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Wir finden keine neuen Mitarbeiter

Ein viel größeres Problem ist das vor allem junge Leute nicht mehr 40h die Woche arbeiten wollen. Die meisten die sich bei uns dann bewerben wollen lieber 20h oder 30h die Woche arbeiten oder vielleicht 35h. Jedoch sind unsere Arbeitsplätze für 40h ausgelegt.
Für eine Firma mit vielen Mitarbeitern sollte das kein Problem sein, ob 3 Leute je 40 Stunden arbeiten oder 4 Leute je 30 Stunden, am Ende kommt immer 120 geleistete Stunden raus. Je größer die Zahl der Mitarbeiter um so flexibler kann die Firma eigentlich handeln. Aber ich habe immer noch keinen guten Grund dafür gelesen warum alles in die Zeit zwischen 6 und 15 Uhr gequetscht werden muß. Wird dann ab 15 Uhr das Haus dicht gemacht, oder kommt dann eine andere Firma die zwischen 15 und 6 Uhr die Räumlichkeiten nutzt?
 
Na, für diese gigantische Differenz von 285 Euro steht sicherlich jeder morgens auf...

Ich meine 285 Euro für 173 monatliche Vollzeitstunden, achso x 2 bei zwei Elternteilen. Oh ja, das lukrative Leistungsverhältnis kann sogar jeder Schulabbrecher ohne Taschenrechner erkennen.
Aber das ist doch eher ein Argument für höheren (Mindest-)Lohn und nicht etwa für ein niedrigeres Bürgergeld.

Außerdem war die Aussage, auf die ich mich bezog "das Bürgergeld ist so hoch, dass man das in der freien Wirtschaft nie (!) erreichen würde". Und die habe ich widerlegt. Nicht mehr und nicht weniger.
 
Hmm....
Wenn ich hier so mitlese, dann fällt mir auf, dass jeder Lösungsvorschlag recht unflexibel mit 'das geht eben nicht' (sinngemäß) kommentiert wird.
Du schreibst, dass das Unternehmen den Mitarbeitern viele Angebote macht und ein attraktiver Arbeitgeber ist.
Ein attraktiver Arbeitgeber geht vor allem auf die Wünsche der Arbeitnehmer ein. Und ja, meistens bedeutet das flexibele Arbeitsmodelle. Die von Dir genannnten 'Goodies' würden mich nicht locken, keines davon.
Aber es gibt einiges, das mich abschreckt. Vor allem die Bezahlung nach Stunden. Dies bedeutet ja, dass Urlaub nicht bezahlt wird, man im Krankheitsfall keine Lohnfortzahlung bekommt, dass Feiertage und 'freie Brückentage' nicht bezahlt werden, da müsste der Stundenlohn schon extrem weit über dem Mindestlohn liegen. Die Bezahlung nach Stunden kenne ich nur für Aushilfen, selbst unsere Reiningungskräfte erhalten ein Festgehalt.
Der Arbeitsbeginn um 6 Uhr wäre für mich auch ein Ausschluskriterium. Was hab ich denn noch vom Tag, wenn ich um 4 Uhr Nachts aufstehen muss. Von Pendlern mal ganz zu schweigen.

Ich sehe hier ein sehr traditioneslles Unternehmensbild. Und ich würde es nicht auf die GenZ schieben, die sind gar nicht so faul wie ihr Ruf. Attraktivität bedeutet immer auch Entgegenkommen. Davon lese ich hier nicht viel.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Finden der Belegschaft. Und hoffe, dass sie nicht irgendwann aus von der Arbeitsagentur zwangsrekrutierten Mitarbeitern besteht, denn ein motivierter und zufriedener Mitarbeiter erhöht immer deutlich die Produktivität. Sagte zumindest mein BWL-Professor immer...
 
Wenn Menschen so wenig verdienen, dann müssen sie keine Kita-Gebühren zahlen, sofern sie sich nicht für ein privates Angebot entscheiden.

