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Wie kann ich Sohn aus "toxischer" Beziehung holen

Oi-Punks (also rechte Punker)
Das ist OT, aber: Autsch!

Nix da mit rechts. Oi-Punk ist erst einmal nur eine Musikrichtung, so wie die Skinhead-Kultur an sich auch erstmal nur eine vage unpolitische Musikkultur und Lebensart ist, verknüpft mir Herkunftsstolz (Arbeiterklasse), Kleidung und häufig auch Fußball, entstanden in Großbritannien.

Die Entwicklung in eine Nazi-Kultur hat sich interessanterweise vor allem in D vollzogen, weswegen hierzulande Skins auch hauptsächlich als Nazis wahrgenommen werden/ wurden.

Skins, die sich davon distanzieren wollten, mussten demzufolge sich selbst politisch positionieren. Oi-Punk/Oi-Skin war ein unpolitischer Versuch, stärker politisch orientiert waren dann Sharp-Skins oder Redskins.

Sorry für den Exkurs, das ist mir wichtig 🙂
 
Hey,

mir gehts da wie @weidebirke , bei den politischen und historischen Exkursen zu politischen Szenen schmeißt du für meinen Geschmack ein bisschen viel durcheinander. Auch die Gleichsetzung von Neonazis mit der Antifa finde ich haarsträubend, die Antifa macht an vielen Stellen super wichtige politische Arbeit und wenn du dir die Gegenüberstellung von Straftaten/ Gewaltbereitschaft anschaust, gibt es da große Unterschiede.

Aber zum Thema an sich:
Leider empfinde ich viele deiner Begriffe als ziemlich drüber und unangenehm, zB "gestört" in Bezug auf die Freundin, das lese ich als Mensch, der sich ebenfalls selbstverletzt (SVV) hat und viele psychische Probleme hatte/ hat als stigmatisierend.
Deswegen fände ich wichtig zu trennen: Sie hat (evtl. große) psychische Probleme und sie hat einen Bezug zur Neonazi-Szene, das sind zwei absolut unterschiedliche Dinge. Bei ihren psychischen Problemen ist ja sehr entscheidend, wie sie selbst damit umgeht, ob sie Hilfe hat, wie gut dein Sohn damit klarkommt oder ob es ihn evtl. überfordert. Entscheidend ist auch, ob es überhaupt akut ist, SVV Narben sehen oft sehr heftig aus, auch wenn sie schon Monate oder Jahre alt sind. Hier könntest du als Vater ein wichtiger Ansprechpartner für dein Sohn sein und einfach mal nachfragen, wie es ihm damit geht, wie er es wahrnimmt, ob er Redebedarf hat.

Dass es dir sehr schlecht damit geht, dass dein Sohn einen Bezug zur Nazi-Szene hat, kann ich gut verstehen. Allerdings glaube ich nicht, dass sein Interesse erst durch die neue Freundin geweckt wurde. Vielleicht hätte er sich vor ein paar Wochen noch auf keine Nazidemo getraut, aber das Interesse/ eine Sympathie waren sicherlich davor schon da, sonst verirrt man sich nicht dahin, zumindest nicht mit 22, da wird er wissen, worum es dort geht.
Auch hier glaube ich aber, dass der absolut falsche Weg wäre, deinen Sohn komplett fallenzulassen, wenn er nicht auf dich hört. Da wäre die Wahrscheinlichkeit größer, dass er tiefer in die Szene reinrutscht. Wichtig ist Abgrenzung, dazu wurde dir ja schon viel geschrieben. Hier kann ich dir auch nur raten, dich auch selbst beraten zu lassen, als Angehöriger geht das auf jeden Fall auch.
 
Lass ihn machen....
Je mehr Druck desto eher wird es sich von dir noch mehr abwenden....

Du hast keine Chance, die Frau bzw Hormone werden dich als Vater immer ausstechen.

Stehe ihn mit Rat zur Seite, wenn er möchte.
Ansonsten ist es wie es ist.

Er bleibt trotzdem dein Sohn.
 
Ich denke, dass sich das von alleine erledigen wird. Das Mädchen wird mit ihren Problemen alleine schon dafür sorgen, dass die „Beziehung“ kaputt geht.
Ggf. könnte man versuchen mit dem Sohn positiv über sie zu reden. So nach dem Motto: „Das ist ja eine coole Freundin. Die erzählt dir bestimmt auch bald was sie so arbeitet, da sie dich so doll lieb hat“….

