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Wir wurden gefragt ob Kind bei uns wohnen kann

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Und du gehörst ja dann auch zu dem "Clan der Helfenden", damit sich nichts ändern braucht.

Was sollte ich denn deiner Meinung nach machen, wenn die restliche Familie alles deckelt? Ich soll jetzt den Bumann spielen und die ans Jugendamt melden? Woran schon Lehrer und Erzieher gescheitert sind, weil der Rest auf happy family macht?

Ob Alkohol eine Rolle spielt weiß ich nicht. Ich bin ja nicht 24 Stunden am Tag mit ihr zusammen. Auf mich wirkt sie schon immer recht teilnahmslos was den Erziehungsprozess angeht. Das ging bei der Großen los, bis zu ihrem Sohn und der Mittleren. Mit ihren Kindern haben sich immer andere beschäftigt. Das ging auf Familienfeiern los und hat im Alltag aufgehört. Ich würde verstehen wenn sie Depressionen hat oder eine andere Erkrankung, aber daran ist es nicht. Um ihre Partner kümmert sie sich ja auch. Silvester konnten sie kaum die Finger voneinander lassen. Und wo waren die Kinder? Wieder überall aber nicht bei ihr.

Wenn ihr so überzeugt seid, dass hier eine Kindeswohlgefährdung vorliegt , dann wendet euch an das Jugendamt!
Das würde ich nur anonym machen wollen und da weiß ich nicht ob das geht.
Ich kann dir sagen was bisher bei ähnlichen Bemühungen von anderen herauskam. Mein Bruder nimmt seine Tochter dann zur Seite und redet Tacheles, sodass sie sich einige Zeit zusammenreißt. Dann spielen sie in der Schule die happy family und er als Opa und sie als Tochter kommen wie aus dem Ei gepellt zum Gespräch, schleppen Geschenke für die Lehrer mit, versprechen dass das nie wieder vorkommt. Dann geht es eine Weile gut. Und dann sobald keine Beschwerden mehr kommen, geht alles wieder von vorne los oder bei einem der anderen Kinder wird dann geschlampert was die Zuverlässigkeit in bestimmten Bereichen angeht. Dafür reißt man sich dann eine Weile bei der Drohung zur Weiterleitung beim Jugendamt zusammen.
Mein Bruder und meine Eltern oder Onkel und Tanten haben es immer (!) geschafft irgendwie den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, sodass es nicht zum Extrem kam und meine Nichte mit einem blauen Auge davon kommt. Da wurden die Kinder dann eine Weile von meiner Tante abgeholt oder meinen Eltern und man hat sich Ausreden ausgedacht, die es rechtfertigen, dass sie als Mutter nicht kommen kann.
Es ist immer ein bisschen wie im Film von Hape Kerkeling, wo die ganze Familie das maskiert. Nur dass meine Nichte hier noch zehn Mal unfähiger ist den Erziehungsprozess durchzuziehen.
Dass sie sich nicht normal um die Kinder kümmert ist ja schon schlimm, aber es wird mit Kind Nummer 4 sicher nicht besser und das ist meine Befürchtung.
Dass das was jetzt noch gerade so geht komplett auf der Strecke bleibt und die anderen müssen es dann ausbaden.
Daher sehe ich die Gefahr, wenn wir jetzt ja sagen, entzieht sie sich ganz und das kann es irgendwo nicht sein.
Am Ende haben meine Frau und ich uns mit meinem Bruder in den Haaren weil der nicht einsehen will wenn es nicht funktioniert, weil er seine Enkelin nicht haben will.
Solange mein Bruder und die Familie das so deckt, wird das so weiter gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich suche gerade nach einer anonymen Möglichkeit, wo wir am Ende nicht die ganze Familie gegen uns haben und trotzdem mal Tacheles geredet wird. Es geht ja so nicht weiter, dass das Mädchen bis es erwachsen ist mal dort und mal da lebt.
Und das wird nicht besser wenn das Baby dann da ist.

