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Wie findet man Klarheit?

Darauf gehst du gar nicht ein, obwohl es Anstoß zum Beitrag war?
Hallo Marisol.

Wenn ich nicht sofort auf alles ausgiebig eingehe, dann sieh mir das nach. Es ist einfach viel,

Die Situation war simpel, unbeschwert und leicht. Es war eine nette, kleine, spontane Unterhaltung. Hier geht es nicht darum ob es eine andere Frau gewesen war oder nicht. Hier geht es darum, das ich im Nachgang realisiert habe, wie es sich anfühlt unbeschwert, ohne Radar, mit Respekt, völlig normal und belanglos miteinander auf zwischenmenschlicher Ebene umzugehen, zu kommunizieren.

Hier geht es darum, dass einem bewusst wurde: "Warte mal, so war das doch früher bei uns auch? Wo ist das hin?" und das man dies sehr vermisst und echt gerne mit seiner Frau wiederhaben möchte.

Um das vorneweg zu sagen damit an dieser Stelle Klarheit herrscht: Für mich gibt es kein Interesse an jemand anderen, solange ich in einer Beziehung / Ehe stecke. Punkt! Treue, Loyalität, Vertrauen gehen bei mir Hand in Hand mit Respekt und Verständnis - und ja, auch wenn es bedeutet das ich mich aufreibe, bevor es zu einer Trennung kommt.

Ich hoffe das ich zu deiner Aufklärung in diesem Zusammenhang beitragen konnte.
 
Vielen Dank für diese ergänzenden Infos. Mit Kenntnis von diesem größeren Kontext habe ich wenig Hoffnung, dass deine Frau in der Lage ist geänderte Rahmenbedingungen anzunehmen und ihren Teil beizutragen, damit ein kooperativer und partnerschaftlicher Umgang miteinander möglich ist.

Offensichtlich hat sie in erster Linie einen Ernährer gesucht, der ihr ermöglicht, ein finanziell sorgenfreies Leben zu führen und der ihre Bedürfnisse erfüllt. Scheinbar bedeutet für sie 'Partnerschaft', dass der Mann 'schafft' und sie Partnerin ist.

Nicht einmal als du ernsthaft erkrankt nicht mehr in der Lage warst, deiner Berufstätigkeit nachzukommen, fühlte sie sich veranlasst, einmal Stärke zu zeigen und dich partnerschaftlich zu unterstützen, zu entlasten und sich substanziell am Familieneinkommen zu beteiligen.

Stattdessen tut sie so, als sei sie das Opfer, weil zu wenig Geld rein kommt.... selbst mal erwachsen zu werden und eine echte Partnerin zu sein, kam ihr nie in den Sinn.

Mein Eindruck ist - egal was du tust - ihr wird es nie genug sein.

Allein, dass ein neuer Wohnort ausgesucht wurde, der bedeutet hat, dass du dich beruflich komplett neu orientieren musst, zeigt doch, dass sie immer nur Forderungen stellt und dich als ihren Wunscherfüller sieht.

Krass gesagt, könntest du das relativ easy auflösen, indem du aufhörst finanzielle Verantwortung für 'ihre Themen' zu übernehmen.

Für die Kinder, die sie mitgebracht hat in eure Beziehung, hast du keine Verpflichtung. Ihr habt EIN gemeinsames Kind, welches älter als 3 sein dürfte. Im Trennungsfall müsstest du lediglich für dieses Unterhalt zahlen. Sie wäre verpflichtet für ihren eigenen Bedarf selbst zu arbeiten.

Ich fürchte, solange du dich bemühst, ihre Bedürfnisse zu erfüllen und auf Harmonie hoffst, kämpfst du gegen Windmühlen.

Mein Tipp???

Investiere etwas Geld für eine professionelle anwaltliche Beratung. Konfrontiere sie anschließend damit was ihr blühen wird, wenn sie weiterhin unverschämte Forderungen stellt. Nur dann besteht eine Chance, dass diese strategisch denkende Person sich besinnt und wieder kooperativ agiert. Sie muss vor Augen geführt bekommen, was sie finanziell erwartet, wenn du dich trennen würdest.
Hallo Survivor.

Meine Frau kann generell schlecht mit Veränderungen umgehen und je größer diese sind, umso länger und schwerer ist es.

Der neue Wohnort wurde gemeinsam gewählt, da dieser deutlich kostengünstiger war und wir den Kids mehr ein Leben im Grünen, statt im Betondschungel, ermöglichen wollten - von daher, alles im grünen Bereich.

Auch hat sie mich nach den Operationen und als ich anfangs bettlägerig war unterstützt, partnerschaftlich, so gut sie es konnte und dafür bin ich dankbar. Arbeitstechnisch, war es leider nicht in der Form möglich, wie es Menschen ohne psychischen Erkrankungen möglich ist.

