Hallo Tyra
Gewalt ist an Macht gekoppelt und wer will nicht mal mächtig sein?
Für mich sind Gewaltphantasien nicht nur an Macht gekoppelt, sondern viel häufiger an Ohnmacht. Wenn ich verletzt werde, wie auch immer das geschehen sein mag, und nichts dagegen machen konnte, sind Gefühle wie Wut oder Haß, und Rachegedanken für mich ganz normal. Und Gewaltphantasien können auftauchen. Auch das ist für mich ganz normal. Sie tauchen von selbst auf und man muss schauen, wie man die Situation verarbeiten kann, ohne seine Phantasien in der Realität auszuleben.
In unserer Gesellschaft gibt es das Inzesttabu, d.h. Verwandte und eigene Kinder sind als Sexpartner tabu..das ist sone Regel, die durchaus Sinn macht.
Eltern sollten sich ihren Kindern stets total asexuell ggü verhalten...egal in welchem Alter
Das sehe ich genauso.
spielerischer Umgang wie Günter meint versteh ich hier nicht ganz...
Der Ausdruck mag missverständlich gewesen sein. Ich meinte natürlich nicht, dass es zu Berührungen kommt, auch nicht mit Worten.
Ab etwa 10 Jahren bekommen Mädchen einfach auch eine weibliche und ein paar Jahre später auch eine erotische Ausstrahlung. Und die wirkt eben auch auf die Männer der eigenen Familie. Inzestverbot und Schamgefühle regeln ja gerade, dass es zu keiner sexuellen Annäherungen in der Familie kommt.
Mit spielerisch meinte ich, dass erwachsene Männer die Ausstrahlung der Mädchen wahrnehmen werden, aber genauso darauf reagieren sollten, wie sie es in anderen Bereichen auch gemacht haben. Sie müssen sich diesem neuen Aspekt ja auch irgendwie stellen. Und als Vater muss man ja nun nicht einfach nur verkrampfen, wenn man die neue Ausstrahlung seiner Tochter wahrnimmt. Wie sollte ein Vater reagieren? Fürsorglich vielleicht, aber eben auch spielerisch. Nicht ernsthaft, nicht wirklich.
Ich sehe es als nicht normal an wenn Onkel ihre Nichten als mögliches Sexpartnerinnen avisieren...oder sich ihr ggü wie einer beliebigen Frau benehmen, rumflirten, die Nummer Balzverhalten starten...da weckt man ggf. nur schlafende Hunde/Triebe....hier sollte man ne Grenze ziehen..man sollte sich hier professionell asexuell verhalten
Das sehe ich auch so. Aber diese schlafenden Hunde existieren eben. Und das ist es auch, was ich die ganze Zeit sagen wollte. Diese Gefühle sind vorhanden. Und sie können auch zu entsprechenden Phantasien führen. Es ist an den Erwachsenen, wie sie mit diesen Gefühlen und evtl auch mit ihren Phantasien umgehen. Und an diesem Punkt stellt sich die Frage, was in Männern vor sich geht, die diesen Gefühlen und auch diesen Phantasien nachgehen.
Das mit der Badewanne hab ich nicht so ganz kapiert...normalerweise wollen 10- oder 15-jährige nicht mehr mit ihren Eltern in die WAnne steigen?? Das ist auch wieder sone natürliche Abwehrreaktion und Inzestschranke.
Ich habe einfach nur nach einem Beispiel gesucht, weil ich durch meine Offenheit als Kinderschänder schlechthin betrachtet wurde. Tatsächlich glaube ich, dass die Gefühle und vielleicht auch die Phantasien, die bei Tätern auftreten, in fast jedem Mann vorhanden sind. Das zu leugnen halte ich für verlogen. Es ist eben die Frage, wie der Einzelne damit umgeht und da ist auch die Grenze zu Tätern. Pflegt jemand diese Gefühle, oder vermeidet er sie. Pflegt jemand diese Phantasien, oder vermeidet er sie. Und, im letzten Schritt, nähert sich jemand real an, sei es nun durch Worte, oder durch Handlungen, oder macht er es nicht.
Günter