Glaubst Du etwa, mir ging oder geht es jeden Tag Gold? Ich bin in einem chronisch verqualmten Haushalt aufgewachsen, warum habe ich nie mit dem Rauchen angefangen? Wahrscheinlich war ich längst passiv süchtig, so viel Gift hing in der Luft, als ich dann wegzog (Mutter hat zum Glück mit dem Rauchen aufgehört, als sie mit mir schwanger war) hab ich vermutlich einen kalten Entzug durchgemacht, ohne es damals überhaupt zu wissen. Auf Kinder nimmt nun mal kaum ein Raucher Rücksicht, damals schon gar nicht. Und deshalb fehlt mir jedes Mitgefühl mit dieser Art von purer Rücksichtslosigkeit, geboren aus Leichtsinn oder Blödheit, denn jeder Mensch der auch nur den kleinsten Funken Bildung besitzt, weiß doch von vornherein daß Rauchen (und Alk) süchtig machen! Aber die Leute die damit anfangen, scheinen alle miteinander zu glauben, daß sie unverwundbar seien und "Süchtig? Ich doch nicht!" behaupten können. Und wenn es irgendwann mal soweit ist daß sie zugeben, ein "kleines" Problem zu haben (was allerdings viele von ihnen nie raffen), stecken sie schon so tief drin, daß es ihnen schwerfällt sich daraus zu befreien.Und wenn ich schon lese "keiner hat sie gezwungen mit dem Rauchen anzufangen" das ist die totale Verständnislosigkeit und Unfähigkeit auch nur ein Stück mit anderen denen es nicht so gut geht mitzufühlen.
"hätte ja jeder von ihnen Beamter werden können"....
Sucht ist keine Krankheit, die einen ohne eigenes Verschulden von außen anfliegt wie eine Grippe. Sucht macht man sich selbst. Schleichend aber effektiv. Und keiner kann mehr hinterher behaupten, das nicht gewußt zu haben.