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Will weg von Mama, aber Papa will mich nicht

Ok, das (#16) klingt besser.
Dein Vater hält also prinzipiell die Türe offen.

Zwar kann ich Dich kaum trösten weil Du das, was ältere erlebt haben, selbst noch nie erlebt hast.

Allerdings befindest Du Dich so zu sagen vom Alter her am Ende einer Kindheit und vor dem Endspurt ins Erwachsenen-Leben.

Du musst Dir mal vorstellen, dass Du eigentlich schon jetzt für einen Führerschein Klasse AM lernen könntest, den Du mit 16 hättest und damit ein Moped-Auto selbst fahren könntest.
Ab 17 geht begleitetes Fahren und eine Ausbildung, in der Du mal eben über 8 Stunden in einem Betrieb bist und plötzlich Sorgen bekommst, wie Du den Stoff in der Prüfung schaffen sollst.
Sowas alles kommt - und das kommt wirklich.
Dazu käme, dass eigentlich ein Zusammensein mit Freunden wichtiger als das Zuhause wird, schließlich gibt es welche, die dann schon die erste eigene Wohnung beziehen und dann - hm - den Kopf eher dort als bei ihren Eltern haben.

Du hast also demnächst riesig was vor, und da passiert ganz schnell eine ganze Menge mehr.
 
@sometimes-sky
Ich wäre auch enttäuscht von deinem Vater. Er hat doch versprochen, dass du zu ihm kommen kannst, wenn du es bei deiner Mutter nicht mehr aushälst. Es ist doch klar, dass ein 9 Jähriges Kind, nicht die Tragweite seiner Entscheidung erkennen kann. Umstände können sich immer ändern.
Rede wenigstens mit irgendwem deutlich was bei euch abläuft. Warum willst du keine "Scherereien" machen, deine Mutter aber darf dir Probleme bereiten? Du bist das Kind und es ist nicht deine Aufgabe deine Eltern vor Konflikten zu schützen für die du nicht die Verantwortung trägst!
 
Schlimm finde ich wenn meine Mutter und ihr Freund Alkohol trinken und es deswegen schrecklich wird zu Hause mit viel Schreierei und Gewalt und anderen Sachen. Dann sind auch ständig Leute da und es ist alles sehr schlimm.
Meine Mutter ist auch depressiv und macht dann gar nichts aber das ist weniger schlimm als das andere.

Meine Mutter weiß dass ich weg will und sie will es manchmal auch, weil sie mich schon raus geschmissen hat aber dann will sie es auch wieder nicht, weil sie oft sagt sie bringt sich um, wenn ich weg gehe. Was ich nicht ganz denke weil sie ihren Freund hat aber genau weiß ich es nicht.

Ich weiß nicht ob mein Vater das mit dem Kindergeld weiß.

Ich mache keinen Führerschein, weil ich dafür kein Geld habe. Ich weiß nicht wie es gemeint ist mit Kopf bei den Freunden haben und dass mir das wichtiger sein sollte. Ich muss doch trotzdem irgendwo wohnen. Und ich habe nicht richtig viele Freunde leider.
 
Schlimm finde ich wenn meine Mutter und ihr Freund Alkohol trinken und es deswegen schrecklich wird zu Hause mit viel Schreierei und Gewalt und anderen Sachen. Dann sind auch ständig Leute da und es ist alles sehr schlimm.
Meine Mutter ist auch depressiv und macht dann gar nichts aber das ist weniger schlimm als das andere.

Meine Mutter weiß dass ich weg will und sie will es manchmal auch, weil sie mich schon raus geschmissen hat aber dann will sie es auch wieder nicht, weil sie oft sagt sie bringt sich um, wenn ich weg gehe. Was ich nicht ganz denke weil sie ihren Freund hat aber genau weiß ich es nicht.

Ich weiß nicht ob mein Vater das mit dem Kindergeld weiß.

