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Wie Tag und Nacht .

Ich habe es so in Erinnerung, dass Hugo alles finanziert hat, als seine Frau noch studiert hat.
Mittlerweile ist sie als Ärztin die Hauptverdienerin.

Hugo, ich finde es völlig in Ordnung, dass du dich jetzt um Haus und Kind kümmerst.

Werte das doch nicht so ab.


Aber zu blöd ein Job zu behalten.
Das ist ja keine Lösung jedesmal in der Probezeit zu gehen.

Zurzeit Frustriert mich eher das , die neue Stelle zwar eine Rollende Woche bittet, bezahlte Pausen, 30 Tage Urlaub.
Aber von der Bezahlung...
Gut ich brauche nur mein Taschengeld.

Wenn unser Sohn 12 ist, wird wieder andere Sachen möglich.
Jetzt sind wir zwingend auf verlassige Schichtpläne, kurze Wechsel bei mir angewiesen.

Damit meine Frau ihr 4-6 24h Dienste, 2x Notarzt Dienste und die normale Arbeit packt bzw wegen Kind Betreuung.
Zum Glück gibt es nichtmal eine Stechuhr im Krankenhaus...

Wie gesagt das ist nicht das Thema, meine Frau muss das klären.
( Damit sie mehr wie 5 Tage frei im Monat hat)

Das Job Center lässt mich in Ruhe bin nun seid 14.04. arbeitslos.
 
Weshalb lässt man in der Arbeitslosigkeit jedwede Struktur los? Warum lange ausschlafen? Warum Zeit totschlagen und sich langweilen?
Das muss doch nicht sein!
Mit Frau und Kind hat der Tag doch einen Ablauf, startet mit einem gemeinsamen Frühstück, Kind in die KiTa bringen und danach ist Zeit für soziales Ehrenamt und Haushalt, Einkauf, Kochen, Kind abholen und den Abend zusammen genießen. An anderen Tagen Garten, Tiere….
Weshalb scheitertest Du im Beruf, weshalb in den Probezeiten, wo ist Dein Fokus und Dein Feuer für die Berufstätigkeit geblieben, warum bleibst Du da nicht am Ball?
Jeder Tag mit Langeweile ist ein verlorener Tag und nur man selbst kann das aktiv verhindern.
Es ist egal, was man kann, es gibt für alles auch Angebote und sei es eine Leidenschaft zu teilen und beispielsweise an der VHS zu lehren. Dazu braucht es keine Ausbildung, lediglich das Können. Und ich kenne keine VHS, die nicht gerne auch neue Angebote ins Programm einbindet, sei es Literatur, Schach, kreatives Arbeiten,… oder bei der Jugendfeuerwehr/Freiwilligen Feuerwehr, beim THW, in einem Hospiz, Regionale Ferienprogramme, …
Aktiv sein muss man eben, dann entstehen auch die ganzen Gedankenkreisel nicht und man bewegt sich ständig in einem sozialen Umfeld, bleibt kommunikativ und auch teamfähig.

Struktur war das Kind in die Kita bringen.
Demnächst geht es 6:20 mit den Bus Los.

Die ersten 4 Wochen war das auch so, ich habe meine Projekte im Garten durchgezogen.
Als ich mir das Rauchen nahm, fehlt mir zurzeit die Startbelohnung sprich mich drängt doch nichts....

Ich mache etwas Garten, schaue den Tieren zu hole das Kind von der Kita ab ( war bis 31.07.) und warte das Mutti heim kommt.
Mache Abendbrot

Ich bin zur Zeit nicht fokussiert genug, das einzige was mir Spaß macht, Verträge optimieren, Geld Anlagen, das Maximum rausholen.
Die KI habe ich als Gedankenstütze gefunden ( wobei nachprüfen muss man es ja trotzdem)

Ich weis schon lange nicht mehr ,warum ich scheitere.
Ich rede mir immer ein, egal bleibe ich halt ein paar Jahre zu Hause.
Aber das kann nicht die Lösung sein.
Verdammt ich bin erst 40:/
 
Ja, das kann passieren, wenn man länger arbeitslos ist.

Käme eine Weiterbildung in Frage?

