malou, mach mal bitte einen Thread auf. Ich würde dir gerne ein paar Dinge dazu sagen wie du das in den Griff bekommst.
Was du hast könnte Teil einer psychischen Erkrankung, bzw. Depression, sein. Und das lässt sich bessern, dauert nur eine Weile. Aber machs mal.
Hatte genau das selbe Problem und konnte es mit Ach und Krach und viel Biegen und Brechen lösen. Ist im nachhinein echt nicht so dramatisch alles.
An TE.
Ich mach das eigentlich so, dass wenn ich von der Arbeit, unterwegs, blabla, nach Hause komme, ich vorallem Kleinkram einsammel und auf den richtigen Platz bringe. Aber das ist halt so was ich bei mir eingeführt hab. Kann man natürlich auch Morgens, Abends, zu einer bestimmten Uhrzeit, machen. Je nachdem wie es sich für einen anbietet.
Du hast eine ziemlich große Wohnung, deswegen weiß ich nicht inwieweit sich die Tipps für dich anbieten, aber ich erzähls trotzdem. 😀 Meine ist z.B. nur 30qm groß, weil ich auch nicht mehr brauche und auch generell nicht viel habe. Der Vorteil daran ist, dass das Aufräumen sehr schnell geht. Wenn ich aufs Klo gehe, schnapp ich mir oft auch mal schnell den Eimer und wische den Boden schnell ab oder putze die Dusche, bzw. das Klo. Das geht schnell und man hats sozusagen ohne nachzudenken gemacht. Küche habe ich auch so, dass ich nur für 4 Personen Geschirr habe (ist ja sowieso für mehr kein "Platz" und ich koch ansonsten nur für mich, bzw. wenn mal Besuch da ist.), auch nur eine Pfanne, einen großen Topf, jadija. Hatte mal mehr aber habe das so gemacht, dass ich diese "weggestellt" habe um nicht in die "Versuchung" zu kommen dem Faultier in mir nachzugehen. Was Küche sauber halten angeht. Immer während dem Kochen. Heißt, benutze Schneidemesser, Brettchen oder weiteres das nicht mehr benötigt wird direkt abspülen, wegwerfen. Wenn ich warten muss, bis Essen fertig ist, Lappen nehmen und Oberflächen reinigen. Währenddessen habe ich oft Musik oder ein Hörbuch an. Dann geht das immer wie von selbst (wenn ich in einer Lernphase bin, schaue ich mir auch mal Lernvideos oder Dokus über ein Thema an um nicht den "Flow" zu verlieren, bzw. den Faden)
Ansonsten. Ich mach vllt alle paar Wochen einen "Großputz", Wäsche wechseln, Staub wischen, Badgrundreinigung, Fenster putzen, etc. Der Vorteil ist, dass ich ziemlich hilfsbereite Freunde hab. Wenn ich mich mal nicht dazu motivieren kann ruf ich jemanden an und kommt vorbei um mir Gesellschaft zu leisten. (Auch anders herum.) Wenn das mal nicht geht, dann guck ich mir einfach ein Motivationsvideo an, bzw. steh dabei auf. Wenn ich das im Sitzen gucken würde, dann würd ich vermutlich nicht mal Motivation haben aufzustehen. 😀 Mir hilfts ungemein. Nach ner Weile hat man das dann aber so drin, dass das von alleine geht. Ich mach dann halt immer ganz laut Musik an.
Am Besten finde ich sich eine "Putzstation" einzurichten. Eimer, Wischer, 2 Lappen (eins fürs Bad, eins fürs Wohn/Arbeits/Schlaf-zimmer. Am Besten mit irgendwas markieren oder für den jeweiligen Bereich immer eine festgelegte Farbe), ein Waschdingens (hab für alles einen Universalreiniger. Ich find das reicht.), für's Bad dann aber auch Desinfektionsmittel (Klo), Staubsauger, zwei Trockentücher. Im Flur hab ich dann einen kleinen Schrank wo alles drinsteht.
Was mir auch hilft ist Dinge, die ich benutze sofort wegzuräumen nach Gebrauch. Zum Beispiel Tassen nach dem austrinken zurück in die Küche und abspülen. Das geht fix (10 Sekunden), oder wenn ich mal einen Ordner rausgeholt habe für irgendwas. Am Abend, wenn ich den nichtmehr brauche, wieder alles richtig einheften und wieder in die Kommode.
Generell finde ich, aus persönlicher Sicht, je mehr Zeug man hat desto unordentlicher wird es. Ich hab vorher in einer 50qm-Wohnung gewohnt, natürlich mit viiiiiel mehr Möbeln (jetzt habe ich nurnoch 5 Möbelstücke) und das war um einiges schwerer sauber zu halten, bzw ordentlich. Ich arbeite halt auch Teilzeit, mache nebenbei Fernschule und bin generell an vielen Projekten gleichzeitig beteiligt, d.h. wenn ich Zuhause bin will ich es ordentlich und auch nicht zu "drückend". Deswegen habe ich eigentlich fast garkeine Deko (hauptsächlich eingerahmte Poster) und auch eigentlich sonst kaum "Krimskrams", den man so anfallen lässt. Aber das ist halt wieder eine persönliche Ansichtssache. Fiel/Fällt mir ohne halt nur leichter es so zu "halten", dass ich mich wohl und nicht eingedrückt fühle.
Auch hilft es mir eine Grundhaltung im vorhinein einzunehmen. Indem ich mir gedanklich währenddessen zum Beispiel sage "Du machst das für dich. Nur für dich. Weil du es dir wert bist, und du es später nichtmehr machen musst. Zukunfts-Ich wird sich freuen.". Wenn ich mal schluderig werde, also es ein bisschen "vor mir herschiebe", dann sag ich mir auch "Guck mal, das ist doch nicht so schlimm. Ich pack das schon. Danach ist es wieder schön und ich fühl mich viiiiel wohler. Dann kann ich mir einen Film oder so ansehen, ohne schlechtes Gewissen. Oder ich kann rausgehen, und wenn ich dann wieder nach Hause komme ist es einfach so viel toller."