Wenn die Langzeitarbeitslosen sich angeblich so radikalisieren, dann frage ich mich warum die noch nicht die Jobcenter gestürmt haben.Prinzipiell bin ich ganz bei dir. Geld auszahlen und der Hilfesuchende kann völlig frei über die Verwendung entscheiden.
Eine Schuldner- und Suchtberatung wäre genauso wie eine Arbeitsberatung der Idealfall. Allerdings ist auch klar, dass es nicht möglich ist, jeden persönlich an die Hand zu nehmen und sich auch nicht jeder an die Hand nehmen lässt.
Ich glaube auch wir müssen von der Idealvorstellung weg, dass man alle retten kann wenn man ihnen nur genug Geld und Hilfe anbietet.
Gerade Langzeitarbeitslose leben oft in einer sozialen und ideologischen Parallelwelt. Manche geben vollkommen auf, werden von der Gesellschaft angehängt oder radikalisieren sich. Die kriegst du nicht mit Hilfsangeboten. Sie sehen den Staat als Feindbild und lehnen Hilfe alleine deswegen ab.
Dann hast du die Wahl diese Menschen, die keine Hilfe annehmen, sich selbst zu überlassen oder sie zu "bevormunden". Du weißt aber meist, dass wenn du nichts tust, sie nie wieder in Arbeit kommen werden und ihre Kinder überdurchschnittlich oft die gleiche Laufbahn einschlagen.
Für Suchtkranke gilt außerdem folgendes, die gibt es in allen Bevölkerungsschichten.
Wenn es extrem wird, gibt es auch einen Betreuer der ggf. einiges regelt oder auch bevormundet, der vom Gericht gestellt wird.
Das hat aber pese nichts mit Arbeitslosigkeit zu tun.
Es kann auch eine gegenteilige Tendenz bei der Sucht geben z. B. bei Spielsüchtigen.