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Will nicht mehr studieren

Hallo,

danke für die Antworten.

Ja, das stimmt, sehe ich auch so, das Problem ist, dass ich nichts zu Ende bringe.
Oder vielleicht doch abbrechen und eine Lehre ? War ich bisher nur auf dem falschen Weg und kann deshalb nichts zu Ende bringen ?

Ich bin völlig verwirrt. Habe in den letzten Jahren ganz eindeutig falsche Entscheidungen getroffen.
Warum sollte ich mich diesmal richtig entscheiden ? Ich habe keine Ahnung welcher der beiden Wege der Richtige ist, weil ich nicht in die Zukunft blicken kann.
Ob ich mich richtig entschieden habe, werde ich erst in ein paar Jahren oder noch später wissen.

Ich bin nunmal nicht der Mensch der genau weiß was er will, für mich stehen immer mehrere Möglichkeiten offen.
Aber welche ist die Beste ?

Mein Bauchgefühl sagt mir, ich soll das Studium durchziehen.
Aber mein Bauchgefühl hat mich auch schon einige male in die Sch***e geritten.

Hab mich ja auch nicht willkürlich bisher für irgendetwas entschieden, war mehrmals in einer Studienberatung, habe ganz genau abgewägt, was ich machen will, wozu ich nütze.
Hinterher kam die Ernüchterung, trotz genauester Überlegung.

Deshalb traue ich mittlerweile weder meinem Bauch, noch meinem gesunden Menschenverstand mehr.

Was ist also jetzt die bessere Lösung ? Ich weiß es einfach nicht.
Klingt schon seltsam, aber alles, was ich bisher gut durchdacht hatte, erwies sich schließlich als falsch.
Ob ich das Gymi weitermachen sollte oder runtergehen, vor dieser Frage stand ich auch schon mal.
Nach langem überlegen dachte ich es lohnt sich 13 Jahre in der Schule zu hocken während andere etwas aus sich machen.
Dass ein Studium der falsche Weg für mich ist, hätte ich damals erkennen sollen.
Der Grund, weshalb ich das Studium nicht hinschmeißen kann so einfach ist jetzt einfach der, dass ich sehr viel Zeit auf dem Gymi verplempert hab. Wozu geht man aufs Gymnasium ? Um studieren zu können, 3 Jahre länger in der Schule zu hocken und dann ne Lehre zu machen ist Blödsinn. Oder wenn man dann diesen Weg einschlägt, dann hat man sich auch fälschlicherweise fürs Gymnasium entschieden und 3 Jahre hergeschenkt.
Wenn ich nun ne Lehre beginnen würde, hätte ich JAHRE um JAHRE verschenkt. 8 Jahre, um genau zu sein.
Deswegen ist, rein finanziell gesehen, ein Studienabbruch keine Option mehr.
Aber nur aus finanzieller Sicht. Ist Geld alles ? Vielleicht. Kann ich noch nicht einschätzen.

Und folglich komme ich wieder zu dem Ergebnis, dass ich unmöglich rational entscheiden kann, welcher Weg der Richtige ist.
Mein Bauchgefühl sagt Studium durchziehen. Aber ist das richtig ? Keine Ahnung.
Mit dem Studium bin ich jedenfalls nicht wirklich glücklich. Mit einem Abbruch wäre ich aber finanziell nicht mehr glücklich, in anderer Hinsicht. Ganz komplett glücklich zu werden scheint mir unmöglich. Entweder das eine, oder das andere, beides nicht das Gelbe vom Ei.

Bin ratlos. Was würde mein Ich in der Zukunft sagen ? Entscheide Dich für eine Lehre, denn Geld ist nicht so wichtig. Mach lieber nen einfacheren Job der Dir Spaß macht und Dich nicht ganz so vereinnahmt.
Oder würde er sagen: Ziehs durch und hol Deinen Bachelorabschluss, hinterher verdienst Du gut und es zahlt sich alles aus.
Geld spielt nunmal eine große Rolle und der Weg dorthin ist dieses Studium.
Was würde er nur sagen ?