Mein Rechenbeispiel ist mit Mindestlohn gerechnet. Ich kenne wenige Leute, die für Mindestlohn arbeiten müssen. Und wenn, dann sind das sehr prekäre Jobs, nicht nur der Lohnhöhe wegen. Vielleicht sollten die Menschen, die Jobs vergeben, mal darüber nachdenken.

Das Einzige, was mich in Richtung Bürgergeld nach wie vor ärgert, ist, dass man nur mit so einem Bescheid an weitere Vergünstigungen kommt. Meine Beispielfamilie würde kein Sozialticket bekommen oder vergünstigt Museen besuchen dürfen usw.

Trotzdem, Deine Aussage war, dass Bürgergeld so hoch ist, dass man in der freien Wirtschaft das nicht erwirtschaften würde, erst recht nicht mit Kindern. Und das stimmt einfach nicht.

Im März '25 hatten wir in D 2.967.000 arbeitslos gemeldete Menschen https://www.arbeitsagentur.de/news/arbeitsmarkt. Denen stehen 642 535 offene Stellen gegenüber https://de.statista.com/statistik/d...es-gemeldeten-offenen-arbeitsstellenbestands/

Was sollen mit diese Zahlen sagen und welche Erklärung gibt es im Sinne deiner Argumentation?
Da habe ich eine sehr plausible Antwort drauf: Die Zahlen sind falsch, zumindest so, wie Du sie gebrauchst.

Was sind denn diese "offenen Stellen"?
Die 642.000 stellen sind die bei der Arbeitsagentur gemeldeten offenen Stellen:

Geschätzte 90% der offenen Stellen werden von den Firmen aber gar nicht an die BA gemeldet , weil die Firmen gar keine vom Jobcenter vorgeschlagene motivationslose Bewerber haben möchten, die ohnehin nur eine Bewerbung nachweisen wollen.

Bei uns (Internationaler Konzern, 4000 Festangestellte) ist nicht eine einzige offene Stelle bei der BA gemeldet, obwohl wir tatsächlich 150 Mitarbeiter suchen. Schau mal die Anzeigen bei Stepstone oder Indeed an: Glaubst Du, diese Jobs sind bei der BA gemeldet? Nein, natürlich nicht, warum sollten die Firmen das machen? Ich kenne nicht eine Firma, die da etwas meldet und ich kenne viele, die verzweifelt suchen.

Umgekehrt sind aber 95% der Arbeitslosen bei der BA als Arbeitslos gemeldet, weil sie sonst keine Bezüge bekommen.

Ich schätze tatsächlich ca. 3 Mio offene Stellen in Deutschland, der DIHK schätzt 1,8 Mio:
 
Wenn Menschen so wenig verdienen, dann müssen sie keine Kita-Gebühren zahlen, sofern sie sich nicht für ein privates Angebot entscheiden.
Stimmt ja leider nicht.


Eine Familie mit drei Kindern bekommt dies an Bürgergeld:

Ihr Bedarf
4880.68
Anzurechnendes Einkommen
1275.00
Auf der Grundlage Ihrer Eingabe wurde ein Bürgergeld-Anspruch von
3605.68 € berechnet.
(Miete 1400,-, NK 300,-)

Um dieses Bürgergeld netto zu verdienen, muss Du genau 70.561,56 € (Quelle Nettolohn.de mit Kinderfreibetrag 3).

Mit 70k Brutto bekommst Du aber genau gar keinen Zuschuss zur Kita.
Die Zahlen sind ein mir bekannter realer Fall einer Familie, die seit Jahren von Bürgergeld lebt, weil sie niemals 70 K verdienen könnte bzw. eigentlich 100.000 brutto bräuchte, damit es sich bei diesem hohen Bürgergeld für sie lohnt.

