter) Not herauskommen oder auch nur überlebenden koennen. Wenn Du schwer kra k qirat oder einen Unfall hast bist Du auch auf Hilfe angewiesen. Da sagt auch keiner: mach doch selber..Eigenverantwortung..blabla

Selbstverantwortlichkeit ist auch der Entschluß, sein Land zu verlassen - nich weil man wütend ist, sondern weil man seine Lebenssituation ändern will oder muss.

Wenn Du schwer krank bist, bringt Dir Wut nicht Deine Gesundheit zurück, sondern auch hier trägt man die Verantwortung für sich selbst inwieweit man bereit ist, sein Schicksal anzunehmen und dem eigenen Entschluß weiter zu kämpfen oder aufzugeben.

Wut ist immer eine bequeme Art, sich nicht auseinandersetzen zu wollen.
 
A

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Re: Wut, wie weiter aushalten?
Dann würde ich mir an deiner Stelle mal überlegen, ein passendes Studium neben dem Beruf zu absolvieren. Z.B. an einer Fernuni oder Weiterbildungsakademie.

Dass man heutzutage für alles ein Abschlusspapier braucht, ist zwar blöd, wird man aber nicht ändern können. Da musst du dann eben z.B. nach Amerika auswandern. Da wird mehr nach Erfahrung und vorherigen Arbeitgebern als nach Abschlusspapieren gefragt...
 
Natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Ausnahmen gibt es immer wieder. Es ist aber tatsächlich so, das ist meine Erfahrung, dass Akademiker recht abwertend über Nicht-Akademiker denken. Alleine schon aus dem Grund, damit sie sich besser fühlen. Was ich aus manchen Kreisen höre, wie abfällig manche Manager über Arbeiter reden, das hat schon etwas von Herrenmenschen-Gehabe.

Aber so sind natürlich nicht alle. Man muss keinen akademischen Abschluss haben, um eine sinnvolle, erfüllende Tätigkeit ausüben zu dürfen. Und man kann durchaus einen akademischen Abschluss haben, um schmachvoll und demütigend behandelt zu werden. Das eine schließt das andere nicht aus. In unserem Unternehmen arbeiten beinahe ausschließlich Akademiker. Trotzdem werden extreme Unterschiede gemacht, und es gibt einen permanenten, gnadenlosen Konkurrenzkampf um den Titel "Arschkriecher des Monats". Und wie unterwürfig sich manche Menschen verhalten, nur um ein Lob vom Vorgesetzten zu erhalten, ist schon sehr peinlich. Dabei spielt Leistung nur eine untergeordnete Rolle - natürlich nicht offiziell. Offiziell sind wir alle die Größten und leisten Unvorstellbares.

So muss es allerdings nicht überall sein. Und auch unter Nicht-Akademikern gibt es Konkurrenzkämpfe mit ähnlichen Verhaltensmustern - aber natürlich auf einem anderen Niveau😉


Man muss auch immer berücksichtigen, wie es aussehen würde, wenn ein Nicht-Akademiker eine Aufgabe besser und erfolgreicher erledigen würde als ein Akademiker, dessen Bildungsabschluss eigentlich für diese Aufgabe vorgesehen ist. Dieser Gefahr will man sich natürlich nicht aussetzen.

Aber egal. Letztendlich muss man mit sich zufrieden sein. Den Charakter und die Einstellung eines Menschen kann man nicht ändern. Man muss sich selber ändern, um zufrieden zu sein. Wie immer ist alles leichter gesagt als getan. Und wie immer gibt es zwei Seiten der Medaille. Jeder hat seine Meinung, und das ist auch gut so!


