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Wie mit allem weiterleben und zufrieden werden - Schwarzes Schaf

Hallo Sonnenkleid,

ich habe deine Worte gelesen und sie haben mich tief berührt, weil ich mich in so vielem wiedererkenne. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man mit diesem unsichtbaren Stempel des "schwarzen Schafs" durchs Leben geht. Die Ablehnung, das Gefühl, nie wirklich irgendwo dazuzugehören, die Angst, für immer allein zu sein – all das kenne ich nur zu gut.

Ich habe lange versucht, mich anzupassen, "normal" zu sein, die Muster meiner Vergangenheit zu durchbrechen, indem ich mich in Beziehungen und Freundschaften geflüchtet habe, die letztlich nur Wiederholungen des Alten waren. Doch irgendwann habe ich erkannt: Das schwarze Schaf ist nicht das verlorene Schaf – es ist das einzige, das den Mut hatte, die Herde zu verlassen....

Es ist kein Fluch, anders zu sein. Es ist eine Chance. Denn während andere in toxischen Dynamiken verharren, hast du bereits das geschafft, wofür viele ein Leben lang zu blind sind: Du hast gesehen. Du hast erkannt, dass dein Umfeld dich nicht genährt, sondern ausgehöhlt hat. Und du bist nicht mehr bereit, dich in Strukturen zu fügen, die dich klein halten. Das ist kein Scheitern – das ist Wachstum. 🙂

Ja, der Weg ist einsam. Besonders am Anfang. Aber ich kann dir sagen: Je mehr du lernst, dich selbst zu verstehen und zu akzeptieren, desto mehr wirst du dich mit Menschen umgeben, die dich wirklich sehen. Nicht, weil du dich anpasst, sondern weil du genau so, wie du bist, richtig bist.

Du wirst nicht für immer allein sein. Aber bevor du die richtigen Menschen finden kannst, musst du dich selbst finden. Nicht das Selbst, das deine Familie oder dein Umfeld aus dir gemacht hat. Sondern das Selbst, das unter all dem Schmerz und den alten Geschichten immer da war.

Und weißt du, was ich mittlerweile glaube? Wir "schwarzen Schafe" sind nicht dazu bestimmt, Teil der Herde zu sein. Wir sind die Wölfe, die sich irgendwann nicht mehr dafür interessieren, ob sie dazugehören – weil sie ihren eigenen Weg gehen.

Und genau dort beginnt die Freiheit....

LG
 
Wenn man mal in der Geschichte der Kindererziehung in Deutschland zurückschaut und sich die Frage stellt gab es früher schon so etwas wie Anleitungen ???
Nein nicht die mündlichen von den Leuten die man kennt , sondern von Leuten die es wissen sollten , also Ärzte , Erzieher es auch wissenschaftlich begründen können , was da so als richtige Erziehungsmethode für Kinder angedacht ist.
Ich antworte mal - Nein - bis in die siebziger Jahre gab es nur ein zwei Bücher und das von der Regierung genutzte " Erziehungslexikon" beruhte auf der Tatsache, das im dritten Reich eine Frau die auch den Dokotortitel hatte so etwas aufgeschrieben hat.
Die Frau heißt Johanna Haarer

hier mal ein paar Zitate - es lohnt sich wirklich - weil sich danach so viele gerichtet haben und es heute im Grunde klar ist die Erziehungsliteratur und Ratgeber die sich daran orientieren sind Müll schaden den Kindern mehr als sie der Erziehung halfen.

Das Schlimme ist die Mutter in den 90 zigern geht ins Geschäft kauft sich das Buch Wie erziehe ich mein Kind richtig, spannt den Arzt das Jugendamt den Psychologen mit ein und alle sagen im Chor " Das was da im Ratgeber steht stimmt " ....Johanna Haarer manchen ist nicht klar was die Frau angerichtet hat.

erstmal die Zitate ....es lohnt sich aber zu lesen wie die drauf war - für mich ne Sadistin !!!
Auch das schreiende und widerstrebende Kind muss tun, was die Mutter für nötig hält, und wird, falls es sich weiterhin ungezogen aufführt, gewissermaßen, kaltgestellt‘, in einen Raum gebracht, wo es allein sein kann, und so lange nicht beachtet, bis es sein Verhalten ändert. Man glaubt gar nicht, wie früh und wie rasch ein Kind solches Vorgehen begreift.
"Die Deutsche Mutter und ihr erstes Kind" von Johanna Haarer

nur wenigen ist es bekannt -meist den Leuten die sich auskennen...
Unsere Mütter, Großmütter vor allen Dingen, hatten alle das Buch im Regal stehen und bekamen das zur Geburt ihrer Kinder geschenkt. Auch noch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Professor Karl Heinz Brisch, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie

so und nun hilft das schönreden nix , weil da wirst Du Dich wiederfinden lies einfach mal in Ruhe ....

