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Wurdet ihr als Kind von euren Eltern geschlagen?

Wurdet ihr als Kind von euren Eltern geschlagen?

  • nicht einmal

    Teilnahmen: 35 10,3%
  • äusserst selten, nicht der Rede wert

    Teilnahmen: 81 23,8%
  • ab und zu

    Teilnahmen: 110 32,4%
  • das war Normalität (oft)

    Teilnahmen: 114 33,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    340
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ein Hallo in die Runde,
also im Grunde ist die Umfrage sehr repräsentativ. Es gab mal eine von der Uni Bielefeld, da kam fast das gleiche Ergebnis bei raus. Das war mal Thema auf der Fachschule , irgendwann , so nebenbei , im Pädagogikunterricht. Und nein es ist nicht unüblich geworden in den letzten 20 Jahren , unter anderem deshalb hat Rot Grün damals ( endlich!) das BGB geändert.
Eigentlich bin ich ja wegen meinem Praktikanten und dessen unfähige Therapeutin hier gelandet.
Aber wo ich nun schon da bin , kann ich mich ja gleich mal auskotzen.
Ja, den berühmten A**** voll gab`s bei uns auch. Samstags , wenn der Alte zuhause war, und für die " dringenden Fälle " zwischendurch vom Opa, in beiden Fällen gut vorgearbeitet von seiner zweiten Frau ( was eigentlich einer eigenen Tracht Prügel gleichkam , aber nie mit gezählt wurde, gezählt wurden nur die Rutenhiebe) . Mit sechs hat`s angefangen O-Ton Vater : ""Jetzt fängt der Ernst des Lebens an ( das war kurz nach der Einschulung und der Lehrer hatte sich schon beschwert , weil ich so langsam und in der motorischen Entwicklung beim Schreibenlernen deutlich hinter den andren her hing) kannst schon freuen auf Deinen ersten Samstag ( ich wußte genau was dann passierte denn ich habe etliche ältere Geschwister und gleichaltrige Halbonkels ( eben die deutlich jüngeren Geschwister meines Vaters aus der zweiten Ehe meines Opas ) und Cousins , die an Samstagen immer " auf den A**** gekriegt haben , bis sie einen A**** hatten wie die dicke Resi " , wenn sie denn ( angeblich ) nicht spurten. Hab mich im Heu versteckt an jenem schicksalshaften Samstag ,irgendwann im Sommer , irgendwann Mitte der achziger. Natürlich wurde ich gefunden , nachdem mein Opa mit einer Gabel im Heu herumgestochert hatte , und mich piekte , oder besser gesagt , fast aufspießte. Die Dinge nahmen ihren Lauf , wie bei allen die vor mir waren ,und bei allen die nach mir kamen . Er schlurte mich halb am Schlawittchen halb am Ohr rein , und ich wollte mich gern wehren gegen ihn und konnte nicht .Hab dann brav mit all den anderen gewartet , bis ich dran war , hab mir von der "Stiefoma " die Backenspanner abgeholt , und mich vom Alten durchprügelnlassen, und hab dann mit nacktem Hintern je nach Jahreszeit mit meinen Leidensgenossen entweder auf der Diele oder im Innenhof stehen müssen ,und nachdenken und schämen , für unser schlechtes Benehmen. Wenn wir Pech hatten , kam jemand auf die Idee, dass es für diesen oder jenen noch nicht genug gewesen war und dann gab`s einen Nachschlag im wahrten Sinne des Wortes.
Als ich meine Lehre anfing ,hatte ich zum Glück einen Meister der verstand. Viele vorher , insbesondere Vertrauenslehrer , hatten das nicht. Obwohl im Sportunterricht eigentlich eindeutig sichtbar war , was passierte , der Handfeger der Stiefoma und die Rute hinterließen jedenfalls sehr eindeutige Spuren ( einen A**** wie die dicke Resi halt). Der Entschuldigung , mit Abstand dämlichste Rat , den ich mal von einem Lehrer bekommen habe " Lad Dir doch samstags jemanden zum Spielen ein. Aha, als wenn dass jemanden abgehalten hätte vom Arschvoll- verteilen. Gleich danach kam "Sag doch deinem Opa , dass die Arbeit dir zu schwer ist ( es ging ums Ziegenstall ausmisten 500 Ziegen den ganzen Winter drinnen , auf knapper Einstreu- geil, ich sollte so schmale Gänge misten , wo man mit dem Radlader nicht hin konnte -und habe mich abgequält , den ganzen Nachmittag und nichts geschafft-und irgendwann hieß es dann , "am Samstag , da wirst Du schon sehen , das Faulheit sich hier nicht lohnt " Ja - hab ich - ich konnte ne Woche nicht sitzen.
Ob das Auswirkungen auf mein Leben hatte - ja sicher , aber andere Dinge ( die Ausbeutung meiner Arbeitskraft z.B. ) wiegen viel schwerer.
Ich hab trotz meines nicht optimalen Startes das meiste erreicht was ich wollte. Normalerweise gehts mir ganz gut so.
Meinem Praktikanten würde ich gerne das Gleiche ermöglichen.
nachdenkliche grüße
 
