Vielen Dank für diese ergänzenden Infos. Mit Kenntnis von diesem größeren Kontext habe ich wenig Hoffnung, dass deine Frau in der Lage ist geänderte Rahmenbedingungen anzunehmen und ihren Teil beizutragen, damit ein kooperativer und partnerschaftlicher Umgang miteinander möglich ist.
Offensichtlich hat sie in erster Linie einen Ernährer gesucht, der ihr ermöglicht, ein finanziell sorgenfreies Leben zu führen und der ihre Bedürfnisse erfüllt. Scheinbar bedeutet für sie 'Partnerschaft', dass der Mann 'schafft' und sie Partnerin ist.
Nicht einmal als du ernsthaft erkrankt nicht mehr in der Lage warst, deiner Berufstätigkeit nachzukommen, fühlte sie sich veranlasst, einmal Stärke zu zeigen und dich partnerschaftlich zu unterstützen, zu entlasten und sich substanziell am Familieneinkommen zu beteiligen.
Stattdessen tut sie so, als sei sie das Opfer, weil zu wenig Geld rein kommt.... selbst mal erwachsen zu werden und eine echte Partnerin zu sein, kam ihr nie in den Sinn.
Mein Eindruck ist - egal was du tust - ihr wird es nie genug sein.
Allein, dass ein neuer Wohnort ausgesucht wurde, der bedeutet hat, dass du dich beruflich komplett neu orientieren musst, zeigt doch, dass sie immer nur Forderungen stellt und dich als ihren Wunscherfüller sieht.
Krass gesagt, könntest du das relativ easy auflösen, indem du aufhörst finanzielle Verantwortung für 'ihre Themen' zu übernehmen.
Für die Kinder, die sie mitgebracht hat in eure Beziehung, hast du keine Verpflichtung. Ihr habt EIN gemeinsames Kind, welches älter als 3 sein dürfte. Im Trennungsfall müsstest du lediglich für dieses Unterhalt zahlen. Sie wäre verpflichtet für ihren eigenen Bedarf selbst zu arbeiten.
Ich fürchte, solange du dich bemühst, ihre Bedürfnisse zu erfüllen und auf Harmonie hoffst, kämpfst du gegen Windmühlen.
Mein Tipp???
Investiere etwas Geld für eine professionelle anwaltliche Beratung. Konfrontiere sie anschließend damit was ihr blühen wird, wenn sie weiterhin unverschämte Forderungen stellt. Nur dann besteht eine Chance, dass diese strategisch denkende Person sich besinnt und wieder kooperativ agiert. Sie muss vor Augen geführt bekommen, was sie finanziell erwartet, wenn du dich trennen würdest.
Hallo Survivor.
Meine Frau kann generell schlecht mit Veränderungen umgehen und je größer diese sind, umso länger und schwerer ist es.
Der neue Wohnort wurde gemeinsam gewählt, da dieser deutlich kostengünstiger war und wir den Kids mehr ein Leben im Grünen, statt im Betondschungel, ermöglichen wollten - von daher, alles im grünen Bereich.
Auch hat sie mich nach den Operationen und als ich anfangs bettlägerig war unterstützt, partnerschaftlich, so gut sie es konnte und dafür bin ich dankbar. Arbeitstechnisch, war es leider nicht in der Form möglich, wie es Menschen ohne psychischen Erkrankungen möglich ist.
Es gibt eben halt noch Dinge, aus der Zeit vor unserer Beziehung/Ehe, die massiv dazu beigetragen haben, dass meine Frau seelisch erkrankte. Unter anderen ein früher familiärer Verlust in ihrer Pubertät, emotionale und seelische Unterdrückung des vorherigen Partners mit allem was man sich vorstellen kann - das lässt keinen kalt und als "normal" zurück und daher möchte ich betonen, dass meine Frau alles andere als ein "Ehemonster" ist. Sie hat Baustellen, ja, aber sie gab immer ihr möglichstes für die Familie, für die Kinder und auch für uns. Leider aber hat sich das Leben als Ehepaar anders entwickelt und sicherlich gibt es nicht für alles eine Rechtfertigung.
Um deine Idee mit dem Druckaufbau aufzugreifen: So etwas spiegelt nicht meine Mentalität wieder und führt auch zu nichts, außer das man eventuell in noch mehr Streit auseinander geht. Das muss nicht sein und eine Trennung an sich, wäre so schon hart genug für alle Beteiligten, allen voran für die Kids - unabhängig ob leiblich oder nicht.
Ist es eine unverschämte Forderung wenn man ein sorgenfreies, normales Leben führen möchte? Ich denke nicht, denn das möchte doch irgendwie jeder von uns, oder? Das Schwierige ist doch, mit den geänderten Umständen umzugehen und das Beste daraus zu machen, ohne sich als Mensch oder als Paar zu verlieren . Das ist doch schon schwer genug wenn man alleine ist. Aber ungleich schwerer in einer Ehe, wo eine ganze Familie dran hängt - das gibt man nicht einfach so auf.
Ja, es mag sein und kann sogar so sein, dass ich, egal was ich tue, vielleicht in dieser Konstellation nie wirklich genug sein werde, egal wie sehr ich mich bemühe - dann wird es zwangsläufig früher oder später in einer Trennung enden, um meine Gesundheit zu schützen, wenn sich nichts an einigen Denkweisen ändert.