Statt Urvertrauen haben diese Menschen Urangst innerlich an Bord. Und das prägt natürlich das ganze weitere Leben, wie sie dann in Partnerschaften mit ihren Kindern, in Beziehungen mit anderen Menschen umgehen und ob sie sich da anvertrauen können oder da eine Grundangst ist.
Professor Karl Heinz Brisch, Bindungsforscher

und genau das ist der Punkt - da geht es um Muster , aber noch viel mehr geht es Dir um die unbeantwortete Frage WARUM
und die könnte sich auch für Dich klären.

Dann hast Du eine Möglichkeit des besseren Verständnisses der Situation und der Zusammenhänge die dazu führten , welche Erziehungswonnen Du genießen durftest.
Wie NS-Ratgeber die Erziehung bis heute prägen: "Dann, liebe Mutter, werde hart!" - SWR Kultur


Aber ich hab auch ne gute Nachricht für Dich ......es wird dadurch viel leichter weil sich der diffuse Nebel der Unsicherheit lichtet, der der Erkenntnis weicht wie es gewesen ist und warum das so war.

Wenn Du aber da raus willst, ist sicher Austausch wichtig .....aber wenn Du tiefenpsychologisch was aufarbeiten möchtest, solltest Du Dich in die Bedingungen und Zustände der Zeit recherchetechnisch begeben, die das " Problem " verursacht hat, dann ist da weniger Fragezeichen im Kopf.

Schau Dir mal das Werk der Frau an ...lies es, überfliege es und stell Dir vor das war der
angedachte Wertestandard
für das gesunde Kind an Geist und Körper.

Vieles was ich in meiner Erziehung nicht verstand und als Knoten im Kopf mit mir rumschleppte , löste sich auf und ich dachte dann .....ach deshalb .....waren die so .....haben die das gesagt...geglaubt...gehofft .....
und heute kann ich da stehen und sagen, ja wie schädlich es war , aber ich kann es nicht mehr deren Abneigung gegen mich zuordnen - sondern muss es richtigerweise der Abneigung dieser Frau und ihrer NS- Hörigkeit zuschreiben.
Meine Erzieher sind da raus , die wussten es nicht besser. Sehr viel besseres Gefühl , als die waren gegen mich................ihr Problem war, sie haben geglaubt, das das Liebe ist , was man ihnen erzählt hat.

Ist irgendwie so wie heute , Klimawandel ....ach Quatsch den gibt's doch gar nicht .....
 
Also deine Aussage finde ich hier nicht angemessen.
Wäre ich an Stelle der TE, empfände ich das als Klatsch ins Gesicht. Ehrlich 🙁 🙁
Jemand hat grosses Leid erfahren und dann heisst es, ach lächle doch und sei zufrieden.
Wie ich das hasse 😡😡😡
Es begegnet mir immer wieder, nicht nur hier im Forum.

hallo Luisa, ich bin über deinen Beitrag sehr dankbar! Er spricht mir aus der Seele. Als ich den Beitrag las, auf denen auch du dich bezogen hast, fühlte ich mich zurückversetzt in meine Familie. Da kenne ich auch so viel Unverständnis und Empathielosigkeit.
Deswegen hat mich das auch so aufgeregt.
Und wann das eben an alte Dinge bei mir angeknüpft hat, bin ich natürlich auch wieder unsicher geworden, ob sie nicht Recht haben könnte. Aber ich war froh, dass ich zu mir und meinen Gefühlen gestanden habe! Wie gesagt, vielen Dank für deinen Kommentar.
 
@Sonnenkleid

Ich weiß jetzt nicht, was dir helfen könnte. Aber du könntest mal überlegen, so als Vorschlag, ob du alles zu sehr verteufelst, was deine Vergangenheit und auch dich anbelangt oder ob das noch im Rahmen ist. Obwohl, wenn du einen Sohn hast und offenbar einen Mann hattest, wird wohl doch nicht alles immer komplett schlimm gewesen sein für dich, oder? Immerhin hast du ja was vollbracht.

