Hallo berchen,
einen Verlust zu verarbeiten ist, wenn es um Menschen geht, schwierig.
Denn der Glaube, dass ein Mensch nah bei einem selber sein sollte, ist sehr stark in den Menschen.
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Vieles im Leben hat seinen Sinn. Vermutlich sogar alles. So schmerzlich der Verlust ist, so sehr bist Du aufgefordert, Dich mit dem Thema Verlust und Tod zu beschäftigen.
Solange, bis Du eine passende Antwort darauf für Dich gefunden hast, die kein, kaum oder wenig Leiden bereitet.
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Um schmerzliche Dinge im Alltag und auch bei dem Thema Tod und Verlust verarbeiten zu können, ist es wichtig zu wissen, wie der Gedanke Verlust- Tod- Schmerz zusammenhängt.
Und das entscheidende Wort dabei ist "Gedanke".
Die Gedanken, das Denken über etwas, wie etwas ist.
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Ich werde jetzt etwas (vielleicht) radikal klingendes schreiben. Denn meine Ansicht ist, wovon ich überzeugt bin, dass die Wahrnehmung und die Gedanken über Dinge und Abläufe im Leben das Empfinden steuern.
Also, so wie Du über etwas im Leben denkst, so bestimmst Du auch Dein Empfinden dazu.
Das heisst, ganz konkret auf Deine Situation bezogen, sobald du den Gedanken denkst "ich wollte ein Kind; ich hatte ein Kind, aber ich verlor das Kind, obwohl ich es haben wollte."
Sobald Du diesen Gedanken denkst, leidest Du. Weil Du in dieser Sichtweise 100% das Kind haben wolltest.
Das manchmal äußere Einflüsse wie Schicksal, Fügungen oder teils völlig unverständliche Dinge auftauchen, kann Dich in den Wahnsinn treiben ( und jeden anderen Menschen in einer ähnlichen Situation), wenn Du gedanklich daran festhälst "ich muss das Kind haben".
Ich weiß, dass es der natürlichste Wunsch ist, ein Kind zu haben. Und das der Verlust sehr sehr schmerzlich ist; und zwar eben genau aufgrund des Gedankens "ich möchte ein Kind haben - ich muss ein Kind haben ".
Dieses ich möchte- ich muss... wird Dich ein Leben lang mehr oder weniger stark leiden lassen, wenn Du gedanklich denkst, dass es 100% Deine Lebensaufgabe gewesen ist, dieses eine Kind haben zu müssen - im negativen Sinn kann es zur Verzweifelung führen.
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Der positive, gedankliche Ansatz daran ist, auch wenn es sich völlig "krank" ( also völlig neu und unbekannt) anhört, die Sichtweise zu ändern, von dem "ich muss ein Kind haben" bzw. "ich möchte 100% dieses Kind haben".
Es ist sicherlich schwer, da etwas neues gedanklich zuzulassen.
Hilfen dazu, zum Verstehen des Verlustes, kann die Vergangenheit bieten.
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Es passiert manchmal, dass auch in der Vergangenheit; also Deiner Eltern, oder deren vorheriger Generation ähnliche Schicksalsschläge stattgefunden haben.
Du könntest zum einen nachforschen, inwieweit innerhalb Deiner Verwandtschaft, oder Familie/ Eltern Väter-/-Mütterlicherseits ähnliche Kindesverluste stattgefunden haben.
Der Sinn davon ist: Beruhigung finden.
(Mag sein, dass sich es krank anhört und wirr; aber es ist eine gedankliche Überlegung, die eben neu für Dich ist, wenn Du das Gefühl hast, es ist krank, was ich schreibe)
Wenn Du weisst, dass es in Deiner Familiengeschichte so etwas ähnliches schonmal gegeben hat, dann ist das ein ganz kleiner Trost. Da es dann kein Einzelfall mehr innerhalb Deines Stammbaumes ist.
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Eine weitere Möglichkeit die Vergangenheit zu beleuchten, ist das Thema Rückführung.
Das kann sich ebenfalls neu anhören.
Es gibt die Gedanken an Wiedergeburt. Das ein Mensch schonmal in einem anderen Körper, zu einer anderen Zeit, unter anderen Umständen andere Erfahrungen erlebt hatte.
In einer therapeutischen Rückführung siehst Du im Idealfall Dein Leben von damals.
Es ist möglich, dass Dein verlorenes Baby damals auch schon in anderer Form mit Dir zu tun hatte.
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Es gibt Menschen, die mit Hilfe von Rückführungen anders über ihre jetzige Lebenssituation denken. Sie gelassener annehmen können; so schwer die einzelne Lebenssituation auch gerade sein mag.
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So. Jetzt habe ich diese 3 Dinge erwähnt, die mir einfallen, um Dir bei dem schmerzlichen Verlust etwas zu zeigen, was vielleicht bei Dir helfen kann.
Ich fasse es nochmal stichwortartig zusammen:
1.) Den Gedanken "ich muss...ich wollte das Kind- ich verlor das Kind" wirklich ganz lange und intensiv beobachten, und in Dich hineinfühlen, wie schmerzlich das ist -
und dann überprüfen, wie der Gedanke sich anfühlt "ich wollte das Kind- ich verlor das Kind... es sollte so sein, aus einem mir unbekannten Grund...ich beginne ganz langsam es anzunehmen ( ich probiere es anzunehmen, dass es so sein sollte)
- wenn sich der zweite Gedanke besser anfühlen sollte, als der erste Gedanke, dann kannst Du den zweiten Gedanken allmählich gegen den ersten Gedanken probieren zu tauschen.
2.) Schaue in die Vergangenheit, was innerhalb Deiner Familie und Deines Stammbaumes passiert ist; ob es da Ähnlichkeiten; ähnliche Vorfälle gegeben hat. Solltest Du fündig werden, dann kannst Du zumindest eine kleine Bestätigung finden, dass es vielleicht einen Zusammenhang gibt ( gedanklich von mir frei gesponnen im Ansatz von Bert-Hellinger, der Familienstellen maßgebend geprägt hat; unter anderem auch Thema bei ihm: den Verlust von Menschen innerhalb familiärer Strukturen)
3.) Es gibt auch die Möglichkeit eine Rückführung zu machen; Dich in Trance zu begeben, und so Bilder Deiner Vergangenheit zu sehen, wo Du evtl. auch Dein Kind als einem anderem Menschen wiederbegegnen könntest; und nach dieser Rückführung im Anschluss gelassener Deine jetzige Lebenssituation annehmen kannst.
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Ich könnte Dir noch ein paar Buchtipps und generelle Dinge schreiben; allerdings würde das jetzt gerade in der Antwort den Rahmen sprengen.
Liebe Grüße und viel Kraft und Mut auf Deinem Weg im Umgang mit dieser Situation