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Wie Verlust verarbeiten?

Hallo berchen,

dann hast Du ja einen Dauerstress, bzw. Belastungstest im Alltag.

Hm..

Ja. Es ist irgendwie immer so. Man selber hat so seine Möglichkeiten, die man kennt; und die Alternativen.

Und oft sagt man Dinge, die man selber kaum tun würde.

Ich kenne das. Ich bin früher sehr stark selber so gewesen.

Im Moment probiere ich vielen Leuten ( und auch mir selber) eher die Realität und die Konfrontation mit Situationen nahe zu legen.

Denn aus einem Verkaufsbuch stammt der Spruch ( sinngemäß): "Gehe immer dahin, wo Deine Angst ist, und Du wirst die Angst überwinden".

Also sich genau mit dem beschäftigen, was eigentlich schwer fällt.

--------

Ich weiß nicht, ob ich hier Buchtipps veröffentlichen darf...

ich mache mich hier mal kundig, und falls ja, schreib ich das Dir hier nochmal als Antwort rein.

Liebe Grüße
 
Danke "Das vierte Element",

ich kenen das mit dem konfrontieren von damals als ich einen Autounfall hatte. Ich musste mich selber zwingen wieder Auto zu fahren.

Aber wie konfrontiert man sich nach einer Eileiterschwangerschaft? Dran denken tue ich eh schon jeden Tag.

Liebe Grüße,
Indra
 
Hallo berchen,

ja im Grunde ist es, wie schon erwähnt ( unter anderem Namen), immer wieder den Gedanken lernen zu akzeptieren, dass es so kommen sollte.

Die Zeit der Trauer wird vielleicht viele Jahre brauchen, bis Du selber damit in Dir freier und gütiger mit umgehen kannst.

Nur Du bist dafür ja nicht verantwortlich, was geschehen ist.
Es gab Komplikationen; aber Du bist nicht verantwortlich dafür.

Und ausser, dass Du regelmäßig daran denkst, kann das Gegenteil auch mal helfen- an etwas anderes zu denken; sich gedanklich abzulenken, um so Distanz/ Abstand zu der erlebten Situation zu schaffen.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo Du es schaffen wirst, damit gelassener umzugehen; wenn Du es wirklich willst.

Und das Du es wirklich willst, lese ich aus Deiner Antwort heraus.

Liebe Grüße 🙂
 
Es tut mir unendlich leid für dich, Indra.

Es mag vielleicht für dich kein Trost sein, aber bei uns hat die Friedhofsverwaltung auf dem Friedhof für Eltern, die ihr Kind verloren haben ein Bereich errichtet, wo Eltern hingehen können. Solch ein Ort finde ich wichtig.

Die Frau meines Halbbruders hat auch vor 20 Jahren ein Kind verloren durch Fehlgeburt. Heute hat er 2 Kinder von etwa 12 Jahren.

Es ist schmerzhaft aber nicht das Ende.

Ich sende dir viel Kraft

Chocolat
 
Woran ich gerade denken muss:

Als mein Opa vor 11 Jahren starb war ich in der Schule.
Er lag schon ne Zeit lang im Krankenhaus und ich durfte ihn nicht mehr besuchen.
Genau als er starb bin ich weinend in der Schule zusammengebrochen.
Wie kommt sowas?
Mein Opa war wie ein Vater für mich da mein Vater immer arbeiten war und ich (auch heute noch) nie zu ihm eine gute Beziehung hatte.
Auf der Beerdigung bin ich auch fast zusammengebrochen aber mein damaliger Freund hat mich gehalten.

Ich habe es nie so schlimm erlebt wie bei ihm!
 
Hallo Gast_berchen,

Als mein Opa vor 11 Jahren starb war ich in der Schule.
Er lag schon ne Zeit lang im Krankenhaus und ich durfte ihn nicht mehr besuchen.
Genau als er starb bin ich weinend in der Schule zusammengebrochen.
Wie kommt sowas?

Das ist sowas wie "Übertragung". Oder telepathische Verbundenheit.

Menschen denken an andere Menschen, und können selbst über größte Distanzen erspüren, wie es jemandem geht.

Die meisten Menschen zweifeln daran.

Heute gibt es dafür ja die Handys. Die zwar nicht so genau sind, wie die Seele, weil die Seele das Gefühl ja spürt; ein Handy aber nur Tasten hat.

Die Funktionsweise ist die Gleiche.

Wenn Du an jemanden denkst, schreibst Du ihm eine Sms oder rufst ihn an; Dein Körper/ Deine Seele ist viel stärker mit dem Menschen verbunden.

Es heisst, so glaube ich, "Morphogenetische Felder" und ist von Rupert Sheldrake entdeckt worden, bzw. benannt worden.

Für mich ist das beste Bespeil für so etwas:

Jemand, an den Du gedacht hast, und von dem Du lange Zeit nichts mehr gehört hast, taucht plötzlich auf. Oder ruft bei Dir an.

Auch das ist diese Form der "Übertragung" oder Verbundenheit, wie ich es nenne.

---------

Es wird oft belächelt in der Gesellschaft, weil die meisten Menschen eher an das glauben, was sie sehen und anfassen können, und weniger daran, was sie nicht sehen können.

Gefühle, Empfindungen, Ausstrahlung; etwas nach aussen hin abstrahlen... das alles gehört zusammen bei den Gedanken an unbekannte / bekannte Menschen.

