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Wie pervers ist die Gesesllschaft????

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(falls ich dich jetzt mal als maß aller dinge nehmen würde 😀)

Ich verbiete dir mich als Maß aller Dinge zu nehmen.

Denn im Gegensatz zu dir maße ich mir nicht an ein Urteil über Dinge zu fällen, von denen ich wenig bis keine Ahnung habe.

Die Gesellschaft mag in vielerlei Hinsicht pervers sein. Doch und das hat mir dieser thread wieder einmal mehr gezeigt ist sie in erster Linie oberflächlich und voreingenommen. Bis auf`s Blut!
 
Ich verbiete dir mich als Maß aller Dinge zu nehmen.

Denn im Gegensatz zu dir maße ich mir nicht an ein Urteil über Dinge zu fällen, von denen ich wenig bis keine Ahnung habe.

deiner logik zufolge, müsste ich dich aber schon als maß aller dinge nehmen (hab ich eh nicht vor, keine sorge. aber so nebenbei, du kannst du mir nichts verbieten 🙂)

mich würde jetzt aber schon interessieren, weshalb du dich nun auf den schlips getreten fühlst.
 
mich würde jetzt aber schon interessieren, weshalb du dich nun auf den schlips getreten fühlst.

Dieses Gefühl habe ich ganz und gar nicht.

Aber:
1. bin ich gelernter Landwirt
2. habe ich zehn Jahre im Schlachthof gearbeitet und weiß demzufolge dass die Realität schon etwas anders ist als in den Spendensammlerberichten oft dargestellt.
3. war ich zwanzig Jahre als Viehhändler mit dem LkW voll Tieren quer durch Europa unterwegs.

Ergo dürfte ich Insider sein. Mit Punkt 2 und 3 habe ich aufgehört, weil mich ständige Kontrollen verstärkt nach Spendensammlerberichten derart genervt haben, dass ausnahmslos alle Transporteure von den Kontrollbehörden mit den wenigen "schwarzen Schafen" die es wie in allen Branchen auch hier gibt in einen Topf geworfen wurden. Quasi nach dem Motto "Wer Tiere transportiert oder damit handelt ist automatisch auch ein Tierquäler".

Manche sollten vllt. mal darüber nachdenken, dass jedes Tier auf dem LkW einen Wert dargestellt hat und warum ein Interesse daran bestehen sollte dieses nicht gesund von A nach B zu bringen. Vllt. weil man weniger Gewinn machen möchte??????????????
 
Manche sollten vllt. mal darüber nachdenken, dass jedes Tier auf dem LkW einen Wert dargestellt hat und warum ein Interesse daran bestehen sollte dieses nicht gesund von A nach B zu bringen. Vllt. weil man weniger Gewinn machen möchte??????????????

Was ist das denn für ein Argument? 😱 Weil man weniger Gewinn machen möchte, karrt man die Tiere quer durch Europa? Diese Logik erschließt sich mir überhaupt nicht.

Ich kann das jedenfalls nicht gut heißen, für mich ist das in der Tat abartig. Und erst recht würde ich mich persönlich nicht zum Handlanger dieses kranken Verwertungssystems machen.

Kein Mensch würde sich vermutlich in die Situation der Tiere begeben und das dann auch noch gut heißen. Aber die Tiere haben trotzdem angeblich einen Wert? Fragt sich nur welchen...
 
Ich glaube du mißverstehst da was, Traumatisierter. Wenn ich nightrider richtig verstehe geht sein Argument da hin, daß die pauschale Einschätzung, Tiertransporter würden generell tierquälerisch eingesetzt / handeln, schon deshalb nicht stimmt, weil sie kein Interesse daran haben können, ihren Gewinn zu schmälern.
 
Solche Diskussionen wie diese hier sind das beste Beispiel dafür, wie pervers die Gesellschaft ist, mehr kann man dazu echt nicht sagen 🙁
 
Nein Fritzie, ich glaube nicht, dass ich da etwas falsch interpretiere. Das illustriert für mich sogar gerade sehr gut die Verwertungslogik, die hinter all dem steht. Wenn halt ein paar Tiere bei den langen Transportwegen abkratzen oder verwundet werden, dann lohnt es sich vom Gewinn her ja trotzdem noch allemale. Es ist eh systemimanent, weil Transporte ohnehin stark subventioniert werden, ansonsten wäre es gar nicht erst rentabel. Das heißt, jeder daran Beteiligte ist ein Mitläufer dieses Systems und nicht unmittelbar der Verursacher. Das Leben der Tiere und ihr Wohlergehen hat jedenfalls keine ausreichende Bedeutung für mich in diesem System, es gibt für mich keine wirkliche Wertschätzung des Lebens der Tiere. Und wie schön das ist, einen solchen Transport mitzumachen, das könnte jeder ja gerne freiwillig mal ausprobieren, indem er sich in die Situation der Tiere begibt...

Ich wage aber zu bezweifeln, dass das überhaupt jemand tun würde, eine solche Situation und was das für die Tiere bedeutet, einmal nachzuvollziehen. Und dann wird das Fleisch, angereichert mit so viel Stresshomonen, dann auch noch gegessen. Na Mahlzeit, so schließt sich ja dann auch der Kreis.

