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Wissenschaftliche News

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WinFuture.de - Kohlenstoff-Chip bietet 500 Terabyte Speicherplatz

Forscher der Universität Glasgow habe einen Durchbruch bei Speichertechnologien erzielt. Die in der Nanotechnologie tätigen Wissenschaftler entwickelten einen molekularen Switch, der auf einem Quadratzoll Chip-Fläche eine Kapazität von bis zu 500.000 Gigabyte ermöglicht.

Der nichtflüchtige, Flash-ähnliche Speicher würde so beispielsweise die Konstruktion von portablen Media Playern erlauben, auf denen mehrere hundert Millionen Musikdateien oder Video-Clips abgelegt werden können. Die besten heute verfügbaren Geräte fassen bis zu 40.000 Songs.

"Wir haben einen Weg gefunden, die Speicherkapazitäten möglicherweise auf radikale Art zu steigern", sagte Professor Lee Cronin von der Universität Glasgow.

Basis für die Technologie sind Kohlenstoffmoleküle. Diese lassen sich durch ein angelegtes elektrisches Feld manipulieren. So können Daten gespeichert werden, die bei abgeschalteter Energiezufuhr erhalten bleiben.

Ähnlich wie herkömmliche Silizium-Dies lassen sich die Architekturen in Chip-Packages einbetten. Gegenüber den heute genutzten Halbleiter-Technologien sollen die neuen Speicher eine größere Flexibilität aufweisen.

Nachdem die Grundlagenforschung weitgehend abgeschlossen ist, wollen die Wissenschaftler nun an Fertigungstechnologien arbeiten. Wann die Technologie voraussichtlich Marktreife erlangt, ist bisher aber noch nicht bekannt. Blättern

Oh mein Gott! Könnt ihr euch das vorstellen? Vielleicht in 10 Jahren einen Mp3 Player oder PC zu haben, der so viel Speicherplatz hat?! Unglaublich! 😎
 
Wobei dies hier eigentlich schon ein alter Hut ist, aber trotzdem erwähnt werden sollte.

Der DOW Chemical Inc. ist es gelungen, genmanipulierten Schnee zu erzeugen.

Erste Feldversuche in Minnesota haben bewiesen, dass er überall liegen bleibt, nur nicht auf Asphalt und Beton.

Siehe auch hier:

The Dow Chemical Company

Großartige Sache. Alleine was da an Streumitteln etc. eingespart wird und alleine der Nutzen für die Umwelt.
 
http://epub.oeaw.ac.at/ita/ita-newsletter/NL0308.pdf#5

ITA-News meinte:
Wie eindeutig ist Wissenschaft?

Gerade als Grundlage für Regulierungen sollten wissenschaftliche Ergebnisse eindeutig sein. Je nach disziplinärem Ansatz kommt es aber zu unterschiedlichen Aussagen über denselben Sachverhalt, auch ohne dass versteckte Interessen dahinter stehen.
Ergebnisse aus dem Projekt POCO illustrieren am Beispiel der Genomforschung, wie unterschiedliche Aussagen, aus ihrem Kontext gelöst, Unsicherheit entstehen lassen. Für TA ergeben sich daraus neue Herausforderungen.

In öffentlich diskutierten Streitfragen treffen ExpertInnen oft kontroverse Aussagen. Man hat sich daran gewöhnt, auch wenn viele es lieber sähen, wenn „die Wissenschaft“ eindeutige Ergebnisse lieferte. Schließlich könne es ja nur eine Wahrheit geben, so das Argument. Dass ExpertInnen unterschiedlicher Meinung sind, müsse demnach an versteckten Interessen oder Werthaltungen liegen.
Andererseits weiß man aber, dass ein und derselbe Sachverhalt ganz unterschiedlich erscheinen kann, je nachdem, von welcher Seite man ihn betrachtet. Diese Alltagseinsicht gilt auch für die Wissenschaft. Eine Ökologin etwa wird die Frage nach dem möglichen Gefahrenpotenzial gentechnisch veränderter Pflanzen anders beantworten als ein Agronom. Beide haben Recht – jede und jeder auf seine oder ihre Weise.
Diese Binsenweisheit mag in politisch oder gesellschaftlich kontroversen Fragen inzwischen Allgemeingut sein, wenn es aber um Medienberichte über Ergebnisse der wissenschaftlichen Grundlagenforschung geht, beschleicht manche ein Unbehagen. Was ist davon zu halten, wenn WissenschaftlerInnen, die auf dem gleichen Gebiet tätig sind, scheinbar Widersprüchliches berichten?