Es gibt eben halt noch Dinge, aus der Zeit vor unserer Beziehung/Ehe, die massiv dazu beigetragen haben, dass meine Frau seelisch erkrankte. Unter anderen ein früher familiärer Verlust in ihrer Pubertät, emotionale und seelische Unterdrückung des vorherigen Partners mit allem was man sich vorstellen kann - das lässt keinen kalt und als "normal" zurück und daher möchte ich betonen, dass meine Frau alles andere als ein "Ehemonster" ist. Sie hat Baustellen, ja, aber sie gab immer ihr möglichstes für die Familie, für die Kinder und auch für uns. Leider aber hat sich das Leben als Ehepaar anders entwickelt und sicherlich gibt es nicht für alles eine Rechtfertigung.

Um deine Idee mit dem Druckaufbau aufzugreifen: So etwas spiegelt nicht meine Mentalität wieder und führt auch zu nichts, außer das man eventuell in noch mehr Streit auseinander geht. Das muss nicht sein und eine Trennung an sich, wäre so schon hart genug für alle Beteiligten, allen voran für die Kids - unabhängig ob leiblich oder nicht.

Ist es eine unverschämte Forderung wenn man ein sorgenfreies, normales Leben führen möchte? Ich denke nicht, denn das möchte doch irgendwie jeder von uns, oder? Das Schwierige ist doch, mit den geänderten Umständen umzugehen und das Beste daraus zu machen, ohne sich als Mensch oder als Paar zu verlieren . Das ist doch schon schwer genug wenn man alleine ist. Aber ungleich schwerer in einer Ehe, wo eine ganze Familie dran hängt - das gibt man nicht einfach so auf.

Ja, es mag sein und kann sogar so sein, dass ich, egal was ich tue, vielleicht in dieser Konstellation nie wirklich genug sein werde, egal wie sehr ich mich bemühe - dann wird es zwangsläufig früher oder später in einer Trennung enden, um meine Gesundheit zu schützen, wenn sich nichts an einigen Denkweisen ändert.
 
Wegen (Teil)Erwerbsminderung sie betreffend habt ihr euch nie schlau gemacht?
Hallo früher-vogel.

Doch haben wir. Da gibt es gewisse Kriterien, welche nicht erfüllt sind. Daher fällt das erstmal raus. Unabhängig davon, hatte ich mich vor kurzen darum gekümmert das die Erziehungsanrechnungszeiten meiner Frau bei dem Rentenversicherungsträger korrekt und vollständig hinterlegt sind, damit sie später wesentlich mehr vom Leben hat.
 
der nächste Punkt: Arbeit ja, aber bitte mit einem sehr niedrigen, bis gar keinen Frauenanteil.
Wie sagte meine Frau? "Was anderes erlaube, dulde, will ich nicht." So, was nun?
Deine Frau befürchtet ernstlich, du würdest ihr von wollüstigen Arbeitskolleginnen weggeschnappt werden???
Warum ist sie so eifersüchtig?
Und warum bedarf es der Erlaubnis deiner Frau, wenn es um die Wahl des Arbeitsplatzes geht?
 
Hallo Survivor.

Meine Frau kann generell schlecht mit Veränderungen umgehen und je größer diese sind, umso länger und schwerer ist es.

Der neue Wohnort wurde gemeinsam gewählt, da dieser deutlich kostengünstiger war und wir den Kids mehr ein Leben im Grünen, statt im Betondschungel, ermöglichen wollten - von daher, alles im grünen Bereich.

Auch hat sie mich nach den Operationen und als ich anfangs bettlägerig war unterstützt, partnerschaftlich, so gut sie es konnte und dafür bin ich dankbar. Arbeitstechnisch, war es leider nicht in der Form möglich, wie es Menschen ohne psychischen Erkrankungen möglich ist.

Es gibt eben halt noch Dinge, aus der Zeit vor unserer Beziehung/Ehe, die massiv dazu beigetragen haben, dass meine Frau seelisch erkrankte. Unter anderen ein früher familiärer Verlust in ihrer Pubertät, emotionale und seelische Unterdrückung des vorherigen Partners mit allem was man sich vorstellen kann - das lässt keinen kalt und als "normal" zurück und daher möchte ich betonen, dass meine Frau alles andere als ein "Ehemonster" ist. Sie hat Baustellen, ja, aber sie gab immer ihr möglichstes für die Familie, für die Kinder und auch für uns. Leider aber hat sich das Leben als Ehepaar anders entwickelt und sicherlich gibt es nicht für alles eine Rechtfertigung.