Hallo Nichts,
natürlich ist nicht nur alles schlecht. Aber tatsächlich überwiegen die Jahre, in denen es mir nicht gut ging. Es sollte eigentlich andersherum sein, aber leider war es nicht so. Da haben wahrscheinlich die guten Sachen zum Überleben gereicht. Mit dem Vater meines Sohnes war ich tatsächlich nicht so sehr lange zusammen, und als er ein knappes Jahr alt war, also mein Sohn, haben wir uns auch bereits wieder getrennt gehabt.
ich will nichts verteufeln und ich will auch nicht zu negativ sehen. Ich glaube, ich fange gerade mal an, mir richtig bewusst zu werden, wie schwer mein Leben bisher war und welche kämpfe ich ständig ausgefochten habe, weil ich immer stark sein wollte, weil ich normal sein und mir nichts anhaben lassen wollte. So bin ich ständig über meine Grenzen gegangen und das hat nun ein Tribut gefordert. Mein Körper hat ganz deutliche Stresssymptomatiken entwickelt.
 
Liebe Sonnenkleid,
Ich finde wenn man so einen Namen wählt, denkt man nicht per se nur negativ so mein Eindruck.
Ja, die Vergangenheit prägt einen, und man scheint manchmal immer wieder in alte ungute Spuren zu geraten.
Aber es ist möglich dem etwas anderes entgegen zu setzen, dem zu entkommen, andere Erfahrungen zu machen. Das braucht Zeit!
Aber wem sag ich das, ich hatte auch wieder Zweifel, stelle und stellte mich in Frage, obwohl ich weiß es ist eigentlich unnötig.
Und, ja es gibt immer wieder Zeitgenossen, die schlau, belehrend und nicht sehr einfühlsam daherreden.
Aber es hat mit diesen Personen zu tun, die auch nicht des Weisen letzter Schluß sind, oder?
Vielleicht sollte man es nicht so wichtig nehmen.
Aber ich kenne solche Situationen auch, die ich immer weniger suche, wo man etwas Zuspruch bräuchte, und dann merkt man nur, wie wenig ernst das eigene Erleben genommen wurde.
Ergründen warum man wie tickt, erscheint mir schon sinnvoll, und den Mut dann zu haben andere Erfahrungen zu machen, weiter zu gehen.
Das wünsche ich Dir.
Wenn man sich nur verkriecht, nimmt man sich auch das Erlebnis schöner Erfahrung, und daß wäre doch schade.

Hallo Zarah, so wie du schreibst, hört sich das nach viel Erfahrung in dem an worüber du geschrieben hast. Es tut gut, solche Worte zu lesen. Auch wenn es natürlich unschön ist, dass du wahrscheinlich sehr gute Erfahrungen gemacht hast. Aber ich denke du kannst verstehen wie ich es meine. Vielen Dank auch für deine lieben Worte und Wünsche. Ich wünsche dir auch ganz viel Kraft und viele positive Erlebnisse und Begegnungen in deinem Leben.
 
Lass Dich bitte nicht verunsichern. Wo viele Menschen aufeinandertreffen, gibt es verschiedene Meinungen. Und im Heute darfst Du entscheiden, welche Du annimmst. Du machst das toll, wenn Du sagst, dass Du da was (für Dich) unangemessen findest.
Bleib dran🍀🌞
Das ist ein sehr gutes Training für ☺️ passt gerade zu dem, was ich mir für mich vorgenommen habe. Und mir gelingt meine Selbstbehauptung immer besser.
 
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass @Holunderzweig ihren Beitrag so hart gemeint hat wie er rüberkam. Du wirst sicherlich schlimme Erfahrungen gemacht haben und die sollte dir auch niemand absprechen. Allerdings könnte auch ich mir vorstellen, dass es durchaus positive Momente und Erfahrungen in deinem Leben gab, die nur von der Fülle der negativen Erlebnisse so überlagert wurden, dass du dich gar nicht mehr an sie erinnerst.

Es ist nicht ganz einfach, den verhärmten und pessimistischen Blick vom Negativen weg zu richten und das Positive zu suchen. Das bedarf Übung und m.E. auch eines gewissen Trotzes, sich nicht länger runterziehen zu lassen und ab jetzt nur noch Gutes verdient zu haben.

Warum sollte dir nicht gleich heute im Supermarkt der liebste Mann der Welt mit seinem Einkaufswagen in deinen reinrempeln? "Weil du bisher immer nur Pech hattest."? Oder "Weil die Zeit jetzt reif ist."?

