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Wenn es ein Leben gäbe nach dem Tode dann...

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Hallo Tyra!

Um auf einen Deiner oberen Post`s (oder wie man das nennt) zu antworten:

Ich hab in der Tat den Beweis Gottes für mich erfahren dürfen, das heißt, eine Art kleine Erleuchtung erlebt.

Somit muß ich hier sagen, dass ich mich nicht daran beteiligen werde, die Haare eines Pfirsichs zu zählen, da mir das Fruchtfleisch wichtiger ist.
Ich hab davon gekostet, und weiß, wovon ich rede; aber ich werde keine aggressiven Diskussionen führen.

Das soll bitte nicht arrogant klingen, und wenn die Diskussionen so ablaufen, daß jeder meint, seine Waffen zur Parade stellen zu müssen, ist das ebenfalls Zeitverschwendung für mich; nicht nur, weil auch ich sehr lange arbeiten muß.

Viele Grüße

Marcus

P.S.: Die zehn Gebote haben eine geistige Bedeutung; sind also nur Gleichnisse, und nicht wörtlich zu nehmen, aber darüber muß man auch nicht nachdenken......
 
Hi Marcus,

deine Entscheidung ist weise, ich bin auch nicht an einer aggressiven Diskussion interessiert. Wollte nur meine Meinung darlegen, aber mein Stil war da wohl etwas zu forsch und kontrovers
Na, jedenfalls freu ich mich für dich und dein Erleuchtungserlebnis...

Ich habe null Problem damit dass einige Menschen ihren Gottglauben im Privaten haben und praktizieren, solang es keine Machteinmischung und Vermischung von Glaube und Wissen gibt und Gott oder Götter nicht als Machtinstrumente missbraucht werden...oder dem Gottglauben Vorrang vor allen Dingen gegeben wird etc...oder es zu einer Abwertung der Menschen kommt, die nicht an Gott glauben.
Ich reagiere zugegebenermaßen recht allergisch darauf, wenn man Dinge des Glaubens und des objektbezogenen Erkennens miteinander vermischt, bzw. wenn man damit um die Ecke kommt Gott als beweisbar hinzustellen. Denn damit ist man bereits mitten drin im Machtspiel des Rechthabens.
Gott ist und bleibt in meinen Augen unbeweisbar und so etwas wie ein Erleuchtungserlebnis ist kein Beweis für die Existenz Gottes, sondern eine rein individuelle innere Angelegenheit, die übrigens neurophysiologisch sehr schön im Tomographen durch gewisse Aktivitäten in speziellen Hirnregionen erkennbar ist!
Mit demselben Erleuchtungserlebnis kann man übrigens auch die vollkommene Leere spüren....ich denke eine Erleuchtung ist sone Art Bewusstseinszustand vor dem Bewusstsein....ein Ahnen der Unendlichkeit, ein intuitives Erfassen von Gesamtheit....und einige Menschen interpretieren dieses Empfinden als Gott, andere nicht....

Was die zehn Gebote betrifft: sie haben aus meiner Sicht nicht nur eine geistige Bedeutung, sondern dürften auch recht praktische und rechtliche Aspekte mit sich führen...reine Geistigkeit ist an sich ne Idealvorstellung und Illusion...

Heisenberg schrieb: "Auch in der Naturwissenschaft ist also der Gegenstand der Forschung nicht mehr die Natur an sich, sondern die der menschlichen Fragestellung ausgesetzte Natur, und insofern begegnet der Mensch auch hier wieder sich selbst"
Ich würde das im Kontext umformulieren auf:
Auch im Glauben ist also der Gegenstand des Glaubens nicht mehr der Glaube/Gott selbst, sondern der der menschlichen Fragestellung ausgesetzte Glaube/Gott, und insofern begegnet der Mensch auch hier wieder sich selbst....
Daher sehe ich in den 10 Geboten sehr erdgebundene pragmatische Verhaltensvorschriften....der Zweck heiligt die Mittel.....
Aber du hast recht, als Gläubiger muss, bzw. darf man evtll. darüber nicht nachdenken. Ich tu's allerdings aus anthropologischem Interesse schon...