Ich bin jedenfalls froh, dass es die "Spendensammler" gibt. Dass es auch noch Menschen mit Rückrat gibt, die dagegen zu Recht protestieren.
 
Dieses Gefühl habe ich ganz und gar nicht.

Aber:
1. bin ich gelernter Landwirt
2. habe ich zehn Jahre im Schlachthof gearbeitet und weiß demzufolge dass die Realität schon etwas anders ist als in den Spendensammlerberichten oft dargestellt.
3. war ich zwanzig Jahre als Viehhändler mit dem LkW voll Tieren quer durch Europa unterwegs.

Ergo dürfte ich Insider sein. Mit Punkt 2 und 3 habe ich aufgehört, weil mich ständige Kontrollen verstärkt nach Spendensammlerberichten derart genervt haben, dass ausnahmslos alle Transporteure von den Kontrollbehörden mit den wenigen "schwarzen Schafen" die es wie in allen Branchen auch hier gibt in einen Topf geworfen wurden. Quasi nach dem Motto "Wer Tiere transportiert oder damit handelt ist automatisch auch ein Tierquäler".

Manche sollten vllt. mal darüber nachdenken, dass jedes Tier auf dem LkW einen Wert dargestellt hat und warum ein Interesse daran bestehen sollte dieses nicht gesund von A nach B zu bringen. Vllt. weil man weniger Gewinn machen möchte??????????????

schon komisch, dass du deswegen aufgehört hast. aber naja.

du kannst mir jetzt aber nicht erzählen, dass ausfälle nicht mit einkalkuliert werden, egal ob bei aufzucht oder transport.


keine ahnung, warum ihr hier von pauschalisierungen sprecht.
es geht um sowas
http://www.schweisfurth.de/index.php?id=96&backPID=897&tt_news=727

nicht um sowas
3sat.online

es gibt transporte quer durch europa. oder es gibt kurze bis keine.

wer nicht betroffen ist, braucht sich nicht angesprochen fühlen(als erzeuger).

denke der krasse vergleich ist für jeden verständlich...
 
Wie auch immer: ich komme gerade vom Kaufland, habe dort Fleisch, Käse und Eier gekauft. Das letzte halbe Bio-Lamm (knapp 6 kg mit Knochen) hat mich 120 € gekostet - es kam übrigens nicht auf eigenen Hufen, sondern portionsweise in Plastik eingeschweißt hier an, der Transportweg war nicht ganz 60 km (Diesel, weil Transporter durch die Region), ebenso das Bio-Gemüse (unter anderem Pflücksalat - in Plastetüten, weil das Lose-Blatt-Gesammel offenbar in Papiertüten - huch - die ja auch umweltbelastend? noch weniger haltbar wäre).

Meine Hunde wollen kein Tofu, sie fressen also Fleisch - zwar roh und nicht aus Dosen, aber in Plaste eingeschweißt ist das trotzdem, und Biofleisch können wir uns bei der Menge nicht leisten. Das letzte Fair-Trade-T-shirt hat 35 € gekostet, deshalb kaufe ich die nächsten wieder bei C & A und ich gebe zu: ich erzeuge den Strom, den unser Fernseher und dieser Rechner, auf dem ich gerade tippe, nicht per Pedes und Dynamo.

Worauf ich hinaus will: ich verstehe sehr vieles nicht, ich will auch nicht darüber nachdenken, wer jetzt "perverser" oder schuldhafter handelt - aber ich werd 'nen Deibel tun, mit Fingern auf Leute zu zeigen nur weil ich meine, daß die "Mittäter" in unserer "perversen Gesellschaft" sind - das sind wir nämlich alle.

Die Frage im Threadtitel müßte eigentlich lauten: wie "pervers" ist menschliches Leben? All die Schäden, die unsere Spezies auf dem Globus anrichtet, resultieren u.a. auch aus dem "Erfolg" - sprich: es gibt einfach zu viele von uns liebreizenden Zweibeinern, die wollen alle ernährt, möglichst im Wohlstand und mit dem Hintern warm und trocken sitzen - und wenn's geht, nicht alle Wege zu Fuß laufen müssen. Ich möchte für die logistischen Probleme, die das alles mit sich bringt, nicht planen müssen - würde mich schlicht überfordern (oder ich würde mich doch vorzeitig selbst meucheln - all die damit in Zusammenhang stehenden Probleme können einem jede Freude am Leben versauen, wenn man die sich alle reinzieht). Und deshalb finde ich's zwar löblich, wenn nach Wegen gesucht wird, wie Tiere artgerecht gehalten werden können (auch wenn das als Konsequenz z.B. auch den Verzicht auf Eier, Milchprodukte und andere tierische Erzeugnisse nach sich ziehen müßte), aber es geht mir zunehmend auf den Zeiger, wenn auch Leute wie nightrider angegriffen werden, der doch in den wenigen Postings schon deutlich gemacht hat, daß seine Lebensweise vermutlich realistischer und tierfreundlicher ist als die so mancher "tierlieben" Weltverteidiger.
 
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