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Wurdet ihr als Kind von euren Eltern geschlagen?

Wurdet ihr als Kind von euren Eltern geschlagen?

  • nicht einmal

    Teilnahmen: 35 10,3%
  • äusserst selten, nicht der Rede wert

    Teilnahmen: 81 23,8%
  • ab und zu

    Teilnahmen: 110 32,4%
  • das war Normalität (oft)

    Teilnahmen: 114 33,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    340
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Hey !! Autsch

Wenn wir in Nachbars Garten die Äpfel geklaut haben und wurden erwischt dann bekamen wir von dem Nachbar eine drauf.. wenn wir nach Hause kamen und haben uns beschwert gab es nochmal Kasalla !!

War eigentlich Normal... Hat uns nicht geschadet, aber ich habe Fälle mitbekommen, dass war schon Misshandlung auch für die damalige Zeit mit Riemen und Stöcken. 70er und 80er Jahre.

Ich habe gerade meiner Frau einen Klapps auf den Hintern gegeben, wozu zählt dass 🙂🙂


Solche Beiträge sind hier kontraproduktiv, wiel es hier viele Opfer häuslicher Gewalt gibt.
 
Solche Beiträge sind hier kontraproduktiv, wiel es hier viele Opfer häuslicher Gewalt gibt.
Deswegen darf man aber nicht den Humor verlieren und verschweigen wie es früher war... Das ist ja kein Beitrag um Gewalt zu verherrlichen sondern aufzuzeigen wie die Geschichte und das Verhalten sich geändert hat. Es war ja auch die Rede von den U30 wie diese Ihre Kindheit erlebt haben. Es war auch die Rede vom Lehrer mit Rohrstock.
Natürlich ist häusliche Gewalt nicht in Ordnung und hat sich aus den gesunden Köpfen verabschiedet.

Ich verstehe wie du das meinst, konnte es aber ohne Kommentar nicht stehen lassen.
 
Ja, Ohrfeigen für kleinere Vergehen, wie freche Antworten oder zu spät nach Hause kommen.
Für schlechte Noten allerdings wurde ich auch schon mal übers Knie gelegt auch mir der Hintern hin und wieder mit dem Rohrstock versohlt.
 
hallo,

was verstehst du unter "geschlagen"?

ich hab auch desöfteren als kind einen klaps bekommen und in ganz schlimmen fällen auch mal eine ohrfeige...aber das war alles in einem rahmen, der für mich durchaus noch unter "erziehung" fällt! nicht unter "misshandlung"!

lg, kena

Auch jeder Klaps, der nicht eindeutig spielerisch/freundschaftlich/spaßhaft gemeint ist, ist für mich zumindest Gewalt.
Sobald das Kind davon in eine Gefahr (Gefahr einer Schädigung, und die ist schneller da, als manch einer denkt) gerät, Schmerzen hat oder das Ganze Spuren hinterlässt (eines davon reicht für mich) , dann ist es für mich auch eindeutig Misshandlung.


Körperliche Gewalt, insbesondere gegen Kinder, wird meinem Empfinden nach in ihren Auswirkungen auch heute noch vielerorts massiv verharmlost. Das zeigt sich bereits in unserem alltäglichen Sprachgebrauch (Hand ausgerutscht etc., Hände rutschen nicht einfach aus). Und mir geht es jetzt in diesem Kontext nicht um Verurteilung der Eltern, sondern um die Folgen für die Kinder/Opfer.


Liebe Grüße, Jannika
 
Hallo,

also, ich bin als Kind auch geschlagen worden, dass war in meiner Generation eine gängige Erziehungsmethode. Der berühmte Hinternvoll oder mal eine Ohrfeige. Es passierte nicht allzu oft, aber angedroht wurde es schon des öfteren. Ich denke auf keinen Fall, dass es mir gut getan hat, ich empfand es als demütigend.

Trotzdem war es noch Welten davon entfernt von dem, was hier manche an Gewalt und Misshandlung erleben mussten, ich bin schockiert.