Hm, das wäre schien wenn Menschen tatsächlich nicht unbedingt einen akademischen Abschluss bräuchten um eine erfüllende (das richtet sich ja nach unterschiedlichen Neigungen, Interessen). Sinnvoll ist eigentlich alles was es so gibt..aber wenn jemand eine Arbeit machen muss die er weder gut kann noch gerne macht dann nennt derjenige das wohl nicht "erfüllend".
Ach ja und was wäre wenn ein nicht-akademiker einen Job genauso gut oder besser (das finde ich allerdings schwierig zu beurteilen) machen wuerde- ja, das Studium wuerde eigentlich ad absurdum bzw. Fuer nicht zwingend notwendig fuer diese Aufgabe " erkannt. Werden. Das wäre meiner Meinung nach sowohl sinnvoll wie auch gerecht. Das da seitens der Akademiker(-lobby) kein Interesse besteht um das mal milde zu formulieren ist natürlich klar. Dafür werden halt lieber Potentiale bzw. Menschen "geopfert", evtl. Krank/frühzeitig berentet...Hauptsache das bestehende System wird nicht gefährdet. Na ja, wenigstens ist fuer politisches Engagement noch kein akademischer Abschluss nötig..
 
Das Problem ist, dass es keinen Arbeitgeber interessiert, ob du eine Arbeit als erfüllend empfindest. Viel wichtiger ist für diesen, ob du den Anforderungen auch gewachsen bist. Das ist ja der Sinn von Ausbildungen: dass sie bescheinigen, dass man in diesem bereich gewisse Mindestanforderungen erfüllt. Heute wird die Ausbildung eben in die Hochschulen in Form eines Studiums outgesourced. Aber auch hier: Das Studium ist die Bescheinigung, dass du in einem gewissen Bereich Fähigkeiten besitzt. Kannst du die besagte Bescheinigung nicht vorweisen, gehen Arbeitgeber hierzulande einfach davon aus, dass du es nicht kannst und stellen dich nicht ein.

Wenn ein normaler Mitarbeiter mit "nur Ausbildung" besser ist als Akademiker, fällt das normal auf. Und dann kommt der Charakter der Leute zu tragen. Da kannst du Glück haben wie mein Freund, dessen Vorgesetzen erkannt haben, wie gut er in seiner Nische ist und ihm den Wunschjob trotz fehlendem Studiums (das eigentlich dafür benötigt worden wäre) gaben. Und dann eben solche, deren Ego es nicht aushält, dass jemand offenbar talentierter ist als man selbst. Da kommt es auch auf die Firmenstruktur an. Bei meinem Freund mussten das höhere Stellen genehmigen, dass die Voraussetzung Studium ausnahmsweise mal weggelassen werden kann und er eine Chance bekommt. Wenn man Pech hat, sitzen da aber Leute, denen das Risiko, dass jemand es doch nicht kann, zu groß ist. Bzw. man braucht halt Kollegen und Vorgesetzte, die sich für einen einsetzen. Wenn die einen mehr als Gefahr für die eigene Stelle sehen als eine Bereicherung für die Abteilung, ist das natürlich doof.
 
Dann würde ich mir an deiner Stelle mal überlegen, ein passendes Studium neben dem Beruf zu absolvieren. Z.B. an einer Fernuni oder Weiterbildungsakademie.

Dass man heutzutage für alles ein Abschlusspapier braucht, ist zwar blöd, wird man aber nicht ändern können. Da musst du dann eben z.B. nach Amerika auswandern. Da wird mehr nach Erfahrung und vorherigen Arbeitgebern als nach Abschlusspapieren gefragt...

Dann müsste ich meine Kinder hier zurücklassen - das wäre glaub' ich (noch) nicht so toll fuer sie..außerdem bekommt man mit nur deutscher Staatsbürgerschaft ja so schnell kein Visum bzw. eine green card. Ich habe vielleicht aber ein bisschen meine Einstellung aus meinen Kindheits-US Tagen. Hab da schon als Kind die Erfahrung gemacht von Erwachsenen ernst genommen zu werden. Die haben da so eine Art Naivitaet, Offenheit die ich leider auch irgendwie habe...
 
Selbstverantwortlichkeit ist auch der Entschluß, sein Land zu verlassen - nich weil man wütend ist, sondern weil man seine Lebenssituation ändern will oder muss.

Wenn Du schwer krank bist, bringt Dir Wut nicht Deine Gesundheit zurück, sondern auch hier trägt man die Verantwortung für sich selbst inwieweit man bereit ist, sein Schicksal anzunehmen und dem eigenen Entschluß weiter zu kämpfen oder aufzugeben.

