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"Wir wollen dich nicht": Schulsport und Gruppen

Goshira

Mitglied
Schulsport würde viel mehr bringen, wenn wir hin und wieder was gescheites gemacht hätten, etwas das wir für das Leben mitnehmen können. Z.b. Pilates, tanzen, yoga-Kurse, aerobic oder machmal was über die Ernährung gelernt hätten. Von Völkerball wird keiner fitter, schon gar nicht Leute, die motorisch mit Bällen nicht so begabt sind...
Meine Rede. Ich hätte so viel lieber richtigen Sport gemacht. Irgendetwas wo ich mich einbringen kann. Ich hatte halt kein Plan von Fußball oder Hockey und so'n Kram.
Warum nicht ein bisschen Selbstverteidigung oder Muskelaufbautraining? Ich bin auch gerne gelaufen aber das haben wir halt nur bei diesen BJS gemacht. Da herrscht eben nicht dieses Gruppenbilden. Jeder für sich aber trotzdem gemeinsam besser werden.
Man hätte sich auch mal ein paar Stunden auf eine Sache konzentrieren können. Diese Reckturnen usw. was man halt mal macht im Schulsport. Einmal gemacht: Abgehakt!
Warum nicht mal Intensiv machen? Besser als Fußball.
 

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spamburger

Sehr aktives Mitglied
Menschen wollen gewinnen. Menschen suchen sich den aus, der ins Team passt. Manchester United nimmt auch keinen, der nicht gut genug ist. Ich finde das nicht gut, aber es ist völlig normal. Die Welt besteht aus Konkurrenz und Ellenbogen.

Schulsport soll wahrscheinlich dafür sorgen, dass sich die Schüler bewegen. So weit so gut. Die Mannschaftssportgeschichten sollen wahrscheinlich aber auch soziales Miteinander, Teamfähigkeit bzw. Kameradschaft fördern. Und genau das passiert nicht, wenn man jemanden ausgrenzt. Im Gegenteil, Kameradschaft bedeutet, dass die Starken den Schwachen mitziehen und motivieren. Ein guter Lehrer, Trainer oder Ausbilder achtet auf sowas (bei der Bundeswehr zum Beispiel ist es etwas, was man ständig hört, weil es da wichtig ist, sich auf den anderen verlassen zu können und am gleichen Seil zu ziehen).

Bei Real Madrid sucht der Trainer die Spieler aus, die miteinander spielen (natürlich aus anderen Gründen). Ein guter Sportlehrer sollte das eigentlich auch tun, vor allem, wenn er solche Ausgrenzungstendenzen erkennt. Es ist nämlich auch wichtig für die Motivation, dass beide Mannschaften annähernd gleich stark sind. Ich kenne es aus Sporttherapien, dass der Sporttherapeut sogar im Spiel nochmal die Zusammensetzung ändert, wenn er merkt, eine Mannschaft ist aufgrund einzelner Spieler viel stärker als die andere.
 

Hufflepuff

Mitglied
@Ornstein: Ich mach Sport. Die Lust am Sport wurde mir nicht weggenommen, höchstens Ballsportarten/Mannschaftssport, Bodenturnen und Geräteturnen. Pilates und laufen mach ich regelmäßig. Sonst würde ich das ständige sitzen wegen dem Lernen gar nicht aushalten. Im Oktober werde ich wahrscheinlich einen Zumbakurs besuchen. Was Psyche angeht, da finde ich den Sport völlig überbewertet. Ich mach das für meinen Körper. Depressionen gehen dadurch nicht weg... leider. Oder Ängste, die auf die blöde Zeit zurückführen. Einreden hält nur für einen Moment. Es gibt leider so viele Sachen, die mich an die Ausgrenzungen erinnert. Ich glaub, das einzige was mir helfen könnte, ist es auch mal positive Erfahrungen in Sachen Gruppen zu erleben...
 
J

Junesun

Gast
Bei uns wurde im Sportunterricht weder Kameradschaft noch Teamgeist gefördert.
Im Gegenteil - Feindseligkeit und Ausgrenzung wurden noch geschürt.
Die Lehrerin lachte auch noch blöd über unsportliche Schülerinnen.
 

Hufflepuff

Mitglied
@Ornstein: Ich glaub, du hast mich falsch verstanden oder ich dich. Bin leider schlecht im Ausdruck (nicht meine Muttersprache) und einen Text so zu gliedern, um ihn verständlicher zu machen.

