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Wir alle tragen Masken .........

ComaDivine

Sehr aktives Mitglied
.........

mir schrieb heute jmd, in unserem im Austausch erwähnten und auf mich bezogenen Zitat von


[SIZE=-1]Andre Berthiaume[/SIZE]

Wir alle tragen Masken, und es kommt der Zeitpunkt, an dem wir sie nicht mehr abnehmen können, ohne dabei Stücke unserer Haut mit abzutrennen.


- ich sollte so einen Quatsch nicht glauben.

[SIZE=-1]Masken setzt man auf - Masken nimmt man ab. Deshalb gibt es Masken.

Das, was als abgetrennte Hautfetzen beschrieben ist, sind Teile des Umfeldes das verschwindet wenn man ohne Maske geht.

Ein Clown braucht Publikum. Und das Publikum geht wenn der Clown es nicht erheitert.

Wenn man nur Clown war, stellt man abgeschminkt fest das einem das Publikum wegläuft.

Fragt man sich "will ich Clown sein", relativiert sich das Publikum wohl automatisch zur Staffage.

- Stellt man nach der Frage fest, das man gerne Clown ist...

- Möchte man aber nicht nur Clown sein - und Maske tragen - , wäre ein anderes Umfeld wichtig, eines das einen annimmt egal ob Maske oder nicht, eines das weiß wer hinter der Maske steckt.

Wenn man alles auf sich bezieht, wenn man meint die Ursache für negativ Erlebtes zu sein, verliert man sich und wer weiß was noch.

Und wer als Publikum nur lachen möchte, macht sich keine Gedanken zum Animateur.

Ein idealer Clown, ist ein trauriger. Er versteht es dem Publikum zu zeigen wie gut es ihm geht. Deshalb lacht es, es freut sich darüber nach der Vorstellung gehen zu können.


würde das hier und jetzt gerne mal zur Diskussion mit euch stellen.
[/SIZE]

meine Konzentration lässt nicht zu, daß auf verschiedene Weisen zu verstehen,
auf mich anzuwenden.
Sichtweisen.


das lila fett markierte ist ungefähr meine Selbstwahrnehmung.

Allerdings in der Variation

"Sie versteht es (mehr oder weniger) dem Publikum vorzuspielen wie gut es ihr geht"

auch wenn meine Maske schon durchsichtig(er) ist, empfinde ich sie als Teil von mir, einen vermeintlichen Schutz zur Abgrenzung, verwachsen mit der Idee von mir, wie ich für jeden als Spiegel funktionieren kann, damit er sich mit mir womöglich wohlfühlt.

Erlerntes, eingedrillt, diese Kunstperson, dieses vermeintliche Ich, die Grosse, gut Funktionierende, Perfektionistin, Macherin, die vor über 4 Jahren über die Kleine, die recht früh schon nicht mehr "in echt" überleben konnte oder auch durfte, stolperte und fiel.

Die beiden in einem unfreiwilligen Ar(r)angement, sich annähernd aber ab und an auch in unterschiedlicher Vorherrschaft ......
.
to be continued.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gedankenfetzen dazu.....


Nun kann ich nur für meine Maske sprechen.

Sie ist nicht aus Schuld geboren
sie ist zwar die Konsequenz aus Erlebtem, sowohl fremdbestimmt als auch selbstgesteuertem,
aber vornehmlich ein Schutzmechanismus, eine Abgrenzung, sogar bildhaft zu erahnen.

Auch mit Maske bin ich "ungeschminkt".
Das ist kein Widerspruch für mich, da ich wie gesagt, die Maske als Teil von mir sehe, daher ist sie auch weder Lug noch Trug
vielleicht ein Maskiermodus, der aber nichts Falsches vorgaukelt
meist empfinde ich es so, ich bin die Einzige die sich etwas vormacht.

Nicht meinem Gegenüber
Kein Verstecken
nur eine Variation.



Schuld, ein grosses Thema.

Mich selber zu hinterfragen, mir eine verschulden (verursachen gefällt mir besser) für etwas zu geben, ist die einzige Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, da ich nur mich oder mein Handeln verändern kann, es ist aktiv von mir ausgehend.

