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Wissenschaft- herrlicher als Glaube?

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Aus einer Bauanleitung (DNA) wird ein Mensch. Nicht von Zauberhand sondern durch perfekt entwickelte Abläufe.

Ich persönlich denke, dass sich die Wissenschaft mit dem Ablauf der Bauanleitung und dem Zusammenspiel der beteiligten Komponenten befasst, während der Glaube versucht Antwort darauf zu finden, wer die Bauanleitung entworfen und die Abläufe so perfekt entwickelt hat. Im grunde, so nehme ich an, sucht der Wissenschaftler die Antwort auf die Frage "Wie?", der Theologe widmet sich der Frage "Wieso?".
 
Dass unsere Werte aus der Aufklärung stammen, darüber kann man geteilter Meinung sein. Die Menschheit lernt größtenteils aus Erfahrungen und klar spiegelt sich die christliche Werthaltung in unserem Kulturkreis wider, denn die ist viel älter als die Aufklärung. Durch die Aufklärung wurde dem Menschen nahe gelegt, sein Denken selbst zu bestimmen, indem er seinen eigenen Verstand gebrauchen soll.

Du sprichst von der katholischen Kirche, machst es an einer Institution fest, einer Geistlichen. Ich spreche Dir nicht ab, dass die Kirche auch intolerant ist. Aber benötigt der Mensch für den Glauben an sich eine Institution? Kann das nicht auch so funktionieren? Ich kenne ein paar Leutchens, die der Minderheit angehören und trotzdem glauben. Anerkennung von Minderheiten – du sollst deinen Nächsten lieben? Ich bin bis jetzt, wohl dem, noch nie mit einem Christen angeeckt, obwohl ich auf Frauen stehe. Vielleicht ist es Glück.*g*

Ich halte den Glauben an sich für gefährlich und zwar aus folgendem Grund:
Jeder Mensch hat seinen eigenen Glauben, seine eigene Wahrheit. Selbst Menschen die einer gleichen Religion angehören, glauben nicht das selbe.
Ja eben, jeder Mensch hat seinen eigenen Glauben. Genau das ist es, worauf ich hinaus will. Gefährlich wird es, wie Du schreibst, wenn der Glauben ausgenutzt, missbraucht wird. Aber das kann nicht nur durch den Glauben geschehen, sondern beispielsweise auch durch die fortschrittliche Technologie der Medien und bestimmte Medien waren schon immer ein Instrument zur Manipulation, bewussten Einflussnahme. Jede Werbung im TV kannste da hernehmen. Da kann ich ruhig bei Kleinigkeiten bleiben, obwohl Medien auch im großen Stile zu Gunsten gewisser politischer Vereinigungen missbraucht wurden.

Jeder Mensch hat also seinen Glauben. Aber die unterschiedlichen Glauben schließen in den aller meisten einander aus. Wenn ich recht habe, kannst du nicht auch recht haben. Also hat irgendjemand Unrecht.
Mit ein wenig Toleranz, ich spreche nicht einmal von Akzeptanz, gäbe es dieses Problem nicht. Ich bin mir allerdings bewusst, dass es diese Toleranz nie geben wird. Für mich ist Glaubenskrieg in sich auch ein Widerspruch und hat das noch etwas mit Glauben zu tun? Keine Ahnung. Für mich nicht. Fanatismus und Manipulation, um bestimmte, mir sehr unbekannte und fadenscheinige Gründe zu erreichen.

Es wäre fatal, die Menschen über Leben und Tod entscheiden zu lassen. Auch daraus haben wir durch die Geschichte gelernt. Ehrlich gesagt, bin ich eher beruhigt, wenn jemand sagt „Nur Gott darf über Leben und Tod entscheiden“.