Dieses Beispiel zeigt sehr schön, dass unser Bürgergeld viel zu hoch ist. In Schweden würde eine Familie mit drei Kindern ca. 30% weniger bekommen. Dazu müssten sie alle 14 Tage im Arbeitsamt vorstellig werden und würden sofort auf 0,- gekürzt, wenn sie nicht mitspielen.
 
Da habe ich eine sehr plausible Antwort drauf: Die Zahlen sind falsch, zumindest so, wie Du sie gebrauchst.

Was sind denn diese "offenen Stellen"?
Die 642.000 stellen sind die bei der Arbeitsagentur gemeldeten offenen Stellen:

Geschätzte 90% der offenen Stellen werden von den Firmen aber gar nicht an die BA gemeldet , weil die Firmen gar keine vom Jobcenter vorgeschlagene motivationslose Bewerber haben möchten, die ohnehin nur eine Bewerbung nachweisen wollen.

Bei uns (Internationaler Konzern, 4000 Festangestellte) ist nicht eine einzige offene Stelle bei der BA gemeldet, obwohl wir tatsächlich 150 Mitarbeiter suchen. Schau mal die Anzeigen bei Stepstone oder Indeed an: Glaubst Du, diese Jobs sind bei der BA gemeldet? Nein, natürlich nicht, warum sollten die Firmen das machen? Ich kenne nicht eine Firma, die da etwas meldet und ich kenne viele, die verzweifelt suchen.

Umgekehrt sind aber 95% der Arbeitslosen bei der BA als Arbeitslos gemeldet, weil sie sonst keine Bezüge bekommen.

Ich schätze tatsächlich ca. 3 Mio offene Stellen in Deutschland, der DIHK schätzt 1,8 Mio:
Dieser Argumentation kann ich folgen. Nur Deine Schätzung, die selbstverständlich Deiner Argumentation eher helfen würde, stützt sich worauf? Ist immerhin fast das Doppelte?

Diese 2,2 Millionen Arbeitssuchenden sind doch aber nicht die gesuchten Fachkräfte. Das bedeutet, dass sie nicht faul sind, sondern zum Beispiel von Deinem Unternehmen nicht eingestellt werden würden, weil nicht geeignet. Oder habt Ihr 150 Stellen frei, die keine weitere Ausbildung erfordern und von jedermensch erledigt werden können?

Dass sie motivationslos sind und nur Bewerbungen nachweisen wollen, um weiter fürs Faulsein Bezüge kassieren, ist Polemik und durch nichts gestützt. Reines vorgefärbtes selektives "So sehen wollen".
 
Stimmt ja leider nicht.


Eine Familie mit drei Kindern bekommt dies an Bürgergeld:

Ihr Bedarf
4880.68
Anzurechnendes Einkommen
1275.00
Auf der Grundlage Ihrer Eingabe wurde ein Bürgergeld-Anspruch von
3605.68 € berechnet.
(Miete 1400,-, NK 300,-)

Um dieses Bürgergeld netto zu verdienen, muss Du genau 70.561,56 € (Quelle Nettolohn.de mit Kinderfreibetrag 3).

Mit 70k Brutto bekommst Du aber genau gar keinen Zuschuss zur Kita.
Die Zahlen sind ein mir bekannter realer Fall einer Familie, die seit Jahren von Bürgergeld lebt, weil sie niemals 70 K verdienen könnte bzw. eigentlich 100.000 brutto bräuchte, damit es sich bei diesem hohen Bürgergeld für sie lohnt.

Dieses Beispiel zeigt sehr schön, dass unser Bürgergeld viel zu hoch ist. In Schweden würde eine Familie mit drei Kindern ca. 30% weniger bekommen. Dazu müssten sie alle 14 Tage im Arbeitsamt vorstellig werden und würden sofort auf 0,- gekürzt, wenn sie nicht mitspielen.
Ich hab Dein Rechenbeispiel versucht nachzuvollziehen, mit Deinen Angaben.