Diese und andere Infos wird er dann irgendwann selbst bei ihr einfordern, sie wird rumzicken und das war’s.

Zur politischen Einstellung:
Es gibt rechts und es gibt links. Alles egal. Und es gibt den Rechtsstaat. Da soll er sich dran halten. Und ansonsten: Freu dich, dass er nicht wirklich bei der Antifa gelandet ist. Einer der größten Schrecken unserer Gesellschaft.
 
Ich denke, dass sich das von alleine erledigen wird. Das Mädchen wird mit ihren Problemen alleine schon dafür sorgen, dass die „Beziehung“ kaputt geht.
Ggf. könnte man versuchen mit dem Sohn positiv über sie zu reden. So nach dem Motto: „Das ist ja eine coole Freundin. Die erzählt dir bestimmt auch bald was sie so arbeitet, da sie dich so doll lieb hat“….

Diese und andere Infos wird er dann irgendwann selbst bei ihr einfordern, sie wird rumzicken und das war’s.

Zur politischen Einstellung:
Es gibt rechts und es gibt links. Alles egal. Und es gibt den Rechtsstaat. Da soll er sich dran halten. Und ansonsten: Freu dich, dass er nicht wirklich bei der Antifa gelandet ist. Einer der größten Schrecken unserer Gesellschaft.
Absolut.
An dem Punkt mit: "Machen lassen und warten, dass es sich von selbst auflöst..." bin ich nun auch schon.
Nur in meine Wohnung mitbringen verweigere ich weiterhin.
 
Hey,

mir gehts da wie @weidebirke , bei den politischen und historischen Exkursen zu politischen Szenen schmeißt du für meinen Geschmack ein bisschen viel durcheinander. Auch die Gleichsetzung von Neonazis mit der Antifa finde ich haarsträubend, die Antifa macht an vielen Stellen super wichtige politische Arbeit und wenn du dir die Gegenüberstellung von Straftaten/ Gewaltbereitschaft anschaust, gibt es da große Unterschiede.

Aber zum Thema an sich:
Leider empfinde ich viele deiner Begriffe als ziemlich drüber und unangenehm, zB "gestört" in Bezug auf die Freundin, das lese ich als Mensch, der sich ebenfalls selbstverletzt (SVV) hat und viele psychische Probleme hatte/ hat als stigmatisierend.
Deswegen fände ich wichtig zu trennen: Sie hat (evtl. große) psychische Probleme und sie hat einen Bezug zur Neonazi-Szene, das sind zwei absolut unterschiedliche Dinge. Bei ihren psychischen Problemen ist ja sehr entscheidend, wie sie selbst damit umgeht, ob sie Hilfe hat, wie gut dein Sohn damit klarkommt oder ob es ihn evtl. überfordert. Entscheidend ist auch, ob es überhaupt akut ist, SVV Narben sehen oft sehr heftig aus, auch wenn sie schon Monate oder Jahre alt sind. Hier könntest du als Vater ein wichtiger Ansprechpartner für dein Sohn sein und einfach mal nachfragen, wie es ihm damit geht, wie er es wahrnimmt, ob er Redebedarf hat.

Dass es dir sehr schlecht damit geht, dass dein Sohn einen Bezug zur Nazi-Szene hat, kann ich gut verstehen. Allerdings glaube ich nicht, dass sein Interesse erst durch die neue Freundin geweckt wurde. Vielleicht hätte er sich vor ein paar Wochen noch auf keine Nazidemo getraut, aber das Interesse/ eine Sympathie waren sicherlich davor schon da, sonst verirrt man sich nicht dahin, zumindest nicht mit 22, da wird er wissen, worum es dort geht.
Auch hier glaube ich aber, dass der absolut falsche Weg wäre, deinen Sohn komplett fallenzulassen, wenn er nicht auf dich hört. Da wäre die Wahrscheinlichkeit größer, dass er tiefer in die Szene reinrutscht. Wichtig ist Abgrenzung, dazu wurde dir ja schon viel geschrieben. Hier kann ich dir auch nur raten, dich auch selbst beraten zu lassen, als Angehöriger geht das auf jeden Fall auch.
Die "rechten" Punks damals, die ich traf, bezeichneten sich als Oi..., in sofern greife ich das nur auf.
Wenn ichs durcheinander schmeiße liegts wohl daran.
Außerdem war ich auch nicht lange in der Nazi-Szene, rund ein Jahr, bis ich endlich begriff, dass das auch nur Dreck ist und ich mir selbst nur das Leben versaute.
Gott sei Dank hab ich mein Leben danach komplett umkrempeln können ohne strafrechtliche Konsequenzen zu erfahren.
Ja, auf der Prager ein paar rumänische Hütchenspieler gejagt hatte ich auch, aber niemanden körperlich so schwer attackiert, dass ich meine ganze Zukunft damit begraben hätte.