Um deine Idee mit dem Druckaufbau aufzugreifen: So etwas spiegelt nicht meine Mentalität wieder und führt auch zu nichts, außer das man eventuell in noch mehr Streit auseinander geht. Das muss nicht sein und eine Trennung an sich, wäre so schon hart genug für alle Beteiligten, allen voran für die Kids - unabhängig ob leiblich oder nicht.

Ist es eine unverschämte Forderung wenn man ein sorgenfreies, normales Leben führen möchte? Ich denke nicht, denn das möchte doch irgendwie jeder von uns, oder? Das Schwierige ist doch, mit den geänderten Umständen umzugehen und das Beste daraus zu machen, ohne sich als Mensch oder als Paar zu verlieren . Das ist doch schon schwer genug wenn man alleine ist. Aber ungleich schwerer in einer Ehe, wo eine ganze Familie dran hängt - das gibt man nicht einfach so auf.

Ja, es mag sein und kann sogar so sein, dass ich, egal was ich tue, vielleicht in dieser Konstellation nie wirklich genug sein werde, egal wie sehr ich mich bemühe - dann wird es zwangsläufig früher oder später in einer Trennung enden, um meine Gesundheit zu schützen, wenn sich nichts an einigen Denkweisen ändert.

Dann lass es so weiterlaufen und akzeptiere, dass sie immer unzufrieden sein wird, da sie dich allein in der Pflicht sieht, für ein auskömmliches Familieneinkommen zu sorgen.

Bitte habe im Blick, dass die finanzielle Situation sich weiter verschärfen wird. Wenn aktuell das Geld wohlwollend formuliert gerade so reicht, um die Rechnungen zu bezahlen unter Verzicht auf jeden kleinen Luxus, wird es wenn die Rente kommt wohl richtig eng. Und ihr seid ja nicht mehr jung, um plötzlich noch die große Karriere zu machen....

Ist Ihre Arbeitsunfähigkeit aufgrund Krankheit denn ärztlich dokumentiert, anerkannt und belegt? Falls ja - warum bekommt sie keine Lohnersatzleistung???

Oder stellt sie einfach für sich persönlich fest, dass sie lieber Zuhause bleiben möchte - was ja auch zu ihrer generellen (von dir so geschilderten) Einstellung passt?
 
Unabhängig davon, hatte ich mich vor kurzen darum gekümmert das die Erziehungsanrechnungszeiten meiner Frau bei dem Rentenversicherungsträger korrekt und vollständig hinterlegt sind, damit sie später wesentlich mehr vom Leben hat.
Ja, natürlich ist es gut, dass das geregelt ist, trotzdem ändert es aber nichts an den ursächlichen Problemen.

Was tut sie denn therapiemässig?

Ich war selbst psychisch krank - ob schwerer oder weniger schwer erkrankt, als deine Frau, kann ich natürlich nicht beurteilen. Komplette Heilung ist häufig nicht möglich, eine Besserung jedoch ist meist schon.

Fakt ist, dass sie, wenn sie alleine wäre, irgendwie in die Pötte kommen müsste....es zumindest versuchen.
 
Sie ist öfter unzufrieden beim Autofahren und hatte mal einen Streit vom Zaun gebrochen wegen meinem Fahrstil - ruhig, vorausschauend und auch mal mit Verzicht auf Vorrecht wenn es die Situation zulässt - da ich ein entgegenkommendes Fahrzeug "durchgewunken" habe, was noch 100 Meter entfernt war. Ich hatte es nicht eilig und weiter vorne war die Straße auch wesentlich enger.
Oder: Das leise Geklimper der E-Gitarre, wenn ich über Kopfhörer spiele? Das Schreiben von Bücher (veröffentliche auch und die Erträge sind überschaubar)? Das ich mir das Geld, welches ich verraucht habe, monatlich sparen möchte, sobald ich wieder eine Vollzeitstell habe? Das Schnarchen? Das ich Dinge im Streit hinterfrage, wenn man mir etwas vorwirft? Das ich hätte mehr den Kids unternehmen können, als sie kleiner waren?

Soll deine Frau doch fahren, wenn sie es besser kann?
Warum solltest du nicht E-Gitarre spielen dürfen?
Den letzten Punkt kann ich noch nachvollziehen, aber das ist ja nun auch lange vorbei.

zum Anderen kommt dann der nächste Punkt: Arbeit ja, aber bitte mit einem sehr niedrigen, bis gar keinen Frauenanteil.
Wie sagte meine Frau? "Was anderes erlaube, dulde, will ich nicht." So, was nun?
Bitte??? Sie will, dass du Geld verdienst, aber zu solchen absurden Bedingungen? Nee, aber wirklich nicht.

Als schwer chronisch Kranke, die berufstätig ist, haut's mir bei solchen Erzählungen den Vogel naus, wie man hier sagt.

