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Wieder ein Gefühl von Würde bekommen

Was ich damit sagen will GrayBear, wir sind Kinder Gottes. Wir SIND Toll!!! Ich meine nicht einfach eine Emotion, ich meine etwas tief in sich tragendes.
 
So ich gehe jetzt duschen und dann beten. Dann gibts wieder kaffee mit Ziggis. Heute male ich zusammen mit meiner Mutter. Wegen diesem fehlenden Würdegefühl lebe ich mich total narzisstisch mit meinen selbstgemalten Bildern aus. Ich will am liebsten ganz viele Kommentare zu meinen Bildern, Begeisterung und Lob. Das ist richtig ne Sucht geworden. Das ist nichtmehr normal das ich und meine selbstgemalten Bilder. Ausserdem wenig effektiv da es sooo viele bessere Künstler gibt als mich. Ich sah mal eine Fernsehsendung über eine alte Schauspielerin die mal begeistert auf der Bühne stand. Eigentlich merkte man in der Doku dass sie einfach nur alt und einsam ist. Aber sie erzählte ständig nur von ihren Bühnenauftritten. So will ich nie werden! Und ich und meine selbstgemalten Bilder, wir sind bereits wie diese alte Frau.
 
"Die Leichtigkeit des Seins" hat mir tatsächlich so gut wie immer gefehlt, aber in den letzten 10 Jahren habe ich angefangen zu verstehen, dass ich mich einfach nicht getraut habe zu zeigen, wer ich bin und sein möchte. Ich habe mich immer an den Ansprüchen anderer orientiert und versucht, einen Kompromiss zu finden. Als Überlebensstrategie ist das manchmal auch erforderlich.

Aus Deiner Aussage, dass wir Kinder Gottes sind, kann ich leider nichts mehr "tolles" ableiten, denn ich bin meinem früheren Glauben entwachsen. Das hat erst einmal eine ziemliche Leere und Unsicherheit in mir hinterlassen. Aber heute ist dem nicht mehr so. Diese Leere habe ich als eine menschliche Sehnsucht nach einem Sinn zu verstehen gelernt, den ich aber nicht immer finden kann. Manches macht auf dieser Welt einfach keinen Sinn und ich muss eher das akzeptieren und aushalten lernen, als mich mit etwas zu zu kleistern, dass sich dann wieder als "Luftnummer" erweist.

Vielleicht hat Deine und meine "Ernüchterung" wirklich etwas mit dem Alter zu tun, denn nicht immer ist es ein Segen, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Tatsächlich wäre mir im ersten Moment manchmal eine Illusion auch lieber, mit der es sich leichter leben lässt, aber eben nur im ersten Moment. So manche Hoffnung, so mancher Idealismus geht einem im Laufe der Zeit verloren. Das fühlt sich erst einmal traurig an. Aber ist es das nur? Wenn das "Tragende" sich als "fragwürdig" oder gar als "Illusion" herausstellt, ist nicht auch das ein Fortschritt?

So profan das auch klingt: der Nachteil am Fortschritt ist, dass man manches zurücklassen muss. Dazu zählt für mich auch, dass ich die Sicherheit meines Glaubens und dessen Geborgenheit aufgeben musste. Das fehlt mir. Aber ich habe einen unverstellteren Blick auf die Sterne. Das hat auch was.

Ist Deine vermisste "Selbstwürde" vielleicht nur die erweiterte Erkenntnis, was real ist und was nicht? Du wirst erwachsener und das bedeutet immer auch, sich mit Verlusten auseinandersetzen zu müssen, denn es kommt für niemanden immer nur etwas dazu.
 
Hallo GrayBear,

das mit deinem Glauben tut mir leid und ich wollte auf keinen Fall religiös übergriffig sein. Ich habe mir meinen Glauben nicht ausgesucht, Gott hat mit mir geredet wie aus dem nichts als ich Selbstmord begehen wollte. Mein Glaube ist keine Wahl sondern einfach meine Erfahrung so bin ich nunmal. Ich erinnere mich aber sehr gut an atheistische Zeiten und ich mag auch atheisten ganz gerne. Auch Religionskritik und Witze über Religion. Eine Distnaz zus seinem Glauben zu haben, eine gesunde, finde ich gut! Für mich ist der Spruch genauso wie: Du bist Kind des Universums GrayBear, Du bist toll!
 
Du warst nicht übergriffig, keine Sorge. 🙂

Verzeih mir, wenn ich nochmals nachhake: Du glaubst, ein Kind Gottes zu sein und hast damit den größten und stärksten Verbündeten an Deiner Seite, der Dich liebt und an Dich glaubt und dann ist "Selbstwürde" für Dich ein Thema? Kann es mehr Unterstützung überhaupt geben? Wieviel mehr "Würde" kann es geben, als ein Kind Gottes zu sein? Darf und kann das nicht alle Deine Zweifel zerstreuen?