Vor allem die Höhe des Bedarfs kriege ich nicht nachvollzogen. Selbst wenn ich eingebe, dass alle drei Kinder junge Erwachsene sind, komme ich maximal auf einen Bedarf von 4165 €.

Nur bräuchten die ja keine Kinderbetreuung mehr.

Und dann, was auch immer Du da gerechnet hast. Ich komme bei genau der gleichen Berechnungsquelle auf hoch geschätzte 45.000 € im Jahr, weit weg von 70.000. Ich verdiene selbst etwa in diesem Bereich, mit Steuerklasse 1 und null Kinderfreibetrag, aus der Perspektive kann ich das zusätzlich bestätigen.

Nun sind Kita-Gebühren regional sehr unterschiedlich. In dem Bundesland, in dem Du und ich leben, und in MV kostet Kita sogar gar nichts. In acht weiteren kostet Kita zum großen Teil nichts, der Rest ist nach Einkommen gestaffelt.

Ich halte Deine Angaben für entweder eine sehr exotische Konstellation (Kitabeitrag, Bedarfsberechnung) oder für tendenziös.
 
Dass sie motivationslos sind und nur Bewerbungen nachweisen wollen, um weiter fürs Faulsein Bezüge kassieren, ist Polemik und durch nichts gestützt. Reines vorgefärbtes selektives "So sehen wollen".
Nein, das sind eigene Erfahrungen. Zugegeben nicht aus meiner Firma, da ich nicht in der HR arbeite aber ich bin über die Rechtsabteilung auch für das Arbeitsrecht zuständig und habe daher viel Einblick. Und auch wir haben genug von diesen satten Leuten, die im Zweifel das Bürgergeld im Rücken wissen, bevor sie sich Stress machen.

Meine Erfahrungen speisen sich aus der Suche nach einer Haushaltshilfe. Von 20 Bewerbern wollen 18 nur schwarz arbeiten, 15 davon geben ehrlich zu, dass sie dauerhaft harzen wollen, wenn man sie fragt. Das Argument "lohnt nicht anders" kommt immer wieder.

Mach es doch mal. Suche eine Putzfrau für 20,- netto pro Stunde (entspricht 28 Euro Stundenlohn brutto in einer SV-Stelle) auf kleinanzeigen.de und schau Dir die Bewerber an. Dann werden alle Deine Illusionen verfliegen.
 
Ich hab Dein Rechenbeispiel versucht nachzuvollziehen, mit Deinen Angaben.

Vor allem die Höhe des Bedarfs kriege ich nicht nachvollzogen. Selbst wenn ich eingebe, dass alle drei Kinder junge Erwachsene sind, komme ich maximal auf einen Bedarf von 4165 €.

Nur bräuchten die ja keine Kinderbetreuung mehr.

Und dann, was auch immer Du da gerechnet hast. Ich komme bei genau der gleichen Berechnungsquelle auf hoch geschätzte 45.000 € im Jahr, weit weg von 70.000. Ich verdiene selbst etwa in diesem Bereich, mit Steuerklasse 1 und null Kinderfreibetrag, aus der Perspektive kann ich das zusätzlich bestätigen.

Nun sind Kita-Gebühren regional sehr unterschiedlich. In dem Bundesland, in dem Du und ich leben, und in MV kostet Kita sogar gar nichts. In acht weiteren kostet Kita zum großen Teil nichts, der Rest ist nach Einkommen gestaffelt.

Ich halte Deine Angaben für entweder eine sehr exotische Konstellation (Kitabeitrag, Bedarfsberechnung) oder für tendenziös.
Ich habe die Rechnung jetzt nicht nachvollzogen, mein Eindruck ist aber generell, dass unser Bürgergeld viel zu hoch ist und zu niedrigschwellig gewährt wird.

Ob nun 4880 oder 4100, stimmst Du denn damit überein, dass unser Bürgergeld viel zu hoch ist und dass es wenig Sinn macht, bei Totalverweigerern nicht auf null kürzen zu können?
 

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