Child of Storm
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Ich sagte auch z.B. Rauchen, vielleicht gibt es andere nicht lebensnotwendige Dinge, die jemand nicht aufgeben möchte aber eben Prioritäten setzen muss, weil man generell nicht alles im Leben haben kann. Wenn es bei deiner Schwester nur für Toast und Nudel reicht (die kosten beim Discounter ca. 1,50 € und 30 Cent/Pckg.), dann stimmt da irgendwo was nicht in der finanziellen Planung oder die Wohnung ist zu groß oder sonst was. Ich kenne auch H4 Empfänger, war im letzten Erziehungsjahr selbst H4 Empfänger. Ich weiß, dass es sehr knapp ist aber es reicht für Obst und Gemüse.
Ja, das Geld haben sie für so unwichtige Dinge wie die schlecht bezahlte (Zeit-)Arbeit meines Schwagers gebraucht, um überhaupt zur Arbeit zu kommen - nur mal so als Beispiel. Wenn deine Arge so freundlich zu dir war hast du Glück gehabt. Meine Schwester piesacken die jetzt immer noch mit irgendwelchen Forderungen, die laut Anwalt nicht haltbar sind. Aber sowas kostet ja auch alles kein Geld - und die Babyausstattung fällt natürlich auch vom Himmel. Ich finde es erstaunlich pervers, wie borniert manche Leute sein können. Anstatt sich zu freuen, dass bei einem selbst alles in Ordnung war wird auf allen rumgehackt, bei denen das nicht so ist - da muss ja was nicht stimmen, das geht ja gar nicht anders. Mal über den Tellerrand gucken... nicht bei jedem ist alles problemlos.
Jede Verantwortung auf den Staat abzuwälzen ist nicht okay. Früher hat sich die Familie auch gegenseitig geholfen, wenn es deiner Schwester so dreckig geht und du dich drückst ihr zu helfen, warum soll der Staat diese Aufgabe übernehmen?
Gehts noch? Du verlangst also allen ernstes, ich soll mein Kind hungern lassen? Ich soll mein Kind hungern lassen, um Aufgaben des Staates zu übernehmen? Klammerbeutel gepudert? Schon mal was davon gehört, dass man Steuern und Sozialabgaben zahlt, damit der Staat genau diese Aufgaben übernimmt? Die einzige, die sich hier "drückt" bist du, nämlich einzusehen, dass es eben nicht immer so schön rosig ist, wie du dir deine Welt ausmalst. Komm mal in der Realität an, Mädchen. Bei sowas fehlen mir echt die Worte...
Der Mensch ist auch nicht egal, wenn wir hier schon über Tierschutz reden, warum sollte uns dann der Mensch egal sein. Nur geht es auch mit weniger Fleisch, weil wenn Fleisch weggeschmissen werden soll ist das noch bitterer als wenn eine Paprika im Müll landet.
Und wo genau habe ich gesagt, dass Fleisch weggeschmissen werden soll? Oder wo habe ich gesagt, dass man sich ausschließlich von Fleisch ernähren soll? Ich persönlich finde es ja schlimm, wenn überhaupt Lebensmittel auf dem Müll landen. Wenn sich das bei dir nur aufs Fleisch reduziert, dann ist die Welt doch für dich in Ordnung, denn es werden mit Sicherheit mehr Obst und Gemüse und Brot den Weg in den Müll finden, als Fleisch! Mal ganz davon abgesehen, dass wir es uns scheinbar leisten können Ethanol im Autotank zu verfeuern.
Ich kenne die Gemüsesprache nicht aber du kannst ja bei Gelegenheit eine Paprika fragen, ob sie Schmerzen hatte bei der Ernte. Ein Tier hat es definitiv. Damit will ich nicht meinen, dass ein Tier mehr Wert ist als ein Mensch aber da in Deutschland wirklich keiner hungern muss, können wir es uns leisten uns über die Haltebedingungen Gedanken zu machen und Einfluß darauf zu nehmen.
Das bestreitet ja auch keiner. Ich bin auch dafür, dass Tiere besser gehalten werden sollten. Das hatte ich auch niemals bestritten. Ich hatte lediglich mal angemerkt, dass es eben nicht immer ausreicht, auf diejenigen verbal einzuprügeln, die es sich eben nicht leisten können, ethische Bedenken beim Einkauf zu pflegen. Und davon gibt es eine ganze Menge.
Weiterhin sagte ich eigentlich, dass man die Verantwortung bei denen suchen sollte, die eine andere Herstellung dadurch verhindern, dass sie die Alternativen so kostenintensiv machen. Das sind nicht die Bauern, das ist hinlänglich bekannt, das sind diejenigen, die versuchen an dem Bestreben die Welt für Schlachtvieh besser zu gestalten, das große Geld zu machen.