Weiterhin steht die Frage in Raum und Zeit:
Wo habe ich mich verloren..? .......
 
Sehr interessante Gedankengänge. Ich glaube, eine Maske hat jeder schon einmal in seinem Leben getragen. Und viele, wenn nicht sogar die meisten, setzen sie täglich auf, sobald sie aus der Tür gehen.

Und ich glaube sogar, dass das ganz gut ist! Das ist ein Selbstschutz, der uns davor bewahrt, einer möglicherweise feindseeligen Umgebung, verwundbare Stellen zu präsentieren. Wenn wir dann nach und nach die Maske fallen lassen, heißt dies, dass das Vertrauen in unsere Umgebung wächst. Dass man beginnt, sich wohl zu fühlen.

Manche Menschen behalten ihr Leben lang, ihre Maske auf und sind tatsächlich nicht mehr in der Lage diese abzusetzen. Deswegen wird diese Maske immer mehr zu ihrem tatsächlichen Wesen. Ob das dann gut oder schlecht für denjenigen ist, kommt darauf an, wie sehr man sich mit dieser Maske identifiziert.

Vor allem die Menschen, die nicht nur nach Außen sondern irgendwann auch sich selbst gegenüber ganz bewusst ein völlig anderes Selbst darstellen, kommen früher oder später in einen inneren Konflikt.

Sich diese Maske dann runterzureißen kann schmerzhaft sein. Aber ich glaube nicht, dass diese Wunden nicht mehr heilen. Vielleicht kann daraus dann sogar etwas sehr viel schöneres, erfüllenderes wachsen. Nämlich dann, wenn man den Antrieb dazu mitbringt, noch einmal an sich und der Selbstwahrnehmung zu arbeiten.

Naja, soweit nur meine Sicht zu diesem Thema. 😉
 
Sehr interessante Gedankengänge. Ich glaube, eine Maske hat jeder schon einmal in seinem Leben getragen. Und viele, wenn nicht sogar die meisten, setzen sie täglich auf, sobald sie aus der Tür gehen.

Und ich glaube sogar, dass das ganz gut ist! Das ist ein Selbstschutz, der uns davor bewahrt, einer möglicherweise feindseeligen Umgebung, verwundbare Stellen zu präsentieren. Wenn wir dann nach und nach die Maske fallen lassen, heißt dies, dass das Vertrauen in unsere Umgebung wächst. Dass man beginnt, sich wohl zu fühlen.

Manche Menschen behalten ihr Leben lang, ihre Maske auf und sind tatsächlich nicht mehr in der Lage diese abzusetzen. Deswegen wird diese Maske immer mehr zu ihrem tatsächlichen Wesen. Ob das dann gut oder schlecht für denjenigen ist, kommt darauf an, wie sehr man sich mit dieser Maske identifiziert.

Vor allem die Menschen, die nicht nur nach Außen sondern irgendwann auch sich selbst gegenüber ganz bewusst ein völlig anderes Selbst darstellen, kommen früher oder später in einen inneren Konflikt.

Sich diese Maske dann runterzureißen kann schmerzhaft sein. Aber ich glaube nicht, dass diese Wunden nicht mehr heilen. Vielleicht kann daraus dann sogar etwas sehr viel schöneres, erfüllenderes wachsen. Nämlich dann, wenn man den Antrieb dazu mitbringt, noch einmal an sich und der Selbstwahrnehmung zu arbeiten.

Naja, soweit nur meine Sicht zu diesem Thema. 😉


Das sind größtenteils die mir fehlenden Worte, Danke!

die MASKE hatte eine Zeit lang die Dimension einer neuen Person, einer Art Kunstfigur aus dem eigenen Ich, mit Eigenschaften, die, traumatisch bedingt, die Kleine, das eigentliche Ich, zu diesem Zeitpunkt nicht mehr überlebensfähig schienen liessen.

SIE war bis zu dem Zeitpunkt, wo die Kleine der Grossen das Beinchen gestellt hat, da noch nicht ganz abgestorben, die Realität.

Nur war das Fallenlassen ein Müssen weil ich so sehr nicht mehr ich selber war ohne es zu merken, kein Wollen aus der Erkenntnis oder dem Vertrauen hinaus.
So sehr ein Spiegel der Erwartungen und Funktion.

ein Aus.
Nulllinie von Vertrautem.