Man liest hier immer mehr raus, es geht Dir nicht um das Kind, sondern Du willst nicht der Buhmann sein. Völlig verständlich. Leider musst Du da durch. Nach alldem was ich gelesen habe holt Ihr Euch ein riesiges Problem ins Haus, worunter nicht nur Ihr leidet, sondern evtl. auch Eure Kinder. Keinesfalls solltet Ihr das tun!

Ab zum Jungendamt, nur so kann geholfen werden!
 
Und wenn es der 10. gescheiterte Versuch mit dem Jugendamt wird, wenigstens hast du etwas getan! Und ab einer bestimmten Anzahl von Meldungen wird da vielleicht doch mal jemand stutzig und hakt genauer nach.

Dass du nicht der Buhmann sein willst, verstehe ich, aber für das Kind ist es vielleicht die einzig wirkliche Chance auf ein gutes Leben. Wenn das so weiter geht, kann man sich ja ausmalen, was für seelische Narben das Kind davon tragen wird. Mein bester Freund arbeitet in einer Einrichtung für betreutes Wohnen und viele Kinder haben genau solche Background-Stories. Das traurige Fazit ist, dass die meisten, wenn überhaupt, leider viel zu spät aus solchen Verhältnissen geholt werden.

Klar ist es immer leichter gesagt als getan, vor allem aus meiner Position heraus, aber: Ich persönlich könnte 100x besser damit leben, dass meine Familie (inklusive der Heuchler und Vertuscher) sauer auf mich ist, als dass ich nicht wenigstens versucht habe, dem Kind zu helfen. Und damit meine ich aber den Gang zum Jugendamt.

Denn ehrlicherweise würde ich an eurer Stelle das Kind nicht aufnehmen, schon gar nicht für einen begrenzten Zeitraum. Jedes neue Zuhause, dass das Kind betreten und im worst case wieder verlassen muss, kann für dieses Kind ein Trauma sein! Das Kind ist doch jetzt schon im Grunde ohne Heimat. Man stelle sich dann vor, es kommt zu euch, es knallt und es muss wieder gehen - schrecklich. Ich nehme an, dass weder du noch deine Frau ausgebildete Sozialpädagogen sind o.ä. - und dann habt ihr noch zwei kleine Kinder, die im vielleicht auch noch darunter leiden. Für mich ist das eine viel zu große Aufgabe für euch als Familie, vor allem ohne wirkliche Betreuung oder Unterstützung.

Ich würde das Jugendamt ins Boot holen, und dann schauen was möglich ist.
 
Wenn ich der Meinung bin, ein Kind steckt tatsächlich in so grottigen Verhältnissen fest, dann gucke ich nicht 11 Jahre (!) dabei zu , sondern dann gehe ich zum Jugendamt, und da wäre es mir dann auch scheißegal, ob ich mir da dann eventuell den Zorn der Familie auf mich ziehe.

Ja, glücklicherweise bist du auch nicht ich.
Das Jugendamt macht hier genau gar nichts. Es gab schon einmal eine Meldung, aber nicht von mir.
Passiert ist genau NICHTS.
Für die scheint nur wichtig, dass sich irgendwer kümmert.
Ich hatte zeitweise keinen Kontakt zu meinem Bruder.
Das hat aber andere Gründe.

Wenn du das nicht willst, dann sind die Verhältnisse wohl doch nicht so katastrophal, wie du sie hier darstellst oder die Kinder liegen dir doch nicht so am Herzen, wie du hier darstellst.
Ich hoffe dann mal für die Kinder, es ist ersteres.

Lässt sich von außen immer leicht sagen, wenn man nicht in der Situation ist, gell?
Ist es für dich irgendwie geil über andere zu urteilen, wenn du nicht in deren Haut steckst?
 
Ab zum Jungendamt, nur so kann geholfen werden!