Gruss
Tyra
 
@tyra weißt du ein Glaube der auf Gefühl und nicht auf Verstand beruht und sich damit nicht auseinandersetzte und darüber nachdachte der hat keinen Glauben erlangt er trägt einen Scheinglauben vor sich her und tut nur fromm.
Denn nur die Dinge die ich in meinem Sinn filtere gelangen ins Herz.
Also, halte bitte nicht Gläubige als kopflose nicht denkende Naivlinge.
Denn gerade jene setzten sich mit Naturwissenschaft auseinander weil die Natur genügend Beweise für Gott liefert. Man kann auch die Augen davor verschließen weil man in diese Richtung keinen Gedanken verlieren will.
Wie war deine Vorhaltung an mich nicht offen für alles Erforschte das erkenn ich auch an dir du versperrst dir mit Trugschlüssen Wissen die es wert sind sie zu kennen weil diese der Grundstein wär um für jede weitere Bildung Unterscheidungsvermögen sich anzueignen und daraus resultierte richtig zu urteilen was man als richtig und was man als falsch werten sollte.
Das war nun wirklich mein letzter Beitrag hier, damit auch endlich wieder Äußerungen gemäß des Themas geschrieben und gelesen werden können.
 
@ ohn(e)Macht,

ich halte Gläubige auf keinen Fall für Naivlinge....allerhöchstens, wenn sie unter dem Credo eines über allem anderen stehenden Gottglaubens versuchen die Bereiche Glauben und Wissen zu vermischen...Oder alle andersartigen Gedanken von Menschen die nicht an Gott glauben von vornherein als falsch oder inhaltslos erklären 🙂)
Jeder Mensch ist in der Lage Vieles zu sein, Gläubiger, Wissender, ein gefühlvoller Mensch, ein knallharter Businessmensch, Naturschützer und durch Hausbau auch Naturzerstörer etc...
Nur sollte man die Kompetenzen der einzelnen Bereiche schon auseinanderhalten.
Ein gläubiger Evolutionsbiologe würde z.B. nicht auf die Idee kommen (sollen) seine wissenschaftlichen Erkenntnisse mit Glaubensdingen zu vermischen.
Keiner der mir bekannten Wissenschaftler postuliert, dass er jemals Gottes Existenz gleichermaßen beweisen könne, so wie er z.B. die Abstammung des Menschen von Primaten oder die Urknalltehorie auf wissenschaftliche Weise und mittels wissenschaftlicher Methoden nachweisen kann.
Die Existenz Gottes steckt allein in dem Wunsch, der Intuition des Menschen zu glauben, dass hinter den Naturdingen ein schöpferischer Geist steht....dem widerspreche ich auch keineswegs...nur denke ich net, dass es sich dabei um sone personale höchstrichterliche Gottinstanz handelt....Ich denke der schöpferische Geist ist eine Art gestaltlose kosmische Dynamik...alle anderen Vorstellungen sind doch recht anthropozentrisch denke ich....

Das ist meine Meinung dazu....
Übrigens ist deine nach wie vor unveränderte Argumentationsmethode= lediglich mit Vorhaltungen zu reagieren oder mir vozuhalten, ich würde nicht richtig denken oder ich würde nur Trugschlüsse aufstellen nach wie vor nicht sehr überzeugend. Ich denke eher dass du mit deiner rigorosen Haltung, ich würde falsch denken....da ich wahrscheinlich nicht so denke wie du...hier sone Art Ausschlussverfahren gegen mich fahren willst?

Du scheinst etwas Schwierigkeiten mit meiner Sowohl-Als auch Logik zu haben...ich denke nämlich nicht, dass es nur ein Wahr oder Falsch gibt...wie die auf Aristoteles zurückgehende Zweiwerte-Logik postuliert....Ich denke unsere Realitäten sind etwas komplexer, als dass man mit ENTWEDER richtig ODER falsch hinkommen würde..Die abendländische Denktradition ist halt recht ein- bzw. zweiseitig und wie ich immer sage: zu knapp gedacht...denn es gibt noch unzählige weitere Möglichkeiten....
Ich kann durchaus Glauben und Wissen vereinen, was aber sone Art getrennte Vereinigung und nicht son Schmelztiegeldings ist...das scheint recht schwierig zu verstehn...D.h. ich verschliesse meine Augen vor nichts, sondern im GGT öffne ich diese für wesentlich mehr Möglichkeiten! Ich denke dass wesentlich mehr Dinge wahr sein können und sehr wenige Dinge nur falsch sind...das macht die Sache wahrlich nicht einfacher und kann so manchem schon ein wenig Angst bereiten....
Ich hab auch nirgends postuliert, dass der Glaube an Gott falsch sei...nur zu versuchen etwas Unbeweisbares zu beweisen halte ich für nicht o.k. Ich denk schon, dass es wichtig für die Menschen ist an etwas zu glauben und dass der Glaube an ein Leben nach dem Tode im Himmel ein guter Antriebsmotor für soziales und vernünftiges Verhalten sein kann...allerdings kann natürlich auch der Schuss nach hinten los gehn mit Glaubensdingen...(vgl Kreuzzüge, islamischer Fundamentalismus etc.)

Ich denke übrigens dass ich mit meinen Äußerungen schon in den Kern der Sache hier vorgedrungen bin....
Allerdings komm ich mit deinen Begriffen nicht ganz klar....
Meine Unterscheidungen/Begrifftlichkeiten:
Sinne/Anschauung: Sehen, Hören, Riechen, Tasten
Verstand= die Sinneseindrücke filterndes Instrument, Denken, Begriffe, bewirkt Erkennen (--->Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind)
Gefühl= Stammhirneindrücke (Angst, Schmerz, Lust, Liebe sind schneller als der Verstand...aber durch Verstand beeinflussbar
Vernunft: Vermittlungsinstanz zwischen Verstand und Gefühl..."mit Herz und Verstand" etc...
Intiution: Augenblickserfassung, ein Erfassen der Welt ohne dabei lang zu denken und in Begriffe zu fassen...hiermit kommt es an sich zu einer Gottahnung oder Erleuchtung in buddhistischer ggf. "gottloser" Weise.

Ich finde es o.k. seiner Intuition zu folgen und an Gott zu glauben, oder als Buddhist an das Nichts etc..Aber die Intuition hat ihre Grenzen d.h. begrenzte Kompetenz, genauso wie der Verstand seine Grenzen hat...oder die Sinne ihre Grenzen haben....

Und ich auch meine Grenzen habe und vorerst Schluss mache....ist auch o.k. wenn du nicht drauf antwortest...denn das Schreiben bringt schon für sich was, mal ein wenig zu ordnen und nachzudenken...
 
boah,das war lange zu lesen,aber es interessiert mich.
Aber ich selbst versuche auf dem teppich zu bleiben(als schutz vor schlechten gedanken die einen wahnsinnig machen könnten?)
und fest daran zu glauben das es einfach nur darauf ankommt wie man im hier und jetzt lebt und wie man mit seinen mitmenschen umgeht.
wenn ich mir stätig gedanken mahcen würde was kommen mag würde ich keinen kopf mehr haben für die dinge die ich grade tue. meine einstellung ist in der ruhe liegt die kraft und wenn jemand im glauben und somit im zwiegespräch mit etwas übernatürlcihem (gott) steht und daran wieder kraft erlangt soll das so sein,andere ewrhalten durch musik und malen ruhe oder einfach indem sie einen schönen abend haben wo auch immer,das ist es doch was zählt,oder?meiner meinung nach ja! Sollten wir das rätzel tod und was danach kommt nicht ruhen lassen denn irgenwann erlangt jeder von uns die gewissheit ob oder ob nicht und da geht kein weg vorbei! eigendlich sterben wir ja ständig kleine tote jede sekunde unseres lebens unser körper ist permanent am sterben und neu geboren werden,nur mal von den ganzen zellen abgesehen, wir verändern uns! Die kleinen tote entwickeln uns,nehmen wir sie einfach an!!! Mit diesen Worten wünsch ich euch nachdenkliche aber schöne ostertage!!!!
 

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