Doch haben wir. Da gibt es gewisse Kriterien, welche nicht erfüllt sind. Daher fällt das erstmal raus. Unabhängig davon, hatte ich mich vor kurzen darum gekümmert das die Erziehungsanrechnungszeiten meiner Frau bei dem Rentenversicherungsträger korrekt und vollständig hinterlegt sind, damit sie später wesentlich mehr vom Leben hat.

Warum muss du dich um die Erziehungszeiten deiner Frau kümmern? Kann sie nicht sprechen?

Okay, wir kennen hier nur deine Sichtweise. Nach dem, was du berichtest, ist deine Frau ein anspruchsvolles, verhätscheltes Heimchen am Herd, das ihr behütetes, angenehmes Leben in Gefahr sieht, weil der Ernährer nicht mehr so kann wie geplant.

Verständlich, dass du keine Lust hast, das alleine weiter zu tragen. Würde ich auch nicht tun, an deiner Stelle.
 
Deine Frau befürchtet ernstlich, du würdest ihr von wollüstigen Arbeitskolleginnen weggeschnappt werden???
Warum ist sie so eifersüchtig?
Und warum bedarf es der Erlaubnis deiner Frau, wenn es um die Wahl des Arbeitsplatzes geht?
Ehrlich gesagt, kann ich es selber nicht wirklich nachvollziehen, weshalb sie so denkt oder eifersüchtig ist. Sie weiß das ich ne treue Seele bin und sie kennt meine Einstellung zum Thema freundschaftliches Verhältnis zwischen den Geschlechtern und das ich klare Grenzen habe. Andererseits bekam und bekommt sie von mir das uneingeschränkte Vertrauen, auch wenn sie mit ihren Freundinnen in die Disco geht. Kann sein das dieses Muster Überbleibsel aus den vorherigen Beziehungskisten sind, daher auch sehr wahrscheinlich ihre Einstellung, dass alle oder nahezu alle Männer gleich sind.
Gute Frage bezüglich Erlaubnis und Arbeitsplatz, denn es scheint nur die Berufsfelder Büro/Verwaltung/Pflege zu betreffen, also die Bereiche in denen es durchaus zu einer höheren Frauenquote kommt.
 
Dann lass es so weiterlaufen und akzeptiere, dass sie immer unzufrieden sein wird, da sie dich allein in der Pflicht sieht, für ein auskömmliches Familieneinkommen zu sorgen.

Bitte habe im Blick, dass die finanzielle Situation sich weiter verschärfen wird. Wenn aktuell das Geld wohlwollend formuliert gerade so reicht, um die Rechnungen zu bezahlen unter Verzicht auf jeden kleinen Luxus, wird es wenn die Rente kommt wohl richtig eng. Und ihr seid ja nicht mehr jung, um plötzlich noch die große Karriere zu machen....

Ist Ihre Arbeitsunfähigkeit aufgrund Krankheit denn ärztlich dokumentiert, anerkannt und belegt? Falls ja - warum bekommt sie keine Lohnersatzleistung???

Oder stellt sie einfach für sich persönlich fest, dass sie lieber Zuhause bleiben möchte - was ja auch zu ihrer generellen (von dir so geschilderten) Einstellung passt?
Naja, genauso weiterlaufen wie bisher soll es ja nicht, da dies den endgültigen Todesstoß bedeutet, aber ich kann es nicht alleine ändern und gleichzeitig Prellbock, Ehemann, Vater sein und da mein Blick nach vorne gerichtet ist, weiß ich zu genau in welche Richtung der Zug fährt und welche Weichen wann benutzt werden müssen um ins Happy End zu gelangen .

Ihre Erkrankungen sind ärztlich dokumentiert aus vor unserer Zeit und während unserer Zeit. Wie ich schon sagte, ab und zu reicht die Kraft und das Zutrauen für eine kleine Nebentätigkeit, welche dann so lange gewissenhaft ausgeübt wird, bis der Akku leer ist. Man sollte auch bedenken das sie zuvor jahrelang einen Partner hatte, welcher sie emotional unterdrückt hat, ihr täglich eingeredet hat das sie nichts kann und nichts wert ist und ihr Dasein auf Hausfrau/Mutter herunter geputzt hat.
Sie sagt ja selber von sich aus, das sie gerne, wie alle anderen auch in Vollzeit arbeiten will oder als oder als ich ausgefallen war hätte arbeiten gehen können, aber dafür sind zuvor therapeutische Maßnahmen erforderlich, damit einiges aufgearbeitet werden kann. Ich kann das auch nicht alles auffangen, so sehr ich es möchte, aber ich bin kein Therapeut. Die Wege vorbereiten und mit ihr die Wege gehen, das mache ich - aber den ersten Schritt muss sie von sich aus machen.
 

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