Als Single ohne weitere Verpflichtungen "auf Risiko" zu setzen, finde ich ganz normal.
Es verleiht dem Leben auch ein wenig Würze und Spannung.
Das alles für sich so zu beschließen, ist gut und sinnvoll.
Daraus eine "Heilsbotschaft" zu kreiiren, ist falsch.
Finde ich.
Stimme ich voll zu.
Die Risikotragfähigkeit ist wesentlich abhängig von der Lebenssituation.
Als Familienvater und Hauptverdiener würde ich auch erst eine Risikolebensversicherung abschließen, bevor ich darüber nachdenke Geld zu investieren.
"Risiko" verstehe ich aber nicht im Sinne des Volksmundes, welcher es als gemeinhin schlecht ansieht. Risiko ist eher die "mögliche Abweichung von einem angestrebten Zustand".
Sprich wenn ich 100 € unter der Matratze lager bleiben es ohne jegliches Risiko 100 € (abzüglich Inflation...)
Wenn ich 100 € anlege könne es 80 € oder 140 € werden. Risiko!
Da Risiko
im Durchschnitt aber belohnt wird (in dem beispiel wäre der Durchschnitt 110 €), kann es sinnvoll sein diesen Durchschnitt anzupeilen. Das machen zB ETF Anleger, indem sie so breit streuen, dass sie Risiken einzelner Firmenpleiten ausschließen.
Zu guter Letzt: Es gibt kein Leben ohne Risiko.
Wer z.B. Geld zum investieren hat und es nicht investiert, meidet heute das Risiko, stellt sich aber gleichzeitig in Zukunft Risiken (zb dass ohne gute Geldanlage die Rente nicht ausreicht).
Das Leben ist voller Risiken, leider .... oder zum Glück, ne nachdem ob man es als Chance oder Gefahr sieht
🙂