Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wut, wie weiter aushalten?

kaesekuchen

Mitglied
Heute bin ich mal wieder besonders wütend. Weil ich nicht studieren konnte und unsere (Arbeits-) Welt ist wie sie ist habe ich noch nie die Chance auf einen job gehabt der zu mir und meinen Fähigkeiten passt.
Ich muss mir von fremden Menschen Sachen vorschreiben, erzählen, mich belehren, beurteilen lassen...nur weil diese Menschen studiert haben und in entsprechenden Positionen sitzen....
Ich bin sehr gläubig aber Frage mich fast täglich wieso ich Fähigkeiten bekommen habe wenn ich sie nicht einsetzen darf/kann...
Authentisch leben zu duerfen ist fuer manche Leute selbstverständlich..bei mir heißt es "zufrieden sein" mit den gedeckten existentiellen Bedürfnissen auf materieller ebene..essen, Kleidung, Dach uebern Kopf..
Versteht mich hier jemand? Ich fuehl mich mein leben lang immer wieder wie ein Opfer...ich hasse dieses Wort, aber noch mehr es zu sein und nicht gesehen zu werden..
 
A

Anzeige

Re: Wut, wie weiter aushalten?
Ich verstehe leider nur Bahnhof: bist du arbeitslos? Wenn ja, wieso?
Wer belehrt und beurteilt dich?
Auf wen bist du wütend? Auf dich? Auf die Belehrenden? Auf das System?
Auf deine Situation?

Schreib doch noch was, wenn du magst. 🙂
 
Ich verstehe leider nur Bahnhof: bist du arbeitslos? Wenn ja, wieso?
Wer belehrt und beurteilt dich?
Auf wen bist du wütend? Auf dich? Auf die Belehrenden? Auf das System?
Auf deine Situation?

Schreib doch noch was, wenn du magst. 🙂

Auf das System, genau. Auf die Chancenungerechtigkeit. Und auf Menschen die dank unseres Systems Menschen beurteilen duerfen ohne das von Koennen die Rede sein kann.
Auf eine Situation kann man schlecht wuetend sein. Wenn auf den lieben Gott - ja, auf den bin ich (auch) wütend.
 
wovon redest du überhaupt? welches System ,welche Beurteilung?
Warum hast du nicht studiert, wenn du solche Fähigkeiten hast?
 
Es wird immer Menschen geben, die beruflich über einem und unter einem stehen - und das ist in Jedem System so.
Abhängigkeiten gibt es ebenfalls in jedem System - mehr oder weniger.
Trotz allem hat jeder die Möglichkeit sich ein Feld von Unabhängigkeiten zu schaffen, die für die eigene Sozialisierung bestimmend sind.
Wütend kann man nur auf sich selbst sein, weil man etwas unterlassen, versäumt oder einfach nicht getan hat.
Man kann nur etwas ändern, wenn man sich selbst ändert und das beginnt damit, das man die Schuld nicht bei anderen sucht, denn nur in den eigenen Schuhen lernt man laufen. Selbstverantwortlichkeit.
 
Auf das System, genau. Auf die Chancenungerechtigkeit. Und auf Menschen die dank unseres Systems Menschen beurteilen duerfen ohne das von Koennen die Rede sein kann.
Auf eine Situation kann man schlecht wuetend sein. Wenn auf den lieben Gott - ja, auf den bin ich (auch) wütend.

Du machst es dir aus meiner Sicht ein bisschen zu einfach. In unserem System hat jeder eine Chance, das Beste aus sich zu machen. Natürlich hängt viel von dem sozialen Umfeld ab. Für viele ist es einfach Standard, dass man Abi macht und dann danach studiert, weil das alle in der Familie so gemacht haben. Und bei anderen muss man sich eben anstrengen, um einen halbwegs guten Schulabschluss zu haben.

Das liegt aber in der Verantwortung jedes einzelnen!

Was möchtest du im Leben erreichen und warum meinst du, du kannst es nicht? Was könntest du selber an deiner Situation verbessern?
 
Es wird immer Menschen geben, die beruflich über einem und unter einem stehen - und das ist in Jedem System so.
Abhängigkeiten gibt es ebenfalls in jedem System - mehr oder weniger.
Trotz allem hat jeder die Möglichkeit sich ein Feld von Unabhängigkeiten zu schaffen, die für die eigene Sozialisierung bestimmend sind.
Wütend kann man nur auf sich selbst sein, weil man etwas unterlassen, versäumt oder einfach nicht getan hat.
Man kann nur etwas ändern, wenn man sich selbst ändert und das beginnt damit, das man die Schuld nicht bei anderen sucht, denn nur in den eigenen Schuhen lernt man laufen. Selbstverantwortlichkeit.