Das Arbeitsamt hätte mir eine Nichts sagende Umschulung bezahlt zum " Lagerist"
Top das könnte ich jetzt auch ohne.
Ich habe 17 Jahre mit Stapler fahren und SAP Buchungen verbracht.

Kesselwärter wäre ein Aufbau auf meine Qualifikationen.
Aber das ändert nichts es gibt keine Chemie Jobs mehr in der Nähe.

So bleibt nur der Weg Richtung Metal.
 
Bei mir ist eine OP angestanden, die mit einem Wochenlangen Krankenstand verbunden ist- ( in dem ich immer noch bin) ich habe mir sehr viel ausgemalt, was ich dann alles mache, wenn ich die Zeit für das alles wieder habe.
Dann kams anders- ich mache das alles nicht, hab mich gefragt, warum nicht.... die Lust fehlt... was ist Lust...??? Haben wir einmal satt Lust gehabt, dann nicht mehr, dann ist das ein Entzug, der wird nicht gern hingenommen, das führt dann zu der Meinung: mha, alles ist so komisch, da fehlt etwas...

Bei mir kommts echt viel auf meine Quellen an und meine Versorgung- zb seit ich mit meinem Partner zusammen bin, habe ich viele Quellen der Lust nicht mehr sehr beachtet und Hauptsächlich von dieser Liebe gelebt- ich habe diese Liebe derzeit nicht, er ist so schwer beschäftigt und kann wegen körperlicher Erschöpfung nicht halten, was ich mir versprochen habe und weil ich körperlich eingeschränkt bin durch die OP ist zur Zeit Rücksicht angesagt, viel zu viel für meinen Geschmack, aber da muss ich durch und nebenher nachdenken, wie ich die anderen Quellen wieder aktiviere, die ich versiegen lassen habe- wie du.
Bei mir, wie auch bei dir wird erst alles anders werden, wenn diese "Irritierung" gewechselt wird mit mehr Einsatz wieder, mit dem Aufnehmen all dieser Dinge wieder, die versiegt sind zur Zeit. Oder eben Neues erschließen. Das kommt noch, das wird sich so ergeben, vorausgesetzt, man hebt den A und lässt nicht zu, dass das ewig so mager ist, dieses ehemals fette Leben. Nur, wer das einmal hatte, der vermisst es- zb wie deine Frau auch merkt- ich habe keine Zeit mehr für Leben- die Arbeit schluckt alles... oder der Alltag... das müssen wir halt beizeiten mit Plan ändern.
 
Meine Strategie ist....zuerst einmal diesen ungewohnten Zustand aushalten und erkunden, ob das nicht auch richtig ist und nicht etwa falsch- wenn man mal ausgestiegen ist aus dem Gewohnten. Langeweile ist nicht selten die nötige Leere, um Neues anzufangen wollen und können. Also falls mir fade ist, dann darf das sein, das ist eine Art Vorstufe für das Kommende.
Jedenfalls nehme ich hin, dass ich das alles weg habe und bin irgendwie neugierig, wie ich weiter vorgehe, was mir so einfällt, um das zu ändern.
Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem Hobby wieder beschäftigt, sehr zäh zuerst, nachher kam Schwung auf, ich bin praktisch wieder in Produktion, es keimt die frühere Lust dafür wieder auf. Und dann....auch dieses immense Nichts, das hat was, so etwas habe ich genießen zu lernen, das ist doch ein Zustand, den sich so viele wünschen, jetzt ist er da, den nicht auszukosten, das ist doch blasphemisch.
Genieße diese Tage, sie sind eventuell lange Zeit nicht mehr....und zurückgesehnt...
Mein Schatzibärli wird diese nächsten Tage mit List und Tücke wieder auf mich gelenkt, das schaffe ich schon, ihn von der Maloche wegzulenken und mich wieder mehr ins Blickfeld zu rücken, oder zumindestens mal solche Dinge, die es auch noch gibt, statt dem Geld nachrennen oder mit ständigem Fleiß an nichts anderes mehr denken...Fleiß und Erfolg gut und schön, aber viel Zeit haben, das ist auch sehr schön. Das sehen lernen ist ein Prozess... viel Spaß bei dem, was du derzeit noch nicht voll erkannt hast als total gut auch.
 

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