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Wut, wie weiter aushalten?

Hey Kaesekuchen,

ich kann dich 100%ig verstehen. Und du hast es vollkommen richtig erkannt. Die Menschen sind S****! Und deshalb ist das System S****! Dieses Kastendenken ist tatsächlich in jeder Gesellschaft vorhanden. Wir glauben, es nach der Aufklärung in unseren westlichen, ach so zivilisierten Ländern überwunden zu haben. Aber das ist ein Trugschluss.

Das Leben ist ein ständiger Konkurrenzkampf. Die Grundlage bildet die Bildung. Aber das allerwichtigste ist Geld! Weil ohne Geld, keine Bildung. Wer was anderes sagt, der lügt. Natürlich gibt es auch die natürlichen Unterschiede und Begabungen der Menschen. Es sind nicht alle gleich begabt. Ist einfach so!

Wenn man es nun, aus welchen Gründen auch immer, nicht realisieren konnte zu studieren, dann wir dich das dein Leben lang verfolgen. Weil es immer Menschen geben wird, die aufgrund ihres akademischen Bildungsgrades glauben, sie gehörten einer höheren Kaste an als du!

Nun - wer macht Gesetze? Wer sitzt am Richtertisch und setzt diese Gesetze um? Wer lehrt an Universitäten? Und wer bestimmt in Konzernen, wer und was wichtig ist? Richtig: Akademiker!

Also bestimmen auch Akademiker welcher Mensch, welchen wert hat. Zwangsläufig sind also alle Akademiker per se wichtiger und besser als Nicht-Akademiker (es sei denn, du hast ein riesiges Geldvermögen, dann gehörst du automatisch zur höchsten Kaste, und wirst von allen hofiert – bleibst aber trotzdem ungebildet!!! – ist das Geld weg, bist du auch als Mensch nichts mehr wert!)

Okay, das nur kurz zu unserer Gesellschaft. Daran wirst du nichts ändern. Du musst das als gegeben hinnehmen.

Das einzige, worauf du Einfluss hast, bist DU. Und das ist der wichtigste Mensch auf Erden! Du musst also alles Mögliche für diesen wichtigsten Menschen tun, unabhängig davon was andere sagen, was du liest, und was du hörst. Wenn du Zeit und Lust hast, bilde dich so weit, wie es nur irgend geht weiter. Wenn du keine Lust hast, lass es! Kämpfe nicht gegen Dinge an, die du nicht ändern kannst. Suche dir eine Nische in dieser Gesellschaft in der du glücklich wirst. Mache dein Leben nicht von deinem Beruf abhängig. Es wird uns suggeriert, dass Arbeit das wichtigste im Leben sei. Das ist aber quatsch. Was ist das Wichtigste im Leben? DU!

Um das Ganze zu überstehen, bedarf es aber noch eins. Und das ist besonders wichtig, um nicht zu verzweifeln: Humor! Lache viel und möglichst über alles, das macht das Leben leichter.

Ich wünsche dir viel Glück! Und lass dich von den ganzen geltungssüchtigen Wichtigtuern und Selbstdarstellern da draußen nichts vormachen! Ich verbringe seit 30 Jahren täglich meine Zeit mit diesen Menschen, und ich kann dir aus voller Überzeugung sagen, niemand ist besser als du. Sie tun nur so!!!
 
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Re: Wut, wie weiter aushalten?
Also ich sehe das nicht so.

Weder mein Mann hat studiert , noch ich.

Dennoch verdienen wir sehr ordentliches Geld und befinden uns beiden nicht grade in der Hiwi-Position.

Wir haben beide ganz gute Posten mit Verantwortung und sind nicht besonders vielen Leuten Rechenschaft schuldig.

Es liegt wohl auch daran, dass man wissen muss , was man will und wo man es bekommt und wie.

Einen gewissen Einsatz muss man sicherlich auch dafür in Kauf nehmen. Aber das ist immer so , wenn man ein Ziel erreichen will.
 
Also ich sehe das nicht so.

Weder mein Mann hat studiert , noch ich.

Dennoch verdienen wir sehr ordentliches Geld und befinden uns beiden nicht grade in der Hiwi-Position.

Wir haben beide ganz gute Posten mit Verantwortung und sind nicht besonders vielen Leuten Rechenschaft schuldig.

Es liegt wohl auch daran, dass man wissen muss , was man will und wo man es bekommt und wie.