Wut ist immer eine bequeme Art, sich nicht auseinandersetzen zu wollen.

Wut ist menschlich und nicht bequem. Also soll ich Deiner Meinung nach annehmen dass ich dahinsiechen und wenn ich Glück habe eines Tages tot Umfalle? Was versteht Du denn unter "aufgeben"?

Ich verstehe übrigens nicht was du mit deinen ersten zwei Sätzen meinst - ich nehme an die Flüchtlinge, die ich ja auch erwähnte..aber was du eben genau aussagen möchtest verstehe ich nicht..wenn Du deren Situation mit meiner vergleichen möchtest müsstet du eben deren Lobby, Hilfsangebote etc. wegnehmen quasi und statt " Land"Bundesland" einsetzen...natürlich bin ich nicht vor Krieg geflohen über den in den Medien berichtet und der quasi anerkannt ist als Fluchtgrund - ansonsten passt der Rest deines ersten Satzes auch auf mich.
 
Das Problem ist, dass es keinen Arbeitgeber interessiert, ob du eine Arbeit als erfüllend empfindest. Viel wichtiger ist für diesen, ob du den Anforderungen auch gewachsen bist. Das ist ja der Sinn von Ausbildungen: dass sie bescheinigen, dass man in diesem bereich gewisse Mindestanforderungen erfüllt. Heute wird die Ausbildung eben in die Hochschulen in Form eines Studiums outgesourced. Aber auch hier: Das Studium ist die Bescheinigung, dass du in einem gewissen Bereich Fähigkeiten besitzt. Kannst du die besagte Bescheinigung nicht vorweisen, gehen Arbeitgeber hierzulande einfach davon aus, dass du es nicht kannst und stellen dich nicht ein.

Wenn ein normaler Mitarbeiter mit "nur Ausbildung" besser ist als Akademiker, fällt das normal auf. Und dann kommt der Charakter der Leute zu tragen. Da kannst du Glück haben wie mein Freund, dessen Vorgesetzen erkannt haben, wie gut er in seiner Nische ist und ihm den Wunschjob trotz fehlendem Studiums (das eigentlich dafür benötigt worden wäre) gaben. Und dann eben solche, deren Ego es nicht aushält, dass jemand offenbar talentierter ist als man selbst. Da kommt es auch auf die Firmenstruktur an. Bei meinem Freund mussten das höhere Stellen genehmigen, dass die Voraussetzung Studium ausnahmsweise mal weggelassen werden kann und er eine Chance bekommt. Wenn man Pech hat, sitzen da aber Leute, denen das Risiko, dass jemand es doch nicht kann, zu groß ist. Bzw. man braucht halt Kollegen und Vorgesetzte, die sich für einen einsetzen. Wenn die einen mehr als Gefahr für die eigene Stelle sehen als eine Bereicherung für die Abteilung, ist das natürlich doof.

Genau, nan braucht Glück bzw. wohlwollende Menschen mit Vertrauen statt Angst haben...diese "Barriere" Studium ist schließlich künstlich von Menschen geschaffen - Menschen sind somit auch die einzigsten die sie wieder zumindest durchlässig zu machen.
 
Das Problem ist, dass es keinen Arbeitgeber interessiert, ob du eine Arbeit als erfüllend empfindest. Viel wichtiger ist für diesen, ob du den Anforderungen auch gewachsen bist. Das ist ja der Sinn von Ausbildungen: dass sie bescheinigen, dass man in diesem bereich gewisse Mindestanforderungen erfüllt. Heute wird die Ausbildung eben in die Hochschulen in Form eines Studiums outgesourced. Aber auch hier: Das Studium ist die Bescheinigung, dass du in einem gewissen Bereich Fähigkeiten besitzt. Kannst du die besagte Bescheinigung nicht vorweisen, gehen Arbeitgeber hierzulande einfach davon aus, dass du es nicht kannst und stellen dich nicht ein.

