Aber der Kunde hat nur einen Preis und eine MwSt. dazu. Wie sich das Geld abseits der MwSt aufteilt sieht er nicht, ist für mein Argument aber auch irrelevant. Lohnsteuer usw. fällt ja ohnehin an. Die Angestellten müssen bezahlt werden (und der Staat will davon noch was abhaben), auch Stromversorger und andere. Ob diese nun durch einen Hartz4-Empfänger oder einen Erwerbstätigen bezahlt wurden, dürfte ihnen einigermaßen egal sein. Gäbe es aber keine Grundsicherung (was mit der Verfassung unvereinbar wäre), hätten sie diese Einnahme auch gar nicht. Und dennoch würden Lohn-, Erwerbs, eventuell Grundsteuer usw anfallen, in derselben Höhe wie jetzt auch.
Dafür hat - anders als zuvor unterstellt - ein Arbeitsloser keinen Orden oder Lob verdient. Darum geht es nicht. Der Staat hat einen Lebensstandard definiert (siehe Regelsätze). Dieser Lebensstandard beinhaltet Konsum. Ergo bezuschusst der Staat durch die Grundsicherung auch den Konsum, bzw. jene, die diesen bereitstellen. Es treibt gewissermaßen die Wertschöpfungskette weiter an, ähnlich, wie wenn der Staat einzelne Industriezweige direkt subventionieren würde.
Ein Hartz4-Empfänger könnte natürlich alles selber im Garten anbauen (z.B.) und würde trotzdem dieselbe Summe vom Amt bekommen. Dann hätte der Händler nichts davon. Aber dann müssten diejenigen ja argumentieren, dass die Hartzer doch nicht faul sind. 😉