Ich sehe mich schon selbst in einigen Jahren die Hände über dem Kopf zusammenschlagen weil ich mich wieder falsch entschieden habe. Und davor hab ich Angst.

Ich bin ratlos.
 
Hi Gast!

Du könntest ich sein...vor ca. 5-6 Jahren.
Die Konstellation war zwar ein wenig anders und die Gedanken auch, aber Studium mit Bruchlandung- japp!
Ich weiß exakt, was Du nun denkst: "Falsche Entscheidung, alles für'n A****."

Ersteinmal sei Dir folgendes ans Herz gelegt:
"Ein Mensch kann sich nur richtig entscheiden."
Warum? Simpel: Anhand der Informationen, die Du früher hattest hast Du Dich entschieden zu studieren. Nach einigen Jahren nun stellt sich heraus, daß die Informationen vielleicht nicht vollständig waren.
Nun gibst Du Dir die Schuld dafür, daß Du neue Informationen gewonnen hast.
Stell' Dir 'mal folgende Frage: Wie kannst Du überhaupt irgendeine eine Entscheidung perfekt treffen?
Antwort: Garnicht. Es gibt immer Dinge, die Du noch nicht kennst, die Du nicht berücksichtigst, weil Du meinst es spiele keine Rolle usw.
Dabei ist es egal ob die Frage ist "Pepsi, Cola oder Africola?" oder "Studieren? Ja/Nein!?".
Du hast eine Entscheidung getroffen, nach bestem Wissen und gewissen (Studienberatung hast Du ja auch genutzt)!
MEHR ist von einem Menschen nicht zu verlangen! Mehr geht nicht!
Trotz allen Bemühungen war die Entscheidung im Nachhinein betrachtet Mist.
Aber zum damaligen Zeitpunkt ist Dir nichts vorzuwerfen!

Verstehst Du, was ich meine? Du urteilst über Dein VERGANGENES Ich aus der heutigen Perspektive! Das kann ja nur in die Hose gehen! Stell Dir mal vor, Du gehst weiter zurück und sagst Dir: "Mann! War ich doof! Zu laufen ist ja so einfach. Warum habe ich mich damals soundso x-mal auf die Fre*** gelegt!?"
Macht keinen Sinn, oder?

Also: Siehe es eher so, daß Du Erfahrungen gewonnen hast, auch wenn das bedeutet, daß der Zug auf dem Du sitzt wohl nichts für Dich ist.

"Was nun?" ist also die Frage.
Du hast öfters geschrieben, daß Du lieber arbeiten willst. Endlich etwas tun willst, anstatt über Büchern zu hocken.
Von daher würde ich sagen: Auf geht's. Wenn das Studium Dich quält, Du dort wie mit Klebstoff unter den Sohlen vorwärts gehst und einfach nurnoch sagst "SCHEISSE!", wenn es dort für Dich keine positiven Herausforderungen gibt, sondern alles nurnoch Mist ist, wenn Du einfach keinerlei Drive für die Thematik hast, weil Dir alles auf den Geist geht.....dann mach' das, worauf Du Lust hast!

Last but not least: Thema Geld. Geld zu haben ist eine schöne Sache, klar. Aber Geld ist nicht alles im Leben. Auch mit wenig Geld kann man ein gutes Leben führen. Man fährt dann nicht den SLK, das ist klar, aber heutzutage kommt man auch durchaus mit 13000 EUR pro Jahr gut zurecht.
Die Frage ist hier immer nur, wie man an Dinge herangeht. Ein paar Beispiele:

Der Tisch von "Designerhaus xyz" würde exakt in Deine Wohnung passen ist aber viel zu teuer?
Okay. Dann bau' Dir selber einen!