Wenn ein normaler Mitarbeiter mit "nur Ausbildung" besser ist als Akademiker, fällt das normal auf. Und dann kommt der Charakter der Leute zu tragen. Da kannst du Glück haben wie mein Freund, dessen Vorgesetzen erkannt haben, wie gut er in seiner Nische ist und ihm den Wunschjob trotz fehlendem Studiums (das eigentlich dafür benötigt worden wäre) gaben. Und dann eben solche, deren Ego es nicht aushält, dass jemand offenbar talentierter ist als man selbst. Da kommt es auch auf die Firmenstruktur an. Bei meinem Freund mussten das höhere Stellen genehmigen, dass die Voraussetzung Studium ausnahmsweise mal weggelassen werden kann und er eine Chance bekommt. Wenn man Pech hat, sitzen da aber Leute, denen das Risiko, dass jemand es doch nicht kann, zu groß ist. Bzw. man braucht halt Kollegen und Vorgesetzte, die sich für einen einsetzen. Wenn die einen mehr als Gefahr für die eigene Stelle sehen als eine Bereicherung für die Abteilung, ist das natürlich doof.

Ach so, mich wuerde noch interessieren wieso Dein Freund nicht studiert hat?
 
@kaesekuchen

ich verstehe Dich - auch wenn ich selbst studiert habe, gibt es diese "Schranken" jedoch trotzdem noch. Bei uns sind es die "Promovierten" die den Ton angeben, dh die, die theoretisch arbeiten, auch wenn das Feld eigentlich praktisch ist. Mit dem studiert sein ist also noch lange nicht Schluss, es geht auch ums "labern" und "sich präsentieren" können. In meinem Bereich kommen absurderweise die am weitesten, die am besten reden können, selbst dann wenn ihre praktische Arbeit mittelmäßig oder sogar schlecht ist - das ist frustrierend.

Anyways, ich habe mich darüber auch aufgeregt, aber bestimmte Dinge kann ich nicht ändern. Ich kann nicht ändern dass theoretisches Arbeiten und Schwätzerei im Filmbereich und an den Unis so goutiert wird. Ich kann auch nicht ändern, dass mir beides nicht liegt. Mir liegt einfach die Praxis, und nicht die Theorie.

Ich würde Dir daher raten: verbessere Deine Situation basierend auf Deinen Fähigkeiten. Du sprachst vom sozial pädagogischen Bereich und auch von Flüchtlingen. Gerade in diesem Bereich werden doch gerade händeringend Leute gesucht, und, was sogar noch wichtiger ist, auch Quereinsteiger zb zum Erzieher oder Lehrer umgeschult!! Erkundige Dich doch mal. Vielleicht gibt es so eine Möglichkeit, näher am Thema zu arbeiten und Deine Fähigkeiten, Empathie, Arbeit mit Menschen und Engagement einzusetzen.
 
Liebe Kassiopeia,
Glück habt ihr aber wohl auch gehabt 🙂

Teilweise auch. Aber uns auch durchgesetzt. Klar formuliert was wir wollen und darauf bestanden. Teilweise auch harte Kämpfe dafür ausgefochten.

Das ging teilweise bis zur Kündigungsandrohung der Arbeitgeber und oder - in meinem Fall - meinerseits.

Harte Auseinandersetzungen, bei denen man standhaft bleiben muss und sich durch nichts einschüchtern lassen darf.

Und was Einsatzbereitschaft angeht: ich hatte schon eine Stelle da hat der chef mich lieber fürs Nichtstun bezahlen lassen als mir erlaubt hätte ueberlasteten Kollegen (auch aus seiner Abteilung) unter die Arme zu greifen. Ich hätte den job wohl heure noch, habe es aber nicht ausgehalten und habe gekündigt...ich habe noch nie die Chance bekommen mich meinen Fähigkeiten entsprechend einzusetzen. Stattdessen muss ich Sachen machen die ich nicht mal besonders gut kann...entsprechend viel Anerkennung und "gutes Gefühl" bekomme ich natürlich...

Was musst Du denn tun, was Du nicht besonders gut kannst? Kann man das nicht lernen?

Ich habe in meinem Berufsleben, neben dem was ich erlernt habe und was ich immer gemacht habe schon unglaublich viele Dinge gelernt, von denen ich vorher keine Ahnung hatte, also überhaupt nicht konnte.

Oft mit Learning by Doing weil es sonst keiner erklärt hat oder erklären konnte.
 

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