Ich glaube nicht, dass es für einen Menschen, der glaubt, nicht auch andere Dinge gibt, die ihm wichtig und wertvoll sind. Aber da kann ich mit keinerlei Selbsterfahrung dienen, außer manchmal den Glauben an mich selbst. J Ich denke aber schon, dass es einem Menschen helfen kann, eine gewisse Orientierung zu haben, ohne einen riesengroßen Hype daraus zu machen. Aber wie gesagt, da bin ich die Falsche, denn ich gehöre keiner Religion an, doch ich akzeptiere einen Menschen, der aufrichtig glaubt. Wenn er mich nicht akzeptiert, ist es nicht mein Problem – Einstellungssache.

LG
*.*Gast*.*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leser!

...

Ich hab doch schon seit langer Zeit die richtige Medizin für euch...
Kommt irgendwie komisch rüber, dieses "euch", dass man in der Mehrzahl angesprochen wird, irgendwie unfreundlich.

...Das komplette Verwehren zu wissenschaftlichen und technologischen Errungenschaften.

Soll euch Gott bei einer Krankheit helfen und nicht Antibiotika.
Soll euch Gott von A nach B bringen und nicht das Auto.
Soll euch Gott unterhalten und nicht das Fernsehen.
Soll euch Gott die Verbindung zu Verwandten sein und nicht das Telefon.
Soll euch Gott den Weg leiten und nicht das Navi.

Und noch soooooo viel mehr. Die Wissenschaft verbringt täglich Wunder und die meisten bemerken es nicht. Und viele jammern noch nach einem Gott. Lächerlich.
Wer an Gott glaubt, ist nicht zwangsläufig wissenschaftsfeindlich. Allerdings beachtet er die unterschiedlichen Wertigkeiten. Reine Naturwissenschaft an sich (also Zahlen und Fakten etc.) haben keinen Wert an sich. Wert haben Dinge erst, wenn sie verbunden mit gutem Willen angewandt werden - zB Naturwissenschaft als Mittel zum Zweck der gewollten Gesundheitsförderung in dem Bewußtsein, dass man als ethischer Mensch die Pflicht hat, das Wohl seiner Mitmenschen zu befördern.
 
Hallo Child of Storm!

Ich persönlich denke, dass sich die Wissenschaft mit dem Ablauf der Bauanleitung und dem Zusammenspiel der beteiligten Komponenten befasst, während der Glaube versucht Antwort darauf zu finden, wer die Bauanleitung entworfen und die Abläufe so perfekt entwickelt hat. Im grunde, so nehme ich an, sucht der Wissenschaftler die Antwort auf die Frage "Wie?", der Theologe widmet sich der Frage "Wieso?".
Keine schlechte Bemerkung!

Ich würde es so formulieren: Der Verstand beschäftigt sich mit den Zusammenhängen der Natur. Die Vernunft fragt, wie man sich angesichts der Verstandeserkenntnisse verhalten soll. Die Vernunft fragt im Grunde: was soll ich tun?

Die Frage "Was soll ich tun?" ist nicht auf die Natur beschränkt, die man rein deterministisch (alles ohne Freiheit) betrachten kann. Die Vernunft setzt auf die Freiheit des Menschen. Abgehoben von den Zwängen der Natur ist der Mensch in der Lage, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Hier beginnt das Gebiet der Ethik.

Die Vernunft beschäftigt sich auch mit den Dingen, die man nicht in der Natur vorfindet. Sie fragt über die Natur (die Physik) hinaus. Damit wären wir bei der Metaphysik angelangt.
 
@EuFrank
Aber dafür muss ich nicht unbedingt an Gott glauben, denn das will ich ja auch. Und nun?😉
 
Wer es vielleicht vergessen hat, mit diesem Beitrag hat der Thread angefangen:

Was mir in vielen Diskussionen auffällt ist, dass immer wieder geringschätzig über die Wissenschaft gesprochen wird. Wenn man über Gefühle redet, wird darüber gesprochen das man etwas auf Chemie "reduziert". Oder das man etwas entzaubert.
Doch für mich persönlich ist Wissenschaft viel geheimnisvoller als Glaube. Und viel beeindruckender.
...
Für mich ist das rein inhaltlich viel schöner und befriedigender diese Informationen zu haben, als abgespeist zu werden mit vagen Theorien, wie sie Religion liefert.
Was meint ihr dazu?

