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Wie macht ihr das mit Job & Freizeit?

S

S-Las

Gast
Hallo ihr Lieben,

ich habe vor Kurzem mein Studium abgeschlossen und werde demnächst einen Vollzeit-Job beginnen (voraussichtlich trotz Covid-19 oder erst nach dem anstehenden Lockdown).

Ich hatte in all den Jahren des Studiums die Freiheit, selbst zu entscheiden, was ich wann mache und bei meinen Nebenjobs war es immer so, dass ich selbst entscheiden konnte, wann ich arbeite. Teilweise habe ich ganz früh am Morgen gearbeitet oder mal auch spät abends um 22 Uhr (es waren immer so 8h/Woche-Nebenjobs).

Nun tritt der Fall ein, dass ich bei dem Vollzeitjob nun feste Zeiten habe und nicht mehr nach Lust und Laune entscheiden kann, was ich wann mache.

Ich möchte von euch wissen, wie ihr das so macht bei einem Vollzeitjob. Habt ihr nach einem Arbeitstag noch Lust, etwas tolles zu machen oder was macht ihr nach Feierabend so allgemein? Oder ist es so, dass ihr nach acht Stunden völlig kaputt seid und nur noch zu Hause euch auf die Couch legt? Ist es so, dass ihr zum Beispiel am Wochenende so fertig mit der Woche seid, dass ihr keine Lust auf tolle Unternehmungen habt und lieber zu Hause das Wochenende „absitzt" ehe ihr riskiert, am Montag wieder ohne Erholung zur Arbeit müsst?

Ich habe große Angst, dass ich keine tollen Kollegen haben werde oder dass der Job so anstrengend wird, dass bei mit die oben genannten Fälle tatsächlich eintreten. Es kommt hinzu, dass ich wahrscheinlich viele negative Gedanken aus dem Arbeitsstress mit in die Freizeit mitnehmen werde bzw. mich noch umgewöhnen muss, eine klare Trennung zwischen Job und Freizeit zu haben.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.
 

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Peter1968

Moderator
Teammitglied
Ich denke so pauschal kann man das gar nicht beantworten.
Für viele ist ein 6 Stunden Tag schon sehr anstrengend und es geht nichts mehr, andere arbeiten 10 Stunden und können danach noch sehr viel machen, wieder andere sind in Schichtdiensten können dadurch gar nicht viel machen oder eher gerade dadurch viel.
Selbst das Abschalten können viele und andere halt nicht.
Tipps zu geben kann da sehr schwer fallen, weil man den jeweiligen Menschen immer gut kennen muss.
Was deine Angst angeht kann man auch nichts sagen, du musst es angehen, die Arbeit und die Kollegen kennen lernen, erst dann siehst du ja selber wie sie sind, wie die Arbeit ist, was dieses Umfeld aus dir macht oder auch du aus diesem machen kannst.
Ich für mich kann nur sagen das ich im ersten Arbeitsleben auch nach teilweise 12 Stunden am Tag noch in mein Sporttraining gegangen bin, noch sehr viel unternommen habe und auch an Wochenenden noch richtig feiern konnte.
Selbst heute noch als Selbstständiger lasse ich mir Freizeitaktivitäten nicht nehmen, kann mir nur halt die Arbeit wesentlich besser einteilen.
Was ich nie konnte ist eigentlich tagsüber ruhen, ich musste auch immer wissen was nach der Arbeit noch zu tun ist.
Was ich ebenso schon immer mache, sowie ich in der Freizeit bin, schalte ich die Arbeit ab, auch jetzt, wo ich normal 7 Tage erreichbar sein sollte, ist bei Freizeitaktivitäten das Handy aus.
Wichtig ist immer dies trennen zu können, es zumindest zu versuchen.
 

Mimi87

Mitglied
Die ersten 3-4 wochen war ich tatsächlich erschöpft,aber danach gings abends mal mit freunden Treffen oder Wochenende. Deine Freunde werden oder sind eventl.schon in dem Rhythmus und dann passt das ja.

Mit Kollegen ist das so eine Sache,merke ich gerade selbst. Es gibt Teams da bleibts bei Arbeit und Nett zusammen arbeiten,aber auch welche wo man sich privat gern trifft.

Ich wünsch dir viel Erfolg und ein tolles team!
 

Wildkatz

Aktives Mitglied
Ich glaube, dass es sehr stark darauf ankommt, wie du Erholung definierst. Für manche gibts nix besseres als ins Spa zu gehen oder zur Nageltante, fein Essen, Kino, ins Fitnessstudio, shoppen oder sonstwohin. Wenn ich mich ausruhe, dann bin ich am liebsten daheim und alleine und beschäftige mich mit mir selbst, mit wenigen Reizen. Alles andere empfinde ich als aufwühlend.
 

Neverleaving

Aktives Mitglied
Ich arbeite zwar nicht Vollzeit, aber im wöchentlichen Wechsel 10 bzw. 40 Stunden.

Bei den 40-Stunden Wochen mache ich neben der Arbeit nicht mehr wirklich was, außer mit den Hunden raus zu gehen. Im Spätdienst arbeite ich bis 20 oder 22 Uhr, danach gehe ich eben mit den Hunden raus, dusche, esse eventuell noch was und gehe dann ins Bett.

Wenn ich Frühdienst habe mache ich auch nichts mehr, weil ich einfach meine Hunde nicht noch weiter alleine lassen möchte und sowieso früh ins Bett gehe.