Und wie stellst du dir das vor? Ich mache Meldung, handle mir den Frust der ganzen Sippe ein.
Die dann genau wie 10 Mal vorher auf fröhliche Familie macht, beim Jugendamt anrückt und so tut, als wäre alles wunderbar und tut als wäre das nicht nachvollziehbar, weil die Kinder hätten ja so viele Ansprechpartner. Wie die vielen Male davor? In der Grundschule und den weiterführenden Schulen?
Hätte ich es nicht erlebt, ich würde es nicht schreiben.
Was habe ich dabei gekonnt?
Das haben schon andere vor mir versucht.
Ergebnis war dann, dass die Älteste zu meinem Bruder gezogen ist, alles 3 Monate gut lief, bis ihre Mutter wieder einen anderen Partner hatte und das Chaos von vorne los ging. Die Älteste war dann mittlerweile in der 5. Klasse, hatte komplett neue Lehrer, die natürlich keine Notiz von der chaotischen Familiensituation hatten und so ging das wieder weiter, bis es Probleme gab und mein Bruder sie wieder für kurze Zeit genommen hat um die Wogen zu glätten.
Beim Jüngsten gab es dann Meldung ans Jugendamt, weil meine Nichte nie zu Elternabenden kam, er völlig falsch gekleidet in die Schule gekommen ist.
Ergebnis war dann, dass mein Bruder zum Kindsvater gefahren ist und damit drohte, dass er ihn nehmen muss, weil der Junge sonst ins Heim muss.
Irgendwer holt immer die Kohlen aus dem Feuer und das Jugendamt interessiert es nicht.
Für die ist scheinbar nur wichtig, dass die Kinder von irgendwem versorgt sind.
 
Und wie stellst du dir das vor? Ich mache Meldung, handle mir den Frust der ganzen Sippe ein.
Die dann genau wie 10 Mal vorher auf fröhliche Familie macht, beim Jugendamt anrückt und so tut, als wäre alles wunderbar und tut als wäre das nicht nachvollziehbar, weil die Kinder hätten ja so viele Ansprechpartner. Wie die vielen Male davor? In der Grundschule und den weiterführenden Schulen?
Hätte ich es nicht erlebt, ich würde es nicht schreiben.
Was habe ich dabei gekonnt?
Das haben schon andere vor mir versucht.
Ergebnis war dann, dass die Älteste zu meinem Bruder gezogen ist, alles 3 Monate gut lief, bis ihre Mutter wieder einen anderen Partner hatte und das Chaos von vorne los ging. Die Älteste war dann mittlerweile in der 5. Klasse, hatte komplett neue Lehrer, die natürlich keine Notiz von der chaotischen Familiensituation hatten und so ging das wieder weiter, bis es Probleme gab und mein Bruder sie wieder für kurze Zeit genommen hat um die Wogen zu glätten.
Beim Jüngsten gab es dann Meldung ans Jugendamt, weil meine Nichte nie zu Elternabenden kam, er völlig falsch gekleidet in die Schule gekommen ist.
Ergebnis war dann, dass mein Bruder zum Kindsvater gefahren ist und damit drohte, dass er ihn nehmen muss, weil der Junge sonst ins Heim muss.
Irgendwer holt immer die Kohlen aus dem Feuer und das Jugendamt interessiert es nicht.
Für die ist scheinbar nur wichtig, dass die Kinder von irgendwem versorgt sind.

Aufnehmen kannst Du das Kind nicht, das wäre Wahnsinn.

Also melden. Immer und immer wieder. Mit jedem Kind wird die Katastrophe ja auch größer, irgendwann kann das Amt nicht mehr vorbeigucken.

Das wird ja auch garantiert nicht das letzte Kind sein....
 
Halte dich da raus und mache gar nichts. Es ist ja egal, ob etwss gemacht wird oder nicht, die Situation verändert sich nicht. Hole dir nicht deren Probleme ins Haus.
 
Was sollte ich denn deiner Meinung nach machen, wenn die restliche Familie alles deckelt?
Wie sicher ist denn jetzt die Aufnahme für 14 Tage? Einfach so das Jugendamt einschalten klingt wirklich doof, da gebe ich dir recht.
Aber was wäre denn, wenn ihr das Kind wirklich, sagen wir mal längstens 3 Wochen habt und wenn dann keine adäquate Lösung von der Seite deines Bruders gefunden wurde, das Jugendamt einschalten? Dann hättest du allen Grund dazu und man könnte dir auch keinen Vorwurf machen.
 
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