Und das ist es m.E. was Piepel dir mit seinem Beitrag #6 sagen wollte, der mir sehr gut gefallen hat. Wenn du selber nicht daran glaubst, dass sich Dinge ändern können, dann kann es nicht besser werden. Vielleicht näherst du dich einem neuen Partner etwas vorsichtiger an, testest, bevor du dich fallen lässt, setzt frühzeitiger als sonst Grenzen, hinterfragst kritischer, justierst.. dich aber völlig zu verschließen wird dich deinem Ziel nicht näherbringen.

Dass du deine Vergangenheit professionell aufarbeitest ist sicherlich richtig. Ab einem gewissen Punkt ist es aber auch genug des Zurückschauens, wenn dort die Dunkelheit liegt. Richte deinen Blick zur Sonne aus, damit die Schatten hinter dich fallen.

Hallo Pfefferminzdrops,

Das mit der Rückschau in die Vergangenheit sehe ich etwas anders. In meiner letzten Beziehung bin ich genau wieder an einem Punkt angelangt, wo ich dachte, dass ich den schon überwunden hatte. Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass es mir wieder passiert ist. Und das ist ein gutes Indiz dafür, dass ich wieder ein altes Muster wiederholt habe. Oder wie mein Therapeut so schön sagt, etwas reinszeniert habe. Und da ist eine Rückschau sehr wichtig. Und diese war jetzt eben sehr schmerzhaft, weil es um die wichtigste Beziehung im Leben geht, die man eigentlich hat. Abgesehen von meiner ganzen dysfunktionalen Familie. Und über diese Rückschau ist mir wieder einiges über mich klar geworden, auch Dinge, die ich nicht wahrhaben wollte und verdrängt habe. Aber es hilft nichts, ich muss den Dingen ins Auge sehen. Nur wenn ich weiß, wo ich stehe, kann ich wissen, wo ich hingehe oder wie ich weiterlaufen kann. Und auch wenn ich die Dinge nicht an mich ran lassen wollte und nicht wollte, dass meine Vergangenheit mich negativ beeinflusst und verändert hat, so ist es halt doch passiert. Ist nicht ganz einfach das anzunehmen, aber anders wird das wohl nicht möglich sein. Und wie ich bereits schrieb, es sind natürlich auch gute Dinge geschehen, Aber es hat sich eben noch mal das ganze Drama aufgetan und das ist eben teilweise gefühlt übermächtig.
Aber ich habe es auch geschafft, mir zu sagen, dass ich nicht nur das bin. Dass es noch viel mehr gibt als diese familiäre Vergangenheit und dass auch andere Dinge in meinem Leben Einfluss auf mich hatten und ich mich unabhängig davon in verschiedenen Dingen entwickelt habe. Und das hat gut getan. Das gab Kraft.

Und ich kann deinen Ansatz mit dem positiven Gedanken und Erwartungen natürlich total verstehen! Ich habe das schon über viele Jahre hinweg gemacht und bin wieder in die gleiche Falle in Bezug auf die Partnerschaft getappt. Das verunsichert sehr, da ich eben so viel Hoffnung hatte. Das zeigt mir aber auch, dass ich noch aufmerksamer sein sollte und es noch Dinge gibt, bei denen ich nachjustieren muss.
 
Hallo Sonnenkleid,

ich habe deine Worte gelesen und sie haben mich tief berührt, weil ich mich in so vielem wiedererkenne. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man mit diesem unsichtbaren Stempel des "schwarzen Schafs" durchs Leben geht. Die Ablehnung, das Gefühl, nie wirklich irgendwo dazuzugehören, die Angst, für immer allein zu sein – all das kenne ich nur zu gut.

Ich habe lange versucht, mich anzupassen, "normal" zu sein, die Muster meiner Vergangenheit zu durchbrechen, indem ich mich in Beziehungen und Freundschaften geflüchtet habe, die letztlich nur Wiederholungen des Alten waren. Doch irgendwann habe ich erkannt: Das schwarze Schaf ist nicht das verlorene Schaf – es ist das einzige, das den Mut hatte, die Herde zu verlassen....

Es ist kein Fluch, anders zu sein. Es ist eine Chance. Denn während andere in toxischen Dynamiken verharren, hast du bereits das geschafft, wofür viele ein Leben lang zu blind sind: Du hast gesehen. Du hast erkannt, dass dein Umfeld dich nicht genährt, sondern ausgehöhlt hat. Und du bist nicht mehr bereit, dich in Strukturen zu fügen, die dich klein halten. Das ist kein Scheitern – das ist Wachstum. 🙂

Ja, der Weg ist einsam. Besonders am Anfang. Aber ich kann dir sagen: Je mehr du lernst, dich selbst zu verstehen und zu akzeptieren, desto mehr wirst du dich mit Menschen umgeben, die dich wirklich sehen. Nicht, weil du dich anpasst, sondern weil du genau so, wie du bist, richtig bist.