Der SLK ist zu teuer in der Anschaffung/Unterhalt?
Okay. Der Polo tut's auch und alle Jubeljahre mietet man sich mal für ein WE einen SLK. (Ist eh besser so, oder willst Du die Steuern/Versicherung für so ein Teil bzahlen? 🙂 )

Der luxus Urlaub nach Ägypten ist zu teuer?
Okay. Also mit 2 Kumpel zusammengelegt für eine Ferienwohnung in Spanien.

usw. usf.

Man kann also vieles auch ohne viel Geld machen. Persönliche Fähigkeiten und Erfahrungen sind viel mehr wert, als Du es Dir im Moment noch träumen magst.
Stell' Dir alleine nurmal vor ein Möbelstück in Deiner Wohnung selbst gebastelt zu haben. Jeden abend sitzt Du zum Abendbrot an DEINEM Tisch. Nicht am Designtisch einer Firma, die arme Chinesen knechtet, damit sie den shit für viel Geld an Dich verkaufen können.

Und letztlich: Wenn Du gut in Deinem Job (Den Du ja dann magst) bist, so wird auch das Geld von alleine kommen!

Also: Kurz zusammengefasst:

1. Höre auf Dich selbst mit vergangenen Entscheidungen plattzumachen. Du hattest gute Gründe für Deine Entscheidung.

2. Gehe Deinen Weg, auch wenn es schwer fällt (Glaube mir, ich weiß wovon ich rede. Ich weiß exakt, wie es ist, wenn einem das Leben die Lernkurve sooo steil macht, daß man denkt man kullert diese Kurve gleich rückwärts wieder herunter.).
Siehe das Ganze als eine längere Phase des Wachsens!

3. Wenig Geld zu haben ist nichts wofür man sich schämen muß. Investiere in Deine Fähigkeiten und Du wirst extrem viel Freude daraus entnehmen und letztlich wird auch das Geld kommen.

Ich hoffe, Du lässt Dir einiges davon durch den Kopf gehen.
Ich weiß, was Du gerade durchmachst. Siehe es meinetwegen als Prüfung vom Universum an und vertraue darauf, daß Du nach dem Gang durch die Dunkelheit stärker auf der anderen Seite heraustreten wirst.

Ich wünsche Dir die nötige Kraft und Leichtigkeit auf dem Weg- je nachdem, was Du gerade brauchst...

Grüße
Anderer Gast ;-)
 
Lieber Gast,

ich habe das Gefühl in einer ähnlichen Situation zu stecken. Nun hast du diesen Hilferuf ja vor mehr als zwei Jahren verfasst. Wie hast du dich denn letztendlich entschieden und bist du nun glücklicher?

Liebe Grüße
Ein anderer Gast
 
Wenn man schon 2 gescheiterte Studien hinter sich hat, dann ist es doch das größte Signal, dass ein Studium der falsche Weg ist für dich. Ich nehme an, diese hast du auch am Anfang also in den Anfangssemestern geschmissen. Gerade das zeigt doch, dass es nichts ist. Anders wäre es, wenn du diese vorangetrieben hättest bis zum Ende und wenigstens da gesagt hättest, das ist nichts für dich. Auch das ist zwar nicht der Idealfall, aber immerhin hätte es gezeigt, dass du ein Studium voranbringen kannst.

Mach doch eine Ausbildung und verdien dei Geld. Wenn du danach merkst, du kannst und willst mehr, dann kannst du immernoch, auch jenseits der 30 was studieren! Aber Bitte voranbringen und nicht reinschnuppern und abbrechen und ins nächste Fach stürzen.
 
Wenn man schon 2 gescheiterte Studien hinter sich hat, dann ist es doch das größte Signal, dass ein Studium der falsche Weg ist für dich. Ich nehme an, diese hast du auch am Anfang also in den Anfangssemestern geschmissen. Gerade das zeigt doch, dass es nichts ist. Anders wäre es, wenn du diese vorangetrieben hättest bis zum Ende und wenigstens da gesagt hättest, das ist nichts für dich. Auch das ist zwar nicht der Idealfall, aber immerhin hätte es gezeigt, dass du ein Studium voranbringen kannst.

