das sagst DU, dass diese wunden 'besser und schneller' heilen (würden). das muss nicht sein. kommt auf den menschen an.
Natürlich ist das nur meine Meinung, ich habe nirgendwo behauptet, sie wäre allgemeingültig.
Ich finde Deine Antwort, auch wenn sie zum Ziel führt, nicht schön, was natürlich daran liegt, dass ich aus eigener, schlechter Erfahrung spreche.
Meine Antwort galt auch nur Deinem Kommentar und nicht Magda.
Ich kann ihr Problem nachvollziehen, denn wenn viele Dinge in einer vermeintlichen Freundschaft nur von einer Seite ausgehen, dann kann das sehr belastend sein. Hier im Forum gehen die Definitionen von Freundschaft ja auch weit auseinander. Manch einem reicht dafür ein regelmäßiger Kontakt, der andere wünscht sich mehr. Wenn Vertrauen und ein sich Öffnen nur von einer Partei ausgehen, dann ist das zum Beispiel für mich problematisch. Da kann man sich noch so lange kennen, eine echte Freundschaft ist das für mich nicht. Das muss nicht zum Abbruch eines Kontaktes führen, aber wenn man sich mehr wünscht, ist es sicher kein Grund diesen zu intensivieren. Manchmal dauert es, bis man sich über seine eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Ansprüche, über die Qualität der Freundschaft gewahr wird bzw. erkennt, dass es gar keine ist. Wenn man selbst viel investiert und das Gefühl hat, wenig bis gar nichts zurückzubekommen, dann kann das auf Dauer schwer gut gehen.
Magda hat geschrieben, dass sie sich seit 8 Jahren die Freundschaft vorgaukeln. Wann sie sich darüber im Klaren geworden ist, weiß ich nicht, aber das ist ja auch nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass es sie belastet und sie daran etwas ändern möchte, ohne die Freundin zu verletzen. Man kann doch herauslesen, dass sie sich viele Gedanken macht.
Man kann auch ehrlich und feinfühlig sein. Wie schon geschrieben wurde, vielleicht zeigt schon die Reaktion, ob es die richtige Entscheidung war.
Ich persönlich wollte gar keinen Ratschlag sondern nur zu bedenken geben, dass man einen Menschen durch plötzliche Ablehnung, Ignorieren und dergleichen sehr verletzen kann – mehr als sich der ein oder andere vielleicht vorstellen kann. Ich komme damit nicht klar.
Man könnte anhand des Textes vermuten, dass Magdas Freundin nicht so viel an Magda selbst liegt und womöglich stimmt das auch. Ich finde trotzdem, man sollte mal drüber sprechen. Wenn Magda sich sicher ist einen Schlussstrich zu ziehen, dann würde ich auch da das Gespräch suchen, auch wenn es sehr schwer wird. Sie sollte sich selbst gegenüber ehrlich sein und die für sie beste Lösung angehen. Die bequemste Art ist das selbstverständlich nicht.
außerdem: wie verliert man die meisten bekannten? richtig: indem der kontakt irgendwann einfach einschläft. manchmal gehen die menschen eben verschiedene wege (studium, job, freundin etc.)....
man ist's gewohnt.....
Jeder neue Lebensabschnitt bringt meist viel Neues, darunter eben auch die Bekanntschaft mit neuen Leuten. Viele alte Kontakte schlafen ein, weil man sich kaum noch oder gar nicht mehr sieht. Freundschaften aus dem Kindergarten bis zum Sterbebett sind wohl sehr selten, darum geht es aber doch nicht. Man entwickelt sich im Laufe der Zeit und da ist es normal, dass sich auch der Freundes- bzw. Bekanntenkreis verändert.
Dein Beispiel hier entspricht nicht der Holzhammermethode, die Du weiter oben besprochen hast (einsilbig und unbestimmt antworten, kein Interesse zeigen, Passivität).
(...)kommt auf den menschen an.
Ein typisches Totschlagargument. Wenn alle Menschen gleich reagierten, wäre das Forum längst überflüssig. Die Themen wiederholen sich fast täglich, doch jeder will doch (meist) individuell gehört und ernst genommen werden, persönliche Hilfe erfahren. Dass dabei unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungswerte aufeinander treffen ist doch klar.