Zum Beispiel geben die einen bekannt, das Gen für diese oder jene Krankheit identifiziert zu haben und prophezeien, dadurch ebendiese Krankheit in Zukunft behandeln zu können. Andere behaupten, dass im Lichte neuer Forschungsergebnisse die Bedeutung von grundlegenden Begriffen wie etwa der des „Gens“ völlig neu zu definieren sein wird. Wie ist es denn möglich, denken sich die LeserInnen, bestimmten Krankheiten etwas zuzuordnen, dessen Bedeutung im Dunkeln liegt, und daraus auch noch Therapievorschläge abzuleiten?

Wenn sogar innerhalb eines engen Fachgebietes verschiedene Disziplinen sich desselben Gegenstandes annehmen, lassen sie diesen je nach Vorgangsweise unterschiedlich erscheinen. Wenn zum Beispiel Molekularbiologen die Funktion eines Gens untersuchen, machen sie dazu Experimente im Labor. Ihre Einzelergebnisse sind für Bioinformatiker aber oft nicht aussagekräftig, weil letztere andere statistische Anforderungen an Ergebnisse stellen, um ihre Methoden anwenden zu können. Was die Einen als relevant ansehen, ist für die Anderen bloß Anekdote.

Einige SystembiologInnen vertreten Ansätze, die mit einer traditionellen Vorgangsweise in der Biologie schwer kompatibel ist. Sie gehen von einer großen Anzahl gleichartiger Daten aus und durchkämmen diese nach Mustern; Hypothesen stehen nicht am Anfang der Arbeit, sondern erwachsen daraus, man lässt „die Daten sprechen“. Experimentelle Biologen sehen aber nicht, wie man ohne Hypothese aus einer Menge Daten irgendetwas herauslesen kann. Beide Ansätze liefern jeweils relevante Ergebnisse, die aber eine andere Qualität haben, Das geht unter, wenn nichts über ihre Herkunft gesagt wird.

Eine genaue Auswertung der Interviews mit NaturwissenschaftlerInnen im Rahmen des Ende 2006 abgeschlossenen Projekt POCO1 zeigt, wie wissenschaftlich kontrovers scheinbar Selbstverständliches oft ist, auch wenn es medial mitunter ganz nebenbei vorausgesetzt oder als Banalität transportiert wird. Eine Darstellung des Kontexts, in dem die jeweilige Aussage steht, wäre notwendig, ist aber zu lang, zu aufwändig und gilt als für nicht Involvierte zu wenig interessant.

Aus dem Kontext gerissene wissenschaftliche Aussagen entwickeln aber ein Eigenleben, wenn sie – etwa beim Erstellen von Regulierungen – zur Grundlage für politisches Handeln werden.

Wie soll man zum Beispiel über den Umgang mit genetischen Daten entscheiden, wenn nicht klar ist, was diese eigentlich besagen? Angesichts solchen Nichtwissens wird unweigerlich der Ruf nach dem Vorsorgeprinzip laut. Auch „Sound Science“ ist also mehrdeutig, und zwar ohne dass besondere Interessen eine Rolle spielen. Für TA geht es dabei nicht mehr nur um die Abschätzung von Folgen klar definierter wissenschaftlich-technischer Entwicklungen, sondern vielfach ist erst Abgrenzungs- und Interpretationsarbeit zu leisten, der Gegenstand erst zu definieren. TA muss sich damit involvieren, ohne dass ihre Objektivität darunter leidet.
 
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