Ich finde es absolut richtig, dass es heutzutage verboten ist, Kinder zu schlagen, in welcher Weise auch immer. Schon alleine aus diesem Grund, dass jeder "Klaps" eine Hemmschwelle überschreitet. Grenzen werden dadurch aufgeweicht und überschritten. Jeder Erwachsene, der sich das gestattet, macht sich möglicherweise beim nächsten Mal auch nicht allzu viele Gedanken, der nächste "Klaps" kommt dann vielleicht schneller als gewollt und fällt möglicherweise dann härter aus.

Ich weiß, dass Erziehung nicht einfach ist. Ich selbst habe keine eigene Kinder aber ich habe etliche Freunde, die Kinder haben. Den meisten ist noch nie "die Hand ausgerutscht". Trotzdem sind oder waren diese Kinder keine "Terroristen", sondern in der Regel recht verträgliche Menschen. Ich kenne auch schwierige Kinder, die sind es aber meiner Meinung nach nicht deswegen, weil sie nicht geschlagen wurden und werden, sondern aus anderen Gründen, es gibt leider so viele Möglichkeiten, erziehungsmäßig kontraproduktiv zu handeln, manchmal sind diese Kinder auch einfach nur besonders lebhaft in ihrem Temperament usw.

Psychische Gewalt ist genauso schlimm, aber das bedeutet ja nicht, dass man deshalb körperliche Gewalt relativiert. Und psychische Gewalt kann man nicht so einfach verbieten, weil sie ja viel weniger greifbar ist.

Wie gesagt, Erziehung ist nicht einfach, heutzutage werden auch viele Eltern durch die unterschiedlichsten Erziehungsratgeber verunsichert.

Hier wird manchmal auch gewaltfreie Erziehung mit antiautoritärer Erziehung verwechselt. Ich denke, dass Erwachsene, die ein halbwegs gesundes Selbstwertgefühl haben und ansonsten auch in einer gewissen emotionalen Stabilität leben, ihren Kindern durchaus Grenzen setzen können, ohne Gewalt auszuüben, oder ohne ansonsten hilflos den Trotzphasen, Auflehnungen und auch Aggressionen ihrer Kinder ausgesetzt sind.

Ich denke wichtig ist, dass man erkennt, dass das Kind ein eigenständiger Mensch ist, welches abhängig von den Eltern ist, welches aber ein Anrecht auf Liebe, Geborgenheit, Sicherheit und auch "Grenzen erfahren" hat.

Das alles ist als Eltern nicht wirklich einfach, zu leisten. Wie lange diskutiert man, wie lange erklärt man, bis z. B. ein klares "Nein" mit natürlicher Autorität und Konsequenz die einzige Möglichkeit ist. Und es gibt etliche Konsequenzen, die nichts mit Gewalt zu tun haben.

Aber nicht jeder hat diese Fähigkeit, weil er vielleicht selbst eine sehr schwierige Kindheit erlebt hat oder so.

Gelinda z. B. war von klein auf übermäßig auf sich selbst gestellt, musste ganz früh selbständig werden, um zu überleben. Wie sollte sie wissen, wie man Kinder erzieht? Das entbindet sie sicherlich nicht von der Verantwortung für das, was sie tat, tut, oder als "richtig" darstellt.

Einem Kind mit dem Teppichklopfer zu drohen, den es noch selbst holen muss, weil es etwas nicht kann (Schuhe zubinden), finde ich sowas von daneben und mehr als grenzwertig. Vor allem, weil das Kind mit dem Teppichklopfer anscheinend Schäge verbunden hat (ansonsten ist ein Teppichklopfer ja keine Gefahr), entweder, weil es es schon erlebt hat, oder, weil es ihm öfter angedroht worden ist. Daneben noch die Schäge auf dem Mund, oder die Kopfnüsse.

Naja, lange Rede, kurzer Sinn, es gibt tausend Sachen, die man "falsch" machen kann in der Erziehung. Da ist doch so ein Verbot, zu schlagen, bzw. die Einstellung, dieses niemals tun zu wollen, sehr hilfreich, um nicht noch diesen gravierenden "Fehler" zu machen.