Was das "gestört" angeht, nimm das von mir bitte nicht 1zu1 wörtlich.
Ich hatte 1996 eine schwere depressive Phase und mich selbst auch so bezeichnet und tu das noch Heute.
Ist eher umgangssprachlich bei mir, dass jemand, der einen schweren "Knacks" hat, der Behandlung und Hilfe braucht, sich die aber bei den falschen Leuten sucht.
Nicht böse gemeint also.

Und was die AntiFa und die einzelnen Grüppchen angeht, gerade solche Gruppen wie "Hammerbande" kann man getrost mit den Rechtsradikalen vergleichen.
Denn deren (Hammer) Taten waren sicher keine "politisch wichtige Arbeit".
Nur dumpfes Gewalt ausüben, in der Gruppe stark, und vermeintlich Andersdenkenden (also abseits ihrer eigenen pol. Zielsetzung stehenden) die Knochen zertrümmern, einfach weil mans kann und Spaß dran hat.
Das hat 1zu1 was mit den Rechtsextremen gemeinsam, zumindest in meinen Augen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du schon Kontakt zu Hilfsangeboten aufgenommen?
Ich lasse mich jetzt erstmal selbst psychologisch betreuen, weil ich glaube dass ich erstmal selbst dringender Hilfe brauche um das Ganze zu verdauen.

Wass die Ausstiegsberatung angeht, an der Hotline sagte mir die Dame genau dasselbe, was in einigen Anworten hier schon steht.
Ich soll ihm positiv beratend zur Seite stehen, ihn über die Gefahren aufklären - falls er sie vergessen hat/vergisst, ihn so weit bestärken, dass er sie in seinen bisherigen Freundeskreis mehr integrieren soll um sie auch da vielleicht raus zu ziehen und ihm immer und immer wieder von meinen Erfahrungen berichten, die ich damals gemacht habe, so als warnendes Beispiel, wie hart man dort an die Grenze tritt, sich das gesamte Leben zu versauen, für eine Szene, die es nicht wert ist, weil sie dich eh im Stich lässt wenns hart-auf-hart kommt.*
Sie meinte nur, mehr als das könnten auch die Profis im Moment nicht tun und der Rest wäre ja dann auch nur sinnvoll, wenn er selbst schon so weit wäre aussteigen zu müssen und zu wollen..., aber so tief ist da auch noch nicht drin.
Er war ja bisher nur auf einer Demo Mitläufer und hat sich offensichtlich irgendwie auch sehr unwohl gefühlt, ob der gebrüllten Parolen und der Art des Aufzugs.

*ich hasse Schachtelsätze, aber so wird es kürzer...
 
Hallo,

meine Kinder sind noch weit von diesem Alter entfernt, dennoch glaube ich das ich den jungen verstehen kann.

Denn was er braucht und was er will sind meist zwei verschiedene paar Schuhe. Die weder bildlich noch von der Größe her passen könnten.

Mit diesem Alter ist er erwachsen. Muss für seine Fehler selber gerade stehen, das wird bei ihm noch nicht angekommen sein.

Seine Mutter ist weg. Kommt nicht wieder. Wenn sie ein gutes Verhältnis hatten, könnte eine Erinnerung daran vielleicht helfen ihn aus dem Chaos zumindest zum Nachdenken anzuregen.

Ein Foto und eine Frage an der Tür seines Zimmers könnte einen Effekt bringen. Anfangs könnte es wir sein, die er verlauten lässt aber ich denke das er dadurch vielleicht anfangen könnte sein Handeln mit anderen Augen zu betrachten.

Liebe Grüße.
 

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