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Wohnungsneubau in Deutschland

natasternchen

Aktives Mitglied
Gerade eben gelesen und verblüfft: https://www.spiegel.de/wirtschaft/klara-geywitz-haelt-ziel-von-400-000-wohnungen-fruehestens-2024-fuer-erreichbar-a-f8ba0d08-468c-4add-849c-e30f5df8e11f

Bundesbauministerin Klara Geywitz scheint die nächste krasse Fehlbesetzung von Scholz zu sein, denn es ist jetzt schon absehbar, dass es in 2024 weder 400k, noch 300k noch 200k Wohnungen sein werden. Zu den aktuellen Zinsen und mit den derzeitigen Förderprogrammen bei - im Verhältnis zu den Kosten - viel zu niedrigen Mieten plant genau gar keiner mehr neue Wohnungen.

Aus meiner Sicht braucht es massiv steigende Förderungen für kleine Einheitswohnungen 2-3 Zimmer.

Zudem müsste die Grunderwerbsteuer für Erstkäufer nach dem englischen Vorbild ganz entfallen und danach gestaffelt sein:

Ich finde krass, wie wenig diese Ministerin unternimmt. Scheinbar betet sie nur, um die 400.000 zu erreichen.
 
Ich denke vielen Vermietern ist lieber, gute Mieter zu halten (durch günstige Mieten wie zB auch bei mir der Fall) als immer wieder wechselnde Mieter zu haben die evtl auch Mehrkosten verursachen.
 
Dieses Scheitern zieht sich ja durch alle Themen. Angeblich soll Deutschland ja 2040 (oder wars 2050?) klimaneutral werden; der Ausbau der dazu nötigen Solar- und Windkraftanlagen läuft dazu aber viel zu langsam (was noch sehr untertrieben ist).
 
Bei uns in der Stadt (100.000 Einwohner in NRW) sind mehrere große Bauvorhaben in Planung oder Umsetzung. Ich denke schon, so lange die Nachfrage hoch ist, sind die Maßnahmen für Bauträger weiterhin interessant. Es handelt sich allerdings eher um zentrumsnahes hochpreisiges Wohnen. Oft auch für Senioren, die ihre Häuser im Grünen verkaufen und zurück in die Stadt ziehen. Da sind auch in den letzten Jahren mehrere große Neubaukomplexe und Stadtteilprojekte fertig geworden. Also hier in der Stadt ist wirklich einiges dazugekommen. Wo Kaufhäuser aufgegeben wurden sind hunderte neuer City-Wohnungen entstanden. Und wie gesagt, es ist noch einiges in Planung, die städtebaulichen Verträge und Erschliesungsverträge mit den Bauträgern sind gerade abgeschlossen.
 
Irgendwo schrieb ich hier bereits, dass in Bremen deutlich zu wenig sozialbau stattfindet, weil die Auflagen viel zu hoch sind. Etwa Dusche ebenerdig oder Rollläden elektrisch, damit sich die Bewohner nicht abgehängt fühlen. Dabei können sich viele Eigenheimbauer sich so was nicht leisten.

Und je billiger die Wohnung, desto problematischer die Bewohner. Da passt vieles nicht zusammen.

Aber mal abgesehen von den Forderungen an die Regierung, jeder kann ja auch bei sich anfangen und selbst bauen bzw. eine Wohnung kaufen/bauen lassen. Dann wird auch wieder eine frei...

Ich für meinen Teil finde, das Land ist voll. Es fehlen über 1 Million Wohnungen, trotzdem haben wir ungebremst Zuwanderung. Klar kann man argumentieren, wer einen gesetzlichen Anspruch hat, kann auch bleiben. Richtig. Nur gibt es 100.000e Ausreisepflichtige, da müsste man das Gesetz auch befolgen. Auch finde ich, dass viel zu schnell die Staatsangehörigkeit vergeben wird. All das trägt letztlich zur Wohnungsnot bei.
 
Mittlerweile sind sogar hier auf dem Land keine bezahlbaren Wohnungen mehr zu kriegen. Bin ich froh, dass ich eine recht günstige Wohnung hab, denn ich würd hier schlicht und ergreifend keine neue und bezahlbare Wohnung finden. Ich könnte mir dann nicht mehr aussuchen, wo ich wohnen will, sondern müsste dann irgendwo hinziehen, wo ich noch eine halbwegs bezahlbare Wohnung finde. Ob es mir da dann gefällt oder nicht. 🙁👎
 
Fast 61.000 Neubauwohnungen in Bayern in 2021, und trotzdem reicht es hinten und vorne nicht, weil Bayern viele Zuzügler anlockt: Weniger neue Wohnungen in Bayern im vergangenen Jahr | BR24
Zu den Gründen zählen unter anderem die Nichtverfügbarkeit von Handwerkern, die man mancherorts mit Gold aufwiegen muß, und die gestiegenen Grundstücks- und Materialpreise, die vor allem bei privaten Bauherren ordentlich reinschlagen. Große Baufirmen dagegen bauen nach wie vor wie verrückt, überall wo Wohnblöcke mit Appartmentwohnungen hochgezogen werden dürfen.
 
Eines der Probleme besteht auch darin, dass das Bauen durch immer mehr Auflagen immer noch teurer wird. Das in Kombination mit hohen Zinsen führt dazu, dass entweder gar nicht gebaut wird oder es wird sehr teuer. Und wenn der Bau sehr teuer war, sind hinterher die Mieten ebenfalls sehr teuer.

Gebraucht wird aber vor allem günstiger Wohnraum.

 
Mittlerweile sind sogar hier auf dem Land keine bezahlbaren Wohnungen mehr zu kriegen. Bin ich froh, dass ich eine recht günstige Wohnung hab, denn ich würd hier schlicht und ergreifend keine neue und bezahlbare Wohnung finden

Wo ich lebe und in vielen anderen Städten ebenfalls, geht es gar nicht mehr darum bezahlbar oder teuer.
Es gibt nichtmal mehr teure oder sauteure Wohnungen. Das finde ich abartig. Da sind dann 5 Wohnungsangebote im gesamten Umkreis um die sich dann tausende Leute knüppeln.

Würde ich meine Wohnung verlieren, ich wüsste gar nicht wohin ich sollte. Einfach weils überhaupt keine Wohnungen gibt.
 

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