AW: Wieso fühlen sich viele "Normalesser" angegriffen, wenn Vegetarier sich outen?
Hallo EuFrank!
Du schreibst gern und viel. Es ist sicher so, daß man über verschiedenste Themen, auch Tierquälerei, kontrovers „diskutieren“ kann. Ob dies zielführend ist oder dadurch lediglich ein persönliches Ego gepflegt wird, sei dahingestellt. Diese Art der Diskussion, also Scharmützel auf Nebenkriegsschauplätzen, wird leider allzu oft in unserem Land geführt, mancher sieht Meinungsfreiheit darin und vergißt dabei daß Ursachen für manche Ungereimtheit oft tiefer liegen. Hier und da ist es auch sicher bequem und nicht zu vergessen, ein Beitrag zur Verbesserung dieser Welt wurde ja auch geleistet – oder ?
In diesem Zusammenhang den Begriff „Vernunft“ einzuführen, scheint mir kontraproduktiv, da dieser Begriff ein Schließen auf Zusammenhänge beinhaltet (philosophische Sicht). Betrachtet man die bisherigen 9 Seiten der „Debatte“, so ist zu bemerken, daß offenbar eine freiwillige Selbstzensur greift, die nicht erkennen läßt, daß auch nur der Versuch unternommen wird, das Thema (soweit es denn eines ist) in einem Zusammenhang betrachten zu wollen.
Im Weiteren meine ich durchaus, daß es die Zeit wäre sich auch über einen anderen Begriff einig zu werden. Ich meine den Begriff „Diskussion“ . Man mag ihn nachschlagen und auseinandernehmen; bleiben wird zwischenmenschliche Kommunikation, Meinungsaustausch, das Argument, gegenseitiger Respekt und z.B. zumindest der Versuch, einer Lösung nahe zu kommen.
Nicht wenige der Themen entsprechen leider nicht diesen Standards; ein Zerreden von Themen, Scheinargumente, ein sich drehen im Kreis ist recht häufig die Folge. Hin und wieder beschleicht einen das Gefühl, das diskutiert wird der Diskussion willen. So manches Thema leidet in diesem Zusammenhang deutlich.
Wir alle könnten dabei eigentlich nur gewinnen !