Wenn man schon 2 gescheiterte Studien hinter sich hat, dann ist es doch das größte Signal, dass ein Studium der falsche Weg ist für dich. Ich nehme an, diese hast du auch am Anfang also in den Anfangssemestern geschmissen. Gerade das zeigt doch, dass es nichts ist. Anders wäre es, wenn du diese vorangetrieben hättest bis zum Ende und wenigstens da gesagt hättest, das ist nichts für dich. Auch das ist zwar nicht der Idealfall, aber immerhin hätte es gezeigt, dass du ein Studium voranbringen kannst.
Mach doch eine Ausbildung und verdien dei Geld. Wenn du danach merkst, du kannst und willst mehr, dann kannst du immernoch, auch jenseits der 30 was studieren! Aber Bitte voranbringen und nicht reinschnuppern und abbrechen und ins nächste Fach stürzen.
So sehe ich das auch. Ein Studium erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen. Das ist nichts für jede/n.
Du musst aber von irgendwas leben, falls der Hartz IV-Satz dir auf Dauer nicht ausreicht. Also mach' eine Ausbildung, zieh' sie durch und schließe sie ab, bevor du eines Tages dafür zu alt bist. MIt 25 ist es dafür zwar noch lange nicht zu spät, aber irgendwann wird es zu spät sein!
Der ideale Beruf, bei dem dir der rote Teppich ausgerollt wird und es keine Durststrecken gibt, existiert sowieso nicht. Am besten findest du dich damit gleich ab, es sei denn, wie gesagt, Hartz IV reicht dir zeitlebens aus.
Sind dein Burnout bzw. deine Depression fachärztlich diagnostiziert oder hast du dir diese Diagnose selbst ausgestellt, weil du keinen Bock mehr hast? Lass' dich in der Psychotherapie mental ein wenig aufpäppeln, zieh' dann eine Lehre durch, und alles ist in Butter. Mit 25 ist dein Leben noch lange nicht ruiniert. Noch ist es früh genug, die Reißleine zu ziehen. Da dich drei Studiengänge nur angewidert haben, ist es unwahrscheinlich, dass du den Entschluss, auf eine Ausbildung umzusatteln, später bereuen würdest. Du hast ja nun erkannt, dass ein Studium nichts für dich ist. Was bringen dir Jahrzehnte in einem verhassten Beruf? Willst du dich sehenden Auges in die Frühpensionierung treiben?
Und hör' mit dem Lamento auf, dass andere in deinem Alter schon längst Geld verdienen. Was die anderen machen oder gemacht haben, bringt
dich keinen Schritt weiter, sondern wirft dich nur noch mehr zurück. Was geschehen ist, kannst du nicht mehr ändern. Beeinflussen kannst du nur die Gegenwart und Zukunft. Sorge dafür, dass deine Fehler sich in der Zukunft nicht noch weiter fortsetzen.
Ich habe auch erst ab Ende 20 regelmäßig einigermaßen Geld verdient (Anwärterbezüge als Rechtsreferendarin) und ab 31 nach dem 2. juristischen Staatsexamen dann "richtig". So tragisch fand ich es nicht, vorher nur wenig Geld zu haben und mir nichts leisten zu können. Ich habe ab er auch nicht vorrangig studiert, um möglichst reich damit zu werden, sondern um intellektuell entsprechend meinen Fähigkeiten (ich gehörte zu den besten Abiturienten meiner Jahrgangsstufe, die immerhin aus 112 Personen bestand) gefordert zu sein. Geld war mir dabei zwar nicht völlig unwichtig (man muss ja schließlich von was leben und will auch nicht jeden Cent umdrehen müssen), spielte aber nicht die Hauptrolle. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.