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Wie kann ich meine Mutter motivieren?

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Schonmal an ein Hund oder Haustier gedacht? Als meine Mutter letztes Jahr in Vorruhestand ging wusste sie anfangs (ob sie sehr darauf gefreut hatte) auch nicht so recht was sie jetzt machen soll. Ihr jetziger Mann arbeitet noch und sie viel alleine zuhause. Das Ergebnis das sie uns Kinder ständig anrief(auch auf Arbeit) und permanent irgendwelche Unternehmung mit uns oder ihren Enkelkindern (meine Neffen) machen wollte. Klar verbringen wir auch gerne mal Zeit mit ihr, aber wir sind beide berufstätig meine Schwester hat Familie u. 2-Kinder, wir sind halt zeitlich begrenzt. Gemeinsam mit ihren Mann kamen wir dann auf die Idee mit dem Hund. Auch wen sie erstmal nicht so begeistert war, hat sie in den kleinen Rocky (Bolonker) schockverliebt. Rocky ist für fast schon wie ein drittes Kind für sie geworden. Durch das tägliche Gassi Gehen wurde sie nicht nur fitter sondern schloss sie neue Bekannschaften dwelche sich mit der Zeit vertiefen. So hat sie jetzt Bsp. eine gute Freundin gefunden mit der sie einmal in der Woche zum gemeinsamen Schwimmen geht u. sich auch so regelmässig trifft
 
D.h. weder meine Eltern fangen jetzt damit an weil sie abhängig sind noch wir machen es, weil wir uns großartig verpflichtet fühlen oder davon in irgendeiner Weise profitieren. Meine Eltern haben Reisen, die sie gerne antreten möchten, die auch auf meiner/unserer Liste stehen. Diese werden sie nicht alleine antreten, alleine wegen Sprachbarrieren. Wir versuchen das zu organisieren, was in den letzten Jahren dank Corona nicht so einfach war. Sie möchten immer noch, wir auch. Aber für uns Kinder wäre es erstmal egal ob wir es heute oder in zehn Jahren oder noch später machen.
Äh, ein Erfahrungswert aus meiner Wertstoffkiste: Meine Schwiegis hatten ein paar Reisen auf dem Schirm, die sie unbedingt noch machen wollten. Meine Schwiegermutter hatte sich sogar Reiseführer besorgt, ausgeliehen und Dokumentationen zu den Reisezielen auf DVD.
Long story short: Sie wollten keine dieser Reisen antreten, obwohl wir Kinder und Neffen, Nichten und noch lebende Geschwister zusammengezahlt hätten. Als es ernst geworden wäre, haben sie einen Rückzieher gemacht mit Ausreden, die man leicht entkräften hätte können...wenn man denn gewollt hätte.
Fakt ist, meine Schwiegermama (sie ist mittlerweile Ü80) möchte immer noch nach Madeira oder mal zur Mandelblüte nach Mallorca und Thailand wäre überhaupt der Burner, aber das ist taroof. Jeder weiß das.
Sie möchte aber Urlaub machen, tatsächlich, in der Nähe, kaum zwei Stunden Fahrzeit entfernt. Das möchte sie aber definitiv tun.
Grundsätzlich sind wir schon immer mal wieder gemeinsam verreist.
Oh, wir auch.
Aber ich habe den krassen Eindruck, sie wollen das auf keinen Fall mehr.
 
Hmm, alle schreiben "lass sie doch".
Und natürlich kann man niemanden zu etwasczwingen - man kann ihm nicht mal helfen, wenn er das nicht will.

Aber wenn meine Mutter sich so ändern würde und lethargisch werden würde, würde ich mir auch Sorgen machen.
Es klingt, als sei das in relativ kurzer Zeit so gekommen?
Ich habe als erstes an eine Depression gedacht, vielleicht in Zusammenhang mit der Rente, dem Wegfall der Aufgaben und der täglichen Struktur?
 
Es sagt ja niemand, dass die TE sich keine Sorgen machen darf.
Wenn die Mutter aber nichts möchte, auch nicht zum Arzt, sind einem die Hände gebunden.
 
Es sagt ja niemand, dass die TE sich keine Sorgen machen darf.
Wenn die Mutter aber nichts möchte, auch nicht zum Arzt, sind einem die Hände gebunden.

Ich denke, genau das Gefühl hatte die TE, als sie da, Thema startete und hat deshalb um Rat gefragt.
Manche Antworten klangen, als solle sich die TE gefälligst raushalten und ihre Mutter in Ruhe lassen.
 
Ich denke, genau das Gefühl hatte die TE, als sie da, Thema startete und hat deshalb um Rat gefragt.
Manche Antworten klangen, als solle sich die TE gefälligst raushalten und ihre Mutter in Ruhe lassen.

Das "gefälligst" lese ich eigentlich nirgends.

Was schlägst du vor?

Selbst wenn die Mutter eine Depression oder andere Erkrankung hat, kann man sie nicht dazu zwingen, sich behandeln zu lassen.

Es sei denn, wie ich schon schrieb, man geht davon aus, dass sie nicht mehr für sich selbst entscheiden kann und lässt sie entmündigen.
 
Ja.
Ich als Mutter würde mir das wünschen.
Das man mich gefälligst mein Leben so leben lässt wie ich das möchte.
Ohne unterstellungen ich sei krank und depressiv. Und mein Leben könne so doch nicht schön und gewollt sein.

Nun ja, wie ich oben schrieb, es klang für mich in den Beiträgen der TE so, als hätte es hier eine auffällige, Änderung in relativ kurzer Zeit gegeben. Das ist etwas, was einen besorgt und wo man natürlich auf die Idee kommen darf, ob vielleicht ein gesundheitliches Problem dahinter stecken könnte...
Als Mensch mit psychischen Problemen anderseits würde ich mir nämlich auch durchaus wünschen, dass die Leute mir vielleicht die Hand reichen und es ihnen nicht egal ist, weil "Sie wird schon wissen, was sie tut". Von daher finde ich den Versuch der TE erst mal nicht schlecht, sondern sogar sehr richtig.

@Geißblatt67 Was ich vorschlage... naja, natürlich, dass man der TE sagt, dass sie leider niemandem "helfen" kann, wenn der jenige keine Hilfe will oder nicht benötigt aus seiner Sicht.
Ich fand nur den Tonfall mancher Kommentare sehr hart.
 
Für mich zeigt es, dass das Thema viel zu komplex für ein Forum ist. Ich nehme ein paar Anregungen mit, auch dass ich sie (in dem Fall Mama und Papa) in Ruhe lassen soll. Ganz so einfach ist es nicht, weil wir innerhalb der Familie eine sehr enge emotionale und auch örtliche Bindung haben. Es ist und wird schwer, einen Weg zu finden. Meine Eltern sind für ihr Alter eigentlich fit, so dass Vieles noch möglich ist. Es würde mir fern liegen, sie zu irgendwelchen Dingen zu überreden, die sie nicht wollen oder können.

Es geht um erreichbare, von meinen Eltern selbst definierte Ziele. Wie zum Beispiel eine Reise ans andere Ende der Welt. Und (nicht nur)meinem Wunsch, dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten fit und gesund bleiben.

Damit würde ich es hier sein lassen. Es ist zu komplex. Danke für Euren Input!
 
Ich glaube es ist schwierig als Kind diesen Wandel zu sehen und den dann auch aushalten zu können, mit der Frage ob dies richtig ist. Richtig sie in diesem Zustand zu belassen. Auch löst es Irritationen aus, da man seine Mutter anders kennt. Viele Menschen fallen in ein Loch/Depressionen. Bei den meisten das erste Mal, wenn die Kinder ausziehen. Man wird gebraucht. Dann kommt die Rente, so sehr man sich freut, aber wo wird man dann gebraucht? Ich glaube das sind Zeiten in denen muss der ein oder andere sich neu finden. Natürlich ist Reisen schön, aber wie stand deine Mutter zu ihrem Job? Wenn er von hoher Bedeutung war würde es mich nicht wundern.

Wirkt sie zufrieden bei dem was sie jetzt ohne euch tut? Dann lasst sie. Ich finde es schön und heute auch nicht mehr so selbstverständlich, dass sich Kinder um die Eltern sorgen, haben sie sich lange um die Kinder gesorgt. Ein offenes Gespräch und wenn sie es selber gerade nicht weiß, dann einfach akzeptiert. Sie wird sich wiederfinden.
 
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