Ich meinte das so:
Durch Enttäuschung möchte man nicht mehr geben als ein wenig Zuneigung. Nicht mehr das volle Programm um Verletzungen vorzubeugen.
Menschen, denen es ähnlich geht, laufen ja jede Menge herum.
Die Frage ist, wie gut das für einen selbst ist.
Gewinnt man mehr oder nimmt man sich mehr?
Im Grunde ist das nichts anderes, als sein Leben von Ängsten dirigieren zu lassen. Der Angst vor Verletzung.
Ich glaube, wir können wiederkehrende Erlebnisse, so auch solche Verletzungen, gut für uns selbst und unsere Entwicklung nutzen. Nach dem Eigenanteil forschen und daran arbeiten um es beim nächsten Versuch besser hinzubekommen.
Mein Eindruck: die mangelhafte Kommunikation scheint das größte Beziehungsproblem zu sein. Wir reden zu wenig Sinnvolles, Tiefgehendes, Ehrliches.
Wie soll man sich so verstehen und kennenlernen, wenn Gesagtes oberflächlich bleibt?
Für alles ist Zeit, aber bei wem steht ein wöchentliches Paargespräch im Kalender?
Ein kleines, ruhiges Ritual in schöner Stimmung, vielleicht mit einem Glas Wein.
Nur über die Beziehung reden, kein anderes Thema.
Jeder hat 15, 20 Minuten, sagt, was er diese Woche gut fand und was ihn beschäftigt, und der andere unterbricht nicht, versucht das anzunehmen, nachzufragen.
Mit guter, wertschätzender Kommunikation gäbe es so manches Problem nicht. Sollte echt zum Schulfach werden.