Verzeih mir, aber mit solchen Fragen fing mein "Unglaube" an. Vielleicht bin eher ich "übergriffig"?
 
Du warst nicht übergriffig, keine Sorge. 🙂

Verzeih mir, wenn ich nochmals nachhake: Du glaubst, ein Kind Gottes zu sein und hast damit den größten und stärksten Verbündeten an Deiner Seite, der Dich liebt und an Dich glaubt und dann ist "Selbstwürde" für Dich ein Thema? Kann es mehr Unterstützung überhaupt geben? Wieviel mehr "Würde" kann es geben, als ein Kind Gottes zu sein? Darf und kann das nicht alle Deine Zweifel zerstreuen?

Verzeih mir, aber mit solchen Fragen fing mein "Unglaube" an. Vielleicht bin eher ich "übergriffig"?
Denke einbischen weiter GrayBear, wir alle müssen auf diesem Planeten immer wieder durch Leid hindurch.... und ich weiss jetzt dass Gott exisitert. Und er schützt mich nicht davor. Gibt es tiefere Selbstzweifel? Ja Gott ist IMMER für mich da und stützt mich. Aber ganz ehrlich er hat nicht mein Wesen, er ist nicht ein Geschöpf. Ich definiere mich nicht über Gott. Ich bin nunmal ein kleiner Rebell 😉
 
Ich möchte nicht Deinen Glauben anzweifeln, denn das steht mir nicht zu. Du hattest gefragt, wie Du mehr "Selbstwürde" erlangen könntest. Nun, der Glaube ist dafür eine gute Quelle, aber bei Dir scheint das nicht so zu sein. Für mich ist es die über die Jahre gereifte Gelassenheit, mich nicht mehr ständig selbst anzuzweifeln, denn genau das führt zu diesem Gefühl des "Selbstzweifels".

Aus meiner Sicht musst Du also nichts "tun" oder "anders machen", sondern nur damit aufhören, Dich selbst anzuzweifeln und das ist schon schwer genug. Es ist diese Sache mit dem halb leeren oder halb vollen Glas. Deine eigene Sicht bewirkt Dein Problem. Also ändere Deinen Umgang mit Dir und Deine Sicht auf Dich selbst und Deine Frage verliert an Bedeutung. Deinen Selbstwert musst Du selbst nur zulassen, er ist nie weg, nur zugeschüttet vom eigenen Denken. Die Antwort ergibt sich daraus, die Frage nicht mehr zu stellen.

PS: Und wenn Du mich nochmal aufforderst, ein bisschen weiter zu denken, dann aber ... 😀
 
Ich möchte nicht Deinen Glauben anzweifeln, denn das steht mir nicht zu. Du hattest gefragt, wie Du mehr "Selbstwürde" erlangen könntest. Nun, der Glaube ist dafür eine gute Quelle, aber bei Dir scheint das nicht so zu sein. Für mich ist es die über die Jahre gereifte Gelassenheit, mich nicht mehr ständig selbst anzuzweifeln, denn genau das führt zu diesem Gefühl des "Selbstzweifels".

Aus meiner Sicht musst Du also nichts "tun" oder "anders machen", sondern nur damit aufhören, Dich selbst anzuzweifeln und das ist schon schwer genug. Es ist diese Sache mit dem halb leeren oder halb vollen Glas. Deine eigene Sicht bewirkt Dein Problem. Also ändere Deinen Umgang mit Dir und Deine Sicht auf Dich selbst und Deine Frage verliert an Bedeutung. Deinen Selbstwert musst Du selbst nur zulassen, er ist nie weg, nur zugeschüttet vom eigenen Denken.
Vielen lieben dank ich probiers. Ich glaube ich bin etwas konditioniert an mir selbst zu zweifeln ich mache das nichtmal bewußt. Es passiert ganz schnell und automatisch. Habe schon zum ersten Mal vor einer Woche Yoga ausprobiert und Meditation möchte ich auch mal ausprobieren. Das hilft sicher solche Konditioniereungen aufzuheben. Vielen Dank Dir GrayBear, auch wenn Du Deinen Glauben verloren hast bist du doch ein weiser Mensch der anderen viel Input geben kann.
 
t. Es verschaffen sich einige Frauen dieses Gefühl auch mal auf oberfläcliche Weise indem sie sich viel pflegen und Wellness machen, z.b. indem sie ihre Haare pflegen oder sich schmincken usw.. mir hilft das aber nicht da mir Aussehen nicht so viel bedeutet.

Dabei muss es noch nicht einmal um das Aussehen gehen. Haare fühlen sich z B nach dem Waschen besser an und sich mit Lotion einzucremen kann genau so angenehm sein wie Duschen. Auch in der Natur zu sein, mit Pflanzen zu arbeiten oder Tiere zu füttern kann ein besseres Gefühl geben.
 

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