Du wirst nicht für immer allein sein. Aber bevor du die richtigen Menschen finden kannst, musst du dich selbst finden. Nicht das Selbst, das deine Familie oder dein Umfeld aus dir gemacht hat. Sondern das Selbst, das unter all dem Schmerz und den alten Geschichten immer da war.

Und weißt du, was ich mittlerweile glaube? Wir "schwarzen Schafe" sind nicht dazu bestimmt, Teil der Herde zu sein. Wir sind die Wölfe, die sich irgendwann nicht mehr dafür interessieren, ob sie dazugehören – weil sie ihren eigenen Weg gehen.

Und genau dort beginnt die Freiheit....

LG

Hallo Meeresmuschel,

vielen Dank für deinen Kommentar und deine lieben und aufbauenden Worte! Ich kann total nachvollziehen was du schreibst und es klingt sehr gut. Auch wenn ich mich ausgegrenzt und einsam fühle, weiß ich, dass ich nicht in diese Familie zurück möchte. Auch wenn es sich irgendwie S**** anfühlt, dass die sich noch haben und zusammen sind und ich nicht dazugehöre. Es steckt halt so viel Wehmut mit darin, dass es auch hätte anders sein können. Die Trauer darum, dass es nicht anders war mit der Familie. Aber es ist nein n mal wie es ist. Also ich hoffe ja mal für mich, dass ich trotzdem noch irgendwo eine Herde finde, wo ich dazu passe. So wie bei dem hässlichen Entlein. Es geht ja auch nicht darum, jemanden zu brauchen und nicht alleine klarzukommen. Ich bin eigentlich schon ein sehr soziales Wesen.☺️
Ich freu mich für dich, dass du einen guten Weg für dich finden konntest! Klingt so, als hast du schon seit längerem deinen Frieden damit gemacht. Tut gut zu lesen, dass das möglich ist.☺️
 
Wenn man mal in der Geschichte der Kindererziehung in Deutschland zurückschaut und sich die Frage stellt gab es früher schon so etwas wie Anleitungen ???
Nein nicht die mündlichen von den Leuten die man kennt , sondern von Leuten die es wissen sollten , also Ärzte , Erzieher es auch wissenschaftlich begründen können , was da so als richtige Erziehungsmethode für Kinder angedacht ist.
Ich antworte mal - Nein - bis in die siebziger Jahre gab es nur ein zwei Bücher und das von der Regierung genutzte " Erziehungslexikon" beruhte auf der Tatsache, das im dritten Reich eine Frau die auch den Dokotortitel hatte so etwas aufgeschrieben hat.
Die Frau heißt Johanna Haarer

hier mal ein paar Zitate - es lohnt sich wirklich - weil sich danach so viele gerichtet haben und es heute im Grunde klar ist die Erziehungsliteratur und Ratgeber die sich daran orientieren sind Müll schaden den Kindern mehr als sie der Erziehung halfen.

Das Schlimme ist die Mutter in den 90 zigern geht ins Geschäft kauft sich das Buch Wie erziehe ich mein Kind richtig, spannt den Arzt das Jugendamt den Psychologen mit ein und alle sagen im Chor " Das was da im Ratgeber steht stimmt " ....Johanna Haarer manchen ist nicht klar was die Frau angerichtet hat.

erstmal die Zitate ....es lohnt sich aber zu lesen wie die drauf war - für mich ne Sadistin !!!

"Die Deutsche Mutter und ihr erstes Kind" von Johanna Haarer

nur wenigen ist es bekannt -meist den Leuten die sich auskennen...

Professor Karl Heinz Brisch, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie

so und nun hilft das schönreden nix , weil da wirst Du Dich wiederfinden lies einfach mal in Ruhe ....


Professor Karl Heinz Brisch, Bindungsforscher

und genau das ist der Punkt - da geht es um Muster , aber noch viel mehr geht es Dir um die unbeantwortete Frage WARUM
und die könnte sich auch für Dich klären.