So ein Blödsinn. Man kann sehr wohl auf andere Menschen bzw. Ein System wütend sein. Und eben darum geht es: dass man nicht unbedingt etwas Sendern oder tun kann wenn ein System bzw. Andere Menschen es nicht zulassen/unterstützen. Selbstverantwortung ist schoen und gut, dann könntest Du ja auch sagen Flüchtlinge sollen bleiben wo der Pfeffer wächst und wenn wir sie schon ins Land hereinlassen sich gefälligst selber um alles zu kümmern ..notfalls verhungern sie halt...das ist nur ein Beispiel dafür dass Menschen nicht allein und "selbstverantwirtlich" aus (unverschuldeter) Not herauskommen oder auch nur überlebenden koennen. Wenn Du schwer kra k qirat oder einen Unfall hast bist Du auch auf Hilfe angewiesen. Da sagt auch keiner: mach doch selber..Eigenverantwortung..blabla
Es geht bei mir im uebrigen auch nicht darum dass ich ein Problem damit hätte das Menschen beruflich über mir stehen sondern dass ich nicht meinen Fähigkeiten entsprechend arbeiten darf. Nicht jeder Mensch kann sich selbstständig machen. Und was meinst du mit dem Feld von Unabhaengigkeiten die sich jeder selber schaffen kann?? Wir leben in einem Land das auch hinsichtlich Armut bzw. Erhalt der sozialen Stellung sehr konservativ ist: Menschen wird lieber eine Rente oder Sozialhilfe bezahlt als das Ihnen eine Chance auf wirkliche Teilhabe gegeben wird.
 
Du machst es dir aus meiner Sicht ein bisschen zu einfach. In unserem System hat jeder eine Chance, das Beste aus sich zu machen. Natürlich hängt viel von dem sozialen Umfeld ab. Für viele ist es einfach Standard, dass man Abi macht und dann danach studiert, weil das alle in der Familie so gemacht haben. Und bei anderen muss man sich eben anstrengen, um einen halbwegs guten Schulabschluss zu haben.

Das liegt aber in der Verantwortung jedes einzelnen!

Was möchtest du im Leben erreichen und warum meinst du, du kannst es nicht? Was könntest du selber an deiner Situation verbessern?

Ich möchte zB einen Arbeitsplatz in dem ich meinen Fähigkeiten entsprechend tätig sein darf. Mir geht es dabei wirklich vorrangig um die Arbeit, nicht um die Entlohnung.
Ich habe einen halbwegs guten Schulabschluss wie du es nennst erreicht obwohl oder weil ich den wollte und alles dafür gegeben habe obwohl es fuer mich wesentlich schwieriger war (aufgrund von Krankheit Behinderung) als fuer andere...
Ich kann nicht authentisch leben weil sich in unserer Gesellschaft alles an Bildungsabschlüsse aufhängt und nicht an Fähigkeiten.
Viele sehr begabte Menschen haben übrigens das Problem dass sie ihr potential nicht nutzen/einbringen koennen weil sie trotz (oder vielleicht gerade wegen Ihrer (nicht freiwillig ausgesuchten) "Besonderheit" ein Studium nicht bewältigen koennen.
 
Ich möchte zB einen Arbeitsplatz in dem ich meinen Fähigkeiten entsprechend tätig sein darf. Mir geht es dabei wirklich vorrangig um die Arbeit, nicht um die Entlohnung.
Ich habe einen halbwegs guten Schulabschluss wie du es nennst erreicht obwohl oder weil ich den wollte und alles dafür gegeben habe obwohl es fuer mich wesentlich schwieriger war (aufgrund von Krankheit Behinderung) als fuer andere...
Ich kann nicht authentisch leben weil sich in unserer Gesellschaft alles an Bildungsabschlüsse aufhängt und nicht an Fähigkeiten.
Viele sehr begabte Menschen haben übrigens das Problem dass sie ihr potential nicht nutzen/einbringen koennen weil sie trotz (oder vielleicht gerade wegen Ihrer (nicht freiwillig ausgesuchten) "Besonderheit" ein Studium nicht bewältigen koennen.


Würdest du noch mal konkret beschreiben, was du arbeitest und wo da das Problem liegt? So wie ich das verstanden habe, kannst du wegen deiner Behinderung nicht die Arbeit machen, die du gerne ausüben würdest, ist das richtig? Und was würdest du gerne machen und wird dir durch "das System" verwehrt?

Ein Studium ist auch nicht das non plus ultra. Manche fangen ein Studium an, weil sie noch nicht wissen, was für einen Beruf sie ergreifen sollen nach der Schule. Wenn man seinen Traumberuf ohne Studium machen kann und dabei glücklich ist, ist das genauso gut. Außerdem bedeutet Studium nicht gleich Super-Job im Anschluss. Arbeitslose Akademiker gibt es genug.

Natürlich ist man mit höheren Bildungsabschlüssen eher für Führungspositionen qualifiziert, ob man menschlich geeignet ist, ist immer die andere Frage. Und da hat man auch mehr Verantwortung ein Unternehmen wirtschaftlich aufzustellen. Und im Unternehmen gibt es Hierarchien.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben