Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wie findet man Klarheit?

Hallo und danke für die zahlreichen Antworten.

Ich werde mir die Zeit nehmen, jede einzelne Anmerkung zu beantworten und eventuell auch den Text nicht zu lang zu gestalten - was aber dennoch passieren kann.

Möchte direkt Bezug nehmen zu den Dingen die angesprochen und gefragt wurden.

Nein, ich bin nicht realitätsfremd, im Gegenteil. Ich bin ein vielschichtiger Geist- und Herzensmensch, und in unserer Ehe bin ich derjenige mit dem Realismus, nicht umgekehrt. Das sorgte und sorgt, hin und wieder für Kopfschmerzen.

Nein, meine Frau arbeitet nicht, da sie dies aufgrund der seelischen Erkrankung nicht packt, obwohl sie es gerne möchte. So kommt hin und wieder mal eine kleine Nebentätigkeit herum, welche sie so lange ausübt wie es eben geht - und das ist für mich kein Problem, da jeder sein Tempo hat und Menschen unterschiedlich sind. Somit bin ich der alleinige Hauptverdiener und wenn das Geld dann nicht reicht oder ich aufgrund langwieriger Erkrankungen in das Krankgeld abrutsche, entsteht natürlich Existenzangst und Frust bei meiner Frau.

Schon lange weise ich darauf hin, das man ein Leben nicht ausschließlich auf einem Gehalt und soziale Leistungen wie Kindergeld/Kinderzuschlag aufbauen kann - diese Rechnung geht spätestens dann in die Hose, wenn der Anspruch auf diese Leistungen wegfällt. Das sollte man eben mit berücksichtigen. Zudem sieht sich meine Frau eher in einem konservativen Männer-/Frauenbild: der Mann arbeitet, die Frau behütet Kids, Haushalt usw. Es ist ok für mich, habe damit kein Problem und wenn sie arbeiten gehen möchte/will/kann, soll sie das gerne machen. Für meine Frau ist dieses Modell auch okay, solange eben das Finanzielle ausreicht. Aber die Kluft zwischen dem, was man sich gerne als Lebensgestaltung vorstellt und was dagegen realistisch möglich ist, ist manchmal wirklich nicht klein und da kommt dann eben wieder das Thema Realismus zu tragen. Beispiel : man keinen Urlaub planen und auf diesen Urlaub sparen, wenn kein Geld da ist. Ganz simpel.

Ja, wir haben schon sehr oft und lange in Ruhe, über alle diese Themen gesprochen. Darüber was stört, darüber was schief läuft, darüber wie sich beide das Leben miteinander vorstellen und was geändert werden kann/muss/soll - vor allen Dingen seit gut zwei Jahren - und daher rede ich mir auch nichts schön oder habe eine Kluft zwischen Selbstbild und Fremdbild oder ein gestörtes Verhältnis zu Finanzen usw.... Zudem, habe ich in meinem Beitrag mehr als einmal betont, dass wir beide unsere Ehe gerne nicht aufgeben möchten - und das setzt, neben einer ehrlichen und offenen Kommunikation, eben auch Liebe und Willen voraus.

Zur Romantik eben eine Zeile, da dies auch angesprochen wurde. Ich finde das man auch ohne finanzielle Mittel durchaus Romantik an den Tag legen oder etwas romantisches tun kann. Die Situation ist vielmehr die, dass meine Frau zu den Menschen gehört, die mit Romantik wenig anfangen können. So einfach ist das.

Was ich an meiner Frau liebe wurde ich hier gefragt... Da gibt es viele Dinge!
Ihren Humor, die Herzlichkeit, die Hingabe die sie an den Tag legt wenn sie Dinge dekoriert oder etwas erschafft, die tiefen und langen Gespräche, das zwischenmenschliche das sie mit sich trägt, die lebensbejahende Art die sie haben kann wenn die seelischen Situationen an den Tag treten, ihren Umgang mit Kindern und Tieren, die gemeinsamen Interessen und Werte, selbst das leise schnarchen im Schlaf usw... Umso schwieriger ist es für mich zu verstehen und zu akzeptieren, dass es problematisch geworden ist.

Die von mir beschriebene Alltagssituation, welche mich zusätzlich angetrieben hat den ersten Beitrag zu schreiben, sollte eigentlich dazu beitragen etwas besser zu verstehen, dass ich mich seit Bestehen unserer Ehe, dass erste Mal überhaupt frage, ob dies alles noch einen Sinn hat und wie man damit umgehen soll/kann/darf.

Um die Themen Fehler, Belastungen und Verantwortung anzusprechen...
Ich bin fast dreimal 17 und weiß aufgrund meiner, doch reichlich vorhandenen Lebenserfahrung, sehr genau, was es bedeutet Fehler zu machen, Fehler zu ändern, Tolerant zu sein, Verständnis zu zeigen und vor allen Dingen: Verantwortung zu übernehmen - für sich, für andere und für den Menschen den man liebt da zu sein. Somit kann ich beruhigt sagen das wir gemeinsam und jeder für sich, die Ehe und die Probleme beleuchtet und besprochen haben...mehr als einmal. Und ja, es gibt durchaus die Situationen das einer mehr kaputt als der andere, dennoch sollte man bemüht sein sich in einem Streit sachlich über der Gürtellinie bewegen und seinem Gegenüber mit Respekt und Menschlichkeit begegnen - wenn man diesen Menschen wirklich liebt.
Auch was eine Aufteilung bei den Kids betrifft, war es geregelt: Elternsprechtage meistens meine Frau, Arzttermine meistens ich, Erziehung meistens zusammen.

Zu meinen Fehlern, auch da bin ich transparent... morgens brauche ich einen Kaffee, sowie Ruhe, um wach zu werden und seit ich das rauchen aufgehört habe bin ich schneller genervt von Dingen die unnötig sind und sage das dann auch eher als vorher. Gerade letzteres kann gewöhnungsbedürftig sein, da man dies so nicht von mir kennt.
Schlechte Tage habe ich auch wie jeder andere und mache das mit mir selbst aus. Einer meiner größten Fehler war stets, dass ich zuerst Dinge mit mir selber ausgemacht habe, um des Frieden Willen oder aus Rücksichtnahme.
Ich denke das ich in den letzten zwei Jahren deutlich dünnhäutiger geworden bin - ob das an dem Rauch-stopp oder an dem beruflich/finanziell/gesundheitlichen Thema seit zwei Jahren liegt oder ein Zusammenspiel aus beiden - alles ist denkbar.
Was noch? Ich hätte wahrscheinlich ein besserer Vater sein sollen, indem ich mehr mit den Kids unternehmen hätte können, erst recht in den Zeiten, wo es meiner Frau nicht gut ging, ich aber auch für sie da sein wollte.
Vielleicht hätte ich auch Dinge im Haushalt einfach "erledigen" können, ohne mich darüber zu ärgern das es andere nicht tun, obwohl sie es versursacht haben?
Auch ein nicht-zurückstellen von Dingen die mir Freude bereiten, wäre sicherlich sinnvoll gewesen. Ich weiß nicht was noch..
Bin ich treu? Unbedingt! Ehrlich? Definitiv! Freundlich, ruhig, hilfsbereit und ein angenehmer Zeitgenosse? So lautet zumindest das Urteil derer, die mich kennen!

Wir sind eine Patchworkfamilie...sie hatte Kids mit rein gebracht, ich hatte auch Kids und wir haben ein gemeinsames Kind. Wir sind seit nun fast 15 Jahren ein Paar, die meisten Kids sind alle schon deutlich erwachsen und führen ihr eigenes Leben.
Die ersten Jahre waren fast nur schön, trotz einiger, weniger Spitzen meiner Frau. Ab 2019/2020 fing es schleichend an reibungsvoller zu werden, da ich zuerst Probleme hatte eine Arbeit zu finden nach dem gemeinsamen Umzug in eine andere Region. Als ich dann eine Vollzeitanstellung hatte, wurde auch schon mal die Höhe des Gehalt bemängelt, weil es nicht genügte nach ihren Vorstellungen. Ich einerseits war froh, eine Tätigkeit gefunden zu haben, welche deutlich über den damaligen Mindestlohn bezahlt wurde.
2022 hatte ich dann einen Jobwechsel vollzogen, aufgrund einem höheren Gehalt und einer etwas körperlich leichteren Tätigkeit und sollte dort recht schnell eine interne Leitungsrolle ausfüllen. 2023 dann die erste Erkrankung plus OP inkl. Jobverlust.
Ende 2023, nach monatelanger Heilung, dann einen neuen Job gefunden. Nach kurzer Zeit Aufstieg zum Schichtleiter. Habe dort auch sehr viel gearbeitet, auch mal 50-60 Stunden in der Woche, Samstage, Sonntage usw.
Im Herbst 2024 dann eine andere Erkrankung plus OP und zeitgleich Rauch-stopp, wieder Jobverlust, durch sehr lange Heilung.
Reha Frühjahr 2025, zweite OP wegen der Erkrankung Mai 2025.
Ende 2025 und Anfang 2026 in zwei Untersuchungen dann KHK diagnostiziert bekommen, zum Glück im Unglück Einsatz von Stents noch nicht nötig, da die Ablagerungen minimal sind, dafür aber mit Bluthochdruck und medikamentöser Einstellung zur täglichen Einnahme.
Im Mai 2026 eine neue Anstellung als Logistiker im Schichtbetrieb angetreten. Ende Mai Bandscheibenvorfall inklusive Jobverlust und aktuell in Genesung, da mein Rücken nicht so will wie es die Ärzte gerne wollten!

Also, ja, eine turbulente Zeit und absolut verständlich das Nerven blank liegen usw, dennoch - die Probleme fingen schon viel früher an und die rechtfertigen so manches einfach nicht.

Zum Thema Paartherapie... Kann ich mir aktuell nicht vorstellen das dies umgesetzt wird.

Danke für eure Geduld beim Lesen und ich hoffe ich konnte aufkommende Fragen beantworten.
In diesem Sinne,

Der Zeilenwandler
 
Hallo Zeilenwandler,

ich lese immer noch nichts Konkretes, was deine Frau stört. Dass du morgens deine Ruhe willst ...?

Sie hat die Vorstellung, dass du die Kohle ranschaffst und sie daheim "dekoriert". Okay, den Anspruch kann sie haben, die Realität ist vielleicht eine andere.
Da ihr beide gesundheitlich eingeschränkt seid, gibt das sicher Zündstoff für Diskussionen.

Kann es sein, dass ihr euch auf den Wecker geht, weil du jetzt auch daheim bist? Teilt ihr die Hausarbeit?

Ich verstehe immer noch nicht, was genau euer Problem ist.
 
Den eigentlichen Anstoß, diesen Beitrag überhaupt zu schreiben, gab ein weiterer Grund: es gab vor Kurzem einen völlig flüchtigen, belanglosen Moment im Alltag außerhalb des Familienleben, außerhalb der Ehe – einfach ein unbeschwerter, kurzer Smalltalk mit gegenseitigem Lachen und Leichtigkeit.
Darauf gehst du gar nicht ein, obwohl es Anstoß zum Beitrag war?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, meine Frau arbeitet nicht, da sie dies aufgrund der seelischen Erkrankung nicht packt, obwohl sie es gerne möchte. So kommt hin und wieder mal eine kleine Nebentätigkeit herum, welche sie so lange ausübt wie es eben geht - und das ist für mich kein Problem, da jeder sein Tempo hat und Menschen unterschiedlich sind. Somit bin ich der alleinige Hauptverdiener und wenn das Geld dann nicht reicht oder ich aufgrund langwieriger Erkrankungen in das Krankgeld abrutsche, entsteht natürlich Existenzangst und Frust bei meiner Frau.

Schon lange weise ich darauf hin, das man ein Leben nicht ausschließlich auf einem Gehalt und soziale Leistungen wie Kindergeld/Kinderzuschlag aufbauen kann - diese Rechnung geht spätestens dann in die Hose, wenn der Anspruch auf diese Leistungen wegfällt. Das sollte man eben mit berücksichtigen. Zudem sieht sich meine Frau eher in einem konservativen Männer-/Frauenbild: der Mann arbeitet, die Frau behütet Kids, Haushalt usw. Es ist ok für mich, habe damit kein Problem und wenn sie arbeiten gehen möchte/will/kann, soll sie das gerne machen. Für meine Frau ist dieses Modell auch okay, solange eben das Finanzielle ausreicht. Aber die Kluft zwischen dem, was man sich gerne als Lebensgestaltung vorstellt und was dagegen realistisch möglich ist, ist manchmal wirklich nicht klein und da kommt dann eben wieder das Thema Realismus zu tragen. Beispiel : man keinen Urlaub planen und auf diesen Urlaub sparen, wenn kein Geld da ist. Ganz simpel.

Ja, wir haben schon sehr oft und lange in Ruhe, über alle diese Themen gesprochen. Darüber was stört, darüber was schief läuft, darüber wie sich beide das Leben miteinander vorstellen und was geändert werden kann/muss/soll - vor allen Dingen seit gut zwei Jahren - und daher rede ich mir auch nichts schön oder habe eine Kluft zwischen Selbstbild und Fremdbild oder ein gestörtes Verhältnis zu Finanzen usw.... Zudem, habe ich in meinem Beitrag mehr als einmal betont, dass wir beide unsere Ehe gerne nicht aufgeben möchten - und das setzt, neben einer ehrlichen und offenen Kommunikation, eben auch Liebe und Willen voraus.

Wir sind eine Patchworkfamilie...sie hatte Kids mit rein gebracht, ich hatte auch Kids und wir haben ein gemeinsames Kind. Wir sind seit nun fast 15 Jahren ein Paar, die meisten Kids sind alle schon deutlich erwachsen und führen ihr eigenes Leben.
Die ersten Jahre waren fast nur schön, trotz einiger, weniger Spitzen meiner Frau. Ab 2019/2020 fing es schleichend an reibungsvoller zu werden, da ich zuerst Probleme hatte eine Arbeit zu finden nach dem gemeinsamen Umzug in eine andere Region. Als ich dann eine Vollzeitanstellung hatte, wurde auch schon mal die Höhe des Gehalt bemängelt, weil es nicht genügte nach ihren Vorstellungen. Ich einerseits war froh, eine Tätigkeit gefunden zu haben, welche deutlich über den damaligen Mindestlohn bezahlt wurde.
2022 hatte ich dann einen Jobwechsel vollzogen, aufgrund einem höheren Gehalt und einer etwas körperlich leichteren Tätigkeit und sollte dort recht schnell eine interne Leitungsrolle ausfüllen. 2023 dann die erste Erkrankung plus OP inkl. Jobverlust.
Ende 2023, nach monatelanger Heilung, dann einen neuen Job gefunden. Nach kurzer Zeit Aufstieg zum Schichtleiter. Habe dort auch sehr viel gearbeitet, auch mal 50-60 Stunden in der Woche, Samstage, Sonntage usw.
Im Herbst 2024 dann eine andere Erkrankung plus OP und zeitgleich Rauch-stopp, wieder Jobverlust, durch sehr lange Heilung.
Reha Frühjahr 2025, zweite OP wegen der Erkrankung Mai 2025.
Ende 2025 und Anfang 2026 in zwei Untersuchungen dann KHK diagnostiziert bekommen, zum Glück im Unglück Einsatz von Stents noch nicht nötig, da die Ablagerungen minimal sind, dafür aber mit Bluthochdruck und medikamentöser Einstellung zur täglichen Einnahme.
Im Mai 2026 eine neue Anstellung als Logistiker im Schichtbetrieb angetreten. Ende Mai Bandscheibenvorfall inklusive Jobverlust und aktuell in Genesung, da mein Rücken nicht so will wie es die Ärzte gerne wollten!

Also, ja, eine turbulente Zeit und absolut verständlich das Nerven blank liegen usw, dennoch - die Probleme fingen schon viel früher an und die rechtfertigen so manches einfach nicht.

Zum Thema Paartherapie... Kann ich mir aktuell nicht vorstellen das dies umgesetzt wird.

Danke für eure Geduld beim Lesen und ich hoffe ich konnte aufkommende Fragen beantworten.
In diesem Sinne,

Der Zeilenwandler

Vielen Dank für diese ergänzenden Infos. Mit Kenntnis von diesem größeren Kontext habe ich wenig Hoffnung, dass deine Frau in der Lage ist geänderte Rahmenbedingungen anzunehmen und ihren Teil beizutragen, damit ein kooperativer und partnerschaftlicher Umgang miteinander möglich ist.

Offensichtlich hat sie in erster Linie einen Ernährer gesucht, der ihr ermöglicht, ein finanziell sorgenfreies Leben zu führen und der ihre Bedürfnisse erfüllt. Scheinbar bedeutet für sie 'Partnerschaft', dass der Mann 'schafft' und sie Partnerin ist.

Nicht einmal als du ernsthaft erkrankt nicht mehr in der Lage warst, deiner Berufstätigkeit nachzukommen, fühlte sie sich veranlasst, einmal Stärke zu zeigen und dich partnerschaftlich zu unterstützen, zu entlasten und sich substanziell am Familieneinkommen zu beteiligen.

Stattdessen tut sie so, als sei sie das Opfer, weil zu wenig Geld rein kommt.... selbst mal erwachsen zu werden und eine echte Partnerin zu sein, kam ihr nie in den Sinn.

Mein Eindruck ist - egal was du tust - ihr wird es nie genug sein.

Allein, dass ein neuer Wohnort ausgesucht wurde, der bedeutet hat, dass du dich beruflich komplett neu orientieren musst, zeigt doch, dass sie immer nur Forderungen stellt und dich als ihren Wunscherfüller sieht.

Krass gesagt, könntest du das relativ easy auflösen, indem du aufhörst finanzielle Verantwortung für 'ihre Themen' zu übernehmen.

Für die Kinder, die sie mitgebracht hat in eure Beziehung, hast du keine Verpflichtung. Ihr habt EIN gemeinsames Kind, welches älter als 3 sein dürfte. Im Trennungsfall müsstest du lediglich für dieses Unterhalt zahlen. Sie wäre verpflichtet für ihren eigenen Bedarf selbst zu arbeiten.

Ich fürchte, solange du dich bemühst, ihre Bedürfnisse zu erfüllen und auf Harmonie hoffst, kämpfst du gegen Windmühlen.

Mein Tipp???

Investiere etwas Geld für eine professionelle anwaltliche Beratung. Konfrontiere sie anschließend damit was ihr blühen wird, wenn sie weiterhin unverschämte Forderungen stellt. Nur dann besteht eine Chance, dass diese strategisch denkende Person sich besinnt und wieder kooperativ agiert. Sie muss vor Augen geführt bekommen, was sie finanziell erwartet, wenn du dich trennen würdest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Zeilenwandler,

ich lese immer noch nichts Konkretes, was deine Frau stört. Dass du morgens deine Ruhe willst ...?

Sie hat die Vorstellung, dass du die Kohle ranschaffst und sie daheim "dekoriert". Okay, den Anspruch kann sie haben, die Realität ist vielleicht eine andere.
Da ihr beide gesundheitlich eingeschränkt seid, gibt das sicher Zündstoff für Diskussionen.

Kann es sein, dass ihr euch auf den Wecker geht, weil du jetzt auch daheim bist? Teilt ihr die Hausarbeit?

Ich verstehe immer noch nicht, was genau euer Problem ist.
Hallo Geißblatt 67,

den Zündstoff auf die gesundheitliche Vorlage meiner Frau gibt es schlicht nicht. Anders herum erscheint es mir aber mittlerweile so, dass, solange man nicht den Arm im Gips trägt, eine Erkrankung äußerlich nicht sieht und je länger die Zeit voran schreitet, diese Erkrankung dann gern mal "übersehen" wird - und das ist für mich bittere Ironie.

Ja, das Geld spielt eine große Rolle - und auffällig ist es eben, dass der Haussegen immer dann sehr oft in eine Schieflage gerät, wenn es an den Finanzen etwas auszusetzen gibt. Ihre Laune geht dann oft steil in den Keller und dann versinkt man dann eine Weile in der Frustration des Lebens und notfalls stellt man den Partner, die Ehe und den Sinn dessen in Frage.
Das komplette Gegenteil von mir, denn wenn nichts da ist, versuche ich das Beste daraus zu machen statt zu jammern oder den Kopf in den Sand zu stecken - und vor allen Dingen, stelle ich Geld niemals über das Herz.

Da du speziell nach Dingen fragst die meine Frau an mir stören, habe ich mich mal 10 Minuten zurückgenommen und dies ergründet...

Sie ist öfter unzufrieden beim Autofahren und hatte mal einen Streit vom Zaun gebrochen wegen meinem Fahrstil - ruhig, vorausschauend und auch mal mit Verzicht auf Vorrecht wenn es die Situation zulässt - da ich ein entgegenkommendes Fahrzeug "durchgewunken" habe, was noch 100 Meter entfernt war. Ich hatte es nicht eilig und weiter vorne war die Straße auch wesentlich enger.
Oder: Das leise Geklimper der E-Gitarre, wenn ich über Kopfhörer spiele? Das Schreiben von Bücher (veröffentliche auch und die Erträge sind überschaubar)? Das ich mir das Geld, welches ich verraucht habe, monatlich sparen möchte, sobald ich wieder eine Vollzeitstell habe? Das Schnarchen? Das ich Dinge im Streit hinterfrage, wenn man mir etwas vorwirft? Das ich hätte mehr den Kids unternehmen können, als sie kleiner waren?

Und ehrlicherweise muss ich sagen, dass meine Frau mir nicht auf den Wecker geht, nur weil sie Zuhause ist - andersherum allerdings, denke ich mittlerweile, dass dies der Fall ist. Die Hausarbeit ist aufgeteilt.
 
Ich denke der größte Streitfaktor ist das Geld.
Du bringst zu wenig, als sie gerne hätte. Aber, auch du bist krank. Sie mag ja nicht voll arbeiten gehen, weil sie krank ist.
Dieses Problem müsst ihr angehen. Es kann nicht sein, dass du dich noch kaputter durch die Arbeit machst.
Hallo Steffi.

Ich denke das Geld ist sicherlich der größte Streitfaktor meiner Frau. Unzufriedenheit und unglücklich sein, kommt da wohl noch hinzu - kann ich auch alles verstehen, da wir beide eine völlig andere Planung im Sinn hatten.

Das Problem kann ich leide nur teilweise alleine angehen, da ich zum Einen wissen muss was körperlich noch geht (Gespräche mit dem Kardiologen und dem Orthopäden stehen) und zum Anderen kommt dann der nächste Punkt: Arbeit ja, aber bitte mit einem sehr niedrigen, bis gar keinen Frauenanteil.
Wie sagte meine Frau? "Was anderes erlaube, dulde, will ich nicht." So, was nun?

Für meine ganzheitliche, gesundheitliche Situation, wäre eine Umschulung, als Beispiel, zum Verwaltungsfachangestellten durchaus sinnig oder etwas vergleichbares. Aber will ich meinem Herz, meiner Seele, meinem Kopf das antun, was dann folgen würde? Da sind Diskussionen vorprogrammiert!
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben