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Wie könnte man langzeit arbeitslose dazu bekommen wieder Arbeiten zu gehen?

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Und wenn ich schon lese "keiner hat sie gezwungen mit dem Rauchen anzufangen" das ist die totale Verständnislosigkeit und Unfähigkeit auch nur ein Stück mit anderen denen es nicht so gut geht mitzufühlen.
"hätte ja jeder von ihnen Beamter werden können"....
Glaubst Du etwa, mir ging oder geht es jeden Tag Gold? Ich bin in einem chronisch verqualmten Haushalt aufgewachsen, warum habe ich nie mit dem Rauchen angefangen? Wahrscheinlich war ich längst passiv süchtig, so viel Gift hing in der Luft, als ich dann wegzog (Mutter hat zum Glück mit dem Rauchen aufgehört, als sie mit mir schwanger war) hab ich vermutlich einen kalten Entzug durchgemacht, ohne es damals überhaupt zu wissen. Auf Kinder nimmt nun mal kaum ein Raucher Rücksicht, damals schon gar nicht. Und deshalb fehlt mir jedes Mitgefühl mit dieser Art von purer Rücksichtslosigkeit, geboren aus Leichtsinn oder Blödheit, denn jeder Mensch der auch nur den kleinsten Funken Bildung besitzt, weiß doch von vornherein daß Rauchen (und Alk) süchtig machen! Aber die Leute die damit anfangen, scheinen alle miteinander zu glauben, daß sie unverwundbar seien und "Süchtig? Ich doch nicht!" behaupten können. Und wenn es irgendwann mal soweit ist daß sie zugeben, ein "kleines" Problem zu haben (was allerdings viele von ihnen nie raffen), stecken sie schon so tief drin, daß es ihnen schwerfällt sich daraus zu befreien.
Sucht ist keine Krankheit, die einen ohne eigenes Verschulden von außen anfliegt wie eine Grippe. Sucht macht man sich selbst. Schleichend aber effektiv. Und keiner kann mehr hinterher behaupten, das nicht gewußt zu haben.
 
Was soll bitte an Gutscheine Menschenunwürdig sein?
Diese Menschen müssten nicht auf der straße betteln und wenn sie Bargeld wollen müssten sie arbeiten.
Das ist das Argument, das von Hartzern beigebracht wird, jedesmal wenn der Vorschlag unterbreitet wird. Auch im Zusammenhang mit BGE, wenn man dort eine Grundversorgung per Gutschein statt Geld vorschlägt. Geht nicht, menschenunwürdig, staatliche Gängelung, Beschneidung der persönlichen Freiheit, das wirst Du dann alles als Antwort bekommen. Obwohl es vieles vereinfachen würde und keinen Mißbrauch zuließe.
 
Ich würde vorschlagen, Programme entwickeln um Arbeitslose als Suchtberater oder Streetworker umzuschulen, denn Bedarf ist da.
Genau wie für z. B. Pflegekräfte. Diese Jobs kann aber längst nicht jeder machen. Besser wär's, wenn man individuell schaut, was machbar ist und woran jemand zumindest halbwegs Spass macht. Jemand, dem seine Arbeit zumindest halbwegs Spass macht, der wird eher in Arbeit bleiben als jemand, der sich täglich zur Arbeit quält.
 
Was soll bitte an Gutscheine Menschenunwürdig sein?
Diese Menschen müssten nicht auf der straße betteln und wenn sie Bargeld wollen müssten sie arbeiten.

Sehe ich absolut ähnlich.
Die Geber-Gesellschaft sollte eine gewisse Kontrolle darüber ausüben, wofür die gegebenen Resourcen aufgewendet werden.

Das gilt übrigens auch für die tatsächlich oftmals absolut Sinnlosen "Weiterbildungen"... auch hier sollte mehr auf Sinnhaftigkeit und Effizienz für die Stellensuche geachtet werden.

Da gibt es tatsächlich zu viele schwarze Schafe, die Steuergelder für Nonsens einsacken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast Du bessere Vorschläge, dann her damit, bin gespannt.
Für einen Sozialarbeiter/Streetworker muss man übrigens studiert haben.

Es gibt diese Leute, die kriegt man nicht zum arbeiten.

Unser Staat zahlt Unsummen für andere Staaten , da kann er auch für diesen Anteil bei uns bezahlen.

Auch die Ukrainer bekommen Hartz4. Meingott immerzu tauchen auf einmal wieder Milliarden auf, aber dann so missgünstig den paar Leuten gegenüber zu sein die nicht arbeiten wollen.

Ich verstehe es nicht. Ich finde es viel ungerechter dass es Pensionen mit über 70 Prozent vom letzten Gehalt und eine Rente von etwas über 40 Prozent noch gibt.
 
Glaubst Du etwa, mir ging oder geht es jeden Tag Gold? Ich bin in einem chronisch verqualmten Haushalt aufgewachsen, warum habe ich nie mit dem Rauchen angefangen? Wahrscheinlich war ich längst passiv süchtig, so viel Gift hing in der Luft, als ich dann wegzog (Mutter hat zum Glück mit dem Rauchen aufgehört, als sie mit mir schwanger war) hab ich vermutlich einen kalten Entzug durchgemacht, ohne es damals überhaupt zu wissen. Auf Kinder nimmt nun mal kaum ein Raucher Rücksicht, damals schon gar nicht. Und deshalb fehlt mir jedes Mitgefühl mit dieser Art von purer Rücksichtslosigkeit, geboren aus Leichtsinn oder Blödheit, denn jeder Mensch der auch nur den kleinsten Funken Bildung besitzt, weiß doch von vornherein daß Rauchen (und Alk) süchtig machen! Aber die Leute die damit anfangen, scheinen alle miteinander zu glauben, daß sie unverwundbar seien und "Süchtig? Ich doch nicht!" behaupten können. Und wenn es irgendwann mal soweit ist daß sie zugeben, ein "kleines" Problem zu haben (was allerdings viele von ihnen nie raffen), stecken sie schon so tief drin, daß es ihnen schwerfällt sich daraus zu befreien.
Sucht ist keine Krankheit, die einen ohne eigenes Verschulden von außen anfliegt wie eine Grippe. Sucht macht man sich selbst. Schleichend aber effektiv. Und keiner kann mehr hinterher behaupten, das nicht gewußt zu haben.
Es war früher nicht bekannt wie ungesund das Rauchen ist!

Sogar der ADA hat damals noch empfohlen "Machen Sie bei längeren Fahrten Zigarettenpausen".

Früher hat jeder überall geraucht.

Und da du anscheinend wirklich überhaupt keine Ahnung von Sucht hast. Auch wenn ein Süchtiger sagt ich könnte schon aufhören wenn ich wollte, stimmt das so nicht. Das Rauchen aufzuhören ist sehr schwer.
 
Nur mal eine kleine Anmerkung am Rande:

Die drei faulen Langzeitarbeitslosen, die ihr kennt sind keineswegs repräsentativ für die Gesellschaft. Ebensowenig sind es die drei Langzeitarbeitslosen, die wollen aber nicht können.

Wenn man Urteile über eine so große Population fällen möchte, kann man sich nicht auf die paar Fälle im Umfeld berufen. Für eine Diskussion auf diesem Niveau bedarf es größeren Datenmengen, um ein Gesamtbild zeichnen zu können.

Und wenn man sich auf empirische Daten beruft, bitte auch prüfen WIE diese erhoben wurden. In der emp. Soz. Forschung gibt es ein paar fiese Verzerrungen bzw. "Survey-Errors" die bei der Interpretation zu berücksichtigen sind.

In diesem Sinne sind die Aussagen "die meisten Langzeitarbeitslosen sind faul" und "die meisten Langzeitarbeitslosen wollen, können aber nicht" vmtl. gleichermaßen falsch.
 
Es war früher nicht bekannt wie ungesund das Rauchen ist!
Sogar der ADA hat damals noch empfohlen "Machen Sie bei längeren Fahrten Zigarettenpausen".
Früher hat jeder überall geraucht.
Und da du anscheinend wirklich überhaupt keine Ahnung von Sucht hast. Auch wenn ein Süchtiger sagt ich könnte schon aufhören wenn ich wollte, stimmt das so nicht. Das Rauchen aufzuhören ist sehr schwer.
Wie lange ist bei Dir "früher" her? 50 Jahre? Der Marlboro-Mann ist schon vor Jahren an Lungenkrebs gestorben. Selbstverständlich ist es schwer, eine Sucht zu überwinden, aber nicht unmöglich. Der Wille muß schon vorhanden sein - oder der Zwang, denn wenn einer erst mal wegen COPD an der Sauerstoffflasche hängt, ist es zu spät. Schäden an der Lunge sind nicht heilbar.
 
Hier scheint sich doch malwieder eine Front zu bilden zwischen

Arbeitsfähige Arbeitslose sind alle faul
VS
arbeitsfähige Arbeitslose sind alle völlig unverschuldet in Not und das System ist Schuld​

Den Vergleich mit den Rauchern finde ich aber nicht ganz falsch.
Wenige Menschen entscheiden irgendwann bewusst, niemals arbeiten zu gehen. Genauso wenig wie sich jemand mit 17 auf dem Schulhof beim ersten Zug an einer Zigarette entscheidet, Kettenraucher zu werden.

Es sind eher kleine Schritte, die zum großen Ganzen führen und am Ende in einem Dauerzustand münden, aus dem man alleine oft schwer rauskommt und an den sich mancher auch gewöhnt hat. Dabei sind die Lebensläufe sehr individuell verschieden und schwer kategorisierbar.
Fast nie bringt es etwas, die Schuldfrage zu stellen und den Arbeitslosen als faul zu bezeichnen oder dem System die Schuld zu geben.

Die vermutlich beste Lösung dürfte sein, das Kind zu retten bevor es in den Brunnen gefallen ist und dafür zu sorgen, dass Menschen schnell wieder in Arbeit kommen - selbst wenn es nur kleine Jobs sind.

Viele Langzeitarbeitslose verdeutlichen wie schwer es für jemanden ist nach langer Arbeitslosigkeit überhaupt wieder ins Leben zu finden. Ich kenne aus IT Kursen Menschen, die nicht mal mit einer Maus umgehen konnten. Nicht nur die Fähigkeiten sind begrenzt, nein oft kommt Scham hinzu, weil man unsicher ist und Angst hat bei einem Anlauf zu scheitern.

Gleichzeitig aber zeigen erfolgreiche Versuche, wie glücklich Menschen über Jobs sein können, wenn diese nicht nur Geld bieten sondern auch das lange vergessende Gefühl wieder gebraucht zu werden. Manchmal reißen Jobs diese Menschen auch aus einer sozialen Isoliertheit und immer öfter zeigt sich, dass es eben um mehr als nur Geld geht.

Wir dürfen Langzeitarbeitslosen nicht das Gefühl geben, dass sie nicht Teil der Gesellschaft wären, Außenseiter, die niemand braucht.
 
Wie lange ist bei Dir "früher" her? 50 Jahre? Der Marlboro-Mann ist schon vor Jahren an Lungenkrebs gestorben. Selbstverständlich ist es schwer, eine Sucht zu überwinden, aber nicht unmöglich. Der Wille muß schon vorhanden sein - oder der Zwang, denn wenn einer erst mal wegen COPD an der Sauerstoffflasche hängt, ist es zu spät. Schäden an der Lunge sind nicht heilbar.
Das fing erst in den 80ern an dass Schwangere nicht rauchen sollten.
Selbst mein Arzt hat noch im Auto vor seinen Kindern geraucht.

Und nicht jeder hat so einen starken Willen oder Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören.
 
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