Über die Wochenenden mache ich mir keine Gedanken, da ich da in den 40-Stunden Wochen eh die ganze Arbeit arbeite.
 

Boone92

Mitglied
Nach dem was du schreibst denke ich ehrlich gesagt, dass du es schwer haben wirst.

Erstmal wirst du es körperlich merken und spätestens nach einigen Monaten wenn die erste Aufregung und Euphorie wegen erstem richtigen Job weg ist, auch mental.

Gewöhnt man sich aber in der Regel dran. Für mich war nach dem Studium das Schlimmste eigentlich, sich nicht mehr spontan 2-3 Wochen komplett aus allem rausziehen zu können (ja, Urlaub, aber im richtigen Job musst du da trotzdem immer drauf achten ob alles geregelt ist und weißt je nach dem auch, dass in deinem Zuständigkeitsbereich in der Zeit nichts vorankommt und das kann auch belasten). Gibt auch Unternehmen, wo nie mehr als maximal 2 Wochen am Stück geht oder nur mit 1 Jahr planen im Voraus oder nur zu bestimmten Zeiten im Jahr etc.
Mehr Zeit habe ich eigtl. jetzt und planen kann ich auch besser, aber diese Abhängigkeit ist halt gewöhnungsbedürftig. Letztlich bist du in der Lohnarbeit ja verraten und verkauft, ohne Job keine Versicherung etc., deshalb genieße die letzten Monate (trotz oder gerade wegen Lockdown nochmal), häng wenn möglich nochmal ein Semester dran und reise falls wieder möglich nächstes Jahr.


Hört sich jetzt viel Schlimmer an als es ist.
 

Berdine

Aktives Mitglied
Du machst dir jetzt schon Sorgen, dass dir der Job zu stressig ist und du keine netten Kollegen hast? Mit der Einstellung machst du das Leben selber schwer. Geh doch mal offen da rein und auf die Leute zu. Dann wirst du schon merken, mit wem du gut zurecht kommst. Man sollte sich Ausgleich schaffen und dann auch merken, was einem am besten gut tut. Mal am Wochenende nichts machen oder lieber irgendwas Aufregendes unternehmen. Das muss jeder für sich entscheiden.
 

Kolya

Aktives Mitglied
Wie alt bist Du denn? Ich habe mein Studium Ende 20 abgeschlossen. Ich bin politisch aktiv, musiziere gehe zum Sport, Freunde, Freund.

Ich arbeite von 7 bis 16.30 h und gehe Freitag früher. Klar bin ich müde und hungrig nach der Arbeit. Ich muss mich auch überwinden aber dann freue ich mich, wenn ich einen tollen Abend hatte. Ich mag weder TV noch passiv auf der Couch sitzen.

Übrigens bin ich Mitte 50 und mache nächstes Jahr nebenberuflich eine Ausbildung, weil ich das schon immer wollte, ein 2tes Standbein, das mir Spaß macht.

Warum fragst Du? Jeder so, wie er mag.

Arbeit ist einschränkend, aber ist doch auch toll, wenn man Geld verdient, oder?

Vielleicht wäre Selbstständigkeit etwas für Dich?

Ansonsten funktioniert auch ein selbstbestimmtes Leben nur mit der Essenz an Disziplin.

Kolya
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Arbeiten ist anstrengend. Soweit die schlechte Nachricht. Die gute: man gewöhnt sich daran. Die ersten Wochen sind hart und Du wirst abends in den Seilen hängen. Aber wenn Du Dich daran gewöhnt hast, merkst Du das nicht mehr und hast auch nach der Arbeit noch Energie.

Wichtig ist aber (und das ist etwas, was ich bei Berufsanfängern heute manchmal mit Besorgnis beobachte), dass Du nicht sofort einknickst, wenn es die ersten Wochen anstrengend und ungewohnt ist.
 
Z

ZweifeleL

Gast
Grüße dich,

die ersten Monate wird sich dein Geist und Körper auf die Arbeit einstellen und es wird sich eine natürlichkeit entwickeln. Konzentiere dich am Anfang darauf das du dich gut einlebst und einarbeitest, dein Privat leben wird sicher in dieser Zeit etwas eingeschränkter stattfinden. Es hängt viel von deiner Disziplin und Eigentmotivation ab, Preußische Tugenden nehmen leider heute mehr und mehr ab. Organisier dich gut und du wirst deinen Ausgleich in der Freizeit finden. Noch arbeite ich mehrheitlich körperlich ,was sich aber schon verringert da ich andere Schwerpunkte entwickle. Strebe die nächsten 2 Jahre eine Lehrgang neben dem Job an über mehrere Jahre an, was natürlich meine größte herrausforderung werden wird. Nach und vor der Arbeit gehe ich noch Sport machen, was auch anstrengend ist, aber es lohnt sich und macht glücklich. Politisch Aktiv am Wochenende und ansonsten verbringe ich den rest der Zeit mein meiner Frau. Das ist so ziehmlich das normale leben eines Proletariers. Deine Arbeitskollegen kannst du dir nicht aussuchen, schaue mit wem du gut auskommst und der rest sind nur Kollegen. Lass dich von niemanden runterziehen oder aufwiegeln, arbeite stets Ziel und Lösungsorientiert und lasse die Quängler quängeln. Du hast einen Vertrag mit der Firma und nicht mit deinen Kollegen!
Wünsche dir viel Erfolg und eine steile Karriere.
 

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