Sonnenkleid
Mitglied
Ich kenne das nur zu gut.
Aber ich verspreche Dir: Du überstehst das. Und es ist okay, das zu beweinen und zu betrauern und auch wütend zu sein. Das darf sein.
Dir wurde was angetan, was Du jetzt ausbaden musst. Das ist scheißeunfair und es ist anstrengend und deshalb ist es gut, wenn Du da auch trauerst. Um das, was Du nicht hattest (bedingungslose Liebe), um das, was Du jetzt hast (Verlust, Schmerz) und um das, was Du haben wirst (Immer wieder mutig sein müssen, durch den Schmerz gehen müssen etc.)
es tut so gut, deine Worte zu lesen, weil sie genau das ansprechen, was mir oft durch den Kopf geht. Es ist total gemein, früher schon gelitten zu haben und dann auch noch später damit kämpfen zu müssen. Das ist irgendwie total ungerecht. Da fragt man sich, was man verbrochen hat. Vielleicht ja in einem anderen Leben.
Aber es hilft ja Nix, so ist es nun mal, wir müssen das Leben leben, was wir haben.
Ich habe zum Glück eine Freundin, mit der die Freundschaft wirklich gut ist. Die kenne ich jetzt schon seit über 20 Jahren. Die hole ich mir jetzt auch immer wieder ins Gedächtnis, als als Mut Mutmacher. Das mit dem üben kenne ich auch. Ich bin gerade dabei zu üben, auf mein Bauchgefühl zu hören und zu sagen, wenn mir was nicht passt. Und auch direkter und nicht immer nur die Liebe und Gute zu sein.