Hallo Tommy1,
ja stimmt du hast mein Credo oder sagen wir meine nicht dogmatische und meinem derzeitigen Erkenntnisstand entsprechende Meinung richtig wieder gegeben.
Ich denke das Alter ist relativ unwichtig und es kommt hierbei auf den Charakter der Person an.
Entwicklungspsychologen sprechen zwar davon, dass der Mensch charakterlich so mit ca. 40 Jahren aus entwickelt ist und weniger plastisch in Sachen Veränderung allerdings gibt es auch Beispiele von Menschen die ihr Leben auch noch mit 60 oder 70 Jahren komplett umgekrempelt haben....
Sagen wir mal so: die Möglichkeit zur Veränderung besteht immer solange ein Mensch lebt, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt mit zunehmendem Alter...die Ausnahmen bestätigen diese Regel.
Für eine persönliche Entscheidung sein Leben wenn es nicht so rund läuft zu verändern kann ich nur jedem in jedem Alter raten...niemals nach dem Motto: ach jetzt bin ich eh schon so alt, jetzt lohnt sich die Mühe net mehr. Diese fatalistisch-phlegmatische Einstellung finde ich unwürdig. Sinn des Lebens sehe ich darin IMMER egal wie alt man ist rege und krege zu sein und zu bleiben in Bezug auf eine positive Entwicklung.
Ich denke dass der Glaube Berge versetzen kann und ein fester Glaube an die Möglichkeit etwas zu verändern die Wirklichkeit mit bestimmt.
Es gibt interessante neurobiologische Untersuchungen zu dem Thema...und wie erwartungen/Glaube unsere Realität mit bestimmt. Da gab es das Experiment, dass man Eltern normal intelligenter und teilweise minder begabter Kinder sagte ihre Kinder seien hochbegabt und siehe da diese Kids steigerten ihren IQ dramatisch. Das hat nix mit Wunder oder so zu tun sondern damit, dass der Mensch mittels seines Glaubens, seiner Erwartungen seine Wirklichkeit mit bestimmt. Unser Verhalten wird entscheidend durch unser Weltbild und Menschenbild mit geprägt.
Wie man denkt, wer man ist und was man kann bestimmt also mit wer man wird...auch noch mit 60.
Diese Beobachtung haben übrigens vor tausenden von Jahren bereits weise Männer und Philosophen gemacht, ist also im Grunde nix Neues, wird aber heutzutage wissenschaftlich beackert...unzählige Psychologen, Neurologen, moderne Philosophen, und was weiss ich noch wer sind mal wieder zum selben Ergebnis gelangt.
Einen Teil des Rahmens innerhalb dessen man sich entwickelt setzt man also im Grunde sich selbst mit seiner Denkweise, seinem Selbstbild, Weltbild, seiner Erwartungshaltung..natürlich gibt es auch noch äußere Rahmenbedingungen, Umweltbedingungen die auch einen Rahmen setzen..aber auch hier kann sich ein kreativer Geist was ausdenken um da einiges um zu modeln...😉 in gewissem Rahmen.
Günstig in unserer Zeit ist an sich ein wenig veränderungsbejahend zu denken...man schaue sich nur den Arbeitsmarkt an und wenn jemand sich drauf festlegt dass er nur und ausschliesslich Bäcker sein kann ist er heutzutage ziemlich geliefert denke ich.
Wie wir uns selbst sehen, unser Selbstbild ist natürlich geprägt durch unsere Eltern, wie sie sich sahen und ihre Kinder sehen. Günstig ist eine Erziehung die genügend Variabilität und Freiheit der Selbstfindung zulässt...aber die wenigsten kommen in den Genuss einer solchen Erziehung. Kritische Selbstbeobachtung ist da manchmal günstig um zu erkennen wo Vor- und Nachteile einer Vorprägung liegen und wo man für sich kleine Dinge verändern kann um Erfolg im Leben zu haben.
Die Lebensbedingungen ändern sich ständig und immer schneller und Anpassungsfähigkeit (als ein Grundkennzeichen der menschlichen Spezies...warum wohl? Wegen der geistigen Stärke die der Neokortex aufbauen kann....auch durch Gedanken an freien Willen und sowas) ist grundlegend für den Fortbestand der Menschheit und auch das Glück oder zumindest Zufriedenheit des Einzelnen...so ungefähr....
Tyra