Was habt ihr daraus gemacht?

[...]

Ganz toll Leute,
wirklich beeindruckend. Wissenschaft kommt von Wissen schaffen und wisst ihr was? Der überwiegende Teil der großen Wissenschaftler war nicht aus der Kirche ausgetreten und sah keinen Widerspruch zwischen Glauben und Wissenschaft, jedenfalls ist trotz im Übrigen zahlreicher Veröffentlichungen darüber nichts bekannt. Edison, Ford, Bell, Otto etc. Es gibt nämlich nicht nur ein "Entweder - Oder", sondern ein "Sowohl als auch". Aber deshalb sind wir ja auch alle keine Wissenschaftler, sondern offensichtlich "Lagerarbeiter". Wie immer bilden sich Lager und diese dreschen munter auf sich ein. Da werden selbst aufgeklärte selbsternannte Wissenschaftler zu Dreschflegelträgern aus den Bauernkriegen.

Hut ab! Reife Leistung!

Da lobe ich mir echte Wissenschaftler, nur die schaffen offensichtlich Wissen und fabulieren nicht nur darüber. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo *.*Gast*.*!

@EuFrank
Aber dafür muss ich nicht unbedingt an Gott glauben, denn das will ich ja auch. Und nun?😉
Ich erahne nur, worin Dein obiger Einwand bestehen könnte.

Ich versuche, zu erweitern: Der Vernunftgebrauch kann vielleicht auch ganz ohne Gott auskommen. Für viele ist Gott aber der schlüssige Schlussstein im Rahmen ihres Denkens. Wer über das, was uns der Verstand an Erkenntnissen liefert, hinausfragt, landet eigentlich zwangsläufig beim Gottesgedanken.

Aber vielleicht habe ich immer noch nicht genau auf Deinen mir noch nicht einwandfrei verständlichen Einwand geantwortet 🙂.
 
Hallo Leser!
Wert haben Dinge erst, wenn sie verbunden mit gutem Willen angewandt werden - zB Naturwissenschaft als Mittel zum Zweck der gewollten Gesundheitsförderung in dem Bewußtsein, dass man als ethischer Mensch die Pflicht hat, das Wohl seiner Mitmenschen zu befördern.
Das meinte ich mit "aber das will ich doch auch".🙂
Verstand und Verständnis müssen für mich, wie gesagt, nur für mich😉, nicht zwangsläufig beim Gottesgedanken enden. Frage an Dich: Warum landet man Deiner Meinung nach beim Gottesgedanken? Darüber hinaus zu fragen, ist auch ein wichtiger Gedanke beim Forschen und Entdecken im wissenschaftlichem Sinne. Aber es stimmt. Für mich schließt sich Wissenschaft und Glauben auch nicht aus.
 
Ziemlich uneinig scheint sich die Wissenschaft ja auch im Bezug auf den Transhumanismus zu sein, Dr. House. Hat wieder was mit Glauben 😀 zu tun.
Was da im Hinblick auf Nano- und Gentechnik usw. gehen wird, wird man durch Probieren herausfinden müssen - und auch da, wenn man inspieriert ist: DAS könnte gehen, versuch ich - glaubt man 😉 und kann scheitern oder recht behalten.

Peter
 
Hallo *.*Gast*.*!


Ich erahne nur, worin Dein obiger Einwand bestehen könnte.

Ich versuche, zu erweitern: Der Vernunftgebrauch kann vielleicht auch ganz ohne Gott auskommen. Für viele ist Gott aber der schlüssige Schlussstein im Rahmen ihres Denkens. Wer über das, was uns der Verstand an Erkenntnissen liefert, hinausfragt, landet eigentlich zwangsläufig beim Gottesgedanken.
Nein, dass nur deine Annahme!

@ Peter: Wir werden sehen. Ich bin guter Dinge! 😎
 
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