Mach doch eine Ausbildung und verdien dei Geld. Wenn du danach merkst, du kannst und willst mehr, dann kannst du immernoch, auch jenseits der 30 was studieren! Aber Bitte voranbringen und nicht reinschnuppern und abbrechen und ins nächste Fach stürzen.
So sehe ich das auch. Ein Studium erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen. Das ist nichts für jede/n.

Du musst aber von irgendwas leben, falls der Hartz IV-Satz dir auf Dauer nicht ausreicht. Also mach' eine Ausbildung, zieh' sie durch und schließe sie ab, bevor du eines Tages dafür zu alt bist. MIt 25 ist es dafür zwar noch lange nicht zu spät, aber irgendwann wird es zu spät sein!

Der ideale Beruf, bei dem dir der rote Teppich ausgerollt wird und es keine Durststrecken gibt, existiert sowieso nicht. Am besten findest du dich damit gleich ab, es sei denn, wie gesagt, Hartz IV reicht dir zeitlebens aus.

Sind dein Burnout bzw. deine Depression fachärztlich diagnostiziert oder hast du dir diese Diagnose selbst ausgestellt, weil du keinen Bock mehr hast? Lass' dich in der Psychotherapie mental ein wenig aufpäppeln, zieh' dann eine Lehre durch, und alles ist in Butter. Mit 25 ist dein Leben noch lange nicht ruiniert. Noch ist es früh genug, die Reißleine zu ziehen. Da dich drei Studiengänge nur angewidert haben, ist es unwahrscheinlich, dass du den Entschluss, auf eine Ausbildung umzusatteln, später bereuen würdest. Du hast ja nun erkannt, dass ein Studium nichts für dich ist. Was bringen dir Jahrzehnte in einem verhassten Beruf? Willst du dich sehenden Auges in die Frühpensionierung treiben?

Und hör' mit dem Lamento auf, dass andere in deinem Alter schon längst Geld verdienen. Was die anderen machen oder gemacht haben, bringt dich keinen Schritt weiter, sondern wirft dich nur noch mehr zurück. Was geschehen ist, kannst du nicht mehr ändern. Beeinflussen kannst du nur die Gegenwart und Zukunft. Sorge dafür, dass deine Fehler sich in der Zukunft nicht noch weiter fortsetzen.

Ich habe auch erst ab Ende 20 regelmäßig einigermaßen Geld verdient (Anwärterbezüge als Rechtsreferendarin) und ab 31 nach dem 2. juristischen Staatsexamen dann "richtig". So tragisch fand ich es nicht, vorher nur wenig Geld zu haben und mir nichts leisten zu können. Ich habe ab er auch nicht vorrangig studiert, um möglichst reich damit zu werden, sondern um intellektuell entsprechend meinen Fähigkeiten (ich gehörte zu den besten Abiturienten meiner Jahrgangsstufe, die immerhin aus 112 Personen bestand) gefordert zu sein. Geld war mir dabei zwar nicht völlig unwichtig (man muss ja schließlich von was leben und will auch nicht jeden Cent umdrehen müssen), spielte aber nicht die Hauptrolle. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, ja Jus ist glaube ich nicht das Beste Studium um sich zu bilden. Jura/Jus kann man halt viel am Arbeitsmarkt machen im Gegensatz zu Philosophie.
 
Hallo,

du hast schon recht: Man muss nicht studiert haben. Vergiss das, was eure Lehrer und evtl. auch andere euch eingetrichtert haben. Finde erst mal zu dir und überlege dir dann, welche Themen und Gebiete dich interessieren. Danach schaust du nach einem Ausbildungsplatz der auf deinem Gebiet liegt. In diesem mach eine Ausbildung (vielleicht verdienst du dabei schon Geld). Du kannst dich später immer noch durch Zusatzqualifikationen "hocharbeiten" und damit auch mehr Geld verdienen. Mach dir nichts draus, wenn die anderen Azubis jünger sind als du. Ihr habt alle das selbe Ziel.
Alles Gute!
 

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