Einen gewissen Einsatz muss man sicherlich auch dafür in Kauf nehmen. Aber das ist immer so , wenn man ein Ziel erreichen will.

Liebe Kassiopeia,
Glück habt ihr aber wohl auch gehabt 🙂
Und was Einsatzbereitschaft angeht: ich hatte schon eine Stelle da hat der chef mich lieber fürs Nichtstun bezahlen lassen als mir erlaubt hätte ueberlasteten Kollegen (auch aus seiner Abteilung) unter die Arme zu greifen. Ich hätte den job wohl heure noch, habe es aber nicht ausgehalten und habe gekündigt...ich habe noch nie die Chance bekommen mich meinen Fähigkeiten entsprechend einzusetzen. Stattdessen muss ich Sachen machen die ich nicht mal besonders gut kann...entsprechend viel Anerkennung und "gutes Gefühl" bekomme ich natürlich...
 
Hi kaesekuchen,

ich glaube die meisten verstehen und können es nachempfinden. Als ich in die Berufswelt einstieg, wollte ich auch meinen Talenten entsprechende Tätigkeiten. Mein Traum war Architekt zu werden, ich sah mich kreativ und schöpferich an. Sehr schnell erkannte ich, dass die Arbeitswelt nicht auf mich gewartet hat und mein Traumberuf auch harte Arbeit oder langweilig sein konnte. Bereits das Praktikum als Bauzeichner und später im Hochbauamt war eine Katastrophe. Ich sollte Fenster zeichnen....dutzende, Kreativität gleich Null, dann auf Baustellen .... naja kurzum Arbeitswelt nach der Schule im Vergleich zu meiner Erwartungshaltung = Sche*ße.

Gerade im Alter nach Schule oder nach dem Studium mit 18 oder 25 kann man fast nur enttäuscht sein, weil man möchte die Welt verändern - das wollen alle jungen Leute. Und wenn man in der Welt ankommt, stellt man fest, dass es bereits 6235 Mio Menschen gibt, die das auch wollen/wollten. Manche davon sind sogar faul und man fragt sich wie derjenige es so weit gebracht haben kann.

Das System ist aber für alle gleich. Gut ja, es ist schwerer wenn man im sozialen Brennpunkt groß wird oder krank ist, aber es ist zu einfach dem anonymen System die Schuld zu geben. Ich denke, du solltest nicht zu schnell über Kollegen urteilen. Auch ein Chef mag Gründe haben, dich nicht die Arbeit der überlasteten Kollegen geben zu wollen. Vor allem als junger Mensch urteilt man oft zu schnell.
Kollege schaut zum Fenster raus? Faulpelz! Soll arbeiten! Dabei denkt er vielleicht gerade über ein Konzept für ein neues Produkt nach.

Was du ganz konkret tun kannst, ist dir bewusst zu werden was du willst.
Du bleibt hier im Thread sehr allgemein. WAS entspricht denn deinen Fähigkeiten? WAS willst du denn?

LG
 
Also ich sehe das nicht so.

Natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Ausnahmen gibt es immer wieder. Es ist aber tatsächlich so, das ist meine Erfahrung, dass Akademiker recht abwertend über Nicht-Akademiker denken. Alleine schon aus dem Grund, damit sie sich besser fühlen. Was ich aus manchen Kreisen höre, wie abfällig manche Manager über Arbeiter reden, das hat schon etwas von Herrenmenschen-Gehabe.

Aber so sind natürlich nicht alle. Man muss keinen akademischen Abschluss haben, um eine sinnvolle, erfüllende Tätigkeit ausüben zu dürfen. Und man kann durchaus einen akademischen Abschluss haben, um schmachvoll und demütigend behandelt zu werden. Das eine schließt das andere nicht aus. In unserem Unternehmen arbeiten beinahe ausschließlich Akademiker. Trotzdem werden extreme Unterschiede gemacht, und es gibt einen permanenten, gnadenlosen Konkurrenzkampf um den Titel "Arschkriecher des Monats". Und wie unterwürfig sich manche Menschen verhalten, nur um ein Lob vom Vorgesetzten zu erhalten, ist schon sehr peinlich. Dabei spielt Leistung nur eine untergeordnete Rolle - natürlich nicht offiziell. Offiziell sind wir alle die Größten und leisten Unvorstellbares.