Dann hast Du eine Möglichkeit des besseren Verständnisses der Situation und der Zusammenhänge die dazu führten , welche Erziehungswonnen Du genießen durftest.
Wie NS-Ratgeber die Erziehung bis heute prägen: "Dann, liebe Mutter, werde hart!" - SWR Kultur


Aber ich hab auch ne gute Nachricht für Dich ......es wird dadurch viel leichter weil sich der diffuse Nebel der Unsicherheit lichtet, der der Erkenntnis weicht wie es gewesen ist und warum das so war.

Wenn Du aber da raus willst, ist sicher Austausch wichtig .....aber wenn Du tiefenpsychologisch was aufarbeiten möchtest, solltest Du Dich in die Bedingungen und Zustände der Zeit recherchetechnisch begeben, die das " Problem " verursacht hat, dann ist da weniger Fragezeichen im Kopf.

Schau Dir mal das Werk der Frau an ...lies es, überfliege es und stell Dir vor das war der
angedachte Wertestandard
für das gesunde Kind an Geist und Körper.

Vieles was ich in meiner Erziehung nicht verstand und als Knoten im Kopf mit mir rumschleppte , löste sich auf und ich dachte dann .....ach deshalb .....waren die so .....haben die das gesagt...geglaubt...gehofft .....
und heute kann ich da stehen und sagen, ja wie schädlich es war , aber ich kann es nicht mehr deren Abneigung gegen mich zuordnen - sondern muss es richtigerweise der Abneigung dieser Frau und ihrer NS- Hörigkeit zuschreiben.
Meine Erzieher sind da raus , die wussten es nicht besser. Sehr viel besseres Gefühl , als die waren gegen mich................ihr Problem war, sie haben geglaubt, das das Liebe ist , was man ihnen erzählt hat.

Ist irgendwie so wie heute , Klimawandel ....ach Quatsch den gibt's doch gar nicht .....

Hallo Zebaothling,

diese Themen und Bücher sind mir bekannt. Einen derartigen Erziehungsstil fliegt und meine Großeltern väterlicherseits. Das habe ich auch am eigenen Leib erfahren, da ich in dem Haus meiner Großeltern aufgewachsen bin. Bei meiner Mutter spielen tatsächlich andere Dinge mit rein. Da passen dann besser Bücher aus der Sparte „narzisstische Mutter“ oder nach dem Motto, wenn Mütter nicht lieben können, oder abgelehntes, ungewolltes Kind. Denn angeblich hat sie mich nicht für stundenlang schreien lassen, bevor ich gefüttert wurde, nur um ein Beispiel zu nennen. Aber sie hat starke andere Defizite und Einschränkungen. Zum Beispiel gab es nicht nur einmal eine Situation, bei der ich weinend vor ihr saß, als Kind sowohl als auch als Erwachsene, da ich sie angefleht habe, für mich da zu sein. Aber sie hat es einfach ignoriert. Da ist sie kein herankommen. Das hat sich auch in mehreren Familienaufstellungen gezeigt. Da verhungere ich Emotional am ausgestreckten Arm und werde dabei noch von meiner Mutter verbal erniedrigt. Ich weiß auch einiges aus der Vergangenheit von meiner Mutter, wodurch sich erklären lässt, dass sie einfach nicht anders konnte, als sie es getan hat. Im Grunde hat es bei ihr weniger mit Erziehungsstil als mit Persönlichkeit zu tun.
Aber deine Anmerkungen sind wichtig, viele Wissen nicht darum, wie früher Erziehung vermittelt wurde. Als mein Sohn geboren war, sagte meine Oma zu mir, dass er die ersten drei Monate sowieso dumm wäre. Er würde ja nichts mitbekommen. Das hat mich schon sehr erschreckt. Hab mir dann meinen Teil dabei gedacht und nichts gesagt. Hätte eh nichts gebracht. Schade, dass es damals solche Ansichten gab, die sich auch bis heute noch in verschiedene Art und Weise erhalten haben.
 
dass sie einfach nicht anders konnte, als sie es getan hat. Im Grunde hat es bei ihr weniger mit Erziehungsstil als mit Persönlichkeit zu tun.
Ich mag mich kurz nochmal einmischen:
Ja, erklären lässt es sich. Aber sie war die Erwachsene und sie hatte die Aufgabe, sich dann z.B. Hilfe zu holen. Du hast für Dich auch entschieden, mit Deinem Kind anders umgehen zu wollen. Weil Du die Erwachsene bist und Dein Kind auf Dich angewiesen ist.
Deine Mutter hat da in einem Punkt versagt, den Du jetzt ausbaden musst.
 

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