@ ohn(e)Macht,
ich halte Gläubige auf keinen Fall für Naivlinge....allerhöchstens, wenn sie unter dem Credo eines über allem anderen stehenden Gottglaubens versuchen die Bereiche Glauben und Wissen zu vermischen...Oder alle andersartigen Gedanken von Menschen die nicht an Gott glauben von vornherein als falsch oder inhaltslos erklären 🙂)
Jeder Mensch ist in der Lage Vieles zu sein, Gläubiger, Wissender, ein gefühlvoller Mensch, ein knallharter Businessmensch, Naturschützer und durch Hausbau auch Naturzerstörer etc...
Nur sollte man die Kompetenzen der einzelnen Bereiche schon auseinanderhalten.
Ein gläubiger Evolutionsbiologe würde z.B. nicht auf die Idee kommen (sollen) seine wissenschaftlichen Erkenntnisse mit Glaubensdingen zu vermischen.
Keiner der mir bekannten Wissenschaftler postuliert, dass er jemals Gottes Existenz gleichermaßen beweisen könne, so wie er z.B. die Abstammung des Menschen von Primaten oder die Urknalltehorie auf wissenschaftliche Weise und mittels wissenschaftlicher Methoden nachweisen kann.
Die Existenz Gottes steckt allein in dem Wunsch, der Intuition des Menschen zu glauben, dass hinter den Naturdingen ein schöpferischer Geist steht....dem widerspreche ich auch keineswegs...nur denke ich net, dass es sich dabei um sone personale höchstrichterliche Gottinstanz handelt....Ich denke der schöpferische Geist ist eine Art gestaltlose kosmische Dynamik...alle anderen Vorstellungen sind doch recht anthropozentrisch denke ich....
Das ist meine Meinung dazu....
Übrigens ist deine nach wie vor unveränderte Argumentationsmethode= lediglich mit Vorhaltungen zu reagieren oder mir vozuhalten, ich würde nicht richtig denken oder ich würde nur Trugschlüsse aufstellen nach wie vor nicht sehr überzeugend. Ich denke eher dass du mit deiner rigorosen Haltung, ich würde falsch denken....da ich wahrscheinlich nicht so denke wie du...hier sone Art Ausschlussverfahren gegen mich fahren willst?
Du scheinst etwas Schwierigkeiten mit meiner Sowohl-Als auch Logik zu haben...ich denke nämlich nicht, dass es nur ein Wahr oder Falsch gibt...wie die auf Aristoteles zurückgehende Zweiwerte-Logik postuliert....Ich denke unsere Realitäten sind etwas komplexer, als dass man mit ENTWEDER richtig ODER falsch hinkommen würde..Die abendländische Denktradition ist halt recht ein- bzw. zweiseitig und wie ich immer sage: zu knapp gedacht...denn es gibt noch unzählige weitere Möglichkeiten....
Ich kann durchaus Glauben und Wissen vereinen, was aber sone Art getrennte Vereinigung und nicht son Schmelztiegeldings ist...das scheint recht schwierig zu verstehn...D.h. ich verschliesse meine Augen vor nichts, sondern im GGT öffne ich diese für wesentlich mehr Möglichkeiten! Ich denke dass wesentlich mehr Dinge wahr sein können und sehr wenige Dinge nur falsch sind...das macht die Sache wahrlich nicht einfacher und kann so manchem schon ein wenig Angst bereiten....
Ich hab auch nirgends postuliert, dass der Glaube an Gott falsch sei...nur zu versuchen etwas Unbeweisbares zu beweisen halte ich für nicht o.k. Ich denk schon, dass es wichtig für die Menschen ist an etwas zu glauben und dass der Glaube an ein Leben nach dem Tode im Himmel ein guter Antriebsmotor für soziales und vernünftiges Verhalten sein kann...allerdings kann natürlich auch der Schuss nach hinten los gehn mit Glaubensdingen...(vgl Kreuzzüge, islamischer Fundamentalismus etc.)
Ich denke übrigens dass ich mit meinen Äußerungen schon in den Kern der Sache hier vorgedrungen bin....
Allerdings komm ich mit deinen Begriffen nicht ganz klar....
Meine Unterscheidungen/Begrifftlichkeiten:
Sinne/Anschauung: Sehen, Hören, Riechen, Tasten
Verstand= die Sinneseindrücke filterndes Instrument, Denken, Begriffe, bewirkt Erkennen (--->Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind)
Gefühl= Stammhirneindrücke (Angst, Schmerz, Lust, Liebe sind schneller als der Verstand...aber durch Verstand beeinflussbar
Vernunft: Vermittlungsinstanz zwischen Verstand und Gefühl..."mit Herz und Verstand" etc...
Intiution: Augenblickserfassung, ein Erfassen der Welt ohne dabei lang zu denken und in Begriffe zu fassen...hiermit kommt es an sich zu einer Gottahnung oder Erleuchtung in buddhistischer ggf. "gottloser" Weise.
Ich finde es o.k. seiner Intuition zu folgen und an Gott zu glauben, oder als Buddhist an das Nichts etc..Aber die Intuition hat ihre Grenzen d.h. begrenzte Kompetenz, genauso wie der Verstand seine Grenzen hat...oder die Sinne ihre Grenzen haben....
Und ich auch meine Grenzen habe und vorerst Schluss mache....ist auch o.k. wenn du nicht drauf antwortest...denn das Schreiben bringt schon für sich was, mal ein wenig zu ordnen und nachzudenken...