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Sag mal, hast du eigentlich Familie? Ich habe Verantwortung für mein Kind und meinen Mann. Als Alleinverdienende (mein Mann ist in Elternzeit gegangen) ist es allerhöchstens meine Pflicht darauf zu achten, dass mein Einkommen für die Familie ausreicht. Da du scheinbar noch nie so richtig gearbeitet hast, versuche ich dir das mit dem Sozialstaat mal mit ganz einfachen Worten zu erklären: ich zahle einen Haufen Sozialabgaben von meinem Gehalt. Dafür, dass ich das mache, hat der Staat die Aufgabe der sozialen Abfederung übernommen. Zum einen versorgt er Bürger, die, aus welchen Gründen auch immer, jetzt nicht für sich selbst sorgen können. Zum Anderen gibt mir der Staat die Garantie, dass ich auch abgesichert bin, falls ich mal in diese Situation gelange. Ist das jetzt angekommen oder war das immer noch zu kompliziert? Der Sozialstaat teilt sich nicht in Staat und Bedürftige. Dazu gehören auch die, die den Sozialstaat finanzieren. Und das sind die, die in die Sozialkassen einzahlen. Dafür übernimmt der Sozialstaat die Existenzsicherung. Die Zeiten in denen man sich über die Familie absichern musste waren Mitte des letzten Jahrhunderts zuende... scheinbar gibt es aber noch immer ein paar Ewiggestrige, die die Vorteile und Aufgaben des Staatswesen noch nicht ganz begriffen haben.
Ich arbeite, seit dem ich arbeiten darf. Ein komplette Familie habe ich nicht, wie du in meinem Profil lesen könntest, bin ich geschieden. Bedeutet: Alleinerziehend. Auch ich muss viel unter einen Hut kriegen und mache dennoch Gedanken über Ernährung und wo sie herkommt. Wenn du dein Kind stillst, solltest du nicht nur auf den Preis achten, von dem was du kaufst. Du isst ja nicht nur um dein Magenknurren abzustellen.
Übrigens, hier auch wieder nicht richtig gelesen: ich sagte nichts von verhungern. Da ich voll stille bekommt das Baby zu wenig Nährstoffe über die Muttermilch, wenn ich mich nicht mehr adäquat ernähren kann. Nebenbei bemerkt, auch für uns fällt die Babyaustattung nicht vom Himmel...
Was redest du hier ständig vom Himmel fallen, ich sagte günstig zu bekommen. Da du selbst Kids hast, muss deine Schwester gar nicht mal soviel kaufen, ich nehme an, dass du ihr die Sachen, die deine Kids nicht mehr brauchen überlässt, wie es in einer richtigen Familie so gehört.
Das ist das Problem an Ideologie. Sie lässt weder Spielraum für Toleranz, noch Vernunft. Auf Menschen kannst du keine Rücksicht nehmen, aber du verachtest Menschen, die bei ihrer Nahrungswahl natürgemäß nicht darüber nachdenken, wie Nutztiere sich fühlen, wenn sie zum Verzehr geschlachtet werden. Das verstehe wer will. Das ist mir ehrlich gesagt auch zu verquer.
Ich habe nie geschrieben, dass ich Menschen verachte, ich habe auch durchaus Verständnis, wenn Menschen eben nicht anders können. Habe ich eigentlich mehrfach schon erwähnt. Es geht um die, die es könnten und es nicht tun.
Du hast diese Leute dahingehend verurteilt, als du meintest, man müsse nur wollen, dann könnte man auch mit teureren Lebensmitteln leben. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass es Menschen auch hier in Deutschland gibt, die solche ethischen Bedenken nicht über die Bedenken ihres Geldbeutels stellen können und dass man dann eben tolerieren muss, dass sie die ethischen Bedenken eben nicht teilen.
An dieser Stelle möchte ich mich nicht zum x-ten mal wiederholen. Es geht um die Normalverdiener, die es durchaus könnten. Bei deiner Schwester ging es darum, dass es nicht sein kann, das jemand nur von Toast und Nudeln lebt, ausser sie hätte eine Allergie.
Einzel- und Zwischenhandel, Spekulanten an den Rohstoffbörsen usw usf. Wenn man nur mal halbwegs aufmerksam die Nachrichten verfolgt, fallen einem da spontan einige Subjekte ein, die da mitverdienen.
Es geht nicht um die "Mitverdiener", natürlich ist artgerechte Haltung teurer. Da muss man einzelnen Tieren mehr Raum zur Verfügung lassen, im Stall sowie bei den Transporten. Sowie auf natürlich Weise ernähren und aufwachsen lassen. Da brauch ich mir keine Schuldigen ausdenken, die alles teuer machen.
Schön, dass du dein eigenes Manko wenigstens erkannt hast, das lässt noch hoffen!