Ich habe Kinder mit über Vierzig, also jung bin ich auch nicht mehr gerade. Ich frage mich oft, für was bin ich zu alt?
Gestern war ich mit meinem langjährigem Lebensgefährten noch spazieren nach einem Familienfest, ich nahm intuitiv eine Decke mit und es ergab sich seltsamerweise eine Situation, wie sie lang nicht mehr da war, es fühlte sich zuerst komisch an, aber ich fühlte mich veranlasst, wenigstens so zu tun, als wären wir grad zusammengekommen...nach und nach aber kam dieses längst vergrabene Feeling aber über uns, Zungenküsse, das gabs schon lang nicht mehr, Petting, ...immer wieder wollte ich abbrechen, aber dann ließ ich mich drauf ein und fertig, mehr brauchte es nicht, man war wieder siebzehn...
Vermutlich ist das wie bei vielen Freuden, Wegfahren, sich mit Leuten treffen, sich amüsieren usw- oder Liebe machen auf einer Blumenwiese, das muss man sich zurückholen können, falls dat der Alltag geklaut hat, oder das Vergessen. Über so viel ist Gras drüber gewachsen, man kann das so lassen, oder dieses Gras wegschieben.
Nächste Woche kommen zwei meiner Schwestern und eine entfernte Cousine ins Haus, ich habe beschlossen, dass wir es uns ohne Wenn und Aber so schön machen, wie nur geht, auch wenn das ungewohnt ist, das Ernsthafte muss mal schweigen und das "Alt-Sein".