Auch wenn ich hier schreibe, probiere ich gedanklich eine Verbindung zu Dir aufzubauen, und mich hineinzufühlen, wie es Dir geht.


Mein Opa war wie ein Vater für mich da mein Vater immer arbeiten war und ich (auch heute noch) nie zu ihm eine gute Beziehung hatte.

Zu Deinem Vater hattest Du keine gute Beziehung, und zu Deinem Opa schon?

War Dein Opa zufällig der Vater deines Vaters?

Wobei: zunächst fällt mir dabei nur ganz plausibel auf: es ist logisch, dass Du innerlich zusammenbrichst und zusammenfällst, weil Du dich sehr verbunden gefühlt hast, mit Deinem Opa.

Auf der Beerdigung bin ich auch fast zusammengebrochen aber mein damaliger Freund hat mich gehalten.


Passt alles zusammen.

Wenn Du das Berchen bist, was vorher das normale berchen war; und nun zum Gast_berchen geworden bist, als Nick, dann wäre es ein weiteres Puzzlestück, wieso der Verlust für Dich schwer zu verarbeiten ist.

--
Körperlich gehen die Menschen von uns - in unserem Geiste leben sie weiter.


Liebe Grüße
 
Hallo "Das vierte Element",

entschuldigung das ich erst jetzt wieder schreibe, mir gehts aktuell nicht gut. Ständig Panikattacken, nehme wieder ab, mag mich nicht, etc.

Die gedankliche Übertragung durfte ich gerade wieder feststellen, ich habe eben an morgen gedacht, wo wir in eine Keramikscheune fahren möchten und im nächsten Moment rief meine Schwiegermutter an ob es noch dabei bleibt.

"War Dein Opa zufällig der Vater deines Vaters?"
Ja

Ja, Gast_berchen war ich, das "wahre" berchen.

Indra
 
Liebe Indra,

dann ist es klar, wenn Dein Opa der Vater Deines Vaters war.

Weil Dein Opa Deinen Vater wahrscheinlich dann so erzogen hat, dass er wenig Aufmerksamkeit bekam.

Das ist Deinem Opa bewusst gewesen. Deswegen hat er bei Dir probiert, es viel besser zu machen, was er bei seinem eigenen Sohn kaum hinbekam.

----------

Wenn Du gerade hungerst, dann kannst Du dich fragen, warum Du das tust?

Bist Du gerade nicht erfüllt in Deinem Leben? Fühlst Du dich zu voll in Deinem Körper, oder ist es mehr, dass Du nichts "neues" mehr in Dein Leben lassen möchtest, im Sinne von geistiger, wie körperlicher "Nahrung"?

Solltest Du die Fragen für Dich mit ja beantworten können, nun da gibt es immer mehrere Möglichkeiten damit umzugehen.

Solange Du selber Dich nicht als krank oder unwohl bezeichnest, ist das auch noch okay für Dich.

Wenn es Dich allerdings selber stört, und Du die Fragen von mir z.B. als Antwort für Dich nicht beantworten kannst, oder Dich unwohl fühlst, so empfehle ich Dir, professionelle Hilfe zu suchen.

Denn den Körper auf Dauer herunterzuhungen, geht an die Substanz.

So, als ob Du dich dafür bestrafen willst, zu existieren. Das Du es aus Deiner Sicht evtl. nicht verdient hast, einen Körper mit Deinem Geist bewohnen zu dürfen.

Das, falls es zutreffen sollte, sind Gedanken, die aufzulösen sind; und positiv ersetzt werden können.

Ich wünsche Dir bei Deinem Weg viel Glück

Liebe Grüße
 
Hallo liebes viertes Element,

"Das ist Deinem Opa bewusst gewesen. Deswegen hat er bei Dir probiert, es viel besser zu machen, was er bei seinem eigenen Sohn kaum hinbekam."

Das kann ich leider nicht beantworten, nicht einmal für mich selber. Mein Opa war halt immer da wenn ich ihn brauchte, er holte mich von der Schule ab wenn ich da mal wieder Probleme hatte (Frauenprobleme, nichts anderes.), er erklärte mir wie man Fahrräder repariert etc., mein Vater war halt arbeiten was ja "normal" ist.

Warum ich hunger?
Ich fühl mich aktuell zu dick (habe von Okt. bis jetzt 15 Kilo zugenommen dank Mirtazapin). Aktuell habe ich ca. 55 kg, wahrscheinlich aber schon wieder weniger weil ich stets das Mittagessen auslasse. Ich habe einfach keine Lust zu essen, sitze oftmals blöd hier rum und macht nichts obwohl ich soviel zu tun hätte.

Manchmal kommen mir so Gedanken wie:

Bin ich es überhaupt Wert zu existieren?
Warum habe ich so einen zauberhaften Mann und verletze ihn immer wieder?
Hat er das verdient?

Wie kann ich all das ändern?

Ich mache aktuell eine Therapie, aber nur eine Gruppentherapie in Bezug auf die Essstörung, der Therapeut hat mir ansonsten noch keine Einzeltherapie angeboten die ich wahrscheinlich dringender bräuchte.

Die Vergewaltigungen, die Eileiterschwangerschaft, der Wohnungsbrand, all das schlummert noch in mir und will raus.. aber wohin? Wo findet es Raum?

Indra
 

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