Liebe Grüße
saminabi
 
Bis auf eine Ohrfeige, an die ich mich schwach erinnern kann, wurde mir Gewalt hauptsächlich angedroht, wenn ich in Augen meiner Mutter nicht genug Liebe und Dankbarkeit gezeigt hab. (“Hätte ich dich bloß grün und blau geprügelt, dann hättest du an mir geklebt!“) Der Rest war mehr psychische Natur: Kontrolle, Einmischung in die Privatsphäre, selbst nach meinem 18 Lebensjahr) und emotionale Manipulation (Sie heulte theatralisch vor meinem Vater, um zu zeigen, was für ein bösartiges Kind ich sei, gefolgt von anschweigen und einem abschätzigen Blick als ob ich die schlimmste Kreatur wär auf Gottes Olaneten wär). Gerne sagte sie sie hätte mich besser abgetrieben und machte mich nach bei emotionale Momenten um zu zeigen was für eine “hysterische Etepete“ ich sei und lachte mich aus.

Endergebnis: Kontaktabbruch und abgrundtiefen Hass (Mordgedanken gegenüber meiner Mutter)
 
Ich bin 12 Jahre alt und werde regelmäßig geschlagen. Meine Eltern nennen es Züchtigung. Meine 3 Geschwister werden ebenfalls geschlagen. Meine Eltern gehören keiner Sekte oder so an oder haben ein Mittelalterliches Denken oder so. Ganz im Gegenteil sie sind beide sehr gebildet und pflegen ein sehr Modernes leben. Nur leider nicht in unserer Erziehung.
Aus diesen Grund habe ich mich hier angemeldet.
 
Ich bin 12 Jahre alt und werde regelmäßig geschlagen. Meine Eltern nennen es Züchtigung. Meine 3 Geschwister werden ebenfalls geschlagen. Meine Eltern gehören keiner Sekte oder so an oder haben ein Mittelalterliches Denken oder so. Ganz im Gegenteil sie sind beide sehr gebildet und pflegen ein sehr Modernes leben. Nur leider nicht in unserer Erziehung.
Aus diesen Grund habe ich mich hier angemeldet.

Wende dich an einen Lehrer oder gleich ans Jugendamt!
 
Bei uns in der Kultur ist Gewalt alltäglich.

Aber eher als Erziehungsmaßnahme, nicht als Misshandlung.

Ich wurde allerdings nie geschlagen bzw. bei 2 bestimmten Dingen kurz. Ansonsten nur Drohungen.
 
Ja, ich wurde geschlagen.

Da ich das Produkt einer Vergewaltigung bin, war ich seiner Ansicht nach ein Kind des Teufels und eine Schande vor den Augen seines Gottes. Deshalb hat er auch mehrmals versucht, mich umzubringen.

Als Kind hat es mir natürlich geschadet. Ich war extrem schüchtern und hatte Angst vor allen Männern. Ich glaubte, eine falsche Antwort und der Lehrer würde mich schlagen oder auslachen. Oder ein Arzt, besonders wenn er nett ist, will sich unauffällig anschleichen, um mir dann weh zu tun.

Andererseits haben diese Erfahrungen mir geholfen, Stärken zu entwickeln, die mir schon oft im Leben geholfen haben. So habe ich z.B., um mich nicht als Versagerin zu fühlen, immer gute bis sehr gute Arbeiten geschrieben. Oder sobald ich eine Angst bemerke, beschäftige ich mich bewußt damit und finde Wege, diese abzubauen. Manche lösen sich bereits mit der Erkenntnis auf, andere brauchen etwas mehr Arbeit... aber wie es in Tyras Zitat heißt :"Wer aufhört zu werden, hört auf zu sein." 🙂

Das einzig Negative was aus meiner Kindheit geblieben ist, ist eine Allergie gegen Religionen und meine künstlichen Schneidezähne. Aber damit kann ich gut leben.

#Binah,
was du als Allergie gegen Religion empfindest, könnte auch ein gesunder Schutzinstinkt gegenüber gewissen religiösen oder religiös bedingten Gepflogenheiten sein.
 
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