Sport wird mir nicht bei meinen psychischen Problemen helfen und meine Ängste vor Gruppen und das ausgegrenzt werden auch nicht besser. Die "Gemeinschaft" solcher Kurse haben nichts mit Gruppeneinteilungen im Studium/Schule zu tun. Eine "Flucht" ist da problemlos und ohne konsequenzen möglich und ich bin auf niemanden angewiesen. Hab ja auch so meine kleine "Freundegruppe" die immer nett zu mir sind, es ist einfach anders.

Das kann ich sagen, weil ich bereits Sport mache (zeitweise auch im Kurs), den ich mag und es hilft mir in keiner Weise. Wäre ja zu schön, wenn es die Lösung für alles wäre. Dann würden die Ärzte nur mehr Sport verschreiben statt Psychotherapien und Medikamente.

Es beruhigt mich aber sehr, Gleichgesinnte zu lesen
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Anscheinend herrscht immer noch das Voruteil, dass jemand, der sportlich ist, automatisch ein guter, kameradschaftlicher, netter und tüchtiger Mensch ist. Von solchen Positivvorurteilen abzukommen, fällt der Gesellschaft schwerer, als Negativvorurteile zu überwinden. Auf diese Weise kommt es zu Diskriminierungen und Ausgrenzungen, was nun wirklich nicht mehr zeitgemäß sein dürfte. Wir müssen begreifen, dass Fähigkeiten und Unfähigkeiten, egal in welchen Gebieten, nicht den Wert des Menschen ausmachen.

Die Schule hat mehr zu vermitteln als reines Sachwissen. Respekt voreinander müssen wir uns erarbeiten, wir müssen lernen, auch mit jenen auszukommen, welche uns weniger sympathisch sind. Das mit den Sportgruppen und Klassenfahrten, was meine Vorredner geschildert haben, habe ich genauso erlebt. Wenn ich jemanden nicht mag, muss ich mich mit der Person nicht anfreunden, aber während der Klassenfahrt das Zimmer zu teilen, das ist durchaus zumutbar, darüber rumzumaulen ist ein krasses Fehlverhalten. Es ist auch ein Versagen der Pädagogen, wenn sowas passiert.

Liebe Leidensgenossen, seht das so, die Gesellschaft war einfach noch nicht soweit gewesen, um mit euch und euren Bedürfnissen umgehen zu können. Eurem Umfeld hat es an Reife, Einsicht und Erkenntnis gefehlt. Es ist nicht eure Schuld, was da gelaufen ist. Ihr seid mit eurem Leid nicht alleine, ich verstehe euch voll und ganz. Ich hoffe, das hilft euch ein wenig.
 
G

Gast

Gast
Ich wurde auch immer als Letzte gewählt, auch bei Gruppenarbeiten war ich immer die, die bis zum Schluss rumstand. Ich hab mich immer sehr einsam gefühlt und mich immer mehr zurüchgezogen, ich war immer allein. Das hat mich irgendwie zerstört.
 
K

kasiopaja

Gast
Anscheinend herrscht immer noch das Voruteil, dass jemand, der sportlich ist, automatisch ein guter, kameradschaftlicher, netter und tüchtiger Mensch ist. Von solchen Positivvorurteilen abzukommen, fällt der Gesellschaft schwerer, als Negativvorurteile zu überwinden. Auf diese Weise kommt es zu Diskriminierungen und Ausgrenzungen, was nun wirklich nicht mehr zeitgemäß sein dürfte. Wir müssen begreifen, dass Fähigkeiten und Unfähigkeiten, egal in welchen Gebieten, nicht den Wert des Menschen ausmachen.

Liebe Leidensgenossen, seht das so, die Gesellschaft war einfach noch nicht soweit gewesen, um mit euch und euren Bedürfnissen umgehen zu können. Eurem Umfeld hat es an Reife, Einsicht und Erkenntnis gefehlt. Es ist nicht eure Schuld, was da gelaufen ist. Ihr seid mit eurem Leid nicht alleine, ich verstehe euch voll und ganz. Ich hoffe, das hilft euch ein wenig.
Mal ehrlich - im Sport will keiner eine Krücke oder ein Hindernis in der Mannschaft haben, sowenig wie ein Chor einen haben wll , der nicht singen kann oder ein Tanzclub jemanden, der das Taktgefühl eines Elefanten hat.

Ich kann das schon verstehen und habe es verstanden.

Ich bin auch dermaßen unsportlich und mir ging es auch so, was nur verständlich ist.

Ich habe dann einfach einen Weg gefunden mich vom Sport abzumelden und es war gut.
 

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