Reset
und ich nicht mehr nur ich. irgendwie.

Die Grosse und die Kleine sind nicht zwei Personen, also es hat nichts mit Dissoziation zutun, es ist nur das einfache Bild für einen komplizierten Mechanismus, um überhaupt zu verstehen.
 
Das sind größtenteils die mir fehlenden Worte, Danke!

die MASKE hatte eine Zeit lang die Dimension einer neuen Person, einer Art Kunstfigur aus dem eigenen Ich, mit Eigenschaften, die, traumatisch bedingt, die Kleine, das eigentliche Ich, zu diesem Zeitpunkt nicht mehr überlebensfähig schienen liessen.

SIE war bis zu dem Zeitpunkt, wo die Kleine der Grossen das Beinchen gestellt hat, da noch nicht ganz abgestorben, die Realität.

Nur war das Fallenlassen ein Müssen weil ich so sehr nicht mehr ich selber war ohne es zu merken, kein Wollen aus der Erkenntnis oder dem Vertrauen hinaus.
So sehr ein Spiegel der Erwartungen und Funktion.

ein Aus.
Nulllinie von Vertrautem.

Reset
und ich nicht mehr nur ich. irgendwie.

Die Grosse und die Kleine sind nicht zwei Personen, also es hat nichts mit Dissoziation zutun, es ist nur das einfache Bild für einen komplizierten Mechanismus, um überhaupt zu verstehen.

Ich glaube, ich verstehe dich. Auch wenn ich zugeben muss, dass es mir schwer fällt dir zu folgen. Liegt aber nicht an dir. 😉

Also m. E. ist es in deinem Fall so, dass du aufgrund traumatischer Erlebnisse in der Vergangenheit, irgendwann zu dem Schluss gekommen bist, dass das Ich, das du damals warst und nach Außen hin dargestellt hast, nicht überlebensfähig ist. Eben weil du Angst hast, ein erneutes Trauma zu entwickeln.

Deswegen hast du dir ein neues größeres Ich geschaffen, das nach und nach das alte, das originale verdrängt hat. Aber tief in dir, bist du immer noch die kleine, verletzliche Person geblieben.

Und du hast jetzt erkannt, dass dieses kleine Ich immer noch sehr viel mehr mit der Realität zu tun hat, die in dir selbst stattfindet, als deine Maske.

Deswegen musstest du sie wieder fallen lassen, weil du dich selbst nicht wiedererkannt hast.

Die Frage ist nun, reicht dieses alte Ich, dieses vertraute aber auch verletzliche aus, um dich auszufüllen und dadurch wiederstandsfähig zu sein gegenüber der Umwelt?
 
Ich glaube, ich verstehe dich. Auch wenn ich zugeben muss, dass es mir schwer fällt dir zu folgen. Liegt aber nicht an dir. 😉

Also m. E. ist es in deinem Fall so, dass du aufgrund traumatischer Erlebnisse in der Vergangenheit, irgendwann zu dem Schluss gekommen bist, dass das Ich, das du damals warst und nach Außen hin dargestellt hast, nicht überlebensfähig ist. Eben weil du Angst hast, ein erneutes Trauma zu entwickeln.
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Fast.

es war ein einschneidendes Erlebnis, eine Erkrankung, die mein Leben und dadurch das meines nahen Umfeldes so verändert hat, daß eine angemessene Reaktion durch Überforderung (meiner Eltern) entartet ist in einer Art Anforderung statt Schutz, die ich mit meinen 8 Jahren nicht mehr ansatzweise kompensieren konnte, ohne wirklich zu begreifen, was mir geschieht, da diese Reaktion so normal in einem sowieso schon recht strengen, besser gesagt strangem Elternhaus und Leben integriert war, daß der Fehler für keinen der Beteiligten zu erfassen war.

ohje...... *nein, ich habe keine Pilze geraucht* 😉....




diesen Satz habe ich mal extra stehen lassen, weil er gut symbolisiert, wo die Maske einsetzt.
 
Sehr interessante Gedankengänge. Ich glaube, eine Maske hat jeder schon einmal in seinem Leben getragen. Und viele, wenn nicht sogar die meisten, setzen sie täglich auf, sobald sie aus der Tür gehen.

Und ich glaube sogar, dass das ganz gut ist! Das ist ein Selbstschutz, der uns davor bewahrt, einer möglicherweise feindseeligen Umgebung, verwundbare Stellen zu präsentieren. Wenn wir dann nach und nach die Maske fallen lassen, heißt dies, dass das Vertrauen in unsere Umgebung wächst. Dass man beginnt, sich wohl zu fühlen.

Manche Menschen behalten ihr Leben lang, ihre Maske auf und sind tatsächlich nicht mehr in der Lage diese abzusetzen. Deswegen wird diese Maske immer mehr zu ihrem tatsächlichen Wesen. Ob das dann gut oder schlecht für denjenigen ist, kommt darauf an, wie sehr man sich mit dieser Maske identifiziert.

Vor allem die Menschen, die nicht nur nach Außen sondern irgendwann auch sich selbst gegenüber ganz bewusst ein völlig anderes Selbst darstellen, kommen früher oder später in einen inneren Konflikt.

Sich diese Maske dann runterzureißen kann schmerzhaft sein. Aber ich glaube nicht, dass diese Wunden nicht mehr heilen. Vielleicht kann daraus dann sogar etwas sehr viel schöneres, erfüllenderes wachsen. Nämlich dann, wenn man den Antrieb dazu mitbringt, noch einmal an sich und der Selbstwahrnehmung zu arbeiten.

Naja, soweit nur meine Sicht zu diesem Thema. 😉

Aus meiner Seele gesprochen 😉
 
........................
Manche Menschen behalten ihr Leben lang, ihre Maske auf und sind tatsächlich nicht mehr in der Lage diese abzusetzen. Deswegen wird diese Maske immer mehr zu ihrem tatsächlichen Wesen. Ob das dann gut oder schlecht für denjenigen ist, kommt darauf an, wie sehr man sich mit dieser Maske identifiziert.

Vor allem die Menschen, die nicht nur nach Außen sondern irgendwann auch sich selbst gegenüber ganz bewusst ein völlig anderes Selbst darstellen, kommen früher oder später in einen inneren Konflikt.

Sich diese Maske dann runterzureißen kann schmerzhaft sein. Aber ich glaube nicht, dass diese Wunden nicht mehr heilen. Vielleicht kann daraus dann sogar etwas sehr viel schöneres, erfüllenderes wachsen. Nämlich dann, wenn man den Antrieb dazu mitbringt, noch einmal an sich und der Selbstwahrnehmung zu arbeiten.

Naja, soweit nur meine Sicht zu diesem Thema. 😉


Fortsetzung..


An dem Punkt stellt sich die Frage, ob eine Maske immer nur dann eine ist, wenn sie bewusst getragen wird und ob die im Eingangszitat erwähnte Verwachsung da ansetzt, wo der Auslöser so einschneidend war, daß die Maske unerkannt und allmählich, scheinbar nebensächlicher Natur entsteht, da so viele andere Dinge sie überdeckten.

Eben als natürliche Konsequenz etwas Künstliches notwendig machend und als vollkommene Identifikation, Übernahme des Ichs existiert.

Wäre die Kleine ganz gestorben, wäre nichtmal klar gewesen, ich bin nicht (nur) ich?

Ob der innere Konflikt mit schwerer äusserer und innerer Symptomatik dann diese Dimension oder ein einordbares Krankheitsbild zur Konsequenz gehabt hätte, oder ein scheinbar normales Leben weitergeführt worden wäre, bleibt Spekulation.

Diese Wunden sie können heilen, auch wenn das runterreissen der Maske nicht freiwillig geschah.
Das Thema Selbstwahrnehmung ist aber immer noch ein ganz grosses.
 
Spock hat eigentlich alles gut gesagt.

Eine Maske hängt sehr viel mit Vertrauen zusammen, zu sich und zu anderen. Sie ist gelernt und kann für zwei Dinge eingesetzt werden: Den Gegenüber schadhaft zu täuschen, oder sich selbst zu schützen.

Ich schätze die Maske, die viele Leute hier haben, ist rein für den Schutz da. Es hat schlicht und einfach damals nicht gereicht sich selbst zu sein.

Ich persönlich besitze eine "Gute-Laune-Maske". Sobald ich vor die Tür gehe, wird sie aktiviert.
Und das wichtige, sie FUNKTIONIERT.

Ich werde auf der Straße oft angesprochen, dabei bin ich innerlich so voller Angst und Zweifel, angespannt. Würde das jemand erkennen, ich wäre ein sehr leichtes Opfer. Eine gewisse positive Aura muss ich jedoch haben, sonst würde mich ja keiner ansprechen, denn wer spricht schon jemanden an, der von der "normalen" Norm abweicht. Ob es nun ins ängstliche geht, oder ins dominante. Nicht gern gesehen, beides.

Und was auch sehr wichtig ist. Eine Maske kostet verdammt viel Kraft. Für mich ist es kaum möglich mehrere Tage mit Maske außer Haus zu bleiben. Ich bin danach fertig, erschöpft. Denn schließlich zeigt man oft das genaue Gegenteil, von dem was man eigentlich möchte, oder von dem, was man eigentlich ist.

Ich merke meine Maske vor allem in meiner Therapie. Sobald ich die Klingel meines Therapeuten drücke, empfange ich ihn mit einem Lächeln. Scheiß egal wie es mir innerlich gerade geht. Ich sitze in der Therapie, rede über wirklich ernste Sache, die eigentlich verletzend sein müssten und lächle dabei. Äußerlich macht es mir nichts aus, ich zeige meine Schwäche nicht, es zeigt dem Gegenüber, der lächelt darüber, er hat es verkraftet, es macht ihm nichts aus. Täuschung, das kostet, denn innerlich geht es rund und es darf nicht nach außen dringen.

Eine defensive erlernte Maske abzulegen, sehr schwer. Es gehört sehr viel Vertrauen dazu, denn man hat schließlich gelernt, sich zu zeigen, ist schlecht. Es erfordert unabdingbares Vertrauen, aber wie soll man das wissen, wenn der Gegenüber einem nur "positiv" kennt und man gar nicht weiß, wie er denn nun reagieren wird. Es ist ein harter Kreislauf, der sehr sehr sehr viel Kraft kostet und dazu noch Kraft, die Maske überhaupt zu halten.

Es ist schwer mit einer Maske zu leben und es ist umso schwerer sie wieder los zu werden. Man muss sie erst loslassen, um sie loszuwerden, man kann sie nicht behalten.
 

Fortsetzung..


An dem Punkt stellt sich die Frage, ob eine Maske immer nur dann eine ist, wenn sie bewusst getragen wird und ob die im Eingangszitat erwähnte Verwachsung da ansetzt, wo der Auslöser so einschneidend war, daß die Maske unerkannt und allmählich, scheinbar nebensächlicher Natur entsteht, da so viele andere Dinge sie überdeckten.

Eben als natürliche Konsequenz etwas Künstliches notwendig machend und als vollkommene Identifikation, Übernahme des Ichs existiert.

Wäre die Kleine ganz gestorben, wäre nichtmal klar gewesen, ich bin nicht (nur) ich?

Ob der innere Konflikt mit schwerer äusserer und innerer Symptomatik dann diese Dimension oder ein einordbares Krankheitsbild zur Konsequenz gehabt hätte, oder ein scheinbar normales Leben weitergeführt worden wäre, bleibt Spekulation.

Diese Wunden sie können heilen, auch wenn das runterreissen der Maske nicht freiwillig geschah.
Das Thema Selbstwahrnehmung ist aber immer noch ein ganz grosses.


Ich denke, dass man grundsätzlich, egal ob mit oder ohne Trauma, irgendwann in seinem Leben einen Punkt erreicht, an dem man bewusst oder unbewusst eine Maske aufsetzt. Das ist m. E. eine völlig natürliche Schutzreaktion.

Das, was dann pathologisch wird, ist die völlige Verdrängung des eigentlichen Ichs. Pathologisch allerdings auch nur dann, wenn man selber darunter leidet.
 

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