Findefuchs, ich bewundere jeden, der in einer WG leben kann. Ich hasse das wie die Pest! Allein schon, wenn ich nicht mal morgens alleine und in Ruhe Kaffee kochen kann. Menschen! Überall Menschen!
Solang sie ihre Schnauze halten, geht es eigentlich.
Haha, ich hab mich mal übelst mit meiner Mutter gestritten, weil ich sie nicht alleine in meiner Wohnung lassen wollte, um ein Paket zur Post zu bringen.
😀
Früher hab ich mir ums Aufräumen auch immer so nen Kopf gemacht, heute ists mir wurscht. Ich mach keine großen Putztage mehr, ich räum immer direkt alles weg, und wenn es sich mal zwei oder drei Tage anstaut, weil ich Besseres zu tun hab, ist das halt so.
Ich kann das Buch von Marie Kondo empfehlen. Irgendwas mit Magic Cleaning. Klingt doof, aber da stehen viele Dinge drin, die man für überflüssig halten möchte, die es aber voll bringen.
Z.B. stand im Bad immer die ganze Fensterbank voll mit all meinen Shampoo- und Duschgelflaschen (ich hab immer ca. 20 Stück gleichzeitig) und ich dachte "Joa, die gehören ins Bad, die brauch ich ja dauernd, was soll ich die wegräumen?"
Außerdem standen auf dem Boden ca. 5 oder 6 Flaschen Waschmittel und Putzmittel. Ich hab im Bad keine Schränke für sowas. War immer total nervig, den ganzen Kram wegzuräumen, also putzt man auch nicht so oft. Und schon allein die Ablagerungen.
Marie Kondo schreibt nun, dass man die Dinger wegräumen soll. Wie, ins Zimmer? Dann muss ich ja vor dem Duschen eine Flasche aus dem Zimmer nehmen, damit ins Bad gehen, sie nach Duschen abtrocknen und wieder ins Zimmer schleppen. Neeeeeeein.
Aber - ist meine Wohnung ein Palast? Sind Zimmer und Bad 200m voneinander durch lange Flure und Säle getrennt? Muss ich einmal durch einen verregneten Innenhof oder über Treppen, um den Weg zurückzulegen? Eben. Das sind fünf Schritte. (Ja, das heißt "Säle" und nicht "Sääle" oder gar "Saäle". Ich könnt jedesmal kotzen wenn ich irgendwo "Paärchen" oder "Päärchen" lese)
Also hab ich den ganzen Murks überall in meinem Zimmer verstaut, und im Zimmer hab ich ganz viel Müll entrümpelt. "Müll". Alles, was mich nicht glücklich macht und was ich nicht brauche. Auch, wenn man es mal wieder benutzen könnte. Wenn ich es seit Jahren nicht getan habe, brauch ich das nicht.
Ich fühle mich so erleichtert seitdem, und es ist viel leichter, Ordnung zu halten. Meine Küche hab ich auch entrümpelt, damals schon, und besitze nur noch ca. 6 Teller. Das reicht aus, und man kann nicht bergeweise dreckiges .. wobei. Geht schon. Aber ihr wisst, was ich meine.