Ich mache keinen Führerschein, weil ich dafür kein Geld habe. Ich weiß nicht wie es gemeint ist mit Kopf bei den Freunden haben und dass mir das wichtiger sein sollte. Ich muss doch trotzdem irgendwo wohnen. Und ich habe nicht richtig viele Freunde leider.
Weiß dein Vater von den Verhältnissen bei deiner Mutter (Alkohol, Gewalt)?
Deine Mutter erpresst dich, das konntest du mit 9 J. nicht wissen, heute bist du reifer und würdest die Situation verständlicherweise gerne ändern.

Sprich nochmal mit deinem Vater, vielleicht findet ihr gemeinsam doch eine Lösung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast einen Anspruch darauf, dass mit dir als Kind ordentlich umgegangen wird. Die Erwachsenen sind in der Verantwortung. Dieser Verantwortung werden sie im Moment nicht gerecht. Deshalb musst du das einfordern. Du MUSST das tun. Du musst verlangen, dass das Problem gelöst wird, irgendwie. Wenn du mit der Einstellung rangehst "Ich will keine Probleme machen", dann verlierst du, und dann ist es halt S****.

Dir wurde schon mehrfach gesagt, dass du zum Jugendamt gehen kannst nur zur Beratung. Wenn du unsicher bist, ruf halt anonym beim Jugendamt an und frag, ob das geht. Aber du solltest dich auch von dem Gedanken freimachen, dass du deinen Eltern keine Probleme bereiten darfst. Sie bereiten schließlich DIR die Probleme.

Es gäbe vielleicht die Möglichkeit, dass du in eine Art Betreutes Wohnen kämst oder in eine Pflegefamilie, beides eventuell in der Nähe deines Vaters. Aber ich kenne mich da nicht aus. Deswegen sollst du dich ja informieren bzw. mit den Experten beraten. Probier doch einfach mal das Kummertelefon für Kinder und Jugendliche, das ist doch keine große Sache, da mal anzurufen.

Dass du von deinem Vater enttäuscht bist, kann ich verstehen. Es ist unabhängig davon aber jetzt die falsche Reaktion, nur beleidigt zu sein und dein Ziel sein zu lassen. Gerade WEIL die Reaktion deines Vaters schwach ist, musst du ihm diesbezüglich Druck machen, immer wieder. Du musst das trennen: Das Eine sind deine Gefühle, das Andere das (geschickte) Verfolgen deiner Ziele. Dein Vater hat auch Druck/Verpflichtungen von anderer Seite. Deshalb musst du schauen, dass du da nicht zu kurz kommst. Du kannst ihm das mit dem Kindergeld und Unterhalt sagen und anregen, dass sie umziehen. Du kannst ihm ankündigen, dass du zum Jugendamt gehst, wenn bzw. weil es mit deiner Mutter zu schlimm wird. Das ist dein gutes Recht. Du kannst ihm die Sauferei, die Streiterei und die Fremden in der Wohnung schildern. Ich würde ihm auch sagen, WARUM du damals zur Mutter wolltest. Vielleicht war er damals auch ein wenig von DIR enttäuscht?

Du kannst versuchen, deinen Bruder mit ins Boot zu nehmen. Oder die neue Frau deines Vaters, falls du zu ihr ein gutes Verhältnis hast.

Übrigens, ich kenne einen Fall im Bekanntenkreis, wo ein 15-Jähriger für eine Lehre bei der Mutter ausgezogen ist und in einer anderen Stadt wohnt, in der Nähe des Vaters, aber nicht beim Vater. Ausbildungsgehalt plus Kindergeld plus Unterhalt reichen wohl zum Leben inklusive Miete. Soweit ich weiß, ist das Jugendamt nicht über diese Lösung informiert, sondern nur beide Eltern.

Vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten, wie du von der Mutter weg könntest, bis du 18 bist, z.B. ein Auslandsjahr mit Schule oder ein Internat mit Stipendium. Aber all das wird nicht von selbst passieren.

Fazit: Tu was. Schäm dich nicht für Probleme, die Andere verursachen. Rede mit (Fach-) Leuten über deine Probleme. Lass dich nicht so einfach abwimmeln. Sei laut, wenn nötig. Kümmere dich um dich selbst, sorge dafür, dass es dir gut geht. Lass deine Eltern nicht so einfach aus der Verantwortung. Und lass dich von deiner
Mutter nicht länger erpressen.

Viel Erfolg bei deinem Ziel.
 
Wenn ohnehin ein Zimmer fehlt, braucht es sowieso eine größere Wohnung. Du könntest deinem Vater anbieten, dir - bis du volljährig bist und wieder ausziehen kannst - erst mal mit dem Baby ein Zimmer zu teilen. Kleine Kinder sind meist froh, wenn sie nicht alleine schlafen müssen und sobald es in ein Alter kommt, wo es ein eigenes Zimmer will, bist du wieder weg. Dann ist die neue Wohnung später auch nicht "zu groß". Ist zwar sicher auch nicht unanstrengend, sein Zimmer mit einem so kleinen Kind zu teilen, aber besser als bei deiner Mutter leben.

Dann sollte dein Vater wirklich wissen, was bei euch abgeht. Vielleicht denkt er, du fühlst dich wegen den typischen Standardproblemen zwischen pubertierenden Jugendlichen und ihren Eltern nicht mehr wohl bei deiner Mutter. "Ich fühle mich nicht mehr wohl", dieses Gefühl haben die meisten Jugendlichen. Aber bei dir ist es viel tiefgreifender und mehr als nur ein Unwohlsein. Also kommuniziere das auch.
 
Aber ich hattw Angst meine Mutter im Stich zu lassen, das sie keinen Lebenssinn mehr sieht und sich etwas antut. Das war alles als ich ca. 9 oder 10 war.
Hallo Luisa,
erstmal tut es mir sehr leid, dass es dir mit deiner Mutter so schlecht geht und du jetzt auch nicht zu deinem Vater kannst.
Du bist praktisch deiner Mutter zuliebe und aus Angst um sie damals bei ihr geblieben, obwohl du eigentlich zu deinem Pa wolltest? Und das mit 9 Jahren... Puh...
Du solltest jetzt an Dich denken, das ist das wichtigste.
Versuche es mal hier:
Da sind Fachleute, die sich mit sowas auskennen. Du brauchst nur deinen ersten Beitrag von hier dort schreiben.
Sonst kann ich dir leider keinen weiteren Rat geben. Auf jeden Fall musst du aber da raus und an dich denken! Hast du eine Freundin mit der du sprechen kannst?
Alles Liebe!
 
Ich bin mir nicht sicher ob Du mit deinen 15 diese ganzen Erklärungen hier begreifen kannst.
Du musst mit der Enttäuschung kämpfen, dass dein Papa sein Versprechen nicht gehalten hat.
Kannst du ohne das Thema noch gut mit ihm sprechen? Hast Du den Drang wegzulaufen und könntest dir vorstellen ihm das zu sagen? Wenn du das Gefühl hast du hälst das alles nicht mehr aus, Lauf nicht hoffnungslos durch die Gegend. Gehe raus Ruf die Polizei, erklär das alles und wenn du sagst du möchtest nicht zurück zu deiner Mama dann kommst Du erstmal in eine Schutzstelle mit anderen Jugendlichen die ähnliches erlebt haben. Dann wird das Jugendamt informiert und auch dein Papa. Meine Hoffnung ist, dass er dich dann verstehen kann und nach einer Lösung sucht für euch. Eltern denken oft das ihre Kinder "übertreiben", gerade in dem Alter. Du bist hilflos du musst ein klares Zeichen setzen. Und wenn es ist von deiner Mutter weg in eine Schutzeinrichtung zu gehen.
 

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