So muss es allerdings nicht überall sein. Und auch unter Nicht-Akademikern gibt es Konkurrenzkämpfe mit ähnlichen Verhaltensmustern - aber natürlich auf einem anderen Niveau😉


Man muss auch immer berücksichtigen, wie es aussehen würde, wenn ein Nicht-Akademiker eine Aufgabe besser und erfolgreicher erledigen würde als ein Akademiker, dessen Bildungsabschluss eigentlich für diese Aufgabe vorgesehen ist. Dieser Gefahr will man sich natürlich nicht aussetzen.

Aber egal. Letztendlich muss man mit sich zufrieden sein. Den Charakter und die Einstellung eines Menschen kann man nicht ändern. Man muss sich selber ändern, um zufrieden zu sein. Wie immer ist alles leichter gesagt als getan. Und wie immer gibt es zwei Seiten der Medaille. Jeder hat seine Meinung, und das ist auch gut so!

 
Hi kaesekuchen,

ich glaube die meisten verstehen und können es nachempfinden. Als ich in die Berufswelt einstieg, wollte ich auch meinen Talenten entsprechende Tätigkeiten. Mein Traum war Architekt zu werden, ich sah mich kreativ und schöpferich an. Sehr schnell erkannte ich, dass die Arbeitswelt nicht auf mich gewartet hat und mein Traumberuf auch harte Arbeit oder langweilig sein konnte. Bereits das Praktikum als Bauzeichner und später im Hochbauamt war eine Katastrophe. Ich sollte Fenster zeichnen....dutzende, Kreativität gleich Null, dann auf Baustellen .... naja kurzum Arbeitswelt nach der Schule im Vergleich zu meiner Erwartungshaltung = Sche*ße.

Gerade im Alter nach Schule oder nach dem Studium mit 18 oder 25 kann man fast nur enttäuscht sein, weil man möchte die Welt verändern - das wollen alle jungen Leute. Und wenn man in der Welt ankommt, stellt man fest, dass es bereits 6235 Mio Menschen gibt, die das auch wollen/wollten. Manche davon sind sogar faul und man fragt sich wie derjenige es so weit gebracht haben kann.

Das System ist aber für alle gleich. Gut ja, es ist schwerer wenn man im sozialen Brennpunkt groß wird oder krank ist, aber es ist zu einfach dem anonymen System die Schuld zu geben. Ich denke, du solltest nicht zu schnell über Kollegen urteilen. Auch ein Chef mag Gründe haben, dich nicht die Arbeit der überlasteten Kollegen geben zu wollen. Vor allem als junger Mensch urteilt man oft zu schnell.
Kollege schaut zum Fenster raus? Faulpelz! Soll arbeiten! Dabei denkt er vielleicht gerade über ein Konzept für ein neues Produkt nach.

Was du ganz konkret tun kannst, ist dir bewusst zu werden was du willst.
Du bleibt hier im Thread sehr allgemein. WAS entspricht denn deinen Fähigkeiten? WAS willst du denn?

LG

Danke, Andreas.
Zu diesem früheren Chef nochmal: nein, es ging ihm ums Prinzip. Er war aber auch sonst keiner der meinen Prinzipien sag ich jetzt mal entsprochen hätte und hat zB Mitarbeiter die beauftragt waren Ausschreibungsbewerbungen zu untersuchen/beurteilen zugunsten einer auserwählten FA. zu manipulieren...
Meine Fähigkeiten liegen leider nicht auf handwerklicher oder praktischer Ebene - im Gegenteil..ich habe auch ein räumliches Vorstellungsvermögen das IQ maessig an schwachsinnigkeit grenzt (wurde mal getestet, also alle Bereiche die zu einem gesamt IQ beitragen, eben um Berufsmöglichkeiten/Talente zu "erkunden"). Ich kann eigentlich nur gut reden, schreiben auch ganz gut, Menschen bedienen,gutes tun, freundlich sein...jetzt im konkreten Fall ging es um eine stelle als sog.paed. - ich kenne die Arbeitsstelle, aufgaben, eine soz.paeds von dort und aufgaben, die einzige zwangsvoraussetzung ist dieses studium...
Ich selber habe übrigens eine kaufm. Ausbildung gemacht um irgendwas zu haben. Lernen musste ich dafür eigentlich nichts. Das bisschen bilanzzeugs dass ich vom Gymnasium nicht kannte habe ich später nie wieder gebraucht und erinnwr mich heute, nicht mal 20 Jahre später an eigentlich nix mehr. In jedem betrieb in dem ich danach gearbeitet habe gab es unterstützt hiedliche Strukturen, Software, aufgaben, meine Ausbildung hat mir da eigentlich nix genutzt...
 

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