Klaps auf den Hintern oder Hinterkopf hatte ich auch öfters mal bekommen, aber ich würde das nicht zur Misshandlung einstufen, das kann ich grad noch so hinnehmen und weg stecken auch wenn der Grund dafür echt dämlich war. War meistens, wenn ich wegen was geweint hatte und ich damit aufhören sollte 'zu nerven mit dem geheule'.
Einmal, da war ich noch sehr klein, erinnere mich aber daran, als wäre es gestern gewesen, ich musste für die Schule etwas auswendig lernen und es dann meinem Vater vortragen ohne einen Fehler zu machen. Ich hatte echt Angst, weil ich wusste wie der ausflippen kann, wenn ich was nicht begreife oder Fehler mache und dann kommen alle möglichen Beleidigungen in meine Richtung, die seelisch echt weh taten. Klar, wenn man gesagt bekommt, das man blöd und dumm ist und ein Haufen S****, das zu nichts zu gebrauchen ist und das von eigenem Vater! Na ja... mit zittrigen Knien und habe natürlich einen Fehler gemacht, woraufhin ich von ihm mit einem Ledergürtel regelrecht ausgepeitscht wurde. Mein Rücken sah aus, wie nach einer Folter und ich konnte nicht mal auf dem Rücken liegen, tagelang.
Meine Mutter hatte das nicht mitbekommen und wusste bis vor kurzem noch nichts davon. Ich habe darüber auch nie mit jemanden gesprochen, ich dachte, das es so sein musste.
Zu meinem Vater, habe ich bis jetzt noch kein gutes Verhältnis. Als ich 18 wurde, bin ich mit Sack und Pack ausgezogen, wobei ich mir still und heimlich eine Wohnung gesucht hatte, weil ich wusste, das mein Vater es mir nicht erlauben würde, aber dann war der Vertrag schon unterschrieben und er konnte nichts mehr tun. Ich war ja 18 und somit galt meine Unterschrift. Der hat mit mir wochenlang nicht geredet und versteht anscheinend bis heute noch nicht, wieso ich so früh von Zuhause weg gegangen bin.
Ich bin jetzt 31 Jahre alt und hatte versucht meinen Vater darauf anzusprechen, was er damals getan hatte, aber wie erwartet... er verleugnet das alles und kann sich nicht erinnern, das so was je vorgefallen ist. :mad:
Von solchen kleinen Straffen bzw. Erziehungsmaßnahmen, wie stundenlang in der Ecke auf dem ausgestreuten Salz auf den nackten Knien zu stehen, spreche ich schon gar nicht mehr.
 
@ Alle, die ebenfalls von ihren Eltern geschlagen wurden:

Das tut mir Leid für euch :wein: und ich hoffe, dass die physischen und psychischen Wunden nicht zu tief sitzen.
 
Ich bin nicht ein einziges mal geschlagen worden.
Ihr werdet mich jetzt bestimmt für verrückt erklären, aber ich wünschte, sie hätten es getan. Meine Eltern haben mich nie geschlagen. Statt dessen haben sie mich aber ständig zur Strafe ignoriert, mich links liegen lassen, mich wissen lassen, dass ich unfähig und dumm bin und mir mit absoluter Gefühlskälte begegnet. Daran habe ich auch heute noch zu knabbern.
Meiner Mutter hat es zu denken gegeben, als ich als Kind/Jugendliche mal heulend vor ihr stand und sie bat, mir doch lieber eine zu scheuern, weil das nicht so weh tut. Sie saß wohl auch eher zwischen 2 Stühlen (mein Dad & mir). Sie war schon früher irgendwie liebevoll, aber das Verhalten von meinem Dad färbte etwas auf sie ab. Ihr mache ich auch keinen Vorwurf. Zu ihr hatte ich immer ein eher gutes Verhältnis.
Heute habe ich auch zu meinem Vater ein ziemlich gutes Verhältnis! Aber früher war es schlimm! Der Schaden wirkt heute noch.
Jedenfalls hätte ich mir früher von Herzen gewünscht, lieber mal geschlagen worden zu sein, als jedes mal tagelang dieser Eiseskälte zu begegnen und für jeden Scheiß nieder gemacht zu werden.

Ich will das Thema "Schlagen" aber nicht abwerten! Es ist natürlich verdammt schlimm! Tut mir Leid für jeden, der das erfahren musste! Vielleicht hätte ich es mir auch anders anders rum gewünscht, wäre ich geschlagen worden! Ich weiß es nicht, da ich nie geschlagen wurde. Aber ich stelle mir vor, dass man gerade als Kind in ständiger Angst, Hilflosigkeit, Wut und Verzweiflung lebt.
Die Gefühle habe ich zwar auch gehabt, aber ich bin mir sicher, dass die Angst vor Schlägen größer ist.
Jetzt wo ich das schreibe, fällt mir auf: die körperlichen Schäden habe ich mir dann immer selber zugeführt.... Drogen, Schlitzen usw.
Meine Therapeutin sagte mir damals, dass ich die Drogen aus reiner Selbstzerstörungswut genommen habe.
Aber wenigstens hatte ich ja die Wahl.... ich hätte mir nicht weh tun müssen. Geschlagene Kinder haben die Wahl nicht....

Tut mir echt Leid für Euch!
 
PS: ich finde, die Strafen für Kindesmisshandlung oder -Missbrauch sind total lächerlich!!!!! Und dass die Taten auch noch verjähren, ist ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen.
Ein Kinderschänder bekommt kaum mehr Strafe, als ein Eierdieb....
 
Ich würde ab und zu sagen.

Als ich in der Grundschule war, wurde mir immer von meiner Mutter mit einem Kochlöffel der Hintern versohlen. Das war ein paar mal so.

Später im Jugendalter bekam ich auch schon mal die ein oder andere Backpfeife. Mein Bruder auch.

Mein Vater schlug mir ein Mal einen blauen Fleck auf den Oberarm, als ich 15 Jahre alt war. Da war er betrunken und wurde von meiner Mutter verlassen. Da wollte er ins Schlafzimmer, nur ein paar Sachen holen. Als es still war, bin ich raus gegangen, weil ich aufs Klo musste. Da kam er einfach an und schlug mit auf den Arm. Ich hatte dann angefangen zu weinen und er meinte da nur Frech, er hätte ein Grund zum häulen. Jetzt hat er aber ein, weil ich keinen Kontakt mehr zu ihm haben will.

Der einzige Unterschied zu meinen Bruder aber ist, dass ich mich später gewehrt habe. Das hat alles gelöst und meiner Mutter gezeit, dass sie mich nicht mehr so behandeln kann.

Jetzt möchte ich auch nicht mehr dazu sagen.

Grüße...
 
Bin zwar immer noch ein Kind aber als meine Eltern noch zusammen gelebt haben wurde ich sogut wie nie geschlagen..
(mein Vater war zwar Alkoholiker und hatte meine mum und meine Geschwister regelmäßig richtig extrem geschlagen aber ich wurde immer verschont..)
 
Nunja ich bin noch Kind 🙂

Bis vor ein paar Monaten hat mich meine Mutter hin und wieder geschlagen. Aber meine beiden Halbschwestern, die mittlerweile ausgezogen sind, hat sie immer sehr extrem